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Verändertes Nutzerverhalten: Facebook sorgt sich um seine Geldmaschine
AFP

Was kommt nach dem News Feed? Diese Frage stellt sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg, weil Nutzer mehr im kleinen Kreis kommunizieren statt in aller Öffentlichkeit. Der Konzern muss deswegen sein Geschäft umbauen.

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reifenexperte 31.10.2018, 11:09
1. Datenhandel

Wo versteckt Facebook die Erträge aus dem in Europa illegalen Datenhandel? Der Skandal ist, dass deutsche Behörden auf diesen Seiten präsent sind und damit deren kriminelle Machenschaften unterstützen. Sogar die Polizeien.

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mistermoe 31.10.2018, 11:19
2. Problem mit News Feed

Das Problem das User verstärkt den News Feed meiden ist in aller erster Linie durch Facebook hausgemacht. Hauptsächlich kommen dabei zwei Faktoren zur Geltung:
1. Facebook hat ignoriert (und tut es immer noch) das die Mehrzahl der Nutzer nicht die sogenannten Top Stories (oder das was FB dafür hält) zuerst sehen will, sondern eher das was kürzlich passiert ist, also die neusten Sachen. Kein Mensch will permanent einen Post sehn der schon 1 Woche alt ist, nur weil den jemand "geliket" hat.
2. Der Algorithmus von Facebook sorgt Facebook dafür das die Bandbreite dessen was der User in seinem Feed sieht permanent kleiner wird und anstatt Posts von allen Freunden eben nur ein paar ausgewählte Nachrichten bestimmter Personen / Vereine / Medien angezeigt werden, so das es schlussendlich in einer Art Gated Community endet.

An diesen beiden Stellen müsste Facebook dringend nacharbeiten, ansonsten wird sich das News Feed Konzept über kurz oder lang anschaffen, einfach weil nur noch Müll angezeigt wird, während die Interessanten Sachen dann eben den entsprechenden Personen per WhatsApp oder Messenger oder ähnliches mitgeteilt wird.

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Tyrion Lannister 31.10.2018, 11:56
3. Nö!

Facebook bzw. Zuckerberg kann sich drehen und wenden wie es will - die Plattform selbst wird in spätestens 10-15 Jahren kaum noch Nutzer haben. Das durchschnittliche Alter der Nutzer steigt seit Jahren kontinuierlich an, die nachwachsenden (jugendlichen) Nutzer hingegen aus oder gar nicht erst ein. Exakt so fing es auch mit den lokalen Plattformen wie Wkw etc. an - und irgendwann hat man die dann eingestellt.

Zuckerberg täte also jenseits von News-Feeds etc. gut daran, ein weiteres Standbein zu entwicklen - von Whatsapp allein kann der Konzern nicht leben.

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lindatreder 31.10.2018, 11:57
4. Kein Wunder

Ich mochte Facebook immer, weil es mir vereinfacht wurde, auch mit Freunden aus dem Ausland in Kontakt zu bleiben und auf dem Laufenden zu bleiben. Es gab mal eine Zeit, da hat man ihre Postings über den Newsfeed mitbekommen. Jetzt finde ich da eigentlich nur noch eines vor: Werbung. Die Werbung auf Facebook hat leider vor allem anderen die Überhand gewonnen. Für mich relevante Posts finde ich kaum noch. Es reicht oft nicht meinen Freunden zu "folgen", ich muss entweder ihre Seite besuchen, oder gleich einstellen, dass ich benachrichtigt werde, sobald etwas gepostet wird. Was ich bei knapp 100 Mann eigentlich nicht machen möchte.
Also was macht man? Wir packen alles in die Whatsapp Stories. Schreiben privat.
Ich wünsche mir eine (fast) werbefreie Facebook Alternative, die zeitlich angemessen ist und etwas taugt, in dieser ohnehin schon sehr belebten Welt.

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Der Name 31.10.2018, 12:00
5. @mistermoe

Genau das ist das Problem von facebook. Es ist eine Art 2. YouTube geworden. Ich sehe schon seit Jahren keine News von Freunden oder ähnliches. Es dient allein nur der Unterhaltung: Filmchen, Bildchen,Sprüchchen und propagandachen

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cosmose 31.10.2018, 12:38
6.

Zitat von lindatreder
Ich mochte Facebook immer, weil es mir vereinfacht wurde, auch mit Freunden aus dem Ausland in Kontakt zu bleiben und auf dem Laufenden zu bleiben. Es gab mal eine Zeit, da hat man ihre Postings über den Newsfeed mitbekommen. Jetzt finde ich da eigentlich nur noch eines vor: Werbung. Die Werbung auf Facebook hat leider vor allem anderen die Überhand gewonnen. Für mich relevante Posts finde ich kaum noch. Es reicht oft nicht meinen Freunden zu "folgen", ich muss entweder ihre Seite besuchen, oder gleich einstellen, dass ich benachrichtigt werde, sobald etwas gepostet wird. Was ich bei knapp 100 Mann eigentlich nicht machen möchte. Also was macht man? Wir packen alles in die Whatsapp Stories. Schreiben privat. Ich wünsche mir eine (fast) werbefreie Facebook Alternative, die zeitlich angemessen ist und etwas taugt, in dieser ohnehin schon sehr belebten Welt.
Ich habe mir angewöhnt, jede Anzeige in meiner Timeline als unangemessenen Spam zu markieren.
Nichts anderes ist es... Ich habe nicht darum gebeten, also ist es Spam.
Mag mühsam sein, aber ich fühle dadurch Genugtuung und habe auch das Gefühl, dass es dadurch ein bisschen weniger wird.
Ich nutze FB eigentlich nur als Alternative zu Ebay-Kleinanzeigen.
Der Rest ist eh "Kinderkram", den niemand so wirklich braucht..

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K. Larname 31.10.2018, 12:39
7.

Ich bin seit den 90'ern online und habe die folgende Interpretation zum Thema: In den ersten Jahren war ich sehr aktiv, damals ging es beispielsweise um MySpace, ICQ, oder die eigene Homepage. Nach einigen Jahren stellte sich die Ernüchterung ein, dass ich mich nur mit Zeitfressern und Ablenkern ohne wirklichen Nutzen beschäftige, die Aktivitäten nahmen rapide ab und sind mittlerweile fast bei 0, abgesehen von etwas Aktivität in verschiedenen Foren.

Mein Fazit: Wer in die Onlinewelt einsteigt, genießt zunächst die Tatsache, als potentiell weltweit gelesener Autor aktiv zu sein, was für jeden öffentlichen Inhalt gilt, den man postet. Außerdem betreibt man Selbstdarstellung, man möchte, dass das, was man veröffentlicht, auch gelesen und man dafür gemocht wird. Irgendwann stellt sich die Erkenntnis ein, dass man nur einer von Vielen ist, alles eh millionenfach geschrieben wird, und dass nur der Anbieter tatsächlichen (monetären) Nutzen aus diesen Aktivitäten zieht.

Und genau diesen Effekt erlebt nun (endlich glücklicherweise) auch ein Gigant Facebook. Die Leute wollen überwiegend mit "realen Personen" im kleineren Kreis kommunizieren statt der Weltöffentlichkeit etwas zu präsentieren.
Das Konzept Facebook oder soziales Netzwerk ist natürlich im Grunde genial. Es hat nur Vorteile, sich mit beliebigen Devices planetenweit austauschen zu können, seien es nun Verwandte oder Freunde oder nur Onlinebekanntschaften. Wenn man sich aber nicht wirklich was zu sagen hat, ist die reine Präsentation von sich millionenfach wiederholenden Informationen oder Unterhaltung irgendwann schlicht langweilig. Der Stream nervt nur noch statt zu unterhalten oder zu informieren. Die Akzeptanz nimmt ab, die Werbeeinnahmen nehmen ab.

Enthalten Whatsapp Messages bereits Werbung?
Falls noch nicht, kommt das mglw. auch bald ;-)

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frankfurtbeat 31.10.2018, 12:48
8. es ist ...

es ist für mich eine positive Nachricht wenn ich lese das sich die Jugendlichen von der Datenkrake abwenden. Der ganze Datenmüll der einem um die Ohren fliegt - sinnbefreite news und infos,Werbung ohne Ende ... wer will das tatsächlich?
Hinzu kommt, das die Menschen eventuell erkennen, das die "digitalen Freunde" da im www nicht den Freunden im reellen Leben entsprechen.
Persönlich habe ich kein Interesse an Plattformen wie diese und bin froh, das auch meine Kinder diese Medien nicht oder auch nicht mehr nutzen. Inwieweit es zur aussterbenden Spezie gehört kann ich nicht einschätzen - ich denke es wird noch eine Weile laufen da die ältere Generation diese Medien wohl stärker nutzt.
Letztendlich gibt es schöneres auf dem Planeten als immer und überall online zu sein um der restlichen Welt bspw. mitzuteilen was gerade auf dem Teller liegt ...

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Hukowski 31.10.2018, 12:53
9. nun

Zitat von Tyrion Lannister
Facebook bzw. Zuckerberg kann sich drehen und wenden wie es will - die Plattform selbst wird in spätestens 10-15 Jahren kaum noch Nutzer haben. Das durchschnittliche Alter der Nutzer steigt
Facebook hat gar nicht besonders viele Nutzer. Dafür haben viele Nutzer jede Menge Accounts. Ich bin mir selbst schon als "Freund" angeboten worden.

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