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WikiLeaks-Ermittlungen: Twitter muss Nutzerdaten herausgeben

Wer hat wann*von wo aus Twitter genutzt?*Solche Informationen muss Twitter dem US-Justizministerium in der WikiLeaks-Ermittlung aushändigen. Prominente Unterstützer der Enthüllungsplattform aus Island und den Niederlanden hatten dagegen geklagt, ein*Bundesrichter*lehnte ihren Antrag ab.

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alexbln 11.11.2011, 11:25
1. .

die amerikaner sind leider seit dem patriot act auf dem direkten weg in eine diktatru. das zeigt sich immer deutlicher.

die freiheitsstatue ist nur noch folklore

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snickerman 11.11.2011, 11:44
2. Verheerend!

So wie wir Europäer ein eigenes Satelliten-Navigationssystem brauchen, müssen wir auch unsere Kommunikation vor den Amerikanern blockieren- damit die sich wenigstens anstrengen müssen. Twitter hatte wenigstens noch die E*er, sich zu wehren, die anderen Dienste haben wahrscheinlich sofort klein beigegeben.
Schizophren- Vorne lobt der Präsident all die mutigen Blogger, Twitterer und Netz-Aktivisten, die gegen diktatorische Systeme anschreiben, aber bei den eigenen Schwinereien kommt sofort der ganz große Knüppel raus.

Was haben wir bislang noch alles NICHT erfahren, weil die Beteiligten nicht drüber sprechen DÜRFEN?
So wie bei einer Super-Injunction in GB...
(Dir wird verboten zu sagen, dass Dir verboten wurde, etwas zu sagen)

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Dschey 11.11.2011, 11:45
3. Wieso

auf dem Weg ?
Sie sind es schon, dazu kommt das Sie den Wirkungsbereich Ihrer Gesetze auf andere Länder ausdehnen wollen.

Selbst Töchter von US-Firmen die im Ausland sitzen und eigentlich nur dem .z.B. deutschen Recht unterliegen sind aus US-Sicht verpflichtet nach amerikanischen Gesetzen zu handeln.
Da sollten sich Firmen ganz genau überlegen welche Daten Sie solchen Niederlassungen anvertrauen wollen (Cloud).

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kdshp 11.11.2011, 12:13
4. Twitter nein Danke

Zitat von sysop
Wer hat wann*von wo aus Twitter genutzt?*Solche Informationen muss Twitter dem US-Justizministerium in der WikiLeaks-Ermittlung aushändigen. Prominente Unterstützer der Enthüllungsplattform aus Island und den Niederlanden hatten dagegen geklagt, ein*Bundesrichter*lehnte ihren Antrag ab.
Hallo,

ich habe mich direkt bei facebook abgemeldet und werde jetzt drauf achten das da wo ich mich anmelde keien USA im spiel ist. Je weniger die an daten bekommen desto besser also abmelden und gut ist also ein schritt der sicherlich sinnvoll ist.

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isp 11.11.2011, 12:21
5. Open US Daten

Zitat von sysop
Wer hat wann*von wo aus Twitter genutzt?*Solche Informationen muss Twitter dem US-Justizministerium in der WikiLeaks-Ermittlung aushändigen.
Es sollte uns klar sein, dass das nicht nur für Twitter, sondern für alle US-Unternehmen gilt.

Alle US-Unternehmen müssen auf Wunsch der US-Behörden alle Daten aller Nutzer (auch weltweit) herausgeben.
Das gilt auch für Daten in der cloud.
Da fallen einem schon ein paar Unternehmen ein, bei denen man sich bewusst sein muss, dass Daten dort für US-Behörden nicht privat sind.
Zuuum Beispiel ääh google .. facebook .. apple .. amazon ...

Aber dass von den USA aus auch Wirtschaftsspionage betrieben werden soll ist doch ein Gerücht, oder?

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Qual 11.11.2011, 13:04
6. Selbstbewusstsein entwickeln!

Ich glaube wir müssen überlegen ob wir international denn Patente für Dinge die weltweit erfolg haben so einfach anerkennen wollen. Hier das Bespiel Twitter. Wenn ja müssen wir Einfluss auf "unsere" Daten gewinnen.
Alternativ bestimmt immer die amerikanische Regierung.
Dem Bürger kann eine solche Verantwortung schon vom Größenverhältnis nicht zugemutet werden wie die Realität zeigt.

Eine Firma in einem Land nutzt die gesamte Welt als Spielplatz und dessen Regierung hat Vollzugriff - das nenn' ich Super-Gau, oder Imperialismus.

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Marginalius 11.11.2011, 13:40
7. egrehgstr

Die amerikanischen Geheimdienste, Militärs und Wirtschaftslenker freuen sich wahrscheinlich schon auf die bereits anvisierte Ausbreitung des Cloud-Computings. Dann kann man die Computer der Auszuspitzelnden doch schon viel leichter komplett auswerten, ohne umständlich so etwas wie einen Trojaner, eine Hausdurchsuchung oder Beschlagnahmung auf den Weg bringen zu müssen. Man geht dann einfach ins Behörden-eigene Büro im Gebäude der jeweiligen Server-Farm und sucht sich das raus, was man braucht. Das gabs alles schonmal. Die Staatssicherheit der DDR hatte auch feste Mitarbeiter und eigens eingerichtete Büros und festangestellte Mitarbeiter in jeder größeren Poststation. Die Amerikaner merken Ihr Ankommen in der Diktatur und dem absoluten Überwachungsstaat entweder garnicht oder erst wenn's zu spät ist. Das perfide ist ja, dass Staat, Wirtschaft und Finanzmafia in den USA aber auch bei uns, so ineinander verwoben sind, dass man überhaupt niemandem mehr trauen kann, den man nicht persönlich kennt. Über China, Russland oder den Iran braucht man sich in den USA, aber auch zunehmend bei uns, nicht mehr aufzuregen.

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svenni1064 11.11.2011, 14:59
8. .

Zitat von isp
Es sollte uns klar sein, dass das nicht nur für Twitter, sondern für US-Unternehmen gilt. Alle US-Unternehmen müssen auf Wunsch der US-Behörden Daten aller Nutzer (auch weltweit) herausgeben.... Aber dass von den USA aus auch Wirtschaftsspionage betrieben werden soll ist doch ein Gerücht, oder?
Leute - bitte lest den Text der Entscheidung, es ging in der Entscheidung nicht um die Sache, sondern um die Rechtmäßigkeit der Anordnung durch die Behörden an Twitter. Ein kleiner aber feiner Unterschied...

Im wesentlichen: Weil die Twitter-Nutzer den AGBs von Twitter zugestimmt hatten, können sie sich nicht dagegen wehren, wenn Twitter Daten weitergibt, dessen Rechtmäßigkeit (also die Weitergabe) festgestellt worden ist. Und nur diese Rechtmäßigkeit hat der Richter festgestellt. Das heißt also lediglich, dass die Anordnung zur Weitergabe rechtmäßig zustande kam und Twitter dem Folge zu leisten hat.

Der Richter schränkt sogar ein: Es gibt bis zum heutigen Tag keine Entscheidung des Supreme Courts, ob die Weitergabe der IP Adresse eines Nutzers (und nur um das geht es bei Twitter) gegen die Rechte des Einzelnen auf Unversehrtheit der Privatsphäre verstößt (das berühmte 4th Amendment). Soll heißen: wenn aber doch, wäre das Gesetz nicht mit der Verfassung der USA vereinbar.

Mit anderen Worten - das war eine Auftaktklage, in denen der Richter den Weg weist, was das eigentliche Problem ist: Hier klagen juristisch die Falschen das Falsche an. Besser wäre es gewesen. wenn nicht die Nutzer gegen die Weitergabe geklagt hätten, sondern Twitter beim Supreme Court gegen die Rechtmäßigkeit des Gesetzes, das der Anordnung zugrunde liegt.

Also - Kirche im Dorf lassen - in Deutschland haben wir genau das gleiche Problem. Heißt "Vorratsdatenspeicherung"

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kk.leo 12.11.2011, 02:05
9. Träume sind Schäume

Zitat von kdshp
Hallo, ich habe mich direkt bei facebook abgemeldet und werde jetzt drauf achten das da wo ich mich anmelde keien USA im spiel ist. Je weniger die an daten bekommen desto besser also abmelden und gut ist also ein schritt der sicherlich sinnvoll ist.
Junge, träume doch nicht. das bringt nichts, denn was meinst du, wo die Verbindungen durchgehen, wenn du mit deiner Nachbarin chattest? Das geht dann zuerst tausende Kilometer weit durch alle grossen Geheimdienste wie denen von USA, Israel, Frankreich, England, Deutschland und ein paar mehr. Bespitzelt kannst du sofort werden, nur schon, wenn du die Verbindung zu dieser Antwort herstellst. Wer meint, er ist ohne diese amerikanischen Unternehmen sicher, der ist ein Träumer!

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