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VDSL2: Bundesnetzagentur genehmigt Telekom Turbo-DSL
Corbis

Die Telekom darf loslegen: Die Bundesnetzagentur will dem Konzern den Ausbau neuer Highspeed-Datennetze erlauben. Die Konkurrenz wettert dagegen, fürchtet Exklusivrechte für den Ex-Monopolisten. Doch noch ist die Entscheidung nicht endgültig.

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u.loose 09.04.2013, 15:46
40. Soll ich jetzt

Zitat von stefansaa
Es ist trotzdem ein Unterschied ob ich ein breit aufgestellter Konzern bin, der über Techniker, Fuhrpark, Werkzeug, Werkstätten, FuE Abteilung verfüge oder ein kleines regionales Unternehmen bin. Die Telekom hat beim Netzausbau durchaus andere Möglichkeiten als ein regionaler Anbieter, der sich in diesem Segment erst durchsetzen musst. So etwas nennt man auch gerne Markteintrittsbarrieren und die Telekom ist sehr gut darin diese zu setzen.
auch Mitleid haben, weil ein Neuzugang auf dem Markt Vorlaufkosten hat? Sinngemäß hätten dann aus purer Gerechtigkeit die Apple-Shops auch Geräte vom Konkurrenten verkaufen müssen, weil Apple ja schon so gut im Markt eingeführt ist (:-)

Offenbar ist ein kleines regionales Unternehmen nicht leistungsfähig genung, um in der großen Liga mitspielen zu können...

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u.loose 09.04.2013, 15:59
41. Und bis wohin

Zitat von pom_muc
Es geht nicht um die Kosten der verlegten Infrastruktur von Vermittlungsstelle bis zum Hausanschluss sondern darum dass es nicht sinnvoll ist wenn jeder Wettbewerber die Strasse aufreißt um "seine" Kabel zu verlegen. Deswegen müssen vermietbare Leerrohre für jedes kommunale Bauprojekt Pflicht werden. Dann klappt es auch mit dem Wettbewerb. Denn wo die letzte Meile kein Problem darstellt (Mobilfunk) klappt der Wettbewerb ganz gut.
sollen die dollen Leerrohre führen? In ein von der Gemeinde zu errichtendes und zu unterhaltendes Gebäude namens Vermittlungsstelle?
Für die Trittbrett Fahrer alias Reseller ändert doch ein Leerrohr nichts - ob nun Miete an die Gemeinde oder Miete an die Telekom - völlig egal, beides dürfte reguliert sein.

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awun 09.04.2013, 16:01
42.

Zitat von u.loose
für eigentlich Kopiergeschütztes? Ich komme mit meinem Anschluss nie im Leben in den Bereich einer möglichen Drosselung.
Kopiergeschützes? Ich bin mir sicher das er keinen Kopierschutz umgeht. Sie meiner eher Urheberrechtlich Geschützes Material. Aber selbst wenn das so wäre das man solche Sachen sich ansieht, solange man es anderen Leuten nicht automatisch zur Verfügung stellt (Filesharing und Co.) ist es nicht eindeutig verboten. Es ist eher eine Grauzone. Darum wurde bis heute nicht ein deutscher User dafür zur Haftung gezogen. Also müssen sie gar nicht die Leute diskreditieren die hohen Traffic haben.

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Dr.Krümelmonster 09.04.2013, 16:11
43. Prioritäten setzen.

So lange Regionen, in denen gerade einmal 384kbit/s im Downstream verfügbar sind, als Gebiete mit erfolgreichem Breitbandausbau gelten, sollte man die Prioritäten woanders setzen. Als Landei kommen bei mir knapp 3Mbit an. Das ist im Jahr 2013 nicht mehr zeitgemäß.

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Privatier 09.04.2013, 16:50
44. Bereits HD-Filme auf YouTube können die Drossellimits spielend sprengen!

Zitat von u.loose
für eigentlich Kopiergeschütztes? Ich komme mit meinem Anschluss nie im Leben in den Bereich einer möglichen Drosselung.
Mit durchschnittlich 2 bis 4 GByte pro Stunde für nicht-Augenkrebs-verursachde Filme in Full-HD-Auflösung genügen bereits wenige Familienmitglieder, Telekoms würgende Drosselung regelmäßig und bereits sehr, sehr früh im Monat gnadenlos und unerbittlich zuschlagen zu lassen.

Und kommen Sie gar auf die Idee, YouTube-HD einfach im Hintergrund durchlaufen zu lassen, wie es bei over-the-air-Empfang Bandbreitenmäßig bekanntlich völlig unproblematisch ist, schaffen Sie dies sogar allerbestens selbst - mit Links und im Handumdrehen.
Ich bitte um Verzeihung, daß ich das Mindestmaß an Phantasie und Rechenfähigkeit, die Vorstehende Belehrung überflüssig zu machen, beim Verfassen meines Beitrages als Allgemeingut erwartet hatte. Vielleicht hätte ich gut daran getan, mich dabei lieber an den Erfolg der Buchreihe "...für Dummies" zu erinnern.

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Privatier 09.04.2013, 16:55
45. Dennoch zahlen Sie bei Google bis zu 46.000 mal weniger pro GByte als bei der Telekom

Zitat von pom_muc
Solange die Telekom keine Anschlüsse im schottischen Hochland verlegt hinkt eher Ihr Vergleich. Und selbstverständlich kann man jedem immer alles unterstellen.
In Worten: Nicht weniger als sechsundvierzigTAUSEND (!) mal teuerer sind Downloads bei der Telekom im Vergleich zu Google - bei Vollausnutzung des jeweils schnellsten Privatanwendern angebotenen Internetzugangs! Zur Rechnung:


Telekom - "Fibre 200" == werbehammermäßige 200 MBit/s, realisierbares Downloadvolumen pro Monat:

Vor der Drosselung: ca. 5 Stunden lang 400 GByte.
Nach der Drosselung: ca. 30 Tage lang 384 kBit/s, d.h. 30*86400s * (384*1024/8)Byte/s = ca. 119 GByte.
Gesamtdownloadvolumen pro Monat: ca. 519 GByte

Downloadkosten bei der Telekom pro Monat:
Etwa 60 Euro, also ca. 11,5 Cent pro GByte.


Google - 1 GBit, ungedrosselt, realisierbares Downloadvolumen pro Monat:

30*86400s * (1073741824/8)Byte/s = ca. 324.000 GByte (316 TByte)

Downloadkosten bei Google pro Monat (mit "Ihren" Steuern und so):
Ca. 100 Dollar, d.h kaum 80 Euro, und so ca. 0,00025 Cent pro GByte.


Der sich daraus ergebende Quotient für die Kosten, (Telekom / Google):

(11,5 Cent / 0,00025 Cent) = 46.000

beziffert damit die nahezu unglaubliche Abzocke, die Deutsche sich gefallen lassen (müssen).

MfG

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mr.ious 09.04.2013, 17:11
46. Zustimmung an alle

Zitat von awun
.... Also müssen sie gar nicht die Leute diskreditieren die hohen Traffic haben.
Ich möchte 'u.loose' eigentlich überall zustimmen, Ihnen hier aber ebenso.
Das Problem ist ein ganz anderes. Ich übernehme mal den schönen Begriff "Hollyweb" als Hort der Argumente gegen die Sie sich positionieren. Es ist nicht unbedingt nachvollziehbar was dahinter steckt, denn eine schon mehrfach zu lesende "Preiserhhöhung" könnte da auch richtig versteckt erzwungen werden. Das deckt sich nur sehr gut mit den Hollyweb Argumenten.

Hat man einen Telekom-Router, erfährt man aus dem eigentlich nix.
4 mal so teuer und 3 mal so groß wie der Günstigste, aber zu lesen ist da nicht ein Drittel.
Woher weiß jemand die gerade verfügbare Kapazität seiner Verbindungsleitung ? Genau aus so einem Gerät. Aber das kann natürlich nur die Route zu "seinem Heimserver" genau angeben.
Ist logisch bei einem Telekommunikationssystem und der Verbindungsart.

Als Nutzer muß man wohl oder übel glauben was da zu lesen ist, wenn man einen Telekomanschluß hat, obwohl der sich nur selbst zu bestätigen hat.
Der kann aber durchaus die Verbindung schlechter aussehen lassen als sie tatsächlich ist, also "der Router drosselt" und zwingt den unbedarften Nutzer zur scheinbaren Einsicht, daß das bei teurerem Tarif anders sein müßte.
Wer kann schon seine Traffic nachvollziehen, wenn er ständig Werbeeinblendungen sieht oder Nahrichtenvideos anklickt ?

Also kann da durchaus System dahinter stecken, das sich nur mit Hollyweb deckt, bezüglich der Datenmenge durch Traffic.

Was mir schon seit Jahren vorschwebt, wäre sowas wie "Leuchttürme für's Netz". Sozusagen Hersteller- und Anbieterunabhängige Tracing-Points, um die sich die Verbindungsqualität neutral anzeigen zu lassen.
Nicht wie jetzt, AVM zeigt die Verbindung zu ihrem Server und Netgear die zu ihrem, und die Telekom wer weiß wohin.
Es ist für einen Kundenanschluß sicher schon ein gewisser Vorteil, wenn der "Festnetztelefon" oder zumindest die Leitung, nicht beim gleichen Anbieter hat wie seinen DSL Anschluß, aber gänzlich neutrale Stellen fehlen da.

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stefansaa 09.04.2013, 17:23
47.

Zitat von u.loose
auch Mitleid haben, weil ein Neuzugang auf dem Markt Vorlaufkosten hat? Sinngemäß hätten dann aus purer Gerechtigkeit die Apple-Shops auch Geräte vom Konkurrenten verkaufen müssen, weil Apple ja schon so gut im Markt eingeführt ist (:-) Offenbar ist ein kleines regionales Unternehmen nicht leistungsfähig genung, um in der großen Liga mitspielen zu können...
Sie verstehen das Grundproblem nicht. Die Telekom hat ihre sehr gute Basis daraus, dass die Netze und Infrastruktur durch den Staat ausgebaut wurden, als die Telekom noch ein Staatliches Unternehmen war bzw. zur Post gehörte. Nun ist die Telekom mittlerweile ein privates Unternehmen und "Herrscher" über ein riesiges, recht gut ausgebautes Netz und versteht sich mittlerweile extrem gut darin, die kleinen Anbieter auszubooten.

Verstehen Sie das? Die Telekom partizipiert einfach extrem davon, dass sie die Grundlage nie selbst legen musste...man hätte bei der Privatisierung den Konzern zerschlagen müssen und alles richtig aufteilen, anstatt im nachhinein mit einer korrupten Behörde so zu tun als würde man die Netze gut aufteilen....

Die Drosselungen der Telekom sind eh ein Witz. Darüber braucht man nicht diskutieren.

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einzel haft 09.04.2013, 17:53
48. ... gut ...

Zitat von duiveldoder
Bei uns in Moskau als auch bei der Familie in den Niederlanden, von kleinen 200 Einwohnerndoerfer bis in die Grossstaedte ist Glasfaser mit 100Mbit up- und downstream gaengiger Praxis. 45EUR im Monat kostet einen 100/100mbit anschluss sowohl in NL bei Tele2 als auch in Russland.
Überall in Moskau und überall in NL?

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einzel haft 09.04.2013, 18:22
49. ... Ok ...

Zitat von Privatier
In Worten: Nicht weniger als sechsundvierzigTAUSEND (!) mal teuerer sind Downloads bei der Telekom im Vergleich zu Google - bei Vollausnutzung des jeweils schnellsten Privatanwendern angebotenen Internetzugangs! Zur Rechnung: ...
Habe ich verstanden, gutes Angebot, gilt sicher für die ganze USA und nicht nur für KC?

Aber, wie bekommen Sie die 200 Mbit/s im echten Leben hin?

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