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Von der Leyens "Agenda für Europa": Die nächste Uploadfilter-Debatte beginnt
Peter Gercke/ DPA

Ursula von der Leyen fordert ein Digitale-Dienste-Gesetz, es geht um strengere Haftungs- und Sicherheitsregeln für Plattformen. Zur Debatte steht damit ein Grundprinzip des Internets.

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rainer-rau 17.07.2019, 12:26
70. Leute wie ich

Zitat von draco2007
Sowas haben sie schon. Nennt sich IP-Adresse. Ihr ISP kann jederzeit ihre IP in ihre Anschrift auflösen. Damit sind sie im Internet deutlich einfacher zuzuordnen als im echten Leben. Sofern niemand ihren Ausweis in die Finger bekommt, können sie Straftaten begehen wie sie wollen, also Kleinigkeiten wie Hetze oder Beleidigung. Im echten Leben praktisch nicht zu verfolgen, wenn sie die Person nicht kennen oder einen Zeugen haben, der die Person kennt. Aber das Internet ist ja ein rechtsfreier Raum...denken zumindest Leute wie sie.
wollen sich auch nicht verstecken. Vielleicht sind auch all die Nachrichten, in denen beispielsweise "IP-Adresse konnte nicht ermittelt werden" vorkommt, Fake-News. Leute wie ich kritisieren Unwesen im Internet, beleidigen, betrügen oder schädigen auf andere Weise niemanden - sofern eine realistische Kritik nicht als Beleidigung missverstanden werden will.

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rainer-rau 17.07.2019, 12:33
71. Ich meine ganz einfach,

Zitat von mathmag
Genau, und wenn man die Anonymität endlich aufgehoben hat, dann ist auch so was wie einst die Weisse Rose in aktuellem technischen Gewand viel schneller zu finden. Oder wie meinen Sie das?
dass alles Schädigende im Internet strafrechtlich verfolgt werden müsste. An Einzelheiten und Wortspielereien halte ich mich nicht auf, Vorschläge und Meinungen können gerne diskutiert werden, die meisten Vergleiche hinken, es geht ums Ganze, nicht um einzelne persönliche Interessen.

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emil7685 17.07.2019, 14:19
72.

Zitat von rainer-rau
dass alles Schädigende im Internet strafrechtlich verfolgt werden müsste. An Einzelheiten und Wortspielereien halte ich mich nicht auf, Vorschläge und Meinungen können gerne diskutiert werden, die meisten Vergleiche hinken, es geht ums Ganze, nicht um einzelne persönliche Interessen.
Wenn Sie schon schreiben, dass es "ums Ganze" geht dann sollten Sie auch akzeptieren dass das Internet eine internationale und globale Sache ist. Was so viel bedeutet, dass es "dem Internet" vollkommen schnurzpiepegal ist, welchen völlig absurden Zensur-Unsinn irgendwelche völlig unbedarften EU-Politiker beschließen. Dann findet das Internet eben nur noch außerhalb der EU statt. Dem Internet ist es schließlich auch vollkommen egal, was in Nordkorea damit gemacht wird. Ebenso wird es auch der EU in Sachen Internetzensur ergehen. Wir werden dann schlicht abgekoppelt.

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draco2007 17.07.2019, 14:35
73.

Zitat von rainer-rau
Vielleicht sind auch all die Nachrichten, in denen beispielsweise "IP-Adresse konnte nicht ermittelt werden" vorkommt, Fake-News.
Nein sind sie nicht, das sage ich auch nicht. Diese Nachrichten sind ein Zeichen für die Unfähigkeit oder den Unwillen unserer Exektutive (Polizei) diese Verfolgung durchzuziehen.

Es gibt zwei Stellen an denen die IP Auflösung schiefgehen kann.
1. bei der "Plattform", also YouTube, weil diese die IP nicht speichern dürfen, aufgrund von Datenschutz.
2. Beim Provider, der die Auflösung Zeit+IP -> Name nicht speichert

Beides lässt sich lösen. Plattformbetreiber müssen auf Anfrage beim Login direkt die IP an die Polizei liefern und die ISPs müssen die IP-Aufösungen mind. 4 Wochen speichern. (keine Vorratsdatenspeicherung, da KEINE Verbindungsdaten gespeichert werden müssen. Nur "Wer hat wann welche IP")

Da müssen sie kein Urheberrecht anpacken, die Plattformbetreiber nicht dazu zwingen technisch nicht umsetzbare Filter zu entwickeln und auch keine Verschlüsselung verbieten...

Ich bin kein Jurist, aber ich denke da braucht es nichtmal konkrete Gesetzgebung dazu, die Gesetze sind da, sie werden nur nciht angewandt.

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Manitou-01@gmx.de 18.07.2019, 00:34
74.

Zitat von rainer-rau
das anonym im Internet angerichtet wird, bräuchte man eine zweifelsfreie Zuordnung der Nutzer und unmissverständliche Regeln, wie beispielsweise Autokennzeichen und StVO. Natürlich finden Kriminelle auch hier Auswege, aber es wäre eine Verbesserung. Strafandrohung nutzt bei unseren Gerichten wohl nicht sehr viel, auch dort gäbe es Verbesserungsbedarf.
Und wie soll man dann z.B. seinen Arbeitgeber kritisieren?
Klarnamen-Pflicht ist (Selbst-)Zensur, das Recht auf freie Meinungsäußerung muß mit dem Recht auf Anonymität (die maximal von Strafverfolgungsbehörden auf richterlichen Beschluß unterlaufbar sein dürfte).
Obwohl ich diesem Staat sehr kritisch gegenüber stehe, gibt es etliche GG-Artikel, die ich gegen sog. "Staatstreue" verteidigen muß.

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apfelmännchen 18.07.2019, 09:19
75.

Zitat von draco2007
Nein sind sie nicht, das sage ich auch nicht. Diese Nachrichten sind ein Zeichen für die Unfähigkeit oder den Unwillen unserer Exektutive (Polizei) diese Verfolgung durchzuziehen. Es gibt zwei Stellen an denen die IP Auflösung schiefgehen kann. 1. bei der "Plattform", also YouTube, weil diese die IP nicht speichern dürfen, aufgrund von Datenschutz. 2. Beim Provider, der die Auflösung Zeit+IP -> Name nicht speichert Beides lässt sich lösen. Plattformbetreiber müssen auf Anfrage beim Login direkt die IP an die Polizei liefern und die ISPs müssen die IP-Aufösungen mind. 4 Wochen speichern. (keine Vorratsdatenspeicherung, da KEINE Verbindungsdaten gespeichert werden müssen. Nur "Wer hat wann welche IP") Da müssen sie kein Urheberrecht anpacken, die Plattformbetreiber nicht dazu zwingen technisch nicht umsetzbare Filter zu entwickeln und auch keine Verschlüsselung verbieten... Ich bin kein Jurist, aber ich denke da braucht es nichtmal konkrete Gesetzgebung dazu, die Gesetze sind da, sie werden nur nciht angewandt.
Es ist extrem einfach, einen Proxy zur Verschleierung der Idendität einzusetzen, das führen ihnen ggf. 12 jährige Schüler vor. - zB. ist es im Browser Opera mit wenigen Mausklicks möglich, einen Proxy zu nutzen, Firefox bietet kostenlose PlugIns (TochVPN), wer ganz sicher gehen will, leitet den gesamten Datenverkehr über ein VPN, zB.mit Cyberghost oder Nord-VPN. (virtuelle Netzwerkkarte)

Die ISP wissen in diesem Fall eben nicht, wer wann was mit wem kommuniziert, auch wenn sie ALLE Daten monatelang speichern - sie sehen nur die verschlüsselte VPN-Verbindung zum Proxy. Sinnvollerweise wählt man für den Proxy ein Land, wo es keine VDS gibt. Dann laufen selbst Anfragen an den Proxy-Betreiber ins Leere.

Auch der Server, von dem die Daten kommen oder hingesendet werden, sieht nichts - es sei denn, man leistet sich grobe Schnitzer bei der Konfiguration des Browsers. (zB. aktives WebRTC)

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