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Wettbewerb: Hobby-Drohnisten zielen auf Menschen
Stefan Hrabar

Eine Drohne hat bei einem Wettbewerb in Australien selbstständig eine Menschenpuppe im Gelände aufgespürt. Der Abwurf einer Wasserflasche ging allerdings daneben.

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uwevb 08.10.2012, 16:43
1. Uav

steht für "Unmanned Aerial Vehicle".
Drohnen sind im Sprachgebrauch der unbemannten Fliegerei immer unbemannt. Eine unbemannte Drohne ist also ein weißer Schimmel.
Hier wird also spielerisch die Soft- und Hardware entwickelt, um später Terroristen automatisch aufspüren und bekämpfen zu können (Erkennen und Abwerfen)

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Dubbel 08.10.2012, 16:53
2. Ironietag vergessen?

Zitat von uwevb
Hier wird also spielerisch die Soft- und Hardware entwickelt, um später Terroristen automatisch aufspüren und bekämpfen zu können (Erkennen und Abwerfen)
Ich hoffe, du meinst das ironisch.
Das gerade das US-Militär braucht dafür doch keine Hobby-Programmierer aus Australien. Die sind schon viel weiter.

Ich denke gerade für dünn besiedelte Länder, in denen oft Abenteuertouristen o.ä. verloren gehen, sind Drohnen zum aufspüren von Vermissten und dem leisten "erster Hilfe" (Wasserflasche) eine große Chance.
Vorurteile wie "Drohnen = töten oder überwachen = böse" sind kontraproduktiv. Es kommt auf den spezifischen Einsatzzweck an. Und das sagte ich als jemand, der gegen die Vorratsdatenspeicherung und INDECT protestiert.
Aber SPON wollte natürlich mit einer Überschrift wie "Hobby-Drohnisten zielen auf Menschen" genau diese Reaktion erzeugen...

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ramalamadingdong 08.10.2012, 16:55
3. Klasse Leistung

In ein paar Jahren können wir das Töten potenzieller Terroristen automatisieren und so noch Personalkosten sparen. Die können echt stolz auf sich sein. Gut das die Guten die Technik entwckeln bevor die Bösen es tun.

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Gallandor 08.10.2012, 17:25
4. Erst lesen, dann antworten!

Wieder 2 Leute hier, die nicht verstehen, dass die Aufgabenstellung dieser Challenge dem einer Such und Rettungsmission entspricht.

Aber um das zu verstehen muss man wohl erst am eigenen Leib erfahren im australischen Outback verloren zu gehen, um dann von einer Drohne gefunden und mit Wasser versorgt zu werden.

Die Technophobie einiger Menschen ist völlig absurd. Technologie ansich ist weder gut noch böse, nur das was Menschen mit ihr anstellen ...
Und wie Dubbel schon schrieb: Das Militär braucht keine Hobby Bastler um eine Drohne zu bauen die Menschen töten kann. Das US Militär führt bereits jetzt einen Drohnenkrieg in Pakistan.

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malüberlegen 08.10.2012, 17:32
5. Herstellung der Waffengleichheit?

Wer sagt, dass es dem "Antiterrorkampf" dient? Das Siegerteam hat auf open source gesetzt, also möglicherweise auch auf Ingenieurstudenten, die genau der "Sache" dienen, welche die USA mit ihren Drohnen meint bekämpfen zu müssen. Man nehme als Beispiel nur den fleißigen, unauffälligen Studenten aus Hamburg, der eine Maschienen in´s WTC geflogen hat.
Könnte es daher nicht sein, dass diese "Spielerei" letztlich der Herstellung einer Waffengleichheit dient und sich demnächst die Antiterrorkämpfer der Konfrontation mit ihren eigenen Mittel ausgesetzt sehen (wenngleich auch mit weniger Hightech)...?
Das ist nur begrenzt ironisch gemeint. Ich halte diesen Wettbewerb für sehr makaber...
Ok, Drohnen zum Suchen von Verschütteten etc. mag ja ein hehres Ziel sein; aber warum sollen die Verschütteten mit "Wasserflaschen" (letztlich also wohl einer Bombenattrappe) beworfen werden? Und dort wo es wirklich so unzugänglich ist, dass bereits bemannte Suchtrupps (z.B. Helikopter) scheitern, wird´s wohl auch schwierig mit der Rettung....

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Lurker99 08.10.2012, 17:34
6. kein titel

Zitat von ramalamadingdong
In ein paar Jahren können wir das Töten potenzieller Terroristen automatisieren und so noch Personalkosten sparen. Die können echt stolz auf sich sein. Gut das die Guten die Technik entwckeln bevor die Bösen es tun.
Schon mal darueber nachgedacht, dass man damit missing persons auffinden kann? Eine naheliegende Anwendung in Australien, das flaechenmaessig 75% von Europa abdeckt, bei ca 5% der Population.

Es mag an der Zeit sein, mal ein wenig positiv in die Welt zu schauen und Leistungen anderer anzuerkennen und zu respektieren,

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Dubbel 08.10.2012, 20:16
7. Dubbel klärt auf

Zitat von malüberlegen
Ok, Drohnen zum Suchen von Verschütteten etc. mag ja ein hehres Ziel sein; aber warum sollen die Verschütteten mit "Wasserflaschen" (letztlich also wohl einer Bombenattrappe) beworfen werden? Und dort wo es wirklich so unzugänglich ist, dass bereits bemannte Suchtrupps (z.B. Helikopter) scheitern, wird´s wohl auch schwierig mit der Rettung....
Du beantwortest die Frage quasi schon selbst: Wenn bemannte Boden- oder Luft Suchtrupps vorerst nicht zu dem Vermissten können, dann muss man diesen bis zur Rettung am Leben halten. In der australischen Wüste hilft da nun mal am besten eine Flasche Wasser (vermutlich symbolisch für ein kleines Hilfspaket).

Wenn ein Terrorist jemanden umbringen will, dann findet er leider auch einen Weg. Und eine Hobbydrohne mit 1-2kg Ladung bringt den meisten Terroristen vermutlich wenig.

Militärische Drohnen sind außerdem eher die bevorzugte Waffe des Westens: In einer Demokratie ist Krieg zu führen schwierig, weil dieser Menschenleben und Geld kostet. Beide "Kostenpunkte" können durch den Einsatz von Drohnen reduziert werden.
Fundamentalistische Terroristen, die für "ihre Sache" sterben würden, bzw. sogar gezielt den Tod suchen, finden Drohnen vermutlich wegen der geringeren Effektivität und des größeren Aufwandes eher unattraktiv.

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emeticart 09.10.2012, 23:05
8. Irgendwie fast schon wieder lustig ...,

... da muss nur das Wort "Drohne" in einem Artikel auftauchen, schon fängt bei manchen Leuten sofort das Kopfkino an ...! Wasserflasche wird zur Bombenattrappe ...! Hmmm, wahrscheinlich war die Flasche, eine 1,5 l PET-Cola Flasche- ein ganz klares Indiz, dass das Projekt von der CIA finanziert wurde ...!;-) MfG

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whitemouse 09.10.2012, 07:54
9. Teils teils

Zitat von Gallandor
Die Technophobie einiger Menschen ist völlig absurd. Technologie ansich ist weder gut noch böse, nur das was Menschen mit ihr anstellen ...
Es gibt schon Technologien, bei denen das Gute allenfalls am Rande liegt.
Damit meine ich nicht diese Technik.
Aber bspw. Handfeuerwaffen sind direkt zum bösen Zweck konzipiert. Sport und Jagd liegen dabei nur nebenher.
Und bei Minen fällt mir nicht ein positiver Sidekick ein.

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