Forum: Netzwelt
US-Whistleblowerin: Chelsea Manning droht ein Strafgeld von bis zu 440.000 Dollar
Cliff Owen / AP

Mit bis zu 18 Monaten Beugehaft und einer hohen Geldstrafe soll Chelsea Manning zu einer Aussage vor einer Grand Jury gezwungen werden. Ein Antrag ihrer Anwälte gegen die Sanktionen wurde nun abgewiesen.

Seite 1 von 4
lockederboss31 08.08.2019, 12:27
1. traurig....

Recht und Gerechtigkeit haben nicht viel gemein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guido_lux 08.08.2019, 12:42
2. Völlig unpopulär.....

aber ich halte Whistleblower per se nicht für Freiheitshelden. Wenn sich ein Staat, zumal ein demokratischer, nicht einmal mehr auf die Loyalität seiner Bürger verlassen kann, wo soll das enden? Das Märchen vom demokratischen Staat, der immer und überall nur nach Recht und Gesetz handelt bzw. handeln kann, ist eine Guten Nacht Geschichte für Leute, die sich noch nie ernsthaft mit Geschichte befasst haben und beim Sonnenuntergang mit einer Biobrause in Hand den Himmel betrachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muenchen84 08.08.2019, 12:47
3. Einzig richtige Reaktion

dem desaströsen US Justizsystem sollte man keine Informationen geben. Sollen die doch selber schaun wo sie die Infos herbekommen, wofür haben sie FBI und NSA, die warden dafür bezahlt, also sollen sie auch gefälligst dafür arbeiten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juba39 08.08.2019, 12:50
4. Das wird zur Schicksalsfrage des Journalismus

Wer das Verhalten der Medien zu folgenden Namen zur Kenntnis nimmt:
Manning, Assange, Snowden Wyshinski, Koshoghi, Jüksel,
wird zu einem erschreckendem Urteil kommen. Der eigentlich neutrale, nur den Fakten verpflichtete Journalismus wird zu Grabe getragen, wenn nicht ganz schnell ein Aufstand durch die schreibende Zunft geht. Andernfalls bleibt nur noch ein politisch oktruierter Propagandaapparat übrig. Denn wer kann noch rational erklären, warum sich die Deutsche Regierung samt der vereinten Medienwelt für einen in der Türkei inhaftierten Journalisten so aus dem Fenster lehnt, bei einem saudischen, der einfach mal so zerstückelt (sorry) wird schnell zur (wirtschaftlichen )Tagesordnung übergegeht. Bei einem russischem Journalisten, der seit über 400 Tagen ohne Anklage in der Ukraine inhaftiert ist, zwar die OSZE direkt interveniert, das in Deutschland nicht einmal zur Kenntnis genommen wird. Bei Assange und Manning herrscht allerorten betretenes Schweigen (welcher Transatlantikbrückler legt sich gern mit den USA an), und bei Snowden läßt sich sogar der Spiegel zu Fake News hinreißen. Der ist nämlich NICHT, wie in allen Medien kolportiert wird, in Russland gelandet, sondern auf Grund von den USA ungültig gemachter Reisedokumente im Moskauer Transitbereich für Wochen gestrandet. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung sich derJournalismus entwickelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Kilad 08.08.2019, 12:56
5. Was soll man da noch sagen...

Nirgends ist wohl die Lüge so offensichtlich wie hier. Es geht ja nur darum, dass nicht Mord, sondern die Enthüllung von Mord bestraft wird, wenn die Regierung mordet. Dass Manning sich vom Faschismus nicht einschüchtern lässt, kann man nicht hoch genug werten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 08.08.2019, 13:08
6. Diese Art von Justiz hinter

verschlossenen Türen und ohne Kontrolle von außen sind in einem Rechtsstaat nicht akzeptabel.

Und daneben Guantanamo und ein Homeland Security mit ICE, die fröhlich ohne Richtervorbehalt verfolgen und einsperren.

Auch ohne die GOP ist das ein Shithole Country geworden: Lauter Rechte, die sich vor der Welt fürchten und wie dumm um sich schießen. Nur noch eine Minderheit ist bereit, Probleme rational zu lösen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Navygo 08.08.2019, 13:10
7.

Zitat von muenchen84
dem desaströsen US Justizsystem sollte man keine Informationen geben. Sollen die doch selber schaun wo sie die Infos herbekommen, wofür haben sie FBI und NSA, die warden dafür bezahlt, also sollen sie auch gefälligst dafür arbeiten
ich finde es einfach nicht nachvollziehbar.
Manning sagt doch, es sei alles bereits ausgesagt worden und es gäbe nichts hinzuzufügen, richtig?
Warum also nicht vor der Grand Jury erscheinen und alles 1:1 noch einmal neu aussagen? Nicht mehr, nicht weniger. Und schon gibt es keinen Haft- bzw. Bußgeldgrund mehr.
Warum sich aber dagegen weigern? Was soll das? Dafür dann lieber im Gefängnis versauern mit immer weiter wachsenden Schulden, die daraus resultieren?
Für sonderlich clever halte ich das jedenfalls nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
index77 08.08.2019, 13:18
8. Mit Ausnahme von Straftaten

Zitat von guido_lux
[...] ich halte Whistleblower per se nicht für Freiheitshelden. Wenn sich ein Staat, zumal ein demokratischer, nicht einmal mehr auf die Loyalität seiner Bürger verlassen kann, wo soll das enden? Das Märchen vom demokratischen Staat, der immer und überall nur nach Recht und Gesetz handelt bzw. handeln kann, ist eine Guten Nacht Geschichte für Leute, die sich noch nie ernsthaft mit Geschichte befasst haben und beim Sonnenuntergang mit einer Biobrause in Hand den Himmel betrachten.
Straftaten bleiben Straftaten. Entweder ein Staat hat Meldewege, die auch zu einer gerichtlichen Klärung führen, oder die Veröffentlichung muss straffrei bleiben. Jeder demokratische Rechtsstaat kann das überstehen, weil die handelnden Personen austauschbar sind. Und für allen Missbrauch gibt es auch genug §§ um den Leuten hinterher klar zu machen, dass nicht einfach ausgedachte Dinge behauptet werden dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Koana 08.08.2019, 13:21
9. Es gibt letztlich wohl nur eine Wahrheit..

..... es ist jene, die den Menschen als Bestie bezeichnet!
Gewissen und Mitgefühl sind Ballast, die Erfolgreichen haben diesen abgeworfen, die Masse ordnet sich jenen unter, und somit ist die Realität schlicht, nur die Psychopathen haben in der Horde der Nacktaffen das Sagen!

Der Humanismus ist ein schickes Kleid, das Monstrum zieht sich schneller aus, als das Licht durch den Raum reist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4