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WikiLeaks-Enthüllungen: Vergessen Sie Gut gegen Böse
REUTERS

Böse Geheimdienste? Guter Trump? Brave Russen? Die neuesten WikiLeaks-Enthüllungen können verwirren, wahrscheinlich sollen sie das auch. Die zentrale Erkenntnis: Manchmal gibt es keine "Guten".

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CobCom 08.03.2017, 17:41
1. Kein schlechter Lobo.

Ein schöner Beitrag. Das alte Muster Gut/Böse bringt zwar Struktur in den Tag, besonders intelligent (zumindest auf Ebene der "Games of Thrones" betrachtet) waren derartige Annahmen noch nie. Ob nun dumm oder "nur" naiv, das sei dahingestellt. Politik muss auch so sein, sonst gerät man sehr schnell auf den Weg zur Hölle, der bekanntlich mit den guten Vorsätzen gepflastert ist. Moral und Sachzwang geraten immer irgendwann in den Konflikt.

Die Kunst ist, diesen auf der politischen Ebene im Prinzip immer fehlenden moralischen Kompass nicht oder zumindest nicht zu sehr in das eigene Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich zu übertragen. Denn das sprengt eine Gesellschaft.

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lex82 08.03.2017, 17:45
2. Verschwörungstheorien?

Der Grundaussage bzw. der Schlussfolgerung am Ende, stimmte ich ja zu, aber davor klingt schon manches nach Verschwörungstheorie. Die Pressemitteilung ist doch ziemlich harmlos. Wenn es eben so ist, dass sich die CIA bei Cyber-Angriffen als unter anderem russische Hackergruppe tarnen kann, weil sie über exakt die Werkzeuge verfügt, ist das doch gerade aktuell eine interessante Information. Dass Wikileaks das schreibt, um Trump irgendwie zu schützen, halte ich für reine Spekulation. Ebenso die Sache mit den 29 Minuten. "Das kann kein Zufall sein" ist doch die typische Argumentation von Verschörungstheoretikern.

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erik93_de 08.03.2017, 17:48
3. Ach Lobo...

...immer muß es ein Russe dahinterstecken, wenn unsere idel-demokraten wieder Schmutz an der Wäsche haben. Es wird langweilig. Hier gute Demokraten, da böse Trumps und Putins nutzt sich langsam ab...

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newline 08.03.2017, 17:57
4. Das es nicht nur

Weiß oder Schwarz, Gut oder Böse gibt, für diese Erkenntnis habe ich weder Wikileaks noch den zweifelhaften Herrn Assange gebraucht. Es gibt jede Menge Grau, und zwar mehr als 50 Variationen.
Ein Blick auf die reale Welt oder die Lektüre von Ambler, Greene, leCarre reicht völlig.

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th.schuler 08.03.2017, 17:59
5. Es gibt meh als schwarz-weiß

"Dass in einem Zweierkampf beide "die Bösen" sein können und nicht der eine gut wird, weil Beweise für die Schlechtigkeit des anderen auftauchen"
Wer das einmal verstanden und akzeptiert hat, der wird nicht mehr in Kategorien von "Wir Guten" und "Die Schlechten" denken.

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Actionscript 08.03.2017, 18:02
6. Der Zeitpunkt der Veröffentlichungen kann auch anders gedeutet werden.

Ich stimme voll zu, dass Assange ein Putin Troll ist, der auch DT wohl gesonnen ist. Denn gerade jetzt ist DT wieder in der Klemme. Er hat behauptet, dass sein Team während des Wahlkampfes abgehört wurde, und dies wurde laut DT von Obama angeordnet. Die CIA Veröffentlichungen kommen also zum richtigen Zeitpunkt, zu zeigen, was alles unter Obama getan wurde.

Assange hat sich jedoch vertan, denn die Veröffentlichungen haben soweit in den USA keinen besonderen Sturm ausgelöst, in CNN gerade mal eine Nachricht. Es scheint, als ob die Bevölkerung es schon immer gewusst hätte, dass die Geheimdienste alles wissen und können, so what? Seit Snowden ist dies nichts Ungewöhnliches mehr.

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haber100 08.03.2017, 18:09
7. Vielleicht...

... möchte Assange einfach nur nach Hause.

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allesamt 08.03.2017, 18:10
8. Wer ist gut, wer böse?

Ein bemerkenswerter Beitrag! Endlich einmal weg von der in deutschen Medien so belliebten Methode, die Welt einfach in Gut und Böse einzuteilen - so nach dem Motto: Wir die Guten, die anderen die Bösen. Speziell die Geheimdienste wollen nach Möglichkeit Alles und Jeden überprüfen, alles nur Erdenkliche wissen, Freunde wie Feinde werden/wurden abgehört. Und da war es auch bisher üblich, gewonnene Informationen nach poliitischer Einstellung zu veröffentlichen oder zu verheimlichen - oder Falschmeldungen/Halbwahrheiten über die Medien zu verbreiten.

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nounou 08.03.2017, 18:11
9. Grandios!

Eine Thematik, die immer wieder interessant ist und bleiben wird. Was mich immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit so wahnsinnig erschrocken auf die technischen Möglichkeiten, die, wer auch immer, doch jetzt mal wirklich genutzt oder eher benutzt werden, reagiert. Eine sehr gute Beobachtung mit philosophischen Ansätzen. Ausgezeichnet!

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