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Verantwortung des Journalismus : So kann es nicht weitergehen
REUTERS

Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren.

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karend 16.01.2019, 15:58
1. .

"Dass die redaktionellen Medien immer noch nicht merken, dass sie instrumentalisiert werden - oder es nicht merken wollen, oder es merken und richtig finden. Jeden verdammten Tag aufs Neue."

Oh, diesen Unmut kenne ich nur allzu gut. Allerdings instrumentalisieren die Medien selbst durch ihre Themenwahl. Zudem nimmt die objektive, neutrale Berichterstattung ab –zumindest ist es mein Empfinden. Es ist doch wie bei den Sozialen Medien; nur dass statt "likes" viele Leser gewünscht werden.

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Sisyphos der Linke 16.01.2019, 15:58
2. Medien werden instrumentalisiert ?

Im Gegenteil, die Medien instrumentalisieren Politik und die Gesellschaft.

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BettyB. 16.01.2019, 16:02
3. Ablenkung? Gezielte Ablenkung?

Jahrzehntelange Erfahrung erlaubt es mir, doch etwas verschämt darauf hinzuweisen, dass Medieninhaber und ihre ZuarbeiterInnen nicht erst seit meinem ersten Atemzug versuchen, die Medienkonsumenten zu manipulieren. Und das Problem, dem ich in jungen Jahren begegnete, als ich mich nach dem Studium mit dem Gedanken trug, als Journalistin zu arbeiten, war, dass man mir klar machte, dass auch in den führenden Medien Journalisten sich angehalten fühlten, zu schreiben, was der Ressortchef in Berücksichtigung des Herausgebers für angemessen halten würde. Kritik sollte ich deshalb nicht verschleiernd an Medien abarbeiten sondern an den Medienmachern. Ansonsten: Wozu all das Schreiben, auf dass ich damals angewidert verzichtet habe, wenn man nicht "(Ross und) Reiter" benennt, anstelle dafür aber über Pferdezucht schwadroniert.

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SchlandGottes 16.01.2019, 16:05
4. Ja

Die Medien lassen sich instrumentalisieren, aber primär von Angela Merkel und weniger von der AFD. Kritische Berichterstattung ist doch seit Jahren nicht mehr vorhanden. Und auch ein Sascha Lobo wird erst dann ungehalten, wenn die Medien sich von der „falschen“ Seite instrumentalisieren lassen. Heuchlerisch Herr Lobo. Sie haben in der Vergangenheit mit dazu beigetragen, dass Medien immer unseriöser werden. Das Vertrauen nimmt nicht ohne Grund permanent ab.

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f23776 16.01.2019, 16:05
5. Starker Artikel!

Das ist ein sehr starker und klarer Artikel, Danke und Respekt!

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vegefranz 16.01.2019, 16:07
6. Zensur, Meinungsmanipulation, Presse-Rat

so kann man den Zustand der Medien in Deutschland 2019 zusammenfassen.

Journalisten informieren nicht, sondern sehen sich als verlängerter Arm von CDUSPDGrün. Im übrigen herrscht Zensur von politisch nicht erwünschten Meldungen (zur Not unter Berufung auf einen ominösen "Presse-Rat")

wer das alles kritisch sieht: ist doch klar- "Rechts" oder "Nazi"

Natürlich lassen sich das immer weniger selbständig denkende Bürger bieten

.

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budapesterbumsorchester 16.01.2019, 16:08
7. Gelesen und zur Kenntnis genommen

Jede Blase platzt irgendwann. Die Blase in der Sie gelebt haben war bestimmt sehr angenehm und der Kuschelfaktor ist wahrscheinlich auch nicht zu kurz gekommen. Doch 60 Jahre atomare Aufrüstung, Hunger weltweit, Terror durch Proxyarmeen und Naturkatastrophen haben nun einmal ihren Preis. Und der fällt in diesem Fall wohl nicht ganz gering aus. Ich will Sie Herr Lobo nicht aus ihrer Kuscheligen Ecke in der Sie die letzten 40 Jahre verweilt haben holen. Sie dürfen dort gerne nich bis zum St. Nimmerleinstag verweilen. Am besten Sie verteidigen das bis jetzt erreichte wie gewohnt.

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remedias.cortes 16.01.2019, 16:09
8. Trump eine

Marionette von Putin? Außer den genannten journalistischen Fehlern fiele mir noch "Paranoider Journalismus" ein. Aber ja: Trump erscheint zu oft in den Medien. Und ihre Analyse über den Brexit in Groß- Britannien ist imho treffend, mir fehlt der Teil, was denn die EU falsch gemacht haben könnte, dass Albion sich plötzlich verabschieden wollte. Unterirdisch schlechte Politk - nicht nur auf der Insel, oder?

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lupenrein 16.01.2019, 16:09
9. Journalist

ist eben keinem geschützte Berufsbezeichnung.
Jeder darf sich Journalist nennen.
Eine 'Berufsehre' oder ein 'Berufsethos' gibt es nicht.
Es gilt nur noch:
Wes Brot ich ess', dessen Lied sing ich:
Menschlich verständlich, denn auch 'Journalisten' wollen leben.

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