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US-Vorwahlkampf: Trumps Erfolg, erklärt in drei Tweets
AFP

Wie konnte es bloß soweit kommen? Das scheint, von Europa aus, die beherrschende Frage mit Blick auf den Erfolg Donald Trumps zu sein. Die Erklärung für das Phänomen Trump findet sich in drei Tweets.

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helmut.alt 04.05.2016, 14:10
1.

Eine hervorragende Analyse, der ich zu 100% zustimme. Otto Normalbürger hat es satt zu einem Verhalten ("political correctness") gezwungen zu werden, das ihn zu sehr einengt (das fängt schon bei der vorgeschriebenen Wortwahl an wie z. B. bei der Bezeichnung bestimmter Volksgruppen, etc.). Kein Wunder, wenn dann "Heilsversprecher" leichtes Spiel haben.

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Tim van Beek 04.05.2016, 14:15
2. Finanzkrise 2008/2009

"Mit diesem Tweet wird eine Einschätzung weiter Teile der Öffentlichkeit aufgezeigt: Superreiche und Medien hätten allergrößten Einfluss auf die Politik."

Wenn Sie sich noch an die Finanzkrise 2008/2009 erinnern und an so schöne Schlagworte wie "too big to jail", dann sollte diese Einschätzung schon nachvollziehbar sein.

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Schlumperli 04.05.2016, 14:17
3. Soso

Gleich der zweite Satz im Text zeigt, wie einfach man es sich machen kann:
Man definiert die eigene Meinung als "Fortschritt".
Alles was davon abweicht ist dann naturgemäß "Rückschritt".

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jpgermany 04.05.2016, 14:18
4. sehr guter Artikel

als jemand der vor Jahren länger in den USA gelebt hat und immer noch einige Male im Jahr dorthin fährt, kann ich die in diesem Artikel gemachten Beobachtungen nur bestätigen. Viele meiner Freunde dort machen diese schon seit Jahren.
Und der "scary thought" der einem dabei kommt ist, hätte die AFD auch nur eine charismatische Persönlichkeit in ihren Rängen .....

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Hoschi 04.05.2016, 14:18
5. Da hat schon Karl Valentin

richtig erkannt: "Erstaunlich, dass morgen, doch das Heute, die gute alte Zeit von gestern ist."

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f00b4r 04.05.2016, 14:21
6.

Sehr schön zusammengefasst. Hut ab.

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Bernd S 04.05.2016, 14:21
7. Artikel ist richtig, macht aber nicht glücklich

Echt guter Kommentar. Bin beeindruckt. Doof an der Sache: Diese kleine Horizonterweiterung durch das Lesen führt leider nicht zu einem glücklicheren Tag.

Das Zitat von Murdoch wird vielleicht nicht ganz richtig beleuchtet, die Kernaussage ist ja eigentlich: "Das kleine Großbritannien habe ich im Griff, bei der EU ist das nicht so leicht" - es ist eher ein Indiz dafür, dass Lobby-Arbeit für Konzerne und Interessensgruppen natürlich umso schwieriger wird, je "bunter" und unabhängiger die zu beeinflussende Zielgruppe ist.

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**Kiki** 04.05.2016, 14:30
8. Ausgezeichnete Analyse.

Vor allem der erste Teil. Da merkt man halt, worin der Autor sich wirklich auskennt.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, den ich für bedeutsam halte, auch wenn mir spontan kein Tweet dafür einfällt: In den USA geht die Gängelung im Alltag nicht nur bei Sprachregelungen weit über die bei uns hinaus (obwohl wir aufgeholt haben und diese Sache auch bei uns ein Teil des Problems ist). Das betrifft das ganz normale Alltagsverhalten ganz normaler Menschen, insbesondere Essen, Trinken, Rauchen und so weiter, in denen, wenn die Leute nicht aus eigenem Antrieb alle so machen, wie gewünscht, das dann eben durch Vorschriften und Kampagnen für eine "freiwillige" Verhaltensumstellung herbeigeführt werden soll.

Was den Leuten damit vermittelt wird, ist, daß man ihnen nicht zutraut, solche (kleinen) Entscheidungen im persönlichen Bereich selbst zu treffen, sondern ihnen diese Entscheidungen von vornherein abnimmt oder jedenfalls die Hürden vor der "falschen" Entscheidung erhöht.

Es ergibt auch in diesem Zusammenhang einen Sinn, einen Kandidaten zu wählen, von dem es dem Polit-Establishment graut. Denn das Recht zu wählen haben die in zahlreichen Bereichen Gegängelten (bislang noch) uneingeschränkt. Aber falsche Entscheidungen im Großen sind außerdem auch das, was man von Bürgern erwarten muß, denen sonst immer von fürsorglichen Gouvernanten im Kleinen alles mundgerecht vorgekaut wird. Es wäre hoch an der Zeit, in diesem Bereich umzusteuern.

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zamfe 04.05.2016, 14:31
9.

Gute Kolumne; den letzten Satz habe ich erst:
...Zurück zu einem "Führer"...gelesen. Hätte auch irgendwie im Kontext gepasst.

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