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Warnung vor Fake-Streamingdiensten: Nichts schauen, viel zahlen
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Sie heißen Woplay, Streamba oder Oneflix: Jenseits bekannter Dienste wie Netflix gibt es Dutzende Websites mit vermeintlich attraktiven Streaming-Angeboten. Von ihnen sollte man lieber die Finger lassen.

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skeptikerin007 02.04.2019, 18:46
1. Und wie soll ich reagieren?

Hätte nie so eine Seite angeklickt, für Streaming bin zu alt. Trotzdem bekomme ich reihenach Zahlungsaufforderung von der verschiedensten Dienste mit entsprechenden Mahnung. Ich leite sie weiter zur Polizei, aber nervlich sind sie. Warum gibt es keine Möglichkeit sie anzuzeigen?

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wüste 02.04.2019, 21:05
2. mmm

Zitat von skeptikerin007
Hätte nie so eine Seite angeklickt, für Streaming bin zu alt. Trotzdem bekomme ich reihenach Zahlungsaufforderung von der verschiedensten Dienste mit entsprechenden Mahnung. Ich leite sie weiter zur Polizei, aber nervlich sind sie. Warum gibt es keine Möglichkeit sie anzuzeigen?
Haben Sie Kinder oder sonst jemand der/die sich unter Ihrer Email da angemeldet haben könnte? Wenn Sie von den im Artikel genannten Seiten sprechen, kommen da wie beschrieben von alleine keine Rechnungen (ausser Sie meinen die in letzter Zeit vermehrt vorkommenden absoluten fake spam Mails die Bank, Amazon, iTunes, etc vortäuschen.)

Zum Thema, ich finde es recht gerissen, dass die dann schon an Schritt 2 denken - Panische suche im Internet nach dem Thema und ob man zahlen sollte - und dann dubiose Anwaltsvideos schalten. Darauf muss man erst mal kommen..Sozusagen eine Millenials-Falle. Naja wenn man jetzt sucht kommt SPON als erstes..

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Oliver Sprenger de Montes 02.04.2019, 23:49
3. Warum ...

... ignorieren Sie diesen Spam nicht einfach, anstatt sich nerven zu lassen? Alternativ legen Sie sich einfach eine neue Mailadresse zu.

Was ich in Ihrem Vortrag nicht so ganz verstehe: Ich bin für Streaming nicht zu alt (wie kann man da zu alt sein? Ist ne weitere Frage), bekomme aber trotz seit Jahren unveränderter Mailadressen nie derartigen Mist zugesendet. Kann das vielleicht doch daran liegen, daß Sie alles anklicken, was bei "3" nicht auf dem Baum ist? Von nix kommt nix. Auch nicht im Netz.

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subduction 03.04.2019, 01:21
4. Niemals Klarnamen

Die Regel Nummer eins im Netz: Niemals seinen echten Namen angeben, immer Pseudonyme. Instant Emailadresse benutzen. Keine Telefonnummer angeben und wenn doch, dann nur die von der anonymen Prepaid SIM vom letzten Urlaub. Am besten zusätzlich nur via VPN.
Dann klappts auch mit dem "Internet"
Viel Spass

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benhadschiomar 03.04.2019, 01:43
5. So ganz kann das nicht stimmen:

"Wenn Sie eine Rechnung erhalten haben und keine Leistung erbracht wurde, müssen Sie die Rechnung über ein vermeintliches Jahresabonnement keinesfalls zahlen". Bei einer Versicherung muss ich auch im voraus zahlen, ohne schon eine Leistung erhalten zu haben. Kein Vertrag beginnt ohne Zahlungseingang. Ohne Zahlung kein Download. Ist doch nachvollziehbar?

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aequidens_pulcher 03.04.2019, 06:59
6. @skeptikerin007

Mit der Anzeige, die Sie bei der Polizei gemacht haben, sich bei entsprechenden Stellen, oder einem Anwalt beraten lassen, und gegebenenfalls über diesen ein Verfahren einleiten. Es gibt in unserem Land genügend seriöse! Hilfsangebote und Beratungsstellen.

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shakes.beer 03.04.2019, 08:56
7. @benhadschiomar

Der Vergleich mit der Versicherung hinkt. Zum einen sind die 5 Tage Abo Teil des Angebotes und somit des Vertrags. Außerdem tritt die Deckung einer Versicherung in Kraft, in dem Moment in dem ich sie abschließe oder definiert am nächsten Tag. Die Rechnung bekomme ich - zumindest bei reellen Unternehmen - später.

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maxmarius 03.04.2019, 10:38
8.

Zitat von aequidens_pulcher
Mit der Anzeige, die Sie bei der Polizei gemacht haben, sich bei entsprechenden Stellen, oder einem Anwalt beraten lassen, und gegebenenfalls über diesen ein Verfahren einleiten. Es gibt in unserem Land genügend seriöse! Hilfsangebote und Beratungsstellen.
Dann nennen Sie doch einfach mal konkret ein solches seriöses Hilfsangebot, Anwälte sind durch die Einschränkung "Seriös" ausgeschlossen.

Die Anwälte sind in diesen Fällen Teil des Problems und damit einer der Gründe, warum nichts wirklich hilfreiches gegen diese Masche unternommen wird. Meist steckt sogar mindestens ein Anwalt mit dahinter.

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metastabil 03.04.2019, 10:58
9.

Zitat von benhadschiomar
"Wenn Sie eine Rechnung erhalten haben und keine Leistung erbracht wurde, müssen Sie die Rechnung über ein vermeintliches Jahresabonnement keinesfalls zahlen". Bei einer Versicherung muss ich auch im voraus zahlen, ohne schon eine Leistung erhalten zu haben. Kein Vertrag beginnt ohne Zahlungseingang. Ohne Zahlung kein Download. Ist doch nachvollziehbar?
So ein Quatsch. Der Beginn eines Vertrags ist vom Zahlungseingang unabhängig. Mein erstes Arbeitsgehalt erhielt ich nicht direkt mit der Vertragsunterzeichnung, sondern erst am Monatsende. Dennoch haben weder ich noch mein Arbeitgeber an der Gültigkeit des Vertrags gezweifelt. Genauso habe ich die Erweiterung meines Führerscheins vor einigen Jahren auch nicht im Voraus bezahlt, sondern immer im Nachhinein auf Rechnung - trotzdem haben weder Fahrschule noch ich bezweifelt, einen gültigen Vertrag zu haben. Bei medizinischen Behandlungen wird ebenfalls meist erst behandelt, und diese dann später mit der Krankenkasse abgerechnet bzw. eine Rechnung gestellt. Dennoch zweifelt auch hier praktisch niemand daran, dass ein Behandlungsvertrag zustande gekommen ist.
Relevant für den Beginn eines Vertrags ist nicht der Zahlungseingang oder irgendeine anders geartete Leistungserbringung, relevant ist der gegenseitige Wille zum Vertragsschluss.

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