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Veränderte Lebensgewohnheiten: Das Internet macht vegan
Brent Lewin / Getty Images

Tote durch Listerien in Wurst, unhaltbare Zustände in Schweineställen, protestierende Bauern fühlen sich auf Tierleid reduziert. Die Fleischwirtschaft hat massive Probleme - und der Veganismus das Netz auf seiner Seite.

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muellerthomas 23.10.2019, 17:17
10.

Zitat von Jasro
. Nach wie vor ernähren sich gerade einmal vier Prozent aller Deutschen vegetarisch oder vegan.
Mag sein, aber der Fleischkonsum pro Kopf sinkt seit Jahren.

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AmyYma 23.10.2019, 17:21
11. EHEC & Co.

Es gibt auch beim Pflanzenanbau viele Dinge, die nicht wirklich gesund sind. Alles relativ und subjektiv.

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antelatis 23.10.2019, 17:24
12. Open your eyes

Das Internet ist halt eine große Aufklärungsmaschine. Dazu gehört nicht nur, dass man öfter, ausführlicher und aktueller über alles Mögliche informiert wird, sondern ein ganz wichtiger Teil sind auch die Kommentarfunktionen und Foren. Die Menschen können jetzt über solche Themen direkt diskutieren und setzen sich so konkret damit auseinander und erfahren Sichtweisen und Argumente, auf die sie beim klassischen Konsumieren von Nachrichten nie gekommen wären.

Ich finde den Holocaust-Vergleich übrigens nicht ganz unangebracht. Es ist doch schon irgendwie heuchlerisch, wenn Menschen immer wieder beschwören, dass es nie wieder zu so einer Katastrophe kommen darf, dann aber ignorieren, dass etwas ähnliches um sie herum die ganze Zeit passiert, nur weil es in diesem Fall ein bisschen anders ist. Auch wenn es "nur" Tiere sind, die dort systematisch in Lagern vernichtet werden, und man deshalb argumentieren könnte, dass die Beweggründe und die Qualität von Angst und Schmerz nicht vergleichbar sind, so ist die Quantität der Opfer doch so unglaublich viel höher, dass es mindesten genau so schrecklich ist und nicht länger verharmlost werden sollte.

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Mehrleser 23.10.2019, 17:30
13. Nix verstanden, Lobo

Wer das Gegensatzpaar "Fleischkonsum" - "Veganer" aufbaut, hat die Ersatzreligion "vegan" nicht verstanden. Da reden wir nicht über Fleisch, sondern über die Frage, ob bei "veganen Gummibärchen" Bienenwachs als Trennmittel verwendet werden darf.
Außerdem hat Lobo vergessen, dass im Internet niemand weiss, dass man ein Hund ist. Es gibt doch in Befindlichkeitsforen nichts schöneres, sic selbst (je nach Thema) als Frau mit Migrationshintergrund, als Radfahrer / ÖPNV-Fahrer, als Veganer, als FFF-Teilnehmer usw. usw. zu positionieren, um in der Diskussion die moralische Oberhand zu bekommen. Daran würde ich keine Aussagen zu "Mainstream" in der realen Welt ableiten.

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fsteinha 23.10.2019, 17:36
14. @sandnetzwerk

selten so gelacht: Die böse Veganer Lobby!!

Im Netz lernt man Leute kennen, keinen Zweifel, sogar so jemanden wie sie!

Passen Sie auf das kein Veganer Sie bekehrt, immer schön den Mund auf und das Aas verputzen. Greifen Sie beherzt zu den billigen Produkten, nicht dass sie an Ende als Gutmensch gehalten werden.

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das-ist-nur-ihre-meinung 23.10.2019, 17:39
15. A Meat Eater's Case For Veganism

Ich empfehle statt des zugegebenermaßen sehr brachialen Vortrages von Gary Yourofsky das Video von CosmicSceptic: "A Meat Eater's Case For Veganism". Dann versteht man auch zu welcher Selbstreflexion ein wirklich aufgeklärter Geist im Stande ist und dass die Entscheidung hin zum Veganismus die einzig moralisch schlüssige ist. Die einzige moralische Hoffnung der nicht Veganer liegt noch darin, dass es evtl. gesundheitlich problematisch sein könnte, aber auch da zeigt sich immer mehr: Richtig gemacht ist es wohl die gesündeste Art sich zu ernähren! Ethik und Ökologie stehen außer Frage...

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JeNun 23.10.2019, 17:49
16.

Zitat von sandnetzwerk
eigentlich über Keime und Gifte in Obst, Gemüse und Nahrungsergänzungsmitteln? Niemand. Damit ist klar, wo die Lobby sitzt.
Also wirklich! Haben Sie solche Angst um ihre Würstchen, dass Sie in bester AfD Manier geradezu absurde Verbindungen und "Hinweise" konstruieren?

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muellerthomas 23.10.2019, 17:57
17.

Zitat von das-ist-nur-ihre-meinung
Richtig gemacht ist es wohl die gesündeste Art sich zu ernähren! Ethik und Ökologie stehen außer Frage...
Da bin ich nicht so sicher, ob vegane Ernährung besser ist als eine vegetarische. Ich habe eher den Eindruck, für veganes Kochen/Backen ist es hilfreich, ein paar Semester Chemie studiert zu haben. Beim backen muss ich Eier und Milch ersetzen, beim Kochen tendenziell Käse, Eier, Sahne, Milch... also klar geht alles aber ob das wirklich gesünder ist?

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Steueragenta 23.10.2019, 17:57
18. Alles ist eine Frage des Preises.

Wenn man vernünftige Preise zahlt, bekommt man auch vernünftige Qualität. Meine Faustregel lautet: ich esse etwa ein Drittel Fleisch eines Durchschnittsbürgers und bezahle dafür etwa das Dreifache. Dafür weiss ich genau, was ich bekomme und muss keine Gewissensbisse haben.

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DerAndereZauberer 23.10.2019, 18:00
19.

Es ist fein, was alles geschrieben und gemeint wird. Es ist auch richtig, wenig(er) Fleisch zu essen, und es ist machbar, gar keins zu essen. Scheint auch machbar zu sein, damit ein glückliches Leben führen zu können.

Und wenn den Fast-Food-Ketten die Leute weglaufen und die Billig-Massenfleisch-Hersteller ihr Zeugs nicht mehr losbekommen - auch bestens.

Dummerweise ist die Schicht der bewussten auf Gesund- und Nachhaltigkeit achtenden, und (!!!) liquiden Shopper beim Thema Nahrung auch so klein wie beim Thema Bekleidung oder Möbel. Viele Menschen würden sich gerne ein leckeres Bio-Huhn kaufen, nur wenige können sich das leisten. Und auch leckere Nahrhafte vegane Ernährung hat ihren Preis, auch und gerade wenn man Familie und Kinder zu versorgen hat muss man ja auch Produkte suchen die sich auch mal schnell zubereiten lassen.

Natürlich ist es toll, wenn die Stars und Vorbilder alle nachhaltig und vegan leben - besser als wenn sie rauchen und saufen und Drogen nehmen, sicher. Aber genau wie die wenigsten Kids wegen rauchender Stars selbst zu Drogensüchtigen geworden sind, werden die Kids ihren nahhaltig-veganen Stars nacheifern können, so lange Mama und Papa nicht das nötige Kleingeld für diesen Lebensstil haben.

Und (billiges) Fleisch verteufeln/verbieten, ohne dass es eine nahr- und schmackhafte und preisgünstige (!) Alternative gibt, ist halt auch schwierig. Soll der Pöbel doch bitte Tofu fressen, ich kann mir ja mein 249 EUR/kg Bio-Rind leisten?

Schwierig.

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