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US-Wahl und die Daten-Ingenieure: Ich ganz allein habe Trump ins Amt gebracht
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Eine Geschichte sorgt für Aufsehen: Eine geheimnisvolle Datenfirma soll mit Psychogrammen von US-Wählern Donald Trump ins Weiße Haus gehievt haben. Was ist an der Schauergeschichte dran?

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karlheinz-hesse 05.12.2016, 15:19
60. Aber doch.

Zitat von winterwoods
Amazon hat es bis heute nicht geschafft, mir wirklich absolut adäquate Empfehlungen vor die Augen zu zaubern. Facebook scheitert hieran sogar spektakulär. Auch die empfohlenen Freunde - an den Haaren herbei gezogen. All diese Dinge sind noch so weit von jeder realen Effizient entfernt, dass es für mich nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder ist an all diesen Hypes überhaupt nichts drann. Am wahrscheinlichsten. Oder aber: Nur sehr einfach gestrickte Menschen können damit tatsächlich ausreichend analysiert und mehr oder weniger erfolgreich "psychogrammiert" werden. Aber ehrlich - so einfach gestrickt kann dann doch niemand sein... oder... doch!?...
Mindestens die 20% AFD Wähler.

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beob_achter 05.12.2016, 15:21
61. Big Data vs. Lebenserfahrung, Intuition und Menschenkenntnis?

Ja, IBMs Watson ist ein mächtiges Werkzeug und schlägt Menschen bei Quiz- und Schachwettbewerben. Zunehmend wird es - vor allem wegen seiner gigantischen Rechenleistung - von Firmen eingesetzt, um massiv Betriebskosten einzusparen.
So weit so gut. Denn in allen Fällen funktioniert "Big" Data nicht ohne Daten - und die müssen irgendwo herkommen, sei es auf freiwilliger Basis oder auf wundersame Weise zusammengetragen, z. B. aus Clouds geklaut, erhackt oder durch die Häscher von Fratzenbuch & Co. eingesammelt!
Was kann _ich_ dagegen tun? Richtig - ich halte mich systematisch fern von WA, FB, Amazon, Google, M$ und wie diese Geier auch alle heßen mögen.
Denn wenn keiner mehr Whatsappt oder Facebookt oder twittert, verhungert Watson. Und das ist gut so!

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mcmahon 05.12.2016, 15:21
62. Ganz nette technische Spielerei,

aber weil ich wohl etwas klüger bin überrascht mich das gar nicht.

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schnitteuk 05.12.2016, 15:23
63.

Zitat von palimpalimtim
Ich verstehe nicht ganz. Was meinen Sie denn was EY, Mckinsey und Co. so den ganzen Tag machen?
EY macht primär Wirtschaftsprüfung, McKinsey Strategieberatung. Nichts davon ist identisch mit Big Data.

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t.egli 05.12.2016, 15:24
64. Profile von 220 Mio Bürger

Zur Frage wie Sie an die Profile von Bürger kommen, welche nicht FB nutzen...

CA arbeitet gemäss dem Video "The Power of Big Data and Psychographics" auf Youtube (min 5:38), neben Facebook auch mit weiteren Daten Firmen wie Acxiom zusammen. Facebook ist wohl einfach ein sehr effizienter Kanal zum Targetieren und zum generieren der Profile, nicht aber der einzige.

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Tr1umph 05.12.2016, 15:24
65.

Ich bin seit Jahren der Meinung, dass personalisierte Werbung verboten werden muss. Personalisierte Werbung ist nichts anderes als maßgeschneiderte Manipulation. Ob diese Firma wirklich schon so weit ist oder nicht ist völlig egal. Tatsache ist, dass es möglich ist. Die entsprechenden Verbote sollte man also rechtzeitig auf den Weg bringen...

Und an alle die denken Sie wären dafür zu schlau:
1. Offensichtlich sind Sie nicht schlau genug um eben diese Gefahr zu erkennen.
2. Der Großteil der Bevölkerung ist anfällig für sowas. Genug, damit sich unsere Demokratie negativ beeinflussen lässt. Somit ist im Endeffekt jeder davon betroffen.

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Pfaffenwinkel 05.12.2016, 15:24
66. Ich benutze Facebook nicht,

bin da auch nicht registriert. Also existiere ich auch nicht für die Psychologen. Gut so.

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wpeitze 05.12.2016, 15:24
67. Fakebook allein...

mit seiner Turboverbreitung von Lügen reichte, dafür brauchte man keine andere Firma; gab's früher schon mal allerorten und man nennt es heute "Mittelalter" und funktionierte ohne Fakebook.

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michael7419 05.12.2016, 15:25
68. Us - d

Offensichtlich ist, dass "der Deutsche" im Verhältnis zu "dem Amerikaner" die sozialen Medien deutlich weniger nutzt, und auch andere Datengeber weniger frequentiert - ergo wird die Einschätzung hierzulande (noch) weniger präzise sein, als in den USA. Der Umstand, dass Trump substanziell weniger Geld für seine Kampagne zur Verfügung hatte als Clinton, in den entscheidenen Swingstates aber dennoch die Ernte eingefahren hat, spricht für die Effektivität der Methode.
Im Grunde ist das aber Alles egal, denn es geht allein darum, dass diese "Schauergeschichte" ein sehr realistisches Szenario ist - wie der Artikel schon sagt: "Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt". Und die "Bombe" wird täglich größer, genauer, brutaler, denn jeder liefert permanent Daten ab, die ihn besser beschreiben. Ob er will, oder nicht.

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Chefcook 05.12.2016, 15:25
69. skrupellose Daten-Ingenieure...

... sonst gehts noch!? Was ist denn an Data Analytics skrupellos? Analysiert wird, was vorhanden ist. Datenanalyse zaubert keinen Präsidenten hervor, sondern gibt dem Kandidat die Möglichkeit, sich auf die bereits vorhandene Stimmung einzustellen. Nach der Spiegel-Logik gibts also auch nur skrupellose Journalisten. Der Beweis? Trump ist schließlich an der Macht und Sie haben über Ihn berichtet! ;-)

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