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VR-Brille Oculus Rift: Gamer besorgt über Datenschutzregeln
AP AP

Noch haben erst wenige Spielefans die Oculus Rift in den Händen - doch die Datenbrille sorgt schon für Aufregung. Einige Nutzer befürchten, das Facebook-Gadget könne zu viele Daten abgreifen.

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el_zombo 04.04.2016, 12:55
1. Oh, was für eine Überraschung!

Natürlich sammelt Facebook alle Daten, die man sammeln kann. Damit verdienen die ja ihr Geld, deswegen haben die 2mrd. für das Crowdfunding-Projekt hingeblättert. Immerhin ist die Hardware und Software so offen, wie Hr. Palmer das versprochen hat. Ach ne, moment, ist sie nicht.
Immerhin ist das nette, teure Hardware, das Beste, was zur Zeit bezahlbar ist und technisch möglich. Fehlt nur noch 2000€ für einen PC, damit der Brechreiz ausbleibt und man es doch ein paar Minuten mit der gleichzeitigen Reizüberflutung und sensorischen Deprivation erträgt. VR ist immer fast da. Auch diesmal. Das ist bestimmt der Durchbruch. Da werden sich nicht nur Enthusiasten mit beschäftigen. Ganz bestimmt....

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tallinn1960 04.04.2016, 13:08
2. Wenig überraschend?

Das ein VR-Headset dazu verwendet wird, Daten über seine Nutzer zu sammeln, überrascht schon ein wenig.

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diskretes Kontinuum 04.04.2016, 13:11
3. Die Verharmlosung durch die üblichen Kollaborateure

Klar, dass SPON alles verharmlost und es auf einen "Fanboy-Krieg" reduziert. Denn wer sägt schon den Ast ab, auf dem man sitzt? Der freie Journalismus ist gestorben, stattdessen kollaborieren die Medien des ach so freien Westens fast flächendeckend mit den Stalkern, die jegliche Bewegung im Internet unter Umgehung jeder Gegenmaßnahme protokollieren und in einem vor der betreffenden und betroffenen Person geheimgehaltenen Profil kondensiert.

Was soll der Verweis auf Reddit? Das ist ein Kindergeburtstag, auf dem sich unwissende Leute gegenseitig Flöhe ins Ohr setzen, bis sie einer Art kollektiver Massenselbsthypnose an die eigenen Wahnvorstellungen glauben. Was dort diskutiert wird, ist so relevant, wie die Lautstärke des Rülpsers im Stammlokal.

Stattdessen hätte man einfach nur mit den Fakten arbeiten sollen. Unter anderem mit dem dezidierten Hinweis, dass die Daten, die Oculus automatisch sammelt, dazu dienen soll, personalisierte Werbung anbieten zu können! Bitte? Da zahlt wer 700€ und dann überrascht einen das Gerät mit der Horrornachricht, dass das im Grunde nur ein Trojaner ist, um an die eigenen Seh-, Konsum- und Bewegungsgewohnheiten (!) zu gelangen?

Sowas ist hier in Deutschland schlicht illegal!
Gegen diese Misere hilft nur eins: Personalisierte Werbung blocken! Wer auch nur indirekt mit dem Handel von illegalen Daten Profit erzielt, muss bestraft werden!

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NauMax 04.04.2016, 13:39
4. @1

Ich habe Oculus mehrfach ausprobiert unddas teilweise mit Spielen, bei denen man besser keine Höhenangst oder Angst vor hohen Geschwindigkeiten haben sollte. Einmal bekam ich ein flaues Gefühl im Magen, aber da habe ich mich in einer Kampfflugsimulation aus 5.000m mit einer alten Propellermaschine auf eine Gegnerstaffel gestürzt. Das fühlte sich dann doch ziemlich echt an...

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manfredkaese 04.04.2016, 13:41
5. Raucher zum Beispiel könnte man so prima erkennen..

und das wäre Krankenkassen unter Umständen viel geld wert. Oder wenn krankgemeldete morgens um vier noch spielen.. liesse sich verkaufen.

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qoderrat 04.04.2016, 13:56
6. VT werden real

Facebook und Datensammler-Konsorten schiessen sich in ihrer Gier gerade selber ihr Geschäftsmodell weg, ohne dies zu bemerken.

So wie die Werbeindustrie so lange genervt hat, bis sich Adblocker vom Nerd-Spielzeug in die Breite etabliert haben, werden sich in der Zukunft endbenutzertaugliche Sandbox- oder Virtualisierungslösungen durchsetzen. Jedes Datensammeltool wird sein eigenes Gefängnis mit beschränktem Systemzugang bekommen, am Ende bekommen die Sammler nur noch ein sehr begrenzt nutzbares Fragment des Benutzerprofils zu sehen.

Nicht schön und unnötig aufwendig, aber manchmal muss man halt sein Selbstverteidigungsrecht ausüben.

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scottbreed 04.04.2016, 14:08
7. aber

Ich finde das alle Produkte umsonst sein müßten weil man eben doch irgendwie in irgendeiner Form doch mit seinen Daten bezahlt... Warum sollte ich als Beispiel Geld für ein smartfon oder Laptop bezahlen wenn ich doch nochmal bezahlen muss... Da werde ich ja doppelt abgezockt.. Einmal mit Geld für den Kauf eines Produktes und dann nochmal mit meinen Daten bei der Nutzung des Produktes.. Da brauch man sich nicht wundern das viele Leute dann sich das Recht rausnehmen und alles kostenlos aus dem Netz saugen und sich ein Teil der Vergütung die man ja nie bekommt für das abschnüffeln der Daten... wiederholen.

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schumbitrus 04.04.2016, 14:10
8. Es fehlt die Diskussion um das Eigentum an den Daten!

Ich würde gerne mal einen offenen Diskurs, angestoßen von den den Mainstream-Medien, sehen, in dem es um das Eigentums- und (exklusive) Nutzungsrecht an modernen Geräten geht.

Denn fast schon mutet die Nutzung des Begriffes "Datenschutz" ein Kampfbegriff an - als ginge es um unrealistische Forderungen der Kunden nach antiquierten und realisitischerweise undurchsetzbaren und für Nutzer ökonomisch irrelevanten Rechten.

Faktisch geht es aber darum, denjenigen (den man früher KUNDEN nannte ..) zu entrechten und seines Daten-Eigentums zu berauben. AGBs wie diese von Oculus wollen fest schreiben, dass SIE das Recht hätten, den ökonomischen Nutzen aus dem Dateneigentum des Kunden FÜR SICH ZU BEANSPRUCHEN. Der Erzeuger der Daten wird direkt ausgesperrt - Interesse an den Daten hat er nur insoweit zu haben, wie ihm die Daten von den Unternehmen über Cloud-Dienste zurück geliefert werden. Hier entsteht eine neue Filter-Bubble - diesmal aber sogar an den eigenen Daten!

Als Kapitalist und starker Befürworter der Marktwirtschaft reibt sich der westliche Kunde dann aber verdutzt die Augen: Warum wird kein Gegenwert dafür angeboten, dass er sein Daten-Eigentum zur Verfügung stellt?!

MIT WELCHEM RECHT will ein Facebook bzw. Orculus mir meine Daten stehlen dürfen? - Die verkaufen einen Gegenstand und haben mit dem Kauf nur noch dann Zugriff auf das gerät zu haben, wenn der Kunde dies explizit erlaubt. Und jeder Datenabfluss hat kontrollierbar und ggf. auch abschaltbar zu sein - oder ist es in wirklichkeit gar nicht mein Gerät, für das ich Geld auf den Tisch gelegt habe?!

Das Thema unter "Datenschutz" zu diskutieren geht mir nicht weit genug, weil man die Frage beantworten muss, welches Eigentumsrecht der Besitzer eines Gerätes an der Verwertung seines Dateneigentums haben muss: Ich kann meine VR-Brille natürlich gegen Geld an Orculus vermieten, aber das werden sie nicht wollen - sie wollen die Daten nicht nur geschenkt haben, sondern durch die AGBs sogar einen Rechtsanspruch für sich definieren. Das ist aus meiner Sicht vollkommen SITTENWIDRIG, weil sie mir als Kunden dafür überhaupt keine Kompensation anbieten!

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schumbitrus 04.04.2016, 14:19
9.

Ich würde gerne mal einen offenen Diskurs sehen, angestoßen von den Mainstream-Medien (und nicht in Tech-Medien wie heise oder golem), in dem es um das Eigentums- und (exklusive) Nutzungsrecht an Geräten des Internet der Dinge geht - also Geräte, die wie diese VR-Brille, eng mit Diensten gekoppelt werden, bei denen der Kunde und sein Umfeld dann zum Produkt werden, indem man deren Daten-Eigentum auswertet und vermarktet.

Denn fast schon mutet die Nutzung des Begriffes "Datenschutz" ein Kampfbegriff an - als ginge es um unrealistische Forderungen der Kunden nach antiquierten und realisitischerweise undurchsetzbaren und für Nutzer ökonomisch irrelevanten Rechten.

Faktisch geht es aber darum, denjenigen (den man früher KUNDEN nannte ..) zu entrechten und seines Daten-Eigentums zu berauben. AGBs wie diese von Oculus wollen fest schreiben, dass SIE das Recht hätten, den ökonomischen Nutzen aus dem Dateneigentum des Kunden FÜR SICH ZU BEANSPRUCHEN. Der Erzeuger der Daten wird direkt ausgesperrt - Interesse an den Daten hat er nur insoweit zu haben, wie ihm die Daten von den Unternehmen über Cloud-Dienste zurück geliefert werden. Hier entsteht eine neue Filter-Bubble - diesmal aber sogar an den eigenen Daten!

Als Kapitalist und starker Befürworter der Marktwirtschaft reibt sich der westliche Kunde dann aber verdutzt die Augen: Warum wird kein Gegenwert dafür angeboten, dass er sein Daten-Eigentum zur Verfügung stellt?!

MIT WELCHEM RECHT will ein Facebook bzw. Orculus mir meine Daten stehlen dürfen? - Die verkaufen einen Gegenstand und haben mit dem Kauf nur noch dann Zugriff auf das gerät zu haben, wenn der Kunde dies explizit erlaubt. Und jeder Datenabfluss hat kontrollierbar und ggf. auch abschaltbar zu sein - oder ist es in wirklichkeit gar nicht mein Gerät, für das ich Geld auf den Tisch gelegt habe?!

Das Thema unter "Datenschutz" zu diskutieren geht mir nicht weit genug, weil man die Frage beantworten muss, welches Eigentumsrecht der Besitzer eines Gerätes an der Verwertung seines Dateneigentums haben muss: Ich kann meine VR-Brille natürlich gegen Geld an Orculus vermieten, aber das werden sie nicht wollen - sie wollen die Daten nicht nur geschenkt haben, sondern durch die AGBs sogar einen Rechtsanspruch für sich definieren. Das ist aus meiner Sicht vollkommen SITTENWIDRIG, weil sie mir als Kunden dafür überhaupt keine Kompensation anbieten!

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