Forum: Netzwelt
Von der Leyens "Agenda für Europa": Die nächste Uploadfilter-Debatte beginnt
Peter Gercke/ DPA

Ursula von der Leyen fordert ein Digitale-Dienste-Gesetz, es geht um strengere Haftungs- und Sicherheitsregeln für Plattformen. Zur Debatte steht damit ein Grundprinzip des Internets.

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draco2007 16.07.2019, 17:12
10.

Zitat von fluxus08
dass viele, die mit einer "Geiz-ist-geil-Mentalität" aufgewachsen sind, alle Internetinhalte gerne nach wie vor für lau bekommen wollen, wobei das Urheberrecht natürlich extrem störend ist, weswegen man jenes als "Meinungsfreiheit" umbenennt, damit es auch weiterhin unentgeldlich bleibt. Dabei steigt die Heuchellei zum Quadrat, umso weniger Anstrengung der - oder diejenige zu einem Produkt beigetragen hat, weil man sich bei den Urhebern mit beiden Händen voll bedient, ohne ihnen den gerechten Lohn zukommen zu lassen.
Oh man suchen sie sich einfach ein Forum unter den dutzenden Artikel 13 Berichten hier auf Spiegel raus und sie finden jede Menge Erklärungen, wieso die vorgeschlagenen Ideen NICHT funktionieren werden und nicht funktionieren können.

Ich bin es langsam leid.

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ÖstlichesMorgenrot 16.07.2019, 17:15
11. Mit nichten

Zitat von soulspider
Also, wenn Facebook, Youtube und andere Silicon-Valley-Firmen ein bisschen weniger verdienen, weil sie braune Hetze (Walter Lübcke!) oder Kinderpornografie rausfiltern müssen oder wenn sie nicht mehr Milliarden an zigfachen, schwer zu ahndenden Copyright-Verstößen verdienen, juckt mich das null. Und wenn es die viel beklagte Freiheit der Millenials raubt, einfach alles für lau aus dem Netz saugen zu können, ist das auch nicht das Ende des Internets oder "Zensur", sondern das Ende eines falschen Anspruchs-Denkens.
Der Politik geht es weder um den Schutz von Urheberrechten noch darum, wer sich wie bedient oder verdient, zumal man letzteres ja auch besteuert. Es geht darum, dass System des neuerlichen, durch das Internet geförderten Gedankenaustausches, bedingt durch hochladen, downloaden und verlinken, zu behindern, am besten lahm zu legen. Der Politik wäre es am liebsten, wenn Sie lgdl. brav ihre Steuererklärung mit Elster machen, online-Banking zum Nachvollziehen ihrer wirtschaftlicher Aktivitäten sowie E-Mails, zu zum Verständnis ihrer politischen und sonstigen Einstellungen nutzen. Dazu ab und zu mal bei den gefilterten, aufbereiteten Nachrichten der Plattformen von ARD und ZDF reinschauen und brav ihre Zwangsgebühr online entrichten. Mehr Internet braucht der Mensch nach Ansicht der meisten Politiker vermutlich nicht.

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Schöneberg 16.07.2019, 17:15
12. Europawahl absurd

Super wenn die Menschen sich vor der Wahl schlau machen, welche Partei mit welchem Spitzenkandidaten für welches Programm steht, um dann im Nachhinein festzustellen, dass das alles am Ende ganz anders aussieht. Dieses Postengeschacher wird stark zum Demokratieverständnis in der gesamten EU beitragen.
Wie wirksam diese Uploadfilter funktionieren sieht man schon bei Youtube. Nazis die ihre Botschaften nur kryptisch anwenden, indem sie etwa vom "großen Austausch" reden, bleiben unbehelligt. Leute die vor Nazis warnen und in ihren Videos Schlagwörter wie "Nazi" verwenden werden dann gesperrt.
Ich will gar nicht erst wissen, welche Beraterfirma von der Leyens Agenda geschrieben hat und wie teuer das ganze war.

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villazurfroehlichenkatze 16.07.2019, 17:20
13.

Zitat von fluxus08
dass viele, die mit einer "Geiz-ist-geil-Mentalität" aufgewachsen sind, alle Internetinhalte gerne nach wie vor für lau bekommen wollen, wobei das Urheberrecht natürlich extrem störend ist, weswegen man jenes als "Meinungsfreiheit" umbenennt, damit es auch weiterhin unentgeldlich bleibt. Dabei steigt die Heuchellei zum Quadrat, umso weniger Anstrengung der - oder diejenige zu einem Produkt beigetragen hat, weil man sich bei den Urhebern mit beiden Händen voll bedient, ohne ihnen den gerechten Lohn zukommen zu lassen.
was hat das mit der Kritik zu tun? Ich bin selber Urheberin, wie du ggf. auch, aber die Kritik gegen Uploadfilter hat damit kaum etwas zu tun, das wird nur gerne vorgeschoben.
Bei einem Uploadfilter müsste jedes Video bei YT vorab auf Zitate usw. geprüft werden, wobei YT, wie man z.B. an Hand der langen Querele rund um Kraftwerk/Sabrina Setlur sehen konnte, gar nicht in der Lage ist zu sagen, ab wann ein solches Video nun urheberrechtlich bedenklich wäre oder nicht.

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Johann Dumont 16.07.2019, 17:32
14. alles kein Problem - die Lösung kann man in China kaufen ! Ausgereift

Huawei, Xiaomi, Tenda, Cudy, Sailsky bieten nicht nur die geeignete Hardware an - auch die Software wird immer weiter verbessert - dazu stehen mehr als einen Milliarde Menschen zur Verfügung. Frau von der Leyen kann sich ja mit Herr XI Jinping austauschen - der kennt sich aus und hat praktische Erfahrung im Internetcontent - Winnie Pooh ist tot - China.

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flytogether 16.07.2019, 17:51
15. Das Grundprinzip

soll heißen, dass jeder jeden Mist hochladen kann und dann die Betroffenen in aussichtslosen Bemühungen gegen riesige Konzerne klagen sollen.
Mir wäre es recht wenn sich dieses Grundprinzip fundamental ändert.

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wiispieler 16.07.2019, 18:04
16.

Die EU wird langsam zu einem traurigen Witz.
Das wird eine schöne Zukunft für uns wenn erst eine sactige CO2 Steuer kommt und dann das Netz zensiert wird.
Man muss sich wohl langsam nach einer alternativen Heimat umgucken.

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rainer-rau 16.07.2019, 18:06
17. Bei dem Unheil,

das anonym im Internet angerichtet wird, bräuchte man eine zweifelsfreie Zuordnung der Nutzer und unmissverständliche Regeln, wie beispielsweise Autokennzeichen und StVO. Natürlich finden Kriminelle auch hier Auswege, aber es wäre eine Verbesserung. Strafandrohung nutzt bei unseren Gerichten wohl nicht sehr viel, auch dort gäbe es Verbesserungsbedarf.

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B.Buchholz 16.07.2019, 18:31
19.

Zitat von soulspider
Also, wenn Facebook, Youtube und andere Silicon-Valley-Firmen ein bisschen weniger verdienen, weil sie braune Hetze (Walter Lübcke!) oder Kinderpornografie rausfiltern müssen oder wenn sie nicht mehr Milliarden an zigfachen, schwer zu ahndenden Copyright-Verstößen verdienen, juckt mich das null. Und wenn es die viel beklagte Freiheit der Millenials raubt, einfach alles für lau aus dem Netz saugen zu können, ist das auch nicht das Ende des Internets oder "Zensur", sondern das Ende eines falschen Anspruchs-Denkens.
Als wenn es nur darum ginge. Schon jetzt sind die Plattformen hier von regelmäßigen Löschwellen vieler Kanäle betroffen, die zwar gegen kein einziges Gesetz verstoßen, aber mit einer schwammigen Hatespeech-Paralleljustiz bekämpft werden, weil sie politisch unerwünscht sind. Strauß, Wehner, Schmidt und viele andere Politiker würden heute für viele Statements ihre Seiten gelöscht bekommen.

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