Forum: Netzwelt
Verschwörungstheorien: Apple wirft Podcasts von Alex Jones aus iTunes
BRIAN BLANCO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Nach YouTube, Facebook, und Spotify geht nun auch Apple gegen den Verschwörungstheoretiker Alex Jones vor. Wegen der Verbreitung von Hass werden seine Podcasts größtenteils aus den Angeboten der Firma entfernt.

Seite 1 von 4
vox veritas 06.08.2018, 11:12
1.

Jetzt mal unabhängig davon, daß der Typ Schwachsinn verbreitet, aber es ist spannend und beängstigend zugleich zu sehen, wie eine handvoll Unternehmen (in diesem Fall Social Media Unternehmen) bestimmen kann, wer was wann sagen darf / kann und zu wem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Calen 06.08.2018, 11:39
2. Grenzen der Meinungsfreiheit

Zitat von vox veritas
Jetzt mal unabhängig davon, daß der Typ Schwachsinn verbreitet, aber es ist spannend und beängstigend zugleich zu sehen, wie eine handvoll Unternehmen (in diesem Fall Social Media Unternehmen) bestimmen kann, wer was wann sagen darf / kann und zu wem.
Nein, ist es nicht. Er kann weiterhin seinen Schwachsinn verbreiten, nur nicht mehr mit der Hilfe von Apple.
Warum sollte ein Unternehmen verpflichtet werden, den Schwachsinn zu verbreiten. Meinungsfreiheit ist wichtig, es gibt aber auch noch andere Grundrechte, die gleichrangig sind.
Sie würden es auch nicht wollen, wenn jemand sie verpflichtet, meine Meinung zu verbreiten.
Spannender ist die Frage, warum immer noch nicht solche Unternehmen haftbar gemacht werden könne, wenn strafrechtliche "Meinungen" über diese verbreitet werden, während ich mich im Zweifel schadensersatzpflichtig mache, wenn ich Postings veröffentliche und die Idiotie des Postings zeige.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Strg+C 06.08.2018, 11:40
3. Vollkommen okay.

Zitat von vox veritas
Jetzt mal unabhängig davon, daß der Typ Schwachsinn verbreitet, aber es ist spannend und beängstigend zugleich zu sehen, wie eine handvoll Unternehmen (in diesem Fall Social Media Unternehmen) bestimmen kann, wer was wann sagen darf / kann und zu wem.
Ich stimme Ihnen zu, der Typ verbreitet Schwachsinn. Dann sind wir aber genau beim richtigen Punkt: Apple, Spotify und YouTube sind Unternehmen und wenn ein Nutzer, hier Alex Jones, gegen irgendwelche Richtlinien oder Einstellungen verstößt, dann haben diese auch das Recht, ihn zu entfernen. Sie würden Herrn Jones wahrscheinlich auch nicht auf Ihrer Geburtstagsfeier reden lassen wollen oder?

Halte ich das für Zensur? Überwiegend nein, denn die Zensur findet nicht durch den Staat statt. Es liegt eher der Fall vor, dass ein Geschäftspartner mit einem anderen - um die Worte von Herr Jones' Meister zu verwenden - keine Deals mehr abschließen will. Hetzen kann Herr Jones leider immer noch, aber nicht auf gewissen Plattformen. Diese Einschränkung ist gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zäsus 06.08.2018, 11:43
4. @1

Das kann man ja noch tolerieren, weils Firmen sind. Aber wenn das vom Staat verordnet wird, dann ist großer Grund zur Sorge. Z.b aktuell https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schuelerproteste-in-Bangladesch-3G-und-4G-abgeschaltet-4129677.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Forums-Geschwurbel 06.08.2018, 11:54
5.

Zitat von vox veritas
Jetzt mal unabhängig davon, daß der Typ Schwachsinn verbreitet, aber es ist spannend und beängstigend zugleich zu sehen, wie eine handvoll Unternehmen (in diesem Fall Social Media Unternehmen) bestimmen kann, wer was wann sagen darf / kann und zu wem.
Gruselig ist hier einzig und allein, wieviele für den hasserfüllten
Quatsch von Jones und Konsorten (gibt's ja auch auf deutsch!)
empfänglich sind ...
Jones hat übrigens kein Redeverbot bekommen !
Er kann lediglich nicht mehr Apple Podcasts für seinen
gefährlichen Mumpitz missbrauchen. 'Kleiner' Unterschied !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruenerwaldgeist 06.08.2018, 12:45
6. Das ist eine höchst bedenkliche Entwicklung

Soviel zum Thema Meinungsfreiheit. Offenbar bekommt das Establishment mittlerweile richtig kalte Füße. Und die interaktiven Medien tanzen nach ihrer Pfeife. Übel, übel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bueckstueck 06.08.2018, 12:51
7. Gut

endlich kommen ein paar Konzerne neben dem shareholder value auch mal ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach. Ich kenne den Schund von Jones und auch sein primäres Motiv (Profit mit seinen Pillen und Pülverchen zu machen) sowie seine immer wieder vorgebrachte Begründung (alles nur show) - man sollte als Konzern einem solchen Parasiten kein Wirt sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven17 06.08.2018, 13:04
8.

Zitat von gruenerwaldgeist
Soviel zum Thema Meinungsfreiheit. Offenbar bekommt das Establishment mittlerweile richtig kalte Füße. Und die interaktiven Medien tanzen nach ihrer Pfeife. Übel, übel.
Das hier ist nur nicht der Staat, bei dem die Meinungsfreiheit gilt, sondern eine Firma. Und die ist nicht verpflichtet alles zu tolerieren, was Leute so für Schwachsinn von sich geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hasselblad 06.08.2018, 13:09
9.

Jedes Unternehmen darf frei entscheiden mit wem es Geschäfte macht und, im digitalen Umfeld, welchen Schwachsinn es auf seinen Kanälen duldet. Da können die Aluhüte und AfDlinge jetzt Zensur schreien bis die Balkanroute zufriert, es ändert nichts daran, dass Apple & Co. Herren über ihre privatwirtschaftlichen Plattformen sind und demnach komplette Autonomie darüber haben, was dort distribuiert werden soll. Wer den Unfug, den Jones und Konsorten verbreiten (ebenfalls übrigens aus rein wirtschaftlichen Erwägungen, jeder Klick auf "9/11 was an inside job" bringt den Spinnern nämlich Geld ein), konsumieren möchte, wird das weiterhin bei Breitbart, Infowars etc. tun können, jedes Rumgeheule diesbezüglich ist also nichts weiter als das übliche Mimimi von rechts außen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4