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Uralt-Windows: XP läuft aus, Geldautomaten laufen weiter mit XP
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Uraltes Betriebssystem und bald keine Sicherheits-Updates: Die Mehrheit der Geldautomaten weltweit läuft heute noch mit Windows XP. Sobald Microsoft die Pflege des Systems einstellt, könnte das Sicherheitsrisiko für Angriffe steigen.

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cindy2009 21.01.2014, 12:36
70.

Zitat von chrima
Mir ist zwar neu, dass lotus notes ein OS wäre, aber genauso neu wäre es wenn IBM die Entwicklung davon eingestellt hätte.
Verzeihung, da fehlte was. Lotus Notes 5.x war gemeint. Ob da alle relevanten Sicherheitsupdates eingeflossen sind? Ich weiß ja nicht...

Und ja, Lotus Notes wird nicht mehr weiter entwickelt, das nennt sich nun IBM Notes.

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socrateased 21.01.2014, 13:08
71. LN als Backdesk-Anwendung

Zitat von steellynx
Die Deutsche Bank erwägt allerdings (oder hat es zumindest mal), Lotus Notes aufzugeben und Outlook zu nutzen. Weg von IBM, so in der Art. Zudem steigt die Bank auch bereits auf Windows7 um, auch mit den ThinClient-Systemen. Denn ehrlich gesagt... auch wenn die Möglichkeiten sicherlich um einiges vielfacher sind, genutzt wurde Lotus auch in der Bank hauptsächlich für Mails... und Chat. Die wenigsten kannten Funktionen die darüber hinaus gingen.
Macht ja nichts. Die Büro-Anwender in Firmen müssen ja auch nicht groß was vom (zum Beispiel) Lotus Notes-Ticketsystem für den IT-Backdesk mitbekommen. Wie jemand Anderes hier schon sehr richtig schrieb: LN ist ziemlich mächtig, und man kann es auf allen nur erdenklichen Systemebenen als Metastruktur einsetzen, so z.B. auch für die unternehmensweite Knowledge-Base, für Datenarchivierungen, für die unternehmensweite Entwicklerebene, usw.
Höchstens noch welches LN-Frontend eine Firma dann bastelt, entscheidet dann ggf. darüber, wieviel der einzelne Anwender überhaupt von der tatsächlich installierten IT-Infrastruktur zu sehen bekommt.

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socrateased 21.01.2014, 13:17
72. Embedded Windows

Zitat von sysop
Uraltes Betriebssystem und bald keine Sicherheits-Updates: Die Mehrheit der Geldautomaten weltweit läuft heute noch mit Windows XP. Sobald Microsoft die Pflege des Systems einstellt, könnte das Sicherheitsrisiko für Angriffe steigen.
Hier wäre mal ganz interessant, zu erfahren, wieviele Bankomaten, Fahrkartenautomaten, Industrierechner oder andere embedded systems weltweit eigentlich mit dem von Microsoft ohne viel Trara seit 2006 angebotenen "Windows Fundamentals for Legacy PCs" (Kurz "Win FLP") ausgerüstet wurden/immer noch werden.

"Win FLP" - eine Art spezialisiertes "Zwischen-Windows" mit der internen Bezeichnung "Win 2006" (Win NT 5.1.2600.xss, nur x86) - hat einen schönen, modularen Installer, bei dem man ein richtig schlankes, aber dennoch fernwartbares System auf- und einsetzen kann, aber eben ohne den ganzen Konsumenten-Schnickschnack aus WinXP.

http://en.wikipedia.org/wiki/Windows...for_Legacy_PCs

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Mierscheid 21.01.2014, 14:30
73.

Zitat von ArnoNym
Wenn ich mich recht erinnere -und nach 12 Jahren erinnert man sich nicht mehr so arg genau an die genauen Details- betraf das XP ohne Servicepack. Dieser wunde Punkt wurde schon vor vielen, vielen Jahren behoben. Haben Sie irgendetwas Belastbares in der Hand, daß sich urplötzlich nach 04/2014 Sicherheitslöcher dieser Art auftun? Oder ist es einfach nur Wunschdenken?
Belastbar? Aber bitte: schau einfach mal selber nach, wieviele Sicherheitsupdates für kritische Sicherheitslücken Dein XP in den letzten Monaten bekommen hat.
Guxu: https://technet.microsoft.com/de-de/security/bulletin/

So, und nun fallen die ab April weg...
Man muss nicht sonderlich helle sein, um zu begreifen, dass bestehende Sicherheitslücken in diesem Leben nicht mehr von MS geschlossen werden und die dann natürlich auch gesucht und ausgenutzt werden.

Ich verstehe nicht, wie man in der heutigen Zeit geistig so ein alter Mensch sein kann, dass man nicht in der Lage ist, mit der Zeit mit zu gehen. Vor allem, weil es die Sicherheit gebietet.

Aber manche feiern ja ihre Rückständigkeit als cool und abgeklärt. Halten sich für die Checker, sind aber nur konservativ im schlechtesten Sinne.
Traurig, traurig, traurig.

Und die Leute halten mich für einen Nerd, weil ich seit 35 Jahren Telespiele, Homecomputer und Automaten sammele....
Wenigstens sind meine Produktivsysteme halbwegs aktuell und ich lebe im hier und jetzt.

Augenscheinlich im Gegensatz zu anderen.

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Mierscheid 21.01.2014, 14:42
74.

Zitat von socrateased
Macht ja nichts. Die Büro-Anwender in Firmen müssen ja auch nicht groß was vom (zum Beispiel) Lotus Notes-Ticketsystem für den IT-Backdesk mitbekommen.
Ich war mal ne Zeit als Consulter bei einer Fa. der Unterhaltungsindustrie. Da wurde vom völlig ahnungslosem (vergleiche The IT-Crowd) IT-Leiter gefordert, dass der 2nd-Level-Support in einem eigens dafür angeschafften Programm noch einmal die Calls einträgt. Ging wohl um ein Zeitmanagement.

Kosten generiert, Arbeitszeit verschwendet. Hätte man alles mit Notes erledigen können. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man fragen, auch (und erst recht) als Manager. Man fragt sich oftmals, wie es einige Leute auf die jeweiligen Posten geschafft haben. :-)

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Bin_der_Neue 21.01.2014, 14:53
75. Ein Funke Hoffnung

Zitat von fd53
sind im kommerziellen Einsatz. Und das mit weit mehr als 200 Millionen Installationen. Aber welcher Neuheitensammler und -jäger bekommt das schon mit? Dabei muss man zum Beispiel nur mal beim Arzt ganz genau auf dessen elektronische Geräte schauen.. Und so sind bei mir als IT-Rentner u.a. 3 PC mit MSDOS und Win95A, 2 PC mit Win98SE und 2 PC mit W2K im aktiven Einsatz und bessern meine Rente auf. Und natürlich werden auch die 4 PC mit WinXP noch viele Jahre bei Problemlösungen helfen. Denn wenn es um Schnittstellen und um Details geht, dann versagen die ach so hoch gelobten virtuellen Kisten auf breiter Front und total. Natürlich läuft bei mir auch noch SCO-UNIX (in 3 Versionen) und so weiter. Nur solche Sachen C-TOS braucht heute scheinbar niemand mehr.

Endlich mal jemand, der die Materie auch versteht. Dafür Daumen hoch! Auch wenn ich mich nicht mehr mit DOS (jedenfalls nicht als Festplatteninstallation) und Windows 95 herumschlage, so weiß ich doch so manche Vorzüge älterer Betriebssysteme zu schätzen bzw. greife Mangels geeigneter Alternativen auf die eine oder ander Anwednung zurück, die eben nun mal nur auf bestimmten Betriebssystemen läuft. Was die Virtualisierungsblase angeht, ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis diese platzt.

Nur, was mir so gar nicht in den Kopf will: auf der einen seite wird in dieser Gesellschaft die Geiz-ist-geil-Mentalität bis zum Erbrechen zelebriert, auf der anderen Seite wird sofort Geld für jedes vermeintlich bessere, weil neuere Betriebssystem aus dem Fenster geworfen, weil was Nachfolger hat, ist ja schließlich uralt (und somit vermutlich uncool..) wie in Post #3 von maledicto geschrieben... Gefolgt von Hardware, Smartphone etc. Denn auch hier gibt es schließlich bereits Nachfolger, also ist der vorhandene Krempel uralt. Larissa Marolt könnte nicht logischer schlussfolgern. Ich hau mich weg...

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socrateased 21.01.2014, 14:59
76. Parallel-Buchführung

Zitat von Mierscheid
Ich war mal ne Zeit als Consulter bei einer Fa. der Unterhaltungsindustrie. Da wurde vom völlig ahnungslosem (vergleiche The IT-Crowd) IT-Leiter gefordert, dass der 2nd-Level-Support in einem eigens dafür angeschafften Programm noch einmal die Calls einträgt. Ging wohl um ein Zeitmanagement. Kosten generiert, Arbeitszeit verschwendet. Hätte man alles mit Notes erledigen können. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man fragen, auch (und erst recht) als Manager. Man fragt sich oftmals, wie es einige Leute auf die jeweiligen Posten geschafft haben. :-)
;-)
Ja, das gibt es, auch bei Riesenfirmen wie z.B. Siemens mit deren vielen globalen Standorten. Es ist aber nicht immer ohne Sinn. Meist werden für den Backdesk ja auch noch separate Projektzeitdaten benötigt, welche z.B. bei einem größeren Rollout anfallen und nur dafür hausintern abgerechnet werden (SLAs), und die dann in der Projektplanung tatsächlich separat benötigt und buchgeführt werden müssen. Natürlich kann man auch maßgeschneiderte Reports aus Notes exportieren, oder über Tools wie SAP/Crytal Reports gehen, das macht dann jeder wiederum ein Bißchen anders, in Verzahnung mit der hausinternen Projektplanung. Aber sie haben insofern Recht, als die Datenpflegeredundanz teilweise schon sehr hoch ist. Ein Schelm, wer was Schlechtes dabei denkt.

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ArnoNym 21.01.2014, 15:56
77. Belastbare Argumente?

Zitat von Mierscheid
Belastbar? Aber bitte: schau einfach mal selber nach, wieviele Sicherheitsupdates für kritische Sicherheitslücken Dein XP in den letzten Monaten bekommen hat. Guxu: So, und nun fallen die ab April weg... Man muss nicht sonderlich helle sein, um zu begreifen, dass bestehende Sicherheitslücken in diesem Leben nicht mehr von MS geschlossen werden und die dann natürlich auch gesucht und ausgenutzt werden.
Das ist nicht das, was ich unter belastbar verstehe. Nix desto trotz:
1. Alle diese Sicherheitslücken standen im schlimmsten Fall 12 Jahre lang offen. Kriegen Sie nicht rückblickend gesehen Paranoia?
2. Glauben Sie, daß Win7 oder Win8 heute keine Lücken haben, die erst in etlichen Jahren bekannt werden, aber schon lange vorher ausgenutzt werden?
3. Eine kleine Fleißaufgabe: Wieviele von den XP-Sicherheitslücken waren Lücken, die es ermöglichten, ausschließlich über Internet ohne Mitwirkung des Anwenders die Kiste zu kapern?
3a. Für wie viele davon gab es keinen Workaround für die Zeit, bis von MS ein Fix bereitgestellt wurde?
3b. Wieviele davon waren ohne eingeschaltetes JavaScript, ohne Flash und ohne Acrobat Reader ausnutzbar?
4. Wie erklären Sie sich, daß mein alter Rechner mit dem uralten Win98SE nicht gekapert wurde?

Man sollte sich immer im Detail anschauen, was diese Fixes beheben. MS will natürlich alle Angriffe abwehren - auch den, daß der böse Bube mit eingeschränkten Rechten physikalisch an der Kiste sitzt. Für den Firmeneinsatz mag das wichtig sein, aber zu Hause kratzt mich das überhaupt nicht.

Zitat von Mierscheid
Ich verstehe nicht, wie man in der heutigen Zeit geistig so ein alter Mensch sein kann, dass man nicht in der Lage ist, mit der Zeit mit zu gehen. Vor allem, weil es die Sicherheit gebietet.
Nicht Ihrer Meinung = "geistig alt"? Ich kann's im Gegenzug nicht verstehen, wieso man immer das Allerneueste haben muß, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Belastbare Gründe für Ihren Standpunkt haben Sie jedenfalls keine geliefert.

Zitat von Mierscheid
Aber manche feiern ja ihre Rückständigkeit als cool und abgeklärt. Halten sich für die Checker, sind aber nur konservativ im schlechtesten Sinne. Traurig, traurig, traurig. Und die Leute halten mich für einen Nerd, weil ich seit 35 Jahren Telespiele, Homecomputer und Automaten sammele.... Wenigstens sind meine Produktivsysteme halbwegs aktuell und ich lebe im hier und jetzt. Augenscheinlich im Gegensatz zu anderen.
Ihre Jammerei in Ehren, als Argument kann ich sie allerdings nicht werten.

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dale_gribble 21.01.2014, 19:12
78.

Zitat von Mierscheid
Macht aber alles nix, denn da wird bald die natürliche Selektion greifen. Entweder werden die meisten XP-Installationen in privater Hand von Script-Kiddie-Viren unbrauchbar gemacht, oder die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt den Rechner, weil der Kinderpornos, Warez und Bombenbauanleitungen munter im Inet verteilt.
So ein Bloedsinn. Ich habe auf meinen XP-Rechnern (SP2) NOCH NIE irgendwelche "Sicherheitsupdates" installiert.
Weder irgend welche "Script-Kiddie-Viren" noch die Staatsanwaltschaft machen mir irgendwelche Probleme.
Und was bei den modernen SMS-TAN-Methoden beim Onlinebanking so schlimmes passieren soll (egal mit welchem Betriebssystem) erschliesst sich mir auch nicht.

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dale_gribble 21.01.2014, 19:15
79.

Zitat von Mierscheid
DAS ist mal eine blauäugige Aussage. Viren fing man mit XP (und wird man sich ab April wieder fangen), wenn die Kiste einfach nur einen iNet-Zugang hat. So ganz ohne wild rumzuklicken.
Hoeren Sie doch auf hier so einen hanebuechenen Bloedsinn zu verbreiten.

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