Forum: Netzwelt
WikiLeaks-Attacken: Der Stärkere legt nach

Die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten eskalieren. Das Netz erlebt eine Welle digitaler Selbstjustiz, die der Meinungsfreiheit schadet -*denn die Logik dahinter ist so simpel wie gefährlich: Wer die stärkste Technik hat, dominiert den Diskurs.

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aweibach 10.12.2010, 17:39
20. Hypothetisches Angriffsszenario auf EFF

Das Szenario eines Angriffs auf EFF finde ich nicht so richtig überzeugend. Möglich ist es natürlich, aber hier wird übersehen, dass obwohl es einige etwas priviligiertere Kanäle gibt sich prinzipiell jeder zu einem Sprecher für Anonymous aufschwingen kann. Entscheidend ist aber, ob die anderen dieser Stimme folgen.

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jaguaros 10.12.2010, 17:41
21. Wer hat nun angefangen???????

Mit Sicherheit die USA. Die koennen Kriege ohne Grund anfangen, sie duerfen zehntausende Menschen erschiessen, sie duerfen einfach alles ohne dass man sie bestrafen kann. Sie akzeptieren keine Gerichte die US Buerger oder Soldaten, sie sind korrupt, bestechen Regierungen, liefern ueberall Waffen und vieles mehr. Zudem sind sie falsch wie es im Buche steht. Alles was ich schreibe ist durch Presse belegt. Und dieser wird sich beschweren wenn man sie bestraft? Das ich nicht lache. Sie koennen Kriege anfangen, sie bringen Unheil aber koennen nichts richtig beenden. Einzige was sie koennen die Schuld ueber eigenes Diletantismus einem anderem in die Schuhe schieben; ohne Gerichtsverfahren u.s.w. Schon einem Unternehmen Befehle zu erteilen finde ich als Schweinerei. Ich bin wirklich nicht mehr der jungste aber die Rebellen haben meine Symphatie. Es ist nun an der Zeit dass man den grossen die Schranken zeigt - wie bei einem Bahnuebergang. Das der Redakteur es nicht genau so sieht ist bedenklich. Er hat total vergessen wer angefangen hat und auch vergessen wie ein Mensch sonst behandelt wird. Ich hoffe sehr dass sich einiges aendern wird und sie gezwungen werden sich anders zu verhalten - ich meine natuerlich die grossen und mechtigen. Zum Teufel mit ihnen.

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acepoint 10.12.2010, 17:42
22. Den schönsten Spruch ...

... habe ich gestern auf Twitter gelesen:

"Mastercard.com ist down. Tja, die Webseite entspricht wohl nicht den AGB des Internet." Danke @fischblog.

Damit kein Missverständnis entsteht: Ich heiße die DDOS-Attacken nicht für gut, kann den Unmut der User aber verstehen. Es gibt heute kaum noch Möglichkeiten, sich gegen den Schwachfug der etablierten Politik oder die Arroganz von Großkonzernen zu wehren.

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egils 10.12.2010, 17:42
23. Sorry...

...aber dieser Kommentar ist grundfalsch! leider scheint es sich zu zeigen das auch der Autor dieses Artikels die Netzwelt nicht verstanden hat.Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Selbstjustiz zu tun und hier die netzdemonstranten als "Kriminelle" darzustellen ist das gleuich wie es die landesregierung in BW mit den S21-Demonstartionen versucht hat.
Wenn Firmen die offensichtlich so falsch liegen und aus vorauseilendem Gehorsam gegenueber den USA ohne jurustishce Klaerung solche Schritte unternehmen, dann muessen sie auch den Protest dagegen aushalten!
Es ist das gleiche als wenn Demonstranten Schienen oder Flughaefen bblokieren...auch dabei wird sehr viel Geld vernichtet, und dass ist ja auch der legitime Grund einer Blockade...was hier geschieht ist quasi die Netz-Version einer Sitzblokade, nur dass die Politik nicht knueppeln und wegtragen lassen kann wie sie es so gerne tut!
Welche Form von Wirkungsvollem Protest unterhalb von physikalischer Gewaltanwendung bleibt den Buergern denn noch? ich sage "weiter so!"
Das ist "Ziviler Ungehorsam 2.0" :-)

Lieber Her Kommentar-Schreiber, ich repsektiere ihre Meinung auch wenn ich sie nicht teilen kann.

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HolgerS 10.12.2010, 17:43
24. Merke: Schlimm ist nur was die anderen machen

Zitat von sysop
Die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten eskalieren. Das Netz erlebt eine Welle digitaler Selbstjustiz, die der Meinungsfreiheit schadet -*denn die Logik dahinter ist so simpel wie gefährlich: Wer die stärkste Technik hat, dominiert den Diskurs.
Die Aufregung der Journalisten ist gerade zu kindlich: "Mamma, die haben uns das Schäufelchen geklaut"

Bisher ist es doch so: Die Journalisten sehen sich gerne als die "vierte Macht" oder als die Aufpasser der Demokratie. Nur wer beschützt uns vor den Journalisten? Diese, durch nichts demokratisch legitimierte Kaste schaffte es die Agenda im Land zu bestimmen ohne jemals für irgendetwas Verantwortung zu übernehmen. Sie können jede Diskussion im Kein ersticken, immer dagegen sein und morgen verdammen, was sie heute lieben - denn sie verstecken sich dahinter dass sie ja nur berichten - in Wirklichkeit machen sie Politik: massiv, nachhaltig und verantwortungslos. Aus den "Sturmgeschützen" der Demokratie werden ihre Totengräber. Und sie verdienen daran - wenn sie Skandale und Krisen herbeischreiben, genauso wie an der Berichterstattung über die Folgen.

Und nun kommt jemand der macht es genauso - versteckt, selbstherrlich und für sie nicht zu kontrollieren - das muss ihnen Angst machen. Für uns Bürger: alles wie gehabt.

Gruß
HolgerS

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wachholz.texte 10.12.2010, 17:44
25. Danke, Wikileaks

Zitat von DoubleU
Einfach Ausdruck von Wut über den Unrechtsstaat/Mechanismus der sich auf Wikileaks und Assange stürzt und nur allzu verständlich. Feuer muß mit Feuer bekämpft werden. Wer hier das Recht auf seiner Seite hat dürfte für freidenkdende Geister mit einer Vorstellung von eienr gerechteren Welt unweifelhaft sein. Die Interpretation/Schlußfolgerung von Spon bzw. des Artikels ist typisch systemkonform und kuschend - es wird schon alles gut werden, wenn man nichts tut bzw. auf den "Rechtsstaat" vertraut, gelle? Theorie aber keine Praxis.
Treffend. Kaum etwas hinzuzufügen. Außer, dass es schon seltsam anmutet, dass nun ausgerechnet auf SPON so gebarmt wird. Gerade der Spiegel macht sich doch dank Wikileaks hierzulande verdient um Aufklärung, Transparenz, Demokratie. Und würde doch auch nicht zögern, gegen eine Verfolgung, z.B. Verbannung von den Kiosken, anzukämpfen - nicht wahr?

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bnw 10.12.2010, 17:44
26. simple Logik???

[QUOTE=sysop;6772743]Die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten eskalieren. Das Netz erlebt eine Welle digitaler Selbstjustiz, die der Meinungsfreiheit schadet -*denn die Logik dahinter ist so simpel wie gefährlich: Wer die stärkste Technik hat, dominiert den Diskurs.

Mag ja sein, dass das eine simple Logik ist, aber immerhin hat sie sich erfahrungsgemäß seit Jahrtausenden in der Geschichte der Krieg-führenden Menschheit "bewährt": Wer die stärkeren Kanonen hat, wagt den ersten Schuss. Wenn es immer "Waffengleichheit" gäbe, wäre die Welt wohl friedlicher

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D50 10.12.2010, 17:45
27. Gelebte Demokratie

Für mich ist der Widerstand gegen die Staatszensur ein Ausdruck gelebter Demokratie. Pech für die Politiker, dass sie diesmal nicht wie üblich die unbeliebten Demonstranden einfach niederknüppeln können. Muss eine ganz neue Erfahrung sein.

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LDaniel 10.12.2010, 17:45
28. Tja

Zitat von DoubleU
Einfach Ausdruck von Wut über den Unrechtsstaat/Mechanismus der sich auf Wikileaks und Assange stürzt und nur allzu verständlich. Feuer muß mit Feuer bekämpft werden. Wer hier das Recht auf seiner Seite hat dürfte für freidenkdende Geister mit einer Vorstellung von eienr gerechteren Welt unweifelhaft sein. Die Interpretation/Schlußfolgerung von Spon bzw. des Artikels ist typisch systemkonform und kuschend - es wird schon alles gut werden, wenn man nichts tut bzw. auf den "Rechtsstaat" vertraut, gelle? Theorie aber keine Praxis.
Wenn Sie sich lieber der Güte von ein paar machtgeilen Hackern aussetzen als einer demokratischen Regierung. Bitte.

Und das Recht liegt beim Gesetz. Anders funktioniert niemals eine Demokratie oder Freiheit. Es muss immer verhindert werden, dass "das Recht des Stärkeren" über dem Gesetz steht. Aber wenn Sie auf die Verfassung und alles, was uns unsere Freiheit garantiert pfeifen...da werden noch einige böse auf die Nase fallen - so, oder so.

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Freifrau von Hase 10.12.2010, 17:45
29. Schilder hoch halten....

Schilder mit protestsprüchen hoch halten bringt eben nix, es muss gehandelt werden. Der Autor kritisiert die Wikileaksunterstützer (und wahrscheinlich auch noch die Atomkraftgegner und die Unterstützer von Stuttgart 21 usw.) weil sie mittlerweile HANDELN und nicht auf etwas warten, das doch nie kommt.

Hätten die Teilnehmer der Französischen Revolution auf etwas warten sollen, anstatt zu handeln? Die Veränderungen wären sicherlich irgendwann auch so gekommen...100 Jahre später, ganz toll. Wir wollen aber JETZT eine andere Welt und nicht erst in 100 Jahren. Wenn man also schon heute die Macht der Großkonzerne brechen kann, warum nicht?

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