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Videospiel-Fachpresse in der Krise - zu Recht?

Die Leserzahlen schwinden, schwindet auch die Relevanz? Ist die Krise der Deutschen Videospiel-Fachpresse hausgemacht? Diskutieren Sie mit!

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Cive 06.09.2011, 17:12
100. Fachpresse geht Online

Ich lese die Gamer-Fachpresse seit über 10 Jahren. Die von Herrn Schmidt bemängelte Detailversessenheit in den Spieletests ist mir - als Gelegenheitsspielerin - nie negativ aufgefallen.
Von den einschlägigen Magazinen erwarte ich nur zweierlei: Eine Kaufhilfe und gegebenenfalls auch Komplettlösungen zu den Spielen. Gerade die Lösungen sind in Gänze ins Web abgewandert. In den Magazinen wuchs dafür die Berichterstattung über Hardware und Gamer-Events. Wenn ich also irgendwann meine Abos für diese Zeitschriften kündigen werde, dann nicht wegen der detailversessenen Tests sondern weil Überflüssiges immer mehr Seiten füllt und zudem viele Infos schon anderswo kostenlos online stehen.

Den Auflagenschwund halte ich in Zeiten des www auch für normal - wer braucht schon die Zeitschriften, wenn alles nur noch einen Klick entfernt ist? Gerade bei eine recht jungen, online-affinen Zielgruppe dürfte der gesamte Inhalt in absehbarer Zeit nur noch online publiziert werden. Das nenne ich einfach mal eine Modernisierung.

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MashMashMusic 06.09.2011, 17:14
101. .

Zitat von motsch
Wie wahr. Sollte sich Computerspieljournalismus in eine Richtung wie beispielsweise der Musikjournalismus entwickeln, habe ich mir die längste Zeit diese Zeitschriften gekauft.
Genau so ist es. Mit diesem und Ihrem letzten Posting stimme ich genau überein. Man soll bitte Computerspiele als das ansehen, was sie sind.

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freqnasty 06.09.2011, 17:17
102. ...

Zitat von luzifer26
Das sehe ich sehr anders: Die Ideen, mal was richtig neues zu machen, sind schier endlos, für Details fehlt hier der Platz, nur als kleine Anregung:...
Das klingt für mich nicht richtig neu, sondern lediglich nach einer weiteren Aublähung der Optionen
Zitat von astarte24
Wenn man sich erfolgreiche Titel wie Metro 2033, The WITCHER oder BIOSHOCK anschaut, dann leben diese Titel gerade von der packend gestalteten Story und nicht von der außergewöhnlichen Grafik.
Wobei das bei Bioshock in nicht unerhebichem Ausmaße am höchst durchschnittlichen Level- und Gamedesign gelegen hat.
Das war einfach nur dickes Art Deco - Make Up über einem wenig abwechslungsreichen Corridor-Crawler mit einer eigentlich recht amüsanten Abrechnung mit den Ideen einer gewissen Mrs Ayn Rand(=Andrew Ryan im Spiel)
Ich habe es nicht zu ende gespielt, und das obwohl ich ein Fan dunkler, dystopischer Plots bin.
Aber wenn die einzige Motivation noch ist, nach Tonbandschnipseln zu suchen, taugt in einem Spiel auch die beste Story allein nix mehr.

Zitat von schnubbi79
Gibts denn Zeitschriften oder Online-Magazine, die den Fokus legen auf..
Unter den Print-Medien bietet sich die GEE an, insbesondere was den blick auf die ganze Subkultur angeht.
Online ist das Konzept von GamersGlobal recht gut. Der Focus liegt hier auf Reviews, allerdings gibt es auch viel anderen usergenerierten content rund um das Thema.


Zitat von Jack_Aubrey
Ich persönlich will beim Lesen einer Zeitschrift auch intellektuell gefordert sein und mich nicht von einer Kleinteiligen Analyse zur nächsten hangeln. So bleibt Raum für eine intellektuelle Bewertung des Spiels, die dem Leser die Möglichkeit zur Reflexion und Einordnung bietet.
Ehrlich gesagt, will ich das eher nicht, jedenfalls nicht in einem Spieletest.
Warum?
Weil zur intellektuellen Auseinandersetzung mit einem Spiel, bzw dessen potentiellen Botschaften eine halbwegs profunde Kenntnis der Story(samt ihrer Wendungen) gehört.
Und ich habe keinen Bock auf Tests, die mir das Spiel vorab "erzählen".
Da ist mir die Überraschung weitaus wichtiger.
Wirklich verdiente Werke kann man dann immer noch in einer Retrospektive würdigen, bei der dann auch eine Diskussion durchaus interessant sein kann.

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kamillentee 06.09.2011, 17:26
103.

Die Qualität der Spiele sinkt von Jahr zu Jahr, was soll man von den Medien erwarten, die genauso vom Milliardenmarkt erschlagen werden, wie die Konsumenten.

34 Jahre alt und schon zum alten Eisen gehören? Na ich weiß nicht ;) Da wurden sicher keine Kritiken zu Quake und Doom geschrieben, geschweige denn zu Maniac Mansion oder Monkey Islands. :P

Was fesselt einen Spieler heutzutage? Jetzt mal abgesehen vom leicht zu betäubenden, durchschnittlichen CoD oder BF Spieler. Bei Bad Company 2 fesseln einen maximal die Ranks ans Spiel und vielleicht, weil die Kumpels auch nix anderes spielen. Ich für meinen Teil finde es als mittlerweile 40jähriger immer faszinierender, wie verbugged heutzutage Spielesoftware auf den Markt geworfen wird. In BC2 erschießt man sich auch 1 1/2 Jahre nach Veröffentlichung des Spiels in Infights oft genug gegenseitig. Das zum Thema Realismus, der - dem ein oder anderen Alterskollegen wird dieses Phänomen wohl bekannt sein - dem üblen Netcode dieser Art Spiele geschuldet ist.

Waren das noch Zeiten, als man noch den Milisekunden hinterherjagde, sich einen teuren QSC SDSL Anschluß mietete, weil man so einen Ping von 3-5ms (!) auf den geliebten Q3 Server hatte ;)

Genau. Quake3. Keine Story, pures - brutales Rumgeballer. Und was hat es uns für Stunden, Tage, Wochen, Monate und Jahre an den PC gefesselt (ok, nach Jahren dann nur noch Instagib auf q3dm17). Wer braucht eine Story?! Genau. PC. Heute wird alles auf Konsolenniveau abgeschmeckt und runtergerechnet, damit man auf allen Plattformen absahnen kann. Traut sich keiner mehr, ein geniales Spiel nur für den PC zu produzieren? Teils ist die Grafik, die Umsetzung auf den Konsolen besser als auf dem PC (Fifa11 ick hör dir trapsen!!!)

Was soll einen da noch fesseln?

Man wird mit Trailern, Teaser und Screenshots überhäuft. Mit Vorabberichten und manchmal auch mit Alphaversionen, die als Beta-Test tituliert werden ;)

DeusEx2 hatte einen wahnsinnsgeilen Trailer rausgebracht, woraufhin ich das Spiel vorbestellte. Habs aber gelassen, weil ich immernoch nicht Bioshock 1+2 durch habe - bin einfach Multiplayer ;)

Was war intelligent und gut umgesetzt? Zuletzt die Quake-Story als Multiplayerspektakel in Enemy Territory - QuakeWars. Ein schnelles Teamspiel, wenig aber ausreichende Story, nach 3-4 Wochen des Verkaufsstart für 20-25€ zu haben. Schade, das Spiel war dem Mainstream zu kompliziert, dabei ist es (man kann das Spielprinzip heute in Brink sehen) verdammt ausgeklügelt gewesen. Mit Demoserver und Democlients! Sogar mit Updates auf die Demo.

Heutzutage warten wir teilweise ein Jahr, bis ein Spiel in den Goldstatus gepatched wurde. Als Beispiel möge da die Total War Reihe von Sega unleuchtend vorangehen. Sowohl Empire als auch Shogun 2 waren noch Monate nach Erscheinung kaum durchgängig zu spielen. Toll.

Kurzum! "Früher" hats gereicht ein geiles Ballerspiel mit passender Story rauszubringen (RtCW, Single- und Multiplayer), die Leute waren begeistert. Heute wird man von EA und Acitivision und ihren Milliardeneseln BF und CoD mit Werbung zugeschi**** - die Kids kaufen den verbuggten Kram, das man sich als alter Sack genötigt sieht, da mitzumachen ;)

Die Presse ist schuld, und natürlich die abgestumpften Spieler!

Jeder kriegt, was er verdient. Ist doch überall so.

Leider.

Ich hätte gern ein Quake 5 mit dem Movement aus Quake 3, angepaßter Grafik und womöglich etwas Story. Danke, reicht :) (Linuxsupport natürlich von Haus aus, danke iD!)

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schnubbi79 06.09.2011, 17:29
104. Zeitverschwendung

Zitat von stephan3184
Videospiele sind eine Zeitverschwendung! Als ehemals Süchtiger kann ich nur sagen - Videospiele sind zu jeder Zeit , bei jeder Qualität und in jedem Umfang reinste Zeitverschwendung und etwas , dass ich wünschte nie kennengelernt zu haben. Selbst die berühmte halbe Stunde Ablenkung für Wenigspieler ist verschwendet und fehlinvestiert. Hoffentlich fallen die Spielekritiken in der Zukunft auch genauso aus , dass die Produkte möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen und weniger Leute ihr Potenzial darin verschwenden.
Ich kann was du sagst teilweise nachvollziehen - ich habe in meiner Schulzeit sehr viel gespielt und hätte mein Potential bestimmt besser nutzen können. Manchmal frage ich mich schon, was ich alles könnte, hätte ich z.B. in der Zeit ein Musikinstrument gelernt oder sonst was "sinnvolles" getan. Da ging schon ne Menge Zeit bei drauf, auch wenn's bei mir wohl keine Sucht im klassischen Sinne war. Hab deswegen nicht alle sozialen Kontakte eingestellt und die Schule sausen lassen. Aber wenn man zuhause war, wurde halt ne Menge gespielt. Während des Studiums hab ich das Spielen dann fast ganz sein gelassen und das hat sowohl mir als auch dem Studienerfolg gewiss gut getan. Jetzt spiele ich wieder gelegentlich, mal etwas mehr, dann oft monatelang gar nicht. Ich hab immer noch das Problem, dass ich ganze Abende und Wochenenden mit einem neuen Spiel "verplempern" könnte, was für ein paar Abende am Stück ok ist, aber problematisch wird, wenn ich dafür andere Interessen und Aktivitäten dauerhaft reduziere.

Die halbe Stunde hier und da sehe ich nicht als Problem. Auch nicht das vor allem mit Zocken verbrachte Wochenende alle paar Monate. Auch wenn Spiele sinnlos und Zeitverschwendung sind, ist es für mich vollkommen okay, etwas einfach zum Spaß zu machen, das keinen höheren Zweck erfüllt. Für mich selbst wird's zum Problem, wenn's eine wesentliche Freizeitbeschäftigung wird, weil es halt viele andere Sachen gibt, die eigentlich lohnender sind, aber nicht die Instant Gratification eines Spiels bieten. Aber da muss halt jeder selber wissen, wie er seine Prioritäten setzen möchte.

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mcbexx 06.09.2011, 17:30
105. Nicht maulen, besser machen...

Hat man als stellvertretender Chefredakteur eines der einflussreichsten Spielemagazine (den Auflagenprimus Computerbild Spiele ignoriere ich mal geflissentlich) nicht genug Gewicht, um auch mal auf Heftebene mal das ein oder andere Experiment in die gewünschte Richtung zu wagen?

Christian Schmidt hat sich in seinen Beiträgen in der Gamestar des öfteren bemüht, die von ihm angesprochenen Aspekte in eine Rezension oder in seine Kolumne einfließen zu lassen - diese wirkten dann aber in meinen Augen (Jahrgang 1970, Spieler seit der Glanzzeit des Atari 2600) unterschwellig deplaziert, ja, geradezu bemüht elitär.

Meist habe ich ein Spiel daraus gemacht, zu erraten, von welchem Autor der jeweilige Artikel war, ohne vorher einen Blick auf die Autorenkennzeichnung zu werfen, die Trefferquote für Christian Schmidts Artikel war dabei auffällig hoch.

Zum Thema Interpretation, die von Testern und Spielejournalisten eingefordert wird:

Das kann Teil des (gerne auch umfangreicheren) Meinungskastens sein oder im Rahmen einer Kolumne stattfinden - in einer Vorstellung oder einem Produkttest hat das Ausloten dieser Aspekte meiner Meinung nach herzlich wenig zu suchen - sieht man mal von groben Ausreißern wie beispielsweise der berühmt-berüchtigten "No Russian"-Mission ab, die auch im Rahmen des Tests durchaus Erwähnung finden dürfen und sollen.

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EllaPropella 06.09.2011, 17:30
106.

Zitat von MashMashMusic
Und: selbstverständlich gehören Details zu einem Computerspieltest dazu. "Gamestar", "PC Player" und wie sie alle heißen und hießen, sind Fachmagazine. Ich erwarte in der "Bike" auch kein pseudo-philosophisches Geschwätz über den angeblichen küstlerischen Wert eines Velos, sondern verdammt noch mal Fakten, hier geht's um Kaufentscheidungen.
Ein Fahrrad soll fahren, ein Spiel soll fordern und/oder unterhalten. Ein Spiel gehört eher in die Kategorie Literatur/Film/Musik. Bei Buchbesprechungen geht es selten um künstlerisches Geschwätz, sondern darum, ob die Charaktere gut gezeichnet sind, ob der Plot Sinn macht, wie spannend es ist etc. und nicht darum wie das Buchcover aussieht oder ob einem das Layout oder die Schriftart gefällt.

Natürlich gehören Fakten in einen Spielbericht, aber warum werden mir die dann wichtigsten Fakten vorenthalten wie z.B. handelt es sich um eine völlig verbuggte Alphaversion die der Publisher noch vor Weihnachten aus dem Studio geprügelt hat oder ist es spielbar? Warum sollte ich etwas auf die Meinung eines Redakteurs geben, der nicht unabhängig berichten kann?

Eye-Candy, sinnvolle Steuerung, sinvolle Auslastung meiner GraKa.. das alles sind Basics, die man eigentlich vorraussetzen würde. Bei einem Fahrradtest schreibt man auch nicht dazu, ob es nach links fährt wenn man den Lenker nach links dreht, oder ob das Fahrrad ohne Reifen daherkommt und diese erst im nächsten Monat nachgeschickt werden. Aber Games werden bejubelt, wenn sie halbwegs lauffähig aus der Presse kommen. Core-Gamer oder Fanboi, die Grenzen sind fließend. Im sonstigen leben ein halbwegs mündiger Verbraucher (wer kauft schon kaputte Fahrräder), als Gamer blind vor religiösem Eifer.

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Loosa 06.09.2011, 17:33
107. Interessantes Thema

Ich bin zwar mit Computerspielen aufgewachsen, beziehe seit vielen Jahren auch eines der erwähnten Magazine. Aber das Abo werde ich wohl bald auflösen, ich lese kaum noch die hälfte der Seiten... und das an einer Lokalität die dem Thema eigentlich unangemessen sein sollte. *hüstel*

Technische Auflistungen sprechen mich nicht an. Ebensowenig wie das reine nacherzählen der Spielhandlung, nahe am Spoiler.

Zitat von +.+
Selber Looser...
Hier fühle ich mich, verwunderlicherweise, angesprochen und bitte, wenn schon Englisch verwendet wird, dies korrekt zu differenzieren.
Es besteht doch ein deutlicher Unterschied zwischen "loser" und "looser" (beziehungsweise zwischen lose und loose). Sei es in Schreibweise, Aussprache, aber besonders eben in der Bedeutung. ;-)

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CharlieBrown8 06.09.2011, 17:39
108. Einseitiger Sucht-Begriff

Zitat von Shayman
Ihre Geschichte klingt ähnlich schrecklich wie die eines Crackabhängigen. Bis natürlich auf diese Details wie körperliche Abhängigkeit, Gesundheitschäden und Beschaffungskriminalität und natürlich dem Fakt das sie jederzeit hätten aufhören können. Ich finde den Begriff Coputerspielesucht schon an sich widerwärtig, das verunglimpft alle die wirklich von etwas abhämngig sind und schlimme Entzugserscheinungen erleiden, wenn sie es absetzen. Den eigenen Hintern nicht hochzubekommen weil man lieber Party macht, vor dem Rechner vergammelt und zockt oder sich anderweitig vor seinen Problemen Ablenkt, das hat nicht mit Sucht zu tun, sondern allerhöchstens mit einer Vogel Strauß Politik und sich seinen Konflikten nicht stellen zu können. Sicher andere nehmen dann Drogen, aber deswegen Computerspiele mit Drogen zu vergleichen? Beides sind doch nur Sympthome für die Krankheit.
Zu den moeglichen Kennzeichen einer Sucht gehoehren nach WHO-Definition nicht nur unerlaubter oder illegitmer Gebrauch von Suchtmitteln, sondern auch dysfunktionaler Gebrauch (liegt vor, wenn psychischen oder sozialen Anforderungen nicht mehr gerecht geworden werden kann) oder schädlicher Gebrauch (schädliche Folgen fuer Psyche und/oder Koerper). Wenn ein Gamer 12-16 Stunden am Tag spielt, nicht mehr regelmaessig isst, die Schule schwaenzt oder keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen kann, oder sich in finanzielle Schwierigkeiten bringt um der Sucht nachgehen zu koennen, dann liegt ein klarer dysfunktionaler Gebrauch vor. Und dass muss eben keine stoffliche legale oder illegale Droge sein, sondern kann sich genauso gut auf Spielautomaten, Glueckspiele, Computerspiele, Chatten, ja sogar Sex und co-abhaengige Beziehungen erstrecken. Und nein, ein derartig Abghaengiger kann eben nicht einfach jederzeit aufhoeren, sondern benoetigt professionelle Hilfe um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Ich gehe davon aus dass forist stephan3184 eine derartige Sucht durchlaufen hat, sie gluecklicherweise ueberwunden hat, und nun verstaendlicherweise (wie bei ehemaligen Alkoholikern und Glueckspielern) vollstaendig abstinent bleiben muss um ein gesundes Leben fuehren zu koennen. Dafuer beglueckwunesche ich ihn.

Natuerlich folgt daraus noch lange nicht, dass der Gebrauch von Alkholol, Glueckspielen oder Computerspielen prinzipiell zu verabschaeuen und dem Rest der Gesellschaft madig zu machen ist. Wer psychisch dazu in der Lage ist ein paar Glaesschen Wein zu geniessen, mit einem Lottoticket mitzufiebern oder mit einem Computerspiel Spass zu haben (und das ist die Mehrheit der Bevoelkerung), soll das natuerlich weiterhin tun.

Also an stephan3184 den Rat, bitte nicht aus eigener leidvoller Erfahrung anderen persoenliche Werte aufzuzwingen.

Und an Shayman den Rat, bitte etwas reflektierter mit den individuellen Erfahrungen anderer Menschen umzugehen.

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MashMashMusic 06.09.2011, 17:43
109.

Zitat von EllaPropella
Natürlich gehören Fakten in einen Spielbericht, aber warum werden mir die dann wichtigsten Fakten vorenthalten wie z.B. handelt es sich um eine völlig verbuggte Alphaversion die der Publisher noch vor Weihnachten aus dem Studio geprügelt hat oder ist es spielbar? Warum sollte ich etwas auf die Meinung eines Redakteurs geben, der nicht unabhängig berichten kann?
Naja, das liegt ja eher am Medium.
Ich kann mich an eine "PC Player" erinnern, da wurden Bug-Gurken beim Namen genannt wie der "Bundesliga Manager 97". Hat natürlich auch was mit Fachkompetenz zu tun.

Schauen Sie sich den "Silent Hunter V"-Test auf gamersglobal.de an und den in der Gamestar. Vor allem, wenn man den zurückgezogenen Originaltest sieht, der vorab online veröffentlicht wurde.

Das Problem ist nicht was Herr Schmidt hier anspricht. Das ist elitäres, pseudo-intellektuelles Geschwurbel, was keine Sau interessiert. Das Problem ist die Beliebigkeit der momentanen Spielepresse. Und wie Sie schon ansprechen: es gehört in die Berichterstattung, wenn irgendwas nicht spielbar ist.

Das sind die Fakten, von denen ich geredet habe. In einen Test gehört eine Bewertung der Spielmechanik und vor allem eine "Einnordung", eine Einordnung des Spiels in das, was schon da ist und wie es sich im Vergleich dazu schlägt. Dann kann man auch sich selber ein Bild davon machen.

Leider findet so etwas heute nicht mehr statt, und da liegt der Hund begraben.

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