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"WannaCry"-Angriff: Microsoft macht Regierungen Vorwürfe
B. TONGO/ EPA/ REX/ Shutterstock

Microsofts Rechtsvorstand hat der US-Regierung indirekt eine Mitschuld an der Cyberattacke vom Freitag gegeben. Der Angriff mit dem Erpressungstrojaner "WannaCry" sollte ein Weckruf sein.

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belustigter 15.05.2017, 11:14
80. Vor kurzem?

Zitat von jj2005
"Neu an dem Angriff von Freitag war, dass der Erpressungstrojaner selbstständig neue Computer infizierte, ohne dass ein Nutzer etwa auf einen präparierten Link klicken musste": interessant, da hat der zuständige Redakteur ja eine weltexklusive Entdeckung gemacht. Wahr ist allerdings, dass drive-by attacks existieren, u.a. weil Windows bis vor kurzem autorun von USB-Sticks als Standardeinstellung führte - was wirklich kriminell dämlich ist.
Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann Win das letzte Mal eine Exe von einem Datenträger ohne Dialog gestartet hat. Es ist auf jeden Fall Jahre her. Oder meinen Sie das Mounten des Datenträgers?

Ja, drive-by-attacks sind an sich nichts Neues. Der zuständige Redakteur hat dennoch Recht. Es ist, auch meines Wissens nach, die erste Ransomware, die sich durch eine Sicherheitslücke verbreitet hat, die nicht vorm Rechner saß (d.h. eine Aktion des Nutzers benötigt, a.k.a. "Klick mich an!"). Wobei, genau genommen liegt es doch am updateunwilligen Nutzer...

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Sonnenschein11 15.05.2017, 11:16
81. Ich gebe ebenfalls Regierungen, Behörden und Firmen die Schuld

Weil sie immer noch, obwohl sie es besserer wissen müssten, auf Microsoft Produkte setzen und nicht auf UNIX. Was um Welten besser geeignet ist als dieses Windows. Wer nicht hören möchte, muss eben fühlen. Mein Mitleid hält sich mächtig in Grenzen.

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vandenplas 15.05.2017, 11:16
82. erstaunliche Nachlässigkeit

Bei all dem Aufwand der sonst so für Sicherheit betrieben wird, erstaunt die Nachlässigkeit mit der Hard- und Software in Wirtschaft, Regierung und Behörden eingesetzt wird. Microsoft mag ja die eigene US-Regierung verantwortlich machen, dennoch zeigt doch genau WannaCry deutlich, dass Windows, vordergründig ein beliebtes und daher weitverbreitetes Betriebssystem, auf Druck der US-Regierung zu einem Trojaner erweitert wurde der potenziell die Infiltration-, Ausspionierung- und Sabotage von sensiblen Computersystemen ermöglicht. Und diesem, durch eine ausländische Macht gesponserten, Angriff auf Staat und Wirtschaft will man eine Produktehaftpflicht entgegensetzen? Das verhindert doch gar nichts! Im besten Fall kann man nach dem Fakt auf Nachbesserung und finanzielle Entschädigung bestehen.
Angesichts der Tatsache, dass es mittlerweile offene Alternativen wie FreeBSD, Linux, ReactOS etc... gibt, stellt sich die Frage warum nicht eine dieser Plattformen geforkt und als Grundlage für ein künftiges "Regierungs-
und Behördenbetriebssystem" hergenommen wird? Wobei die Regierung eine Kontroll- und Zertifizierungsstelle betreiben sollte um zu verhindern, dass potenziell gefährlicher oder unsicherer Code Einlass findet.
Dasselbe gilt auch betreffend CPUs: Warum lizenziert die Regierung nicht die ARM Architektur (oder meinetwegen so wie die Chinesen AMD's ZEN Architektur) und lässt - idealerweise in eigenen Fabs - CPUs bauen die sicher sind?

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akerensky 15.05.2017, 11:18
83. Re: lol

Zitat von erzengel1987
Windows ist anfälliger als Linux, weil wesentlich mehr Menschen Windows nutzen als Linux.
Das ist falsch. Das meistgenutzte Betriebssystem der Welt ist Android - welches einen Linux Kernel nutzt.

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Politikernachwuchs 15.05.2017, 11:18
84. Schaden

Will ich im Internet Schaden anrichten, dann nehme ich mir Windows vor. Fast jeder Recner hat nach meiner Meinung Windows. Wieso soll ich da das Betriebssystem "Meierschulze") angreifen, wenn dies niur auf 2 PCs ist? Wo ist da mein "Erfolg"?? Auch Antivirenprogramme können erst nach dem Auftauchen wirksam werden, da man sie vorher nicht kennt.

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Leser_01 15.05.2017, 11:19
85.

Das Problem der Bugs bzw. Lücken basiert auf einem Dilemma: Die NSA erzwingt von Microsoft, dass ihr Backdoors zur Verfügung gestellt werden, und diese Backdoors werden dann von Hackern exploited. Sobald es bekannt wird, kommt ein "Sicherheitsupdate". Mit jedem Patch, mit dem ein Backdoor geschlossen wird, muss jedoch zugleich für die NSA ein neues aufgemacht werden und das Spiel geht wieder von vorne los. Weil Überwachung anscheinend wichtiger ist, als mögliche Kollateralschäden, gibt es insoweit keine Lösung!

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mcpoel 15.05.2017, 11:25
86. Produkthaftung per Gesetz...?

Soviel zur IT Kompetenz von Politikern: Wer haftet denn bei Quelloffener Software...? Oder anders: ein solches Gesetz würde jede Art quelloffener Programme oder Betriebssysteme auf's Abstellgleis schieben!

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rkinfo 15.05.2017, 11:27
87.

Microsoft hat doch Usern und Software Narrenfreiheit gegeben.
Andere OS vergeben strenge Rechte und grenzen die Möglichkeiten der Programme ein. Es gibt keinen Bedarf für Software frei die ganze Festplatte verschlüsseln zu dürfte oder gar 'Format c:' auszulösen. Ein OS des 21. Jahrhunderts muss das unterbinden - oder vom Markt gehen.

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louis-winthorpe 15.05.2017, 11:32
88. fantastisch

der Hersteller dieser latent angreifbaren Software macht den zur Nutzung Erpressten Vorwürfe und die ahnungslosen Politik schreit wieder nach Sicherheit und Strafen obwohl - in Beitrag 85 steht's bereits erwähnt, Windows vorsätzlich angreifbar IST!

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CyberCyberCyberCyber 15.05.2017, 11:33
89.

Zitat von Leser_01
Das Problem der Bugs bzw. Lücken basiert auf einem Dilemma: Die NSA erzwingt von Microsoft, dass ihr Backdoors zur Verfügung gestellt werden, und diese Backdoors werden dann von Hackern exploited. Sobald es bekannt wird, kommt ein "Sicherheitsupdate". Mit ......
Wow danke für diese tolle Analyse..........lol
Das heißt alle Bugs sind von der NSA erzwungen? Und microsoft mitarbeiter produzieren ansonsten 100% bugfreien code? wer häts gedacht

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