Forum: Netzwelt
Verantwortung des Journalismus : So kann es nicht weitergehen
REUTERS

Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren.

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cassi77 16.01.2019, 19:59
210. ...

Zitat von trpaul65
Überschrift mitlesen, nachdem man den Artikel gelesen hat, dann klappt es auch ohne Fragen.
Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte, ich kritisiere im Prinzip an Ihrem Kommentar meine 'Vereinnahmung' durch Sie. Lassen Sie das!

Mit der Verwendung der Begriffe 'keiner' oder 'die meisten' scheinen Sie irgendwie zu glauben, irgendeine gesellschaftliche Mehrheitsmeinung zu äußern. Das halte ich doch für arg gewagt und selbstüberschätzend. Ich lese Herrn Lobo bspw. ganz gerne und würde ungerne auf Beiträge von ihm verzichten. Auch wenn ich ganz sicher nicht immer seiner Meinung bin.

Bin ich also somit irgendwie eine 'gesellschaftliche Minderheit' Ihrer Meinung nach? Wie können Sie das einschätzen, woher haben Sie das? Oder ist das vielleicht doch 'eher gefühlt'?

Wer gehört denn noch so zu denen, die (jetzt, in Zukunft in 1k Jahren?) nicht gebraucht werden und wer wird denn dann überhaupt noch gebraucht und warum bzw. wofür, Ihrer Meinung nach? Und warum merke ich davon so überhaupt nichts? Also, dass die allesamt nicht mehr gebraucht werden und warum? Bin ich dafür einfach nur zu doof? Ihrer Meinung nach?

cassi

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Fuxx81 16.01.2019, 19:59
211. Journalismus ist kein Aktivismus. Auch nicht für das "Gute".

[quote]Die liberale Demokratie, ohne die Journalismus nicht existieren kann, ist bedroht - und so viele Medien tun so, als könne man darüber völlig wertfrei berichten.[/quzote]
Kann man. Und as erwarte ich von echtem Journalismus auch.

Ich brauche keinen, der mir erklärt, wer die Guten und wer die Bösen sind, denken kann ich nämlich immer noch selbst. Ich brauche einen, der mir möglichst neutral und wertfrei die Faktengrundlage zur Verfügung stellt auf deren Basis ich dann meine Schlüsse ziehen kann.

In der Kolumne ging es ja schon einmal um das Thema (am fiktiven Beispiel von Trumps "Käsemond"). Damals wie heute sage ich: Journalismus ist kein Aktivismus! Wenn Lobo gerne losziehen und die Welt verbessern will, möge er das tun, aber bitte nicht die Presse dafür einspannen.

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altais 16.01.2019, 19:59
212.

Zitat von Tiram1
Dem tendenziösen Spiegel glaubt doch kaum jemand mehr. Ausser dem Wetterbericht Es ist ein Regierungsblatt,dass die Kosten und Probleme der Einwanderung bewusst verschleiert.und und und. Empfehle Sputnik ,dort erfährt einfach alles.
Ausgerechnet den russischen "Alternaiv-Sender" halten Sie für glaubwürdig? Sie meinen das Portal, das sich so rührend um die arme Lisa gekümmert hat, die sich nicht mehr nach Hause traute, wegen schlechter Schulnoten? Woraus Sputnik, ohne Überprüfung der Tatsachen beinahe einen Konfliktfall zwischen Deutschland und Russland gebastelt hat? Und Sie halten Spon für tendenziöser als Sputnik? Ich bin sprachlos.

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keine Zensur nötig 16.01.2019, 20:01
213. Fehler vom Amt -

die Alt-Medien - doofes Wort - haben in den letzten Jahren ihren Auftrag vergessen - als vierte Gewalt zu agieren.
Da gab es mal ein Hamburger Unternehmen, welches Herr Strauss stürmen liess.......

Auch - die Neuen Medien im Netz nehmen der Alten die Kundschaft weg. Warum? Da gibt es auch - nicht immer - Tatsachenjournalismus und keinen Gesinnungs- und Meinungsjournalismus.

Und lieber Sascha - wer bitte sitzt aus dem Spiegel bei den Neuen Deutschen Medien? Und was soll da abgehen? Na?

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linksrechtsmitte 16.01.2019, 20:03
214. Wie war das doch mal in der Schule

Zitat von ayee
Das Problem ist, dass die Medien nunmal keine gleichgeschaltete Masse sind. Die Medienlandschaft gibt her, was Absatz findet. Und die Menschen konsumieren die Medien, die sie verstehen bzw. die ihnen passen. Das ist die analoge Filterblase, die es schon immer gab und immer geben wird. Insofern verstehe ich nicht, wie Herr Lobo darauf kommt, dass eine Qualitätsinitiative, die sicher nur einen Bruchteil der Medien betreffen würde, irgendetwas bewirken würde. Es gibt auch aktuell gute differenzierte Medien. Aber was hilft das, wenn so viele Menschen gar nicht in der Lage oder Willens sind, zu differenzieren? Richtig. Nichts. Sender alleine reichen nicht, wenn es für sie keine Empfänger gibt.
mit Lehrern und Lehrstoff? Mancher Lehrer konnte selbst Stoff, der meine Hobbys betraf, nicht interessant rüberbringen. Bei anderen Lehrern war die ganze Klasse bei der Sache, obwohl es eigentlich dröger Stoff war, der da gelehrt wurde. Man sollte die Menschen nich pauschal als bekloppt und minderbemittelt darstellen, das macht das eigene Licht etwas trüber...

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altais 16.01.2019, 20:06
215.

Zitat von spmc-125536125024537
in die Journalisten immer wieder tappen: Hajo Friedrichs legendäres Motto wurde zugunsten eines Haltungsjournalismus über Bord geworfen. Der Fall Relotius ist das beste Beispiel dafür. Und ja, die Qualitätsmedien haben sich instrumentalisieren lassen, durch die Bank, von der Regierung, für jeden spätestens sichtbar seit 2015. Und ich wette, die Quote Trump vs Obama in den SPON Schlagzeilen vor der US Wahl gleicht der der NYT. Warum: weil SPON die Wahl beeinflussen statt berichten wollte. Vielleicht ist die heutige, meiner Meinung nach durchaus falsche Zurückhaltung im Fall Magnitz, das Ergebnis dieser Entwicklung
Bitte an alle Trumpisten im Forum: Vergesst im Fall Trump einfach mal das ".... weil SPON die Wahl beeinflussen statt berichten wollte."
Kein Wähler in den Staaten lässt sich von Spon beeinflussen, und nur dort wird Trump gewählt, wenn auch viele hier zu Lande davon träumen, ihn wählen zu können. Der Schmarrn wird auch mit der zwanzigsten Wiederholung nicht zur Wahrheit.

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damianschnelle 16.01.2019, 20:09
216. @muellerthomas

Einfach mal die Stellungnahme des DJV aus dem Jahre 2017 dazu lesen.

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Tim van Beek 16.01.2019, 20:10
217. Es sind jetzt drei Jahre...

...dass Trump die Schlagzeilen dominiert. An dieser Stelle sollte man die Ansage, dass man wieder weniger Empörungsinfotainment und mehr Aufklärungsjournalismus betreiben wolle, abheften direkt neben "werde auch weiterhin mit dem Rauchen aufhören, wie schon die letzten drei Jahre, mindestens einmal pro Tag".
Denn ihr wollt das gar nicht, liebe Qualitätsmedien. Trump ist die perfekte Mischung aus Relevanz, Show und Aufreger, und eine der wenigen wahren Aussagen von ihm trifft euch ins Herz, nämlich dass euch niemand so gute Schlagzeilen und Auflagen liefern kann, wie er. Oft kopiert, bisher noch unerreicht. Es ist schon gut, nach drei Jahren darf man dass dann ruhig auch mal zugeben. Dass man süchtig ist. Und dass man nie runterkommen wird.
Tja. Darauf einen Hamberder, einen heißen Cofvefe und einen gut durchgezogenen Schmock, denn eines ist die Show ja auf jeden Fall: Unterhaltsam.

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swiss35 16.01.2019, 20:10
218. @131

Was für eine Arroganz, aber passt zu Ihrer Einstellung

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altais 16.01.2019, 20:13
219.

Zitat von jan07
Der Autor hat ja grundsätzlich recht, aber auch er unterliegt der Versuchung, sich nur die Beispiele herauszupicken, die in sein Weltbild passen. Darum nur der Vollständigkeit halber: man erinnere sich an 'Sebnitz' oder den 'Aufstand der Anständigen'. Jedes mal viel Lärm um buchstäblich nichts, nur weil man etwas glauben wollte. Oder die 'Hitler-Tagebücher'. Auch der Spiegel glaubt manchmal lieber als dass er recherchiert: Herr Relotius lässt grüßen. Ähnlich ist es bei der berühmten 'Hetzjagd' in Chemnitz, die sich nur als unschöne Rangelei am Straßenrand entpuppte. Und last, but not least: die 'blutigen Fotos' von Herrn Magnitz schaffen keine Realität, sondern dokumentieren sie, egal ob mit Kantholz oder ohne.
Seit wann wird über jede Kopfplatzwunde landesweit berichtet? "die 'blutigen Fotos' von Herrn Magnitz" wurden doch erst zur Nachricht, als kräftig dazu erfunden wurde, Kanzhölzer, lebensgefährliche Verletzung, Angriff vom politischen Gegner, etcetera. Herr Magnitz hat sich einen Tag später selbst aus dem Krankenhaus entlassen, weil er lieber Interviews geben, als im Bett herumliegen wollte, so viel zur Schwere der Tat. Wenn man ein wenig hinter die Person schaut, könnte einem auch der Gedanke kommen, da waren ein paar angesäuerte Bekanntschaften aus dem privaten Umfeld aktiv.

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