Forum: Netzwelt
Veränderungen in der Spielebranche: Immer vorwärts? Oder lieber keine Experimente?
Hello Games

Dieser Tage startet in Los Angeles die E3, die wichtigste Videospielmesse - mit zahlreichen Neuankündigungen. Doch wie viel Veränderung wollen Gamer? Ein leidenschaftliches Pro und Contra aus dem Magazin "WASD".

Seite 1 von 2
sonnix 11.06.2017, 10:36
1. Schöner Artikel

Ich spiele seit 1989 regelmäßig Computer spiele und habe mir die Frage nach der Verklärung der Vergangenheit auch schon oft gestellt. Spielt man heute jedoch die alten Klassiker,dann gibt es viele spiele die gar nicht so gut sind wie man sie in Erinnerung hatte. Dafür waren die spiele damals von der Veröffentlichung an "komplett"...keine dlcs, kein First day Patch, etc. Insgesamt ist die Entwicklung aber sehr positiv. Die Branche ist innovativ.ich freue mich auf die kommenden Jahre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Flying Rain 11.06.2017, 10:43
2. Ich

Ich kann dem eigentlich nur zustimmen.
No Mans Sky konnte ich zum Glück bei Steam wieder zurückgeben weil das Spiel höchstens den Stand einer Beta hatte und auf jeden Fall keinen Vollpreis wert war.
Andere Spiele hätten lieber zum Anfang keine neuen Sachen versuchen sollen sondern als ersten Schritt das alte 1:1 kopieren müssen. Siehe DayZ Standalone. Vollkommen verrannt und man wollte irgendwelchen Crafting- und Farmschwachsinn rein hauen bevor auch nur ein Fahrzeug da war. Man hätte die Mods zuerst 1:1 auf die Engine übertragen sollen und dann mit einem guten Produkt neue Ideen einbringen können. Naja hätte hätte...
Aber es gibt auch noch diverse Lichtblicke wie etwa CD Projekt Red aus Polen welche mit ihrer No-DRM Politik und sehr guten Spielen (Witcher) nach vorne preschen oder auch Spiele mit einem hohen Anspruch am sich selbst welche aber stetig Vortschrifte machen (Star Citizen).
Alles in allem gibt es immer wieder diverse Perlen. Ich für meinen Teil ziehe mir Spiele im Normalfall trotzdem immer zuerst im Internet und entscheide nach drei, vier Spielstunden "Kaufen oder löschen" weil ich kaufe mir z.B. auch kein Auto ohne Probefahrt und wenn ich bereit bin das Geld für einen Porsche auszugeben dann will ich vorher auch mal 100km in dem gleichen Modell gefahren sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kevinschmied704 11.06.2017, 10:49
3. doch experimente, wir brauchen sie!

ja games wie No mans sky , wo der Produzent zu Anfang zu viel verspricht, is immer doof.
aber das sind ja auch alles junge Menschen, die häufig zu viel wollen. das hat nichts mit lügen zu tun. eher mit Überheblichkeit der jungen Generation. ganz normal. darüber hinaus aber hat das game no mans sky, sehr gute Sprünge gemacht. Basen bau oder mit dem eigenen Kreuzer umherfliegen und sein schiff darin parken, alles möglich. das game macht plötzlich spass. und auch die verschiedenen Optionen wie man das game spielen möchte sind sehr ausgewogen. der Survival teil z.b. hat es in sich. da brauch man auch Geduld für.
aber es macht viel Spaß, wenn man dort voran kommt. also ja Experimente, sind gut. wir brauchen sowas um zu wissen, ob uns das gefallen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robin-masters 11.06.2017, 11:14
4. Strategie Games

finde das, wie in Filmbereich, viel recycled wird und man sich auf Namen konzentriert und die damit verbundenen Konzepte.... klar der Fallout Spieler erwartet Open World und der Call of Duty Spieler lineares Geballer mit "geiler" Grafik aber neues sollte nicht zu kurz kommen.
Ich finde das Steam mit seinen Greenlight Programm und Steam im Allgemeinen viel zur Innovation beiträgt, da hier auch andere Titel schnell in den Fokus kommen (War of mine, DayZ, Besiege etc.) Solche Titel wären früher gar nicht erst bei Mediamarkt etc. aufgetaucht.

Bzgl. Spielen die in Beta Phasen auf den Markt geworfen werden muss ich sagen das halt Spiele erst Geld bringen wenn Sie auf dem Markt sind und Spiele entwickeln Geld kostet ... wie sollen kleine Firmen allein Innovativ sein wenn sie ihre Ideen nicht vor der eigentlichen Marktreife vertreiben können? Ich habe hier mit Besiege und Kerbal Space Programm etc. sehr gute Erfahrungen gemacht.

Um die Überschrift zu erklären... ich finde das Strategie Games seit Jahren kaum noch Aufmerksamkeit bekommen... so ein Titel wie Knights and Merchants und Siedler 3 fehlen mir. Alles spielt nur noch Inder Zukunft Anno 2070 z.B.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaffeeesatz 11.06.2017, 11:17
5. Kaputte Industrie

War früher alles besser? Nee, nicht unbedingt, doch immerhin bekam man für 90 Mark ein fertiges Spiel in einem schicken Karton mit einem Handbuch! Heute soll man ein 30 Jahre altes Spielkonzept in schicker Grafik vorbestellen und mit irgendeiner laufenden Nummer am Ende (Fallout 39, Mass Effect 17), welches dann häufig unspielbar und natürlich ohne Handbuch digital ausgeliefert wird.
Spiel X bekommt dann noch den unsäglichen 'DayOnePatch' und wird fortan (hoffentlich) bis zur Spielbarkeit gefixt. Bis dahin aber gibt es natürlich schon etliche DLCs, die das Spiel komplettieren, nen Seasonpass und natürlich Microtransactions. Dieses Geschäftssystem ist einfach widerlich und bedarf unbedingt einer Revolution! Und doch, so gesehen war früher einiges Bessser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huger56 11.06.2017, 11:18
6. Da war doch was...

Call of Fury, ach war das Mal schön... Bevor der Single Player Modus nur als Feigenblatt für die Multiplayer Vermarktung dienen musste. Bevor nervige Cutscenes mit Reaktuinstests den Spielfluss alle 30 Sekunden unterbrachen, bevor man dutzendweise Hochhausstürze überleben musste. Ich vermisse die alten Teile wirklich... finde sie aber wegen der veralteten Grafik und dem überholten Gameplay trotzdem nur schwer spielbar. Es ist nicht, dass keine Fortschritte erzielt wurden, es sind aber vielleicht einfach zu viele Player auf dem Markt, die sich gegenseitig das Wasser abgraben. Auch ok, aber denkt bitte mehr an den Singleplayer, der keinen Bock hat, sich auf den ewig gleichen Karten gegen fragwürdige Mitspieler zu behaupten U d sich über einen Zeitraum von 29,3 Jahren hochzuleveln!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mr.Meeks 11.06.2017, 11:28
7.

Die nächste Generation Games für die nächste Generation Gamer. No Mans Sky habe ich noch nicht gespielt erinnert mich an Privateer, ich frag meine Kinder ob es sich lohnt, eben Larry style. Larry spielt jetzt GTA5. Jeder kann schreiben was er will habe beim lesen gedacht was für ein Gelaber oder besser noch Verkaufsgelaber. Alte Idee neu aufbereitet was für mich die schon mal zehn Jahre Pause beim gamen gemacht haben um Windeln zu wechseln und das 1x1 neu zu lernen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aysnvaust 11.06.2017, 11:46
8. also wenn ich das richtig verstehe...

...wären uns keine let's Plays und keine steam-sales erspart geblieben bei dem imaginierten hard reset..? Oder, um mal die doppelte Verneinung auszuklammern: wir hätten auf jeden Fall Let's Plays und steam-sales....Hab ich da jetzt was falsch verstanden, oder hat der Autor da was falsch ausformuliert..? Ansonsten: die "früher war alles besser"-attitude zu bashen, ist natürlich dankbar und billig, aber der Autor zeigt ja selber auf, was unter diesem Schlagwort hauptsächlich zu verstehen ist. Und, so aus dem Bauch heraus, das letzte Mal, dass ein Spiel mich mit komplett neuem Ansatz fesseln konnte, war wohl "Portal" - und mehr noch dann "Portal 2". Auch schon ne Weile her. "Mountain" und "Firewatch" spielen beide nicht in dieser Liga.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adamk 11.06.2017, 12:25
9. mimimi

Es gibt heute schon noch tolle Spiele, man muss sich nur darauf einlassen. (Und nicht zu viel erwarten ;) Die Zeiten haben sich halt geändert. Ich mag z.B. am liebsten in Player-vs-Player Team-Spielen Dinge einnehmen und verteidigen. Vor 10 Jahren gab mir das WoW, dann jahrelang SW:TOR und heute ballere ich halt mit nem Manga-Roboter in Overwatch auf die Gegner. Macht Spass.
Die Spiele wurden unbestritten einfacher, mit komischen Finanzierungsmodellen. Ich hätte heute aber auch keine Lust mehr, zwei mal die Woche raiden zu gehen und am Wochenende ist PvP Training.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2