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Urheberrechtskampagne: Hundert Künstler fühlen sich bedroht
dapd

Mario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, der vor einer Abschaffung des Urheberrechts warnt. Es ist bereits der vierte solche Aufruf innerhalb weniger Wochen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.

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Europa! 10.05.2012, 19:03
1. Die Autoren haben völlig recht

Zitat von sysop
Mario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, der vor einer Abschaffung des Urheberrechts warnt. Es ist bereits der vierte solche Aufruf innerhalb weniger Wochen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.
Der Aufruf zeigt, dass die Künstler die Verlage brauchen, die ihre Rechte in ihrem Auftrag wahrnehmen. Der Versuch, einen Keil zwischen Künstler und Rechtewahrnehmung zu treiben, ist plumpe Demagogie. Aber wenn die Piraten das zugeben würden, hätten sie ja gar kein Thema mehr. Da stützen sie sich lieber auf die Hehler und Stehler im Netz. Jede Partei hat eben ihre Klientel.

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marthaimschnee 10.05.2012, 19:07
2.

Daß sich hunderte Millionen Nutzer vor der Art und Weise bedroht fühlen, wie die ihre Rechte schützen wollen, scheint dagegen niemanden zu interessieren.

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felisconcolor 10.05.2012, 19:08
3. Wann begreifen

Zitat von sysop
Mario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, der vor einer Abschaffung des Urheberrechts warnt. Es ist bereits der vierte solche Aufruf innerhalb weniger Wochen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.
es die Künstler nun endlich, das ihnen keiner ans Salär will.
Sie können sich dumm und dämlich verdienen.
Was die Konsumenten wollen ist ein ehrlicher Umgang mit der Materie
Kunst und Medien. Ein Umgang der auch den Künstlern zu mehr Freiheit in der Vermarktung bringen würde.
Aber die Content Industrie hat ihre Schäfchen halt gut konditioniert und sie sabbern gleich wie die pawloffschen Hunde wenn das Wort Urheberrecht fällt.
Ist natürlich auch ein Risiko für die Künstler dabei, das sollte man nicht verschweigen.
Wer schlecht ist verdient halt nix.
Andere B C D oder F Künstler kann die Content Industrie derzeit ja immer noch auf die unsäglichen Sampler quetschen.
Oder jammern wenn die CD sich nicht verkauft die bösen Raubkopierer wären schuld.
Werte Künstler liefert anständige Arbeit ab und verkauft sie gut dann habt ihr ein Auskommen. Liefert ihr miese Qualität ab, tja dann bleibt in Deutschland zumindest noch das soziale Netz.

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eigentlicher_Schwan 10.05.2012, 19:12
4.

Zitat von Europa!
Der Aufruf zeigt, dass die Künstler die Verlage brauchen, die ihre Rechte in ihrem Auftrag wahrnehmen. Der Versuch, einen Keil zwischen Künstler und Rechtewahrnehmung zu treiben, ist plumpe Demagogie. Aber wenn die Piraten das zugeben würden, hätten sie ja gar kein Thema mehr. Da stützen sie sich lieber auf die Hehler und Stehler im Netz. Jede Partei hat eben ihre Klientel.
Dürer fand es gut, wenn seine Bilder in Kopie verbreitet wurden. Aber er bekämpfte die Kopisten, die sein Monogramm auch kopierten.
Déjà-vu - YouTube

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daoinsidhe 10.05.2012, 19:17
5.

Zitat von
Vor einigen Wochen hatte Hans-Joachim Otto, Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsministerium, bei einer Veranstaltung der Filmbranche genau wie seine Kollegen "aus Reihen von CDU, SPD und FDP" darauf hingewiesen, dass vor allem die Kreativen selbst gefordert seien, der öffentlichen Diskussion, die sich bis dahin vor allem um drohende Grundrechtseinschränkungen zur Verfolgung von Copyright-Verletzungen drehte, eine neue Richtung zu geben. Gerade Künstler seien "sprachgewaltige Botschafter".
Nur schade, dass der Brief nicht wirklich von Urhebern stammt, sondern von einem Literaturagenten, Matthias Landwehr, und somit doch wieder von einem Verwerter. Die Urheber hier haben lediglich ihren Namen unter ein Dokument gesetzt, dass ihr feiner Herr Agent verfasst hat. Auf eine echte Äußerung oder eine Kampagne von Urhebern / Künstlern selbst, wartet man nach wie vor vergeblich. Vielleicht ja auch deswegen, weil es eben doch primär Verwerter und Agenten sind, die ihre Interessen gefährdet sehen? Dass man dann allerdings ständig die Künstler vor schiebt, um die Verwerter-Propagande zu unterschreiben oder zu präsentieren, ist schon ziemlich schäbig.

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srz-ak 10.05.2012, 19:35
6. Beide Seiten ansehen

Die Künstler sehen sich bedroht? Ja, aber was ist mit dem kriminalisierten User? Jeder zahlt - egal ob er urheberrechtlich geschützte Sachen druckt oder kopiert oder auf CD/DVD brennt - Urheberrechtsabgabe beim Kauf von Druckern, Kopierern, Scannern und CDs/DVDs. Da kommt keiner davon los. Da werden doch alle BenutzerInnen von vorneherein quasi kriminalisiert und pauschal verdächtigt Straftaten zu begehen. Und dann ist doch klar, warum die Leute dann alles kopieren, sie haben doch schon Urheberrechtsabgabe bezahlt, warum sollen sie dann noch weiter etwas zahlen?

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Europa! 10.05.2012, 19:56
7. Einverstanden

Zitat von srz-ak
Die Künstler sehen sich bedroht? Ja, aber was ist mit dem kriminalisierten User? Jeder zahlt - egal ob er urheberrechtlich geschützte Sachen druckt oder kopiert oder auf CD/DVD brennt - Urheberrechtsabgabe beim Kauf von Druckern, Kopierern, Scannern und CDs/DVDs. Da kommt keiner davon los. Da werden doch alle BenutzerInnen von vorneherein quasi kriminalisiert und pauschal verdächtigt Straftaten zu begehen. Und dann ist doch klar, warum die Leute dann alles kopieren, sie haben doch schon Urheberrechtsabgabe bezahlt, warum sollen sie dann noch weiter etwas zahlen?
Man darf den - gutwilligen - User nicht kriminalisieren. Die Abmahnindustrie (wenn es sie denn gibt) ist ein Missbrauch, der vielleicht sogar strafrechtlich verfolgt werden sollte. Aber für bedenkenlose "Selbstbedienung" am geistigen Eigentum anderer gilt das wohl auch.

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Gretl7 10.05.2012, 20:39
8. Was hat ein Künstler mit der Content Industrie zu tun?

Zitat von felisconcolor
Aber die Content Industrie hat ihre Schäfchen halt gut konditioniert und sie sabbern gleich wie die pawloffschen Hunde wenn das Wort Urheberrecht fällt.
Wer bitte schön ist denn die immer wieder zitierte Content Industrie?
Content liefern immer noch die Künstler. Und bitte schön, werft doch beim Urheberrecht nicht immer wieder die verschiedenen Vermarktungsstrategien in einen Topf. Ein Bild oder Foto verkauft sich anders als ein Musikstück oder ein Film.

Und noch etwas gilt beim Urheberrecht - vor allem bei Fotos - das Recht auf das eigene Bild. Wenn wir hier alles in einen Topf werden, dann sieht sich jeder, der es nicht verhindern kann, fotografiert zu werden, bald auf einem Wahlplakat für die eine oder andere Partei oder als Werbe-Ikone für Zahnpasta. Begreift doch endlich, dass mit dem Urheberrecht auch die Verwetungsrechte beim Künstler liegen. Und mit diesen muss er sorgsam umgehen, selbst wenn er einen Model Release hat. Bei freigegebenem Urheberrecht, das jeder verwerten kann, wie es ihm beliebt, hat kein Künstler mehr die Kontrolle über sein Produkt - dies geht bis zur Verfremdung.

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subcutan 10.05.2012, 20:42
9. Seit wann haben Nutzer Rechte gegenüber Urhebern?

Urheber gewähren Nutzungsrechte. Aber verkaufen nicht ihre Rechte als Urheber, da das Urheberrecht unveräußerlich ist. Nutzer dieser Rechte können deshalb auch keine Rechtsansprüche gegenüber Urhebern geltend machen. Und so wird es bleiben.

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