Forum: Netzwelt
Verantwortung des Journalismus : So kann es nicht weitergehen
REUTERS

Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren.

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pleromax 16.01.2019, 17:05
70. Danke, Sascha Lobo!

Danke, Sascha Lobo, für diese zu 100% zutreffende Analyse! Dem ist zwar nichts hinzuzufügen, dafür kann es aber nicht häufig genug wiederholt werden. Diese Medien sind unser Untergang!

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claus7447 16.01.2019, 17:06
71.

Zitat von antelatis
Jenseits der Bildzeitung ist die deutsche Berichterstattung in Presse und TV zwar nicht perfekt, im internationalen Vergleich jedoch einigermaßen vorbildlich. So etwas wie den Brexit oder Trump könnte es hier nicht so leicht geben, was auch daran liegt, dass unsere Medien noch relativ kritisch sind und nicht so sehr beeinflusst werden von Lobbyisten, Oligarchen und ungezügelter Sensationsgier (mit Ausnahme der Bildzeitung natürlich). Nicht umsonst ist Deutschland eines der Länder, das in seiner Berichterstattung am harschesten mit Trump umgeht, ohne dabei polemisch zu werden. Ich finde, gerade der Fall Maaßen hat doch gezeigt, dass hier noch nicht alles ganz schlecht ist. Da benimmt sich ein wichtiger Politiker mal so richtig daneben und lügt offensichtlich, und das wird ihm nicht einfach verziehen. Da kann man doch sagen, hier ist alles richtig gelaufen. In vielen anderen Ländern wäre das anders gewesen und ein Maaßen hätte dort einfach weiter machen und jeden Tag weiter seine Lügen erzählen können.
Danke.

Man könnte auch mal 2 Wochen das Forum bei SPON abschalten. Der eine oder andere darf dann lesen und für sich entscheiden wie er darüber denkt... beruhigt Trolle und manche andere...

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mostly_harmless 16.01.2019, 17:07
72.

Zitat von alleghieri
Mit noch viel mehr Berechtigung würde ein Konservativer darüber klagen, dass der rot-grüne Mainstream[..]
Ab hier kann man sich das Weiterlesen sparen, weil klar ist dass ohnehin nur rechte Platitüden folgen.

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gert.bernd.hoffmann 16.01.2019, 17:08
73. Ein sehr guter Artikel wäre es

wenn Sascha Lobo die Fake News zu RT von Prof. Dr. Frank Überall, dem Präsidenten des Deutschen Journalisten Verbandes, kritisiert hätte. Der Fisch stinkt vom Kopf. Hier eine kurze Zusammenfassung.

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apetri1 16.01.2019, 17:09
74. Bravo!

Besser kann man wohl kaum das all zu weit verbreitete Versagen der Medien in den letzten Jahren darstellen und dessen Ursache analysieren. Allzusehr sind die Medien in die von den Rechtern aufgestellte Falle gelaufen und bemitleiden sich wie diese als vermeintliches Opfer von vermeintlichen Kampagnen und Verschwörungen: die Rechten als Opfer der Lügenpresse und die Medien als Opfer der Verleumdungen von Rechts. Ein wahrer Teufelskreis, den letzlich nur die Medien durchbrechen können, indem sie sich endlich mal wieder ihrer Rolle als vierte Gewalt besinnen, und nicht irgendwelchen Trends und Macken hinterherlaufen, nur weil dies angeblich die Leser, Hörer, Seher so wollen. Die wollen nämlich allem voran ordentlich und ohne Meinungsmache informiert werden. Es reicht völlig, Fakt von Fiktion und Fakt von Meinung zu trennen.

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Freund des Spiegel 16.01.2019, 17:10
75. Mal in den Spiegel schauen

Welche Zeitung ist denn am stärksten an der Polarisierung Schuld. Wer wie der Spiegel alles rechts der ganz Linken als rechts bis Nazi tituliert, alles was nicht ins linksradikal, feministische, bunte, queere Bild passt ignoriert, verschreibt oder hasserfüllt kommentiert, bereitet den Boden dafür, dass gutem, objektiven, auf Tatsachen beruhendem Journalismus nicht mehr geglaubt wird. Wer aus jedem Sommertag über 40 Grad sowie über Schnee im Winter in den Alpen die Klimakatastrophe macht, darf sich über eine Gegenbewegung nicht wundern. Denn viele, wohl die meisten Menschen leben nicht in dieser Wohlfühlblase ... und wollen diese auch nicht.

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tüttel 16.01.2019, 17:11
76. Überschätzung der Medien

Sascha Lobo überschätzt hier, glaube ich, die Möglichkeiten von Medien. Die von Medien beschriebenen Prozesse sind viel stärker und gewaltiger als die Möglichkeiten von Medien, Einfluss auf diese Prozesse zu nehmen. Zumal es solche Analysen wie etwa Lobos Rundum-Analyse zum Brexit in Medien zuhauf gibt.
Und wenn Präsident Trump zu einem Mahl mit Burgern lädt, ist das selbstverständlich eine skurrile Meldung unter etlichen anderen skurrilen Begebenheiten seiner Präsidentschaft, die auch im Lichte aktueller Politik berichtenswert ist. Medien sind, wie der Name schon sagt, vor allem Informations-Verbindungsröhren der Ereignisse und viel weniger Akteure. Dass sie hierbei auch für politische Ziele instrumentalisiert werden, liegt in der Natur, solcher Verbindungsröhren. Es findet halt informationsmäßig alles in ihnen statt - naturgemäß auch Dinge, die einem persönlich nicht in den Kram passen. Und wenn es laut Lobo mit dem Journalismus so nicht weitergehen kann, wird ihm wohl oder übel nichts anderes übrig bleiben, als mit gutem Beispiel voranzugehen und selbst hauptberuflich Journalist zu werden.

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im_ernst_56 16.01.2019, 17:11
77. Braucht es die richtige Brille?

Ich verstehe den Beitrag von Herrn Lobo so, dass er sich vor allem daran stößt, dass die Medien bei der Auswahl und Darstellung der Themen dies nicht oder zu selten mit der richtigen linksliberalen Weltsicht tun. Man kann darüber streiten, ob das tatsächlich so ist. Klarheit würde nur eine längerfristige wissenschaftliche Studie liefern. Jedenfalls brauchen wir keinen linksliberalen Chefideologen, der den redaktionellen Medien Richtlinien über die Berichterstattung liefert. Im übrigen teile ich die Sicht derjenigen Foristen, die in den redaktionellen Medien nicht den Beobachter, sondern einen Player im politischen Geschäft sehen. Kürzlich las ich eine Nachricht, wonach im Jahr 2018 Robert Habeck der mit Abstand häufigste Gast in den politischen Talkshows von ARD und ZDF war. Ob es da wohl einen Zusammenhang mit dem Aufschwung der Grünen in den Meinungsumfragen gibt?

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andii80 16.01.2019, 17:11
78. Sehr gute Analyse, betrüblich aber wahr!

Immer wenn ich die Kommentare von Herrn Lobo lese, komme ich zu dem Ergebnis, dass er der (zumindest bei SPON) analytischste, scharfsinnigste und somit beste Kommentator ist. Seine Beiträge sind inhaltlich kohärent, durchdacht, schlüssig und wahr. Zudem sind sie gut verständlich und in angenehmer Sprache verfasst. Eine intellektuelle Wohltat im Vergleich zum teilweise trüben Gedanken-Mus, das man manches Mal bei SPON und besonders im Forum lesen kann.
Daher: Danke, Herr Lobo!

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michael.roeper 16.01.2019, 17:12
79. Mit dem Geist erschaffen wir die Welt (Dhammapada, Buddhas Lehrreden)

Lieber Herr Lobo, vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese Worte für uns aufzuschreiben. Mir ist noch nicht ganz klar, wie Sie mit diesem aggressiven Journalismus den aggressiven Journalismus eindämmen wollen. Oder habe ich die Stelle übersehen, an der Sie uns ein Beispiel geben? Vielen Dank und einen schönen Abend.

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