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Urheberrecht: Witzbild kostet Blogger mindestens 250 Euro

Er bloggte ein*lustiges Bild, ein Jahr später kommt die Rechnung: Ein Blogger hat für das Weiterreichen eines Fotos 250 Euro an den Fotografen bezahlt, um einer Abmahnung zu entgehen. Der Blogger wittert eine "Masche" - der Urheber ist entsetzt.

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iron mace 02.01.2012, 18:24
1. Zu wenig

Zitat von sysop
Er bloggte ein*lustiges Bild, ein Jahr später kommt die Rechnung: Ein Blogger hat für das Weiterreichen eines Fotos 250 Euro an den Fotografen bezahlt, um einer Abmahnung zu entgehen. Der Blogger wittert eine "Masche" - der Urheber ist entsetzt.
Richtig so, nur nicht lange rum lavieren.

Das bedienen von Privatpersonen wie auch Gewerblichen Websitenbetreibern, muss mal ein Ende haben.

Wer anderer Leute Bilder benutzen will, muss halt dafür bezahlen.

Wer das nicht vorher nachfragt, sollte die volle Breitseite bekommen.

Es wird Zeit das Urheberechtsverletzungen härter bestraft werden, wenn es nicht anders geht auch mit Gefängnis.

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Michael KaiRo 02.01.2012, 18:32
2. Soll er machen, der Fotograf

Zitat von sysop
Er bloggte ein*lustiges Bild, ein Jahr später kommt die Rechnung: Ein Blogger hat für das Weiterreichen eines Fotos 250 Euro an den Fotografen bezahlt, um einer Abmahnung zu entgehen. Der Blogger wittert eine "Masche" - der Urheber ist entsetzt. Es war zu einem viralen Hit geworden, der sich über populäre Blogs in verbreitete.
aber dann muss er gewzungen werden, auch alle Raubkopierer in Russland und den USA zu verklagen.

Rosinenpickerei sollte auch hier verboten werden. Zudem wäre es ein äußerst lukratives Geschäft: 600 Euro x mindestens 100 Raubkopien ...
Soviel verdient kein Fotograf an einem Bild.

Darüber hinaus weiß jeder, dass im Internet veröffentlichte Fotos kopiert werden. Wenn ich das nicht will, stelle ich es erst gar nicht rein - vor allem nicht auf einer Fotocommunity Webseite.

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fpa 02.01.2012, 18:42
3. Ironie Tag wieder aus <g> ...

Zitat von iron mace
Richtig so, nur nicht lange rum lavieren. Das bedienen von Privatpersonen wie auch Gewerblichen Websitenbetreibern, muss mal ein Ende haben. Wer anderer Leute Bilder benutzen will, muss halt dafür bezahlen. Wer das nicht vorher nachfragt, sollte die volle Breitseite bekommen. Es wird Zeit das Urheberechtsverletzungen härter bestraft werden, wenn es nicht anders geht auch mit Gefängnis.
Was ich mich allerdings frage: Wie geht es nun weiter?

Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte jener Carsten Herkenhoff auf seiner Webseite lediglich einen Link zu jenem Bild gesetzt ... und wurde dafür abgemahnt wegen Urheberrechtsverletzung.

Das gleiche wird doch aber auch in diesem SPON Artikel gemacht, es wird ein Link gesetzt zu jenem Foto. Hat jetzt der Spiegel dafür bezahlt? Und wenn ja, wie viel? Oder steht ihm jetzt etwa ganz und gar eine Abmahnung ins Haus?

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Micha_R3 02.01.2012, 18:44
4. 250€ - Zu Recht!

Zitat von sysop
Er bloggte ein*lustiges Bild, ein Jahr später kommt die Rechnung: Ein Blogger hat für das Weiterreichen eines Fotos 250 Euro an den Fotografen bezahlt, um einer Abmahnung zu entgehen. Der Blogger wittert eine "Masche" - der Urheber ist entsetzt.
Mit 250€ ist der Urheberrechtsverletzer noch gut bedient:
Hätte er stattdessen ein mp3-Musikstück auf seiner Website zum Download bereitgehalten wäre er nicht so günstig davongekommen.

Tip für "andere" Fotografen:
Einfügen eines Urheberrechts - "Copyright" - in's Bild:
Das Entfernen desselben mittels Bildbearbeitung kann gerichtlich als "Vorsatz" gewertet werden, dann wird's "richtig teuer".

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filder 02.01.2012, 18:45
5. Grotesk

Zitat von Michael KaiRo
aber dann muss er gewzungen werden, auch alle Raubkopierer in Russland und den USA zu verklagen.
Warum und wie wollen Sie einen Geschädigten zu etwas "zwingen"?

Zitat von
Darüber hinaus weiß jeder, dass im Internet veröffentlichte Fotos kopiert werden. Wenn ich das nicht will, stelle ich es erst gar nicht rein - vor allem nicht auf einer Fotocommunity Webseite.
Dumm Tüch. Es weiss auch jeder, dass es täglich hunderte Wohnungseinbrüche gibt - muss deshalb jeder seine Wohnung zur Selbstbedienung offen lassen? Sie versuchen nur, eine seltsame Selbstbedienungsrechtsauffassung zu rechtfertigen.

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teutoniar 02.01.2012, 18:51
6.

Zitat von Michael KaiRo
Darüber hinaus weiß jeder, dass im Internet veröffentlichte Fotos kopiert werden.
Die Erkenntnis, dass manche sich über die Gesetze hinwegsetzen, ist kein Grund, sich ebenfalls zu bedienen und damit so zu tun, als sei das Bild wertlos. Kann es aber gar nicht sein, denn sonst würde es ja nicht einfach benutzt werden. Ein eigenes Bild zu erzeugen ist anscheinend doch deutlich schwieriger. Sonst würde man das ja machen. Macht man aber nicht.

Zitat von Michael KaiRo
Wenn ich das nicht will, stelle ich es erst gar nicht rein - vor allem nicht auf einer Fotocommunity Webseite.
GERADE eine Fotocommunity-Webseite ist die passende Stelle für Bilder. Wo es veröffentlicht wird, spielt übrigens keine Rolle, solange die Verbreitung nicht vom Urheber ausdrücklich gestattet wird. Das Urheberrecht gilt unabhängig vom Ort.

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Micha_R3 02.01.2012, 18:53
7. "Deep Link"

Zitat von fpa
Was ich mich allerdings frage: Wie geht es nun weiter? Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte jener Carsten Herkenhoff auf seiner Webseite lediglich einen Link zu jenem Bild gesetzt ... und wurde dafür abgemahnt wegen Urheberrechtsverletzung. Das gleiche wird doch aber auch in diesem SPON Artikel gemacht, es wird ein Link gesetzt zu jenem Foto. Hat jetzt der Spiegel dafür bezahlt? Und wenn ja, wie viel? Oder steht ihm jetzt etwa ganz und gar eine Abmahnung ins Haus?
Es handelte sich anscheinend um einen sog. "Deep Link", nicht um einen link der zur Weiterleitung auf eine andere Website mit dieser Aufnahme führte.

Sog. "Deep Links", mit denen Fotos in die eigene Website eingebunden werden ohne dass die Site sichtbar wird auf denen die Aufnahmen gehostet ist sind im allgemeinen eh' verpönt, wenn nicht gesondert strafbar.

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teutoniar 02.01.2012, 18:55
8.

Zitat von fpa
Was ich mich allerdings frage: Wie geht es nun weiter? Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte jener Carsten Herkenhoff auf seiner Webseite lediglich einen Link zu jenem Bild gesetzt
Nein. Er hat es in die Webseite als Grafik eingebunden.

Zitat von fpa
Das gleiche wird doch aber auch in diesem SPON Artikel gemacht, es wird ein Link gesetzt zu jenem Foto.
Auch das ist nicht ganz richtig. Spiegel setzt einen Link zur Webseite, auf der das Bild zu sehen ist. Das ist etwas anderes als die Grafik in den Spiegel-Artikel einzubinden.

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Zephira 02.01.2012, 18:57
9.

Zitat von fpa
Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte jener Carsten Herkenhoff auf seiner Webseite lediglich einen Link zu jenem Bild gesetzt ... und wurde dafür abgemahnt wegen Urheberrechtsverletzung.
Nein, er hat es laut Artikel eingebunden. Das gibt er sogar noch zu, auch wenn er ansonsten glaubt, über dem Gesetz zu stehen.

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