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Weltweiter Cyberangriff: Ums Lösegeld kann es nicht gehen
AFP

Wieder hat Erpressersoftware weltweit Computer lahmgelegt. Hauptziel der Angreifer: die Ukraine. Experten haben eine Vermutung, was dahinter stecken könnte.

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Mehr Demokratie wagen 28.06.2017, 17:20
1. wenn man aus diesen Cyberangriffen was lernen kann

wenn man aus diesen Cyberangriffen was lernen kann, dann eins: es gibt keine 100 Prozent sichere Computersysteme. Und wenn man das akzeptiert hat das Auswirkungen in viele andere Bereiche. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis solche Hacker auch mal die Steuerung eines Atomkraftwerks übernehmen. Und dann. Eine Konsequenz ist zwingend: keine Atomkraftwerke mehr.

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Bernd.Brincken 28.06.2017, 17:27
2. Politisch motiviert

Klar könnte der Angriff politisch motiviert sein.
Inklusive der Möglichkeit, damit einem bestimmten politischen Gegner die vermeintlich naheliegende Motivation in die Schuhe zu schieben.

Wer auf jeden Fall profitiert, ist die internationale Szene von IT-Sicherheits-Experten in Privatwirtschaft und Behörden.

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alex2k 28.06.2017, 17:32
3. Ach,

wie schön es doch ist, sich bishen mit der Materie auszukennen :) Ich würde sagen, dass mein Rechner am unwahrscheinlichsten befallen werden kann, aber alles ist möglich :) Ich bin grad in der Ukraine, meine Tante hat mich vor einigen Stunden angerufen und meinte, dass ich mein PC nicht einschalten soll, da was in den Nachrichten gezeigt wurde, dass die Rechner dann nicht mehr "funktionieren" - näheres konnte sie mir natürlich nicht sagen :) Nachteil - dass man ständig von überall angesprochen wird, ob man mal hier und da nicht was einstellen / fixen kann :( "I'm a programmer, I write code. I will NOT fix your computer!"

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spon-facebook-10000124697 28.06.2017, 17:41
4. Nur für Windows gefährlich

Sie haben vergessen zu schreiben, dass das nur für Windows Betrieb System gefährlich ist.

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vantast64 28.06.2017, 17:57
5. Bürosoftware: Mich erinnert das an eine Bürosoftware aus der Schweiz vor 40 Jahren,

die sehr gut war und in vielen Behörden und Polizeien eingesetzt wurde.
Man erzählte, daß die CIA diese Firma ruinierte und aufkaufte, die Software mit
Schadprogrammen ausstattete und das Produkt weiterverkaufte in alle Länder
und damit Zugriff hatte auf deren Systeme. Ein genial teuflischer Plan, inzwischen
sind die Gangster schon weiter...

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Die Happy 28.06.2017, 18:00
6.

Zitat von alex300
Nämlich, haben die Ukrainer eine Eigenentwicklung für Buchhaltungssoftware eingesetzt - M.E.Doc - nachdem die erprobten russischen Programme unter "Sanktionen" gefallen sind. Dieses M.E.Doc hat allerdings dutzende Sicherheitslücken und war mit Win32/Diskcoder.C Trojan (Petya.C) verseucht. Vermutlich schon im Auslieferungszustand. Alle ukrainischen Rechner, die M.E.Doc benutzten war sofort fällig. Einmal im Netz, hat Petya.C auch andere ähnliche Systeme infiziert, wo der Exploit EternalBlue (eigentlich bekannt seit dem 12. Mai) noch nicht geschlossen war - also, keine Windows-Updates installiert. Windows auf der Ukraine sind so wie so fast alle illegale Kopien, bekommen also keine Updates von Microsoft. Somit war die Ukraine das leichteste Spiel für den Virus.
Jetzt ist die Ukraine also selber Schuld, dass sie so ständig dass man die Uhr danach stellen kann,
auf allen nur erdenklichen Wegen angegriffen wird.
Schon seltsam, wer könnte denn nur etwas gegen die Ukraine haben?! Mir fällt spontan keiner ein. Auf ihre Russland immer und überall verteidigenden Kommentare, kann zumindest ich mich stets verlasen.

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gersois 28.06.2017, 18:11
7.

Wann hört man endlich auf, jeden Rechner ins externe Netz zu hängen? Wann lernen Unternehmen endlich, dass Windows-PCs nicht die richtige Basis für kommerzielle und technisch-wissenschaftliche Anwendungen sind? Und wann begreifen Unternehmen, dass Clouds kein adäquater Ersatz für eigene Serversysteme sind? Je weiter ich mich im Internet öffne und mich auf andere Dienste verlasse, umso angreifbarer bin ich. Sicherheit ist nun mal teuer und aufwendig.

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HaPee 28.06.2017, 18:16
8. Diesmal etwas seltsames Geschehen??

dass es die Russen offenbar nicht waren,weil selbst betroffen, obwohl man ihnen ja derzeit gern alles Schlechte ohne Beweise zutraut, muss keinen Freudentanz auslösen. Vielleicht haben sich die Ukrainer das faule Ei ja tatsächlich selbst ins Nest gelegt via selbstgestrickter Software + Windows Raubkopien ohne Updates als Folge. Aber auch das muss es nicht sein. Geld spielt offenbar auch keine Rolle. Ob ein intelligenter, aber stark gestörter Täter oder ein Täternetzwerk verantwortlich ist mit dem Ziel, nur Chaos zu inszenieren: Wir wissen es nicht. Wie bei einem organischen Körper, werden auch bei einer "Cyber-Pandemie" PCs oder ganze Netzwerke von Schadsoftware befallen, bevor Fachleute die Systematik einordnen und ggf. reagieren können. Die Täter sind offenbar immer einen Schritt voraus, das macht auch die Prophylaxe so schwierig. Die Rufe der (ratlosen) Politik nach mehr Ausgaben für IT-Sicherheit in den Firmen ist nur ein Notschrei der Ablenkung. Ungefähr so, als würde bei einer schweren Magen- und Darmgrippe-Epidemie geraten, sich zum Schutz gesund zu ernähren. Na, Mahlzeit. Aber im Ernst: Es bleibt bedrückend. Für interessante Darstellung des Problems auch mal hier klicken:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/not-petya-ein-neue-schadsoftware-befaellt-unternehmen-weltweit-und-jetzt-ld.1303222?mktcid=nled&mktcval=105_2017-6-28

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nadannprost 28.06.2017, 18:18
9. Das war ja noch gar nichts!

Bei einem richtigen Angriff werden die Großtransformatoren zum Durchbrennen gebracht ( gesichert? - überhaupt nicht! SPS Steuerungen Marke uralt). Da es nicht mal eine Hand voll Firmen auf der Welt gibt, die solche Dinger herstellen können ( 1 Trafo ca. 1/2 Jahr!) kann sich jeder ausmalen, was das bedeutet???!!
Aber immer weiter so, wird schon nicht passieren. Hauptsache die Krümmung der Banane stimmt.

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