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Verantwortung des Journalismus : So kann es nicht weitergehen
REUTERS

Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren.

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durch blick 16.01.2019, 21:53
260. @diotto #257

MIMIMIMIMI, diese Partei, welche sich mit rechten Nazischlägern gemeinsam auf der Straße zeigt gehört in diesem Land mit seiner Vergangenheit aus dem Parlament gefegt, ohne wenn und aber. Der deutsche Adel hinter den Burschenschaften hat immer noch nicht seine politische Bedeutungslosigkeit verwunden. Wer sich gemein mit Leuten macht, welche jüdische Lokale angreifen, Politiker anderer Parteien und Bürgermeister, sowie Stadtratsmitglieder einschüchtern, hat in Parlamenten nichts verloren und braucht sich auch nicht als Opfer darstellen, sie sind geistige Brandstifter und damit Täter.
Habe die Ehre
DB

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peter.di 16.01.2019, 22:02
261. alles, was Journalismus in liberalen Demokratien ausmacht

"denn diese Leute kämpfen gegen alles, was Journalismus in liberalen Demokratien ausmacht."

Nämlich die Deutungshoheit. Das "sagen was sei"

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heinzjürgenneu 16.01.2019, 22:05
262.

Zitat von f23776
Das ist ein sehr starker und klarer Artikel, Danke und Respekt!
Das ist eher starker Tobak

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spon_12 16.01.2019, 22:08
263.

Zitat von cdm.stern
Denn was ist der "Fall Lisa" im Vergleich zum "Fall Claas Relotius". Letzterer ist ein Syndrom des deutschen Journalismus. Es läuft unter "vorauseilendem Gehorsam" verbunden mit Drang zu Geld, Ansehen, Macht. Das ist ein ganz anderes Kaliber als aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Und wir Deutsche können das "Claas-Relotius-Syndrom" doch nicht einfach beiseite legen, als wäre nix geschehen. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Wir haben doch alle miteinander Grund, unsere Journalisten mehr als kritisch zu sehen.
Im "Fall Lisa" wurde kein Elefant aus einer Mücke gemacht, da wurde einfach gelogen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fall_Lisa

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nur-so-ein-gedanke 16.01.2019, 22:15
264. Durch die sozialen Medien ...

... wurden die Emotionen (wenn man so will der Mandelkern) direkt mit der Reichweite des Internets verbunden. Mit ihnen haben Affektivität und Emotionen das perfekte Stilmittel im digitale Zeitalter erhalten. Nur die Vernunft hat noch keine geeignete Form gefunden. Hier müsste der Journalismus und insbesondere die redaktionellen Medien andere Darstellungsformen finden. Weg von dem schlaglichtartigen 'Themenhopping', hin zu einem nachvollziehbaren Aufzeigen von Zusammenhängen.

Wo sind die Timelines zu den unterschiedlichen Themen, die anders als Hashtags, redaktionell aufbereitet, die Entwicklungen nachvollziehbar und vor allem dauerhaft aufzeigen und fort schreiben? Die an den Themen dran bleiben und deren (teils voreilig) getroffene Annahmen aufzeigen, die zeigen, welche Fakten wann, wie vorlagen (auch nachträglich erweitern). Die der Vernunft einen Raum geben.

Gerade Herr Lobo zeigt hier dankenswerterweise immer wieder, welche Möglichkeiten sich mit Verweisen eröffnen.

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hansa_vor 16.01.2019, 22:16
265.

Zitat von antelatis
Jenseits der Bildzeitung ist die deutsche Berichterstattung in Presse und TV zwar nicht perfekt, im internationalen Vergleich jedoch einigermaßen vorbildlich. So etwas wie den Brexit oder Trump könnte es hier nicht so leicht geben, was auch daran liegt, dass unsere Medien noch relativ kritisch sind und nicht so sehr beeinflusst werden von Lobbyisten, Oligarchen und ungezügelter Sensationsgier (mit Ausnahme der Bildzeitung natürlich). Nicht umsonst ist Deutschland eines der Länder, das in seiner Berichterstattung am harschesten mit Trump umgeht, ohne dabei polemisch zu werden. Ich finde, gerade der Fall Maaßen hat doch gezeigt, dass hier noch nicht alles ganz schlecht ist. Da benimmt sich ein wichtiger Politiker mal so richtig daneben und lügt offensichtlich, und das wird ihm nicht einfach verziehen. Da kann man doch sagen, hier ist alles richtig gelaufen. In vielen anderen Ländern wäre das anders gewesen und ein Maaßen hätte dort einfach weiter machen und jeden Tag weiter seine Lügen erzählen können.
Herr Maaßen war und ist kein Politiker, somit belegen Sie exakt wie "objektiv" Menschen mit Medien umgehen.

Mir graut vor Menschen welche Dinge in den Raum stellen und diese selbst meiner elfjährigen Tochter als schlicht "falsch und dumm" auffallen.

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spon_12 16.01.2019, 22:17
266.

Zitat von cdm.stern
Gilt auch für den Schmarrn, dass die Russen die Wahl beeinflusst haben. Und Sascha Lobo ist beim vorausilendem Gehorsam schon wieder in der ersten Reihe, ich zitiere aus diesem Artikel "... dass Trump mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit eine Marionette von Putin ist".
Während der SPON in bekannten Kreisen als "Fake-News" verschrieen wird, ist für eine nicht unerhebliche Anzahl Wähler rechter Personen und Parteien Facebook ein Hort der Wahrheit.
"Fake-News", also wirkliche, verfangen leichter in diesen Kreisen, das ist bekannt.

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VormSpiegel 16.01.2019, 22:18
267. Journalismus / Investigativ

Die größte Stärke des Journalismus ist Korruption und andere Probleme der Regierung und Machthabenden aufzudecken und diese an den Pranger zu stellen, eben genau das was sonst keiner tun würde, der von diesen "mächtigen" Abhängig ist.

Problem ist nur, das heutige Journalisten schlichtweg keinen investigativen Journalismus mehr machen wollen, das Risiko scheuen, oder sonstige "Abhängigkeiten" zu den "Mächtigen" aufgebaut haben, die genau das verhindern was sie eigentlich auszeichnen würde.

Die Selbstkontrolle ist auch ein Problem, wie man beim Spiegel als bestes Beispiel sehen konnte.
Informationen doppelt und dreifach prüfen ist wichtig, jeder Kritik nachgehen und Fakten sammeln, anstatt sich eine Fantasie auszumalen und dann Fakten zu suchen die dieser Fantasie entsprechen.

Ideologie ist auch so ein Thema das im Journalismus tunlichst nichts zu suchen hat.
Rechte oder Linke extreme, Religionen oder was auch immer, das darf im Journalismus keine Rolle spielen, um eine Neutrale Sichtweise überhaupt zu erlauben müssen zwangsweise mehrere Quellen herangezogen werden, anstatt der erst besten Quelle voll und blind zu vertrauen und diese einfach zu kopieren.

Heute gibt es so viele völlig unprofessionelle Youtube / Twitter und sonstige Berichterstatter und Entertainer, da muss ein wirklich professioneller Journalismus einfach mehr bieten, mehr Sichtweisen vergleichen, mehr Fakten sammeln und vor allem eine deutlich stärkere Selbstkontrolle leben, damit diese Quellen wirklich vertrauenswürdig sind.

Einfach nur ein paar aktuelle News ungeprüft in die Welt zu blasen, dafür braucht es keinen Journalismus, das kann heute schlichtweg jeder machen.

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Dr. Kilad 16.01.2019, 22:25
268. Na, es sind nicht nur die Medien

Eher fehlte es und fehlt es immer noch an genügend Demokraten. Ohne dem kann eine Demokratie nicht funktionieren. Betrifft auch die Medienlandschaft. Wie soll die demokratisch sein, wenn es um Kohle geht?

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hansa_vor 16.01.2019, 22:35
269.

Zitat von Strichnid
Die massive Medienkampagne der Russen in der Brexit-Debatte ist durch die Cambridge-Analytica-Erkenntnisse längst belegt. Nur weil Ihnen ein Fakt nicht gefällt, sind Berichte darüber nicht "subjektiv".
Stimmt, nur wird immer betont, dass die "jungen interwebs Affinen" Wähler gar nicht zur Wahl gegangen sind und der Brexit von alten "im Zweifel weißen Männern" gewählt wurde.

Wie erklären Sie dieses Paradoxon?

Sooo viel Großmütter und Großväter werden wohl nicht in gB Fratzenbuch nutzen und sich ihre Meinung dadurch bilden.

Sie sehen, Sie unterliegen genau der Legendenbildung welche der Spiegel gerne betreibt.

Selber denken ist heute selten geworden, Schade.

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