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Verantwortung des Journalismus : So kann es nicht weitergehen
REUTERS

Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren.

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f-rust 16.01.2019, 18:07
140. erneuter Versuch:

Warum fängt Hr. Lobo nicht an, seine KollegInnen zu ermahnen, semantisch und inhaltlich sauber zwischen EU + EUROPA zu unterscheiden; oder zwischen KRIEGS-Flüchtlingen, ASYL-Suchenden (Genfer Konv.) und WIRTSCHAFTS-Migranten. Sauberer und klarer Journalismus fängt bei der SPRACHE an ...

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r.eress 16.01.2019, 18:07
141. Kämpfer für das Gute

möchten viele Journalisten sein.
Und der einfachste Weg dahin ist gegen das Böse zu kämpfen.
Und der einfachste Weg dahin ist einen Feind auszumachen und gegen diesen zu kämpfen (Carl Schmitt lässt grüßen).

Der schlimmste Feind in Deutschland z.Z. ist der Nazi. Und deshalb werden Leute, die eine andere Ansicht haben in die Naziecke gestellt und dann darf man drauf einschlagen. Die eigene Meinung dagegen ist sakrosant, z.B. werden aus Kritikern der Besatzungspolitik in Palästina Antisemiten etc.

Und Diskussionen werden auf Nebengleise geschoben: bei dem Angriff auf den AfD Politiker geht es nicht mehr Gewalt, sondern nur noch darum: würde ein Kantholz verwendet oder nicht.

Die Abstempeln von politischen Gegnern als Nazi ist gefährlich. Jeder lernt, daß Widerstand gegen die Nazis 1933 ff. notwendig war und daß die Attentäter Helden der deutschen Geschichte sind.
Wenn man jetzt Leute als Nazi abstempeln, wieviele Menschen werden dann Helden sein wollen und greifen AfD Politiker an, fackeln Autos ab, verüben Anschläge auf Parteibüros.

Die Redaktionen der Medien sollten gegen die Maßlosigkeit mit der andere diffamiert werden, einschreiten.

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ditta 16.01.2019, 18:10
142. "Die Eltern waren ehrbare Leute,

der Sohn wurde Journalist", sagte man scherzhaft über jene, welche vor Jahrzehnten das wenig Talent erfordernde Fach Journalismus wählten, denn damals war die Beherrschung der Rechtschreibung noch stark verbreitet und etwas Allgemeinbildung konnte nicht schaden. Heutzutage braucht man außer einem krummen Rücken nichts mehr, um sich in diese Zunft einzureihen.

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Eine Stimme der Vernunft 16.01.2019, 18:13
143. In der Tat , so kann es nicht weitergehen

Aber ganz im Gegenteil, dieser schreckliche Gesinnungsjournalismus a la Lobo muss aufhören. Instrumentalisiert werden die Medien inklusive SPON/Spiegel seit Jahren von Journalisten Lobos Couleur. Ich möchte meinen Spiegel von Augstein oder vielleicht von Aust wieder haben. Ich möchte Informationen und keine Erziehung. Ich möchte selbst denken und auch mal dem Mainstream komplett widersprechen dürfen. Lobos Welt ist eine Sackgasse. Es ist eher gesund für eine Demokratie, wenn die Gesinnung der Regierung sich abwechselt. Sehr ungesund ist eine Richtung, die seit gefühlten Ewigkeiten dominiert und sich selbst für unverzichtbar und die einzig Wahren hält.

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doclondon 16.01.2019, 18:14
144. beinahe tragisch

Es ist schon beinahe als tragisch zu bezeichnen was dem Autor (stellvertretend für die Mehrzahl der Journalisten in Deutschland) widerfährt. Tragisch, weil er sicherlich Wollens ist, das Richtige zu tun, aber leider nicht erkennt, dass er Ursache und Wirkung vertauscht. Es ist die Loslösung von einem sachbezogenen Journalismus ("...nicht mit einer Sache gemein machen" etc.) die den Journalismus korrupiert hat. Die jahrelange Hofberichterstattung zugunsten der Merkelschen Weltanschauung ist der schlimmste Feind der Journalie. Diese Krankheit kam von innen heraus. Die (bei besten Wissen und Gewissen) bestehende Verblendung hinsichtlich der eigenen Erkrankung ist das Problem. Zudem wird dadurch die Heilung unmöglich gemacht. Diese Journalie wird zurecht untergehen und dabei noch das Gefühl haben, sie wäre für eine gute Sache gestorben. Nein, wird man erwidern - ihr habt euch selbst verkauft indem ihr zum Oberlehrer mutiert seid statt als Journalist zu arbeiten.

Schade -- denn mit den äußeren Feinden des Journalismus (wie vom Autor zitiert) wäre man sicher fertig geworden.

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spon_1980133 16.01.2019, 18:16
145. Was für Fragen ...

Zitat von harald441
nur zwei Aufgaben: Ihre erste und Hauptaufgabe ist es zu berichten, was am Vortage geschehen war - und nicht, über Zukunftsspinnereien irgendwelcher meist grüner Träumer zu berichten. Und zum zweiten, denn dieses Thema wurde vor einigen Tagen hier angesprochen, sollte investigativer Journalismus endlich mal nachfragen und ermitteln, w e r eigentlich bestimmt hierzulande, was wir sagen dürfen, was wir zu sagen haben, und, in der Folge, wie wir zu denken haben. Denn das, was jeder, der aufgeweckt ist, feststellen kann, zerstört auf mittlere Sicht die Fundamente der Demokratie, die davon lebt, daß auch total gegenteilige Meinungen veröffentlicht und besprochen werden dürfen!
Weshalb sollen Nachrichten sich lediglich auf Ereignisse des vergangenen Tages beziehen? Aktuell geht anders! Und warum dürfen Ihrer Meinung nach Journalisten nicht über Visionen berichten, seinen diese technischer, naturwissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Natur? Und dass Sie den Blick in die Zukunft als “Spinnereien grüner Träumer“ herabwürdigen, deutet geradezu auf ein sehr reduziertes Toleranzverständnis.

Ihre Frage, wer bestimmt hierzulande, sollte ich jeder halbwegs aufmerksam die Welt Betrachtende selbst beantworten können. Vorweg: einfach ist die Erkenntnis nicht, es ist ein komplexes Thema.

Das, was Sie sagen dürfen und was besser nicht, kann ein Jeder in den entsprechenden Gesetzestexten nachlesen. Vereinfacht dargestellt: Sie können sagen und fragen was immer Ihnen einfällt, was immer Sie wissen wollen. Auch wenn Ihre Ansicht meilenweit vom Mainstream entfernt ist, ist die freie Meinungsäusserung in Deutschland garantiert. Vermeiden sollten Sie jedoch tunlichst, Andere zu verletzten, herabzuwürdigen, beleidigen oder zu quälen. Einfache Sache - oder? Merksatz: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem Anderen zu ...

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adal_ 16.01.2019, 18:16
146. Teilweise phantasievoll

Sysop: Mithilfe eines sozialmedial verbreiteten, blutigen Fotos wurde dank deutscher Presseredaktionen eine massenmediale Realität geschaffen: Kantholz, Linksextreme, Gefahr für die Demokratie.

Sie phantasieren. Ich habe der deutschen Presse entnommen:
1. ein Video beweist, dass Magnitz von hinten angesprungen wurde, die AfD aber aus Propagandagründen weiter die falsche Version vom Kantholz verbreitet.
2. Die Täter konnten von der Polizei noch nicht identifiziert werden.

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linksrechtsmitte 16.01.2019, 18:17
147. Genau falsch!

Zitat von fördeanwohner
??? Es gibt keine positive Berichterstattung über Frau Merkel, wie Sie sich eine solche wohl vorstellen. Im Prinzip kommt Frau Merkel sogar recht wenig vor, was wiederum recht schlecht für sie ist. Und es gilt nach wie vor der Leitsatz "Only bad news is good news" und daher kann man sehr wohl sagen, dass die AfD, Trump und Co davon profitieren, wenn viel negativ über sie berichtet wird. DieMedien sollten die AfD definitiv weniger kommentieren, da die ewigen Tabubrüche und Provokationen genau darauf ausgerichtet sind: "Es muss ständig über uns berichtet werden. Es muss über Reaktionen berichtet werden." Es sollte reichen, wenn man darüber berichtet, dass die AfD in Riesa über ihr Europawahl-Konzept berät und entscheidet. Maximal kann man erwähnen, wer denn Spitzenkandidaten sind. Ja, genau, das würde dann keinen interessieren und es würde keine Klicks usw. bringen. Eigentlich ist es recht einfach.
Dafür ist es zu spät. Die AFD sitzt im Bund und in den Ländern in den Parlamenten. Sie komplett links/rechts liegen lassen geht nicht mehr. Nein - es muss genau so über die AFD berichtet werden, wie über die SPD oder die FDP. Und darüber hinaus können ruhig in den Tagesthemen oder NTV einige Experten die Beschlüsse und Programme seriös analysieren - das dürfte den AfD - Granden gar nicht so recht sein, wie mancher glaubt.
Es darf auch erwähnt werden, wenn gegen einen Redner ermittelt wird oder dieser Vorbestraft ist - kleine Nadelstiche in kleiner Dosierung, ohne parteiisch zu sein - die AfD ist eine Partei von Bedeutung im System und dem muss journalistisch Rechnung getragen werden. Jedoch die journalistische Hybris muss aufhören, jeden im Alltag abgegebenen unbedeutenden Kommentar der AfD - Funktionäre zu verurteilen und breitzutreten. Damit wäre schon viel erreicht.

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pejoachim 16.01.2019, 18:20
148. Qualitätsmedien, bitte aufwachen!

Normalerweise lese ich die Kolumne von Herrn Lobo nicht. Er schreibt mir zu verworren. Mir kommt es vor, als habe er seine journalistische Ausbildung in einem Schnellkurs von zwei Monaten erworben. Jetzt aber fand ich den Anreißer seiner Kolumne so spannend, dass ich es doch getan habe :-(
Leider ist auch diese Kolumne sprachlich misslungen, darauf war ich gefasst, sie ist auch inhaltlich fragwürdig. Herr Lobo hat zwar meines Erachtens die richtige Erkenntnis gehabt, daraus jedoch die falschen Schlüsse gezogen.
Die sog. Qualitätsmedien haben entscheidend zum Erfolg der AfD beigetragen. Dem kann man uneingeschränkt zustimmen. Das haben sie allerdings nicht getan, indem sie zu gutwillig über die Ereignisse rund um die AfD und die Zuwanderung berichteten, sondern zu einseitig. Ein Bericht, ist ein Bericht, ist ein Bericht und ein Bericht ist kein Kommentar. Wenn wir aber bereits in den Berichten zur richtigen Meinung erzogen werden sollen, dann hat dies bei vielen Lesern den genau gegenteiligen Erfolg: Man misstraut auch an sich richtigen Informationen.
Und dass die Medien von der AfD vor sich hergetrieben werden, das steht ebenfalls außer Frage. Leider versäumen es die sog. Qualitätsmedien nationalkonservative Kräfte da infrage zu stellen, den Leser da zu informieren, wo es ihn tatsächlich betrifft. Die Medien in GB haben dies versäumt bezüglich der Folgen des Brexit, die deutschen Medien versäumen dies, wenn es z.B. um das wirtschaftspolitische Konzept der AfD geht, um nur ein Beispiel zu nennen. Lieber stürzt man sich auf eine unbedachte Äußerung eines Randpolitikers der AfD, als dass man dieser Partei inhaltlich auf den Zahn fühlt.
Dummerweise werden wir alle den Preis dafür bezahlen, dass man die AfD mit viel Aufwand unnötig verteufelt und sie unnötig da in Ruhe lässt, wo ihr Wahlsieg für uns alle schmerzhafte Folgen hätte.

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paulus_pax 16.01.2019, 18:21
149. Herr Lobo: An die eigene Nase fassen!

Ihre Berichterstattung ist ebenfalls einseitig, nämlich wenn es um Russland geht. Sie beten in Ihren Artikeln den US-konservativen Standpunkt der ewig kalten Krieger herunter und meinen, sie würden damit der Wahrheit dienen? Die bösen Russen geben ihre russischsprachige Ostukraine nicht her? Da muss man doch gleich jahrelange Sanktionen verhängen und noch verschärfen! Woher haben denn die Amis mit ihrer Nato und ihren Waffen die schon in fast ganz Europa stehen ein automatisches Recht, in ehemaligen Provinzen der Sowjetunion ihre imperiale Macht auszuüben? Gibts da etwa eine Umfrage in der Ukraine? Oder ist auch nur die dortige Regierung von der gesamten Ukraine gewählt? (Da war ja wohl eher die alte Regierung demokratisch gewählt.) Oder hat der Liebling der Russlandfeinde wie Sie (Nationalist und Oligarch Poreschenko) momentan nur noch 12 % Zustimmung in der Bevölkerung? Ich bin radikaler Anhänger der Demokratie. Und in dem Punkt machen Sie mich wütend!

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