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Verschwundene in Mexiko: Wie Mütter mit Drohnen nach ihren entführten Kindern suchen
AP

Im mexikanischen Drogenkrieg verschwinden Tausende von Menschen. Mütter und Großmütter suchen nun auch mit Drohnen nach ihren vermissten Kindern - die meist nicht mehr leben.

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Koana 14.04.2019, 17:33
1. Mexiko zeigt auf....

... wie weit sich die Menschen in eine Mischung aus etabliertem Bandenterror und staatlicher Kleptokratie, sowie der Durchmischung der beiden Faktoren in Angst und Schrecken halten lassen, dabei funktioniert das Kontrollsystem, welches die Massen als Arbeitstiere wirken lässt, noch ganz gut.
Es wäre doch spannend zu testen, wie viele und wie offen und grausam man so pro Tag abmetzeln lassen kann, ohne dass die gewöhnliche Arbeitsbevölkerung sich diesem Wahnsinn verweigert und lieber in einfachsten Strukuren überlebt, als das Spiel um das kleine Wohlstandslos, das man auch noch ohne Gewalt überleben darf, mitzuspielen.
Ich denke das geht noch einiges, man kann die Menschen in den Schwellenländern sicher noch lange, mit maximalem Sadismus gepaart, ausbeuten, sie lassen es zu.
In den HDC´s könnte man die Daumenschrauben auch locker weiter anziehen, es ist nur heikel, solange der Massenkonsum zum Spielsystem gehört, brauchen diese Gruppen die Mittel um entsprechend als Konsumenten funktionieren zu können.
Mir scheint, da werden sich die Spielregeln künftig aber signifikant verändern.......zum Wohl der Wenigen, zum Leidwesen der Vielen,wie fast immer.

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gigi76 14.04.2019, 17:33
2. eine positive wirtschaftliche Entwicklung...

führt leider offenbar nicht zum Rückgang der Drogenkriminalität.

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p.linzer 14.04.2019, 17:52
3. Und wozu?

Mal eine ganz naive Frage: Wenn da also Tausende von Menschen verschwinden, mutmaßlich verscharrt irgendwo, wer hat denn dann was genau davon? Zwangsprostitution leuchtet mir ein, der vereinzelt vorkommende Organhandel auch, aber sonst - wem nützt das in welchem Sinne, insbesondere bei Kindern?

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Benito S. 14.04.2019, 18:03
4. Fehler in Beitrag

54 millionen pesos sind nicht 250.000€, sondern mehr als 2.5 MIO €, sonst würde da wohl keiner so einen Aufstand machen.

- - - - - Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. MfG Redaktion Forum

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Soziopathenland 14.04.2019, 18:22
5. @p.linzer

Warum alle die Leute verschwinden?

Mexiko - ein riesiger, geheimer Friedhof
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/tausende-spurlos-verschwunden-mexiko-ein-riesiger-geheimer-friedhof/13596532.html
" "Wir haben ein Netz von kirchlichen Herbergen entlang der Strecke, aber von Herberge zu Herberge wurde die Zahl der Ankömmlinge weniger, und sie erzählten uns von Bewaffneten, die den Zug anhielten und Menschen verschleppten." Die Drogenbanden zwangen Frauen zur Prostitution, Männer wurden als Drogenkuriere oder Killer zwangsrekrutiert, Kinder für Pornografie oder Organentnahme entführt, andere waren Geiseln, um den Verwandten in den USA Lösegeld abzupressen. "

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p.linzer 14.04.2019, 18:30
6. @Soziopathenland

Vielen Dank; das sagt in der Tat alles. Ein Alptraum. Aber bloß nicht die Drogen legalisieren, dann bräche ja Anarchie aus ...

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hein.bollo 14.04.2019, 19:02
7. DAS sind echte Probleme und Sorgen!

Das, was wir als "Probleme" ansehen (sog. "Dieselkrise", der "Klimawandel", "Rechtspopulismus", "Hambacher Hain", ...) ist gegen das dargestellte Schicksal vieler Mexikaner tatsächlich nur ein Fliegenschiss!

Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, wie unendlich gut es uns (noch!) geht, mit der saubersten Luft seit Jahrzehnten, relativem Wohlstand und sozialem Frieden.(...)

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günterjoachim 14.04.2019, 19:29
8. Stimmt das alles?

Omas mit High-Tech Drohnen auf der Jagd nach Verschwundenen. Wahrscheinlich machen die auch DNA Tests am Küchentisch. In Mexico ist sicherlich vieles, im Vergleich zu Mitteleuropa, katastrophal. Die hier publizierten Stories klingen aber ziemlich erfunden.

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herjemine 14.04.2019, 19:54
9. Och Günterjoachim:

Meine Mutter (76) lässt auch manchmal meine Drohne fliegen. Die Grossmütter von heute sind nicht mehr die gebeutelten und gebrochenen Menschen die Sie wohl noch aus den 70ern im Kopf haben.
Die Bundesregierung und Europa sollten viel mehr Druck auf México ausüben sowie Hilfe anboeten, damit zumindest Polizei und Militär nocht mehr in diese Mordbrennerei verwickelt sind!

Aber wenn man Hilfe anbietet wird das oftmals entrüstet eben von diesen abgewiesen und die unglaublich pathetische nationale Fanfare geblasen.

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