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Windows-Betriebssystem: Amerikanische Steuerbehörde verpasst XP-Umzug
AP/dpa

Kurz vor dem "Tax Day" hat der IRS eine peinliche Panne eingeräumt. Die Steuerbehörde schafft nicht rechtzeitig den Umzug auf ein modernes Betriebssystem. Jetzt wird es teuer für die amerikanischen Steuerzahler.

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wauz 15.04.2014, 16:38
50. Quark!

Zitat von uli-schmitt
scheinen wie Netzhomöpathen. Xp war stabil und überschaubar. Warum soll ich einen neuen PC kaufen, wenn alles noch funktioniert? Meinen Beitrag zu 700 Tonnen Elektronikschrott leisten. Brave new world.....
Auf einen älteren Xp-Rechner, der unter win7 in die Knie gehen würde, passt allemal noch eine Linux-Distri. Für große Firmen wäre der Anpassungsaufwand überschaubar, da man praktisch alle Wartungsarbeiten von remote machen kann. Wobei sich der Umstieg auch dann lohnt, wenn man in neue Hardware investiert (was<keine blöde Idee ist). denn die Unixoide haben ein System, das lange fortschreibbar sein wird. Das heißt, echte Brüche wird es nicht geben.

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graf.koks 15.04.2014, 17:13
51. Keine Panik!

Ich verstehe die ganze Panik nicht!

Erstens ist XP nicht einfach tot, nur weil MS den Support enden ließ. Es werden nur keine neuen Updates mehr geliefert. Alles bisherige läuft aber immer noch, inkl. Firewall etc. Und es gibt schließlich andere Dienste, die sich auch weiterhin um die Sicherheit von XP-Besitzern kümmern. Und das zu fairen Preisen. Man hat also durchaus noch Zeit.

Zweitens ist das Umrüsten auf Windows8 in der Regel kein Problem, ausgenommen natürlich für Leute, die noch immer auf ihren 15jährigen Dampf-Computer schwören. Aber wer hat das überhaupt noch? Vielleicht 1500 Leute in ganz Deutschland?

Drittens ist das Umlernen auch für Laien einfach. Windows8 in der letzten Version ist sogar einfacher als Windows7 - und stabiler! Ein XP-Benutzer braucht vielleicht nur 1 Stunde, um die Unterschiede zu begreifen.

Meine Story:
Mein DELL-Rechner ist fast 7 Jahre alt und war seinerzeit in der Spitzenklasse. Ich fand nach einiger Suche per Google ein kleines Geschäft, das sich auf den Verkauf und die Umrüstung gebrauchter Computer spezialisiert hat. "Kein Problem" sagte der Mann, "eine neue Grafikkarte und mehr Memory werden´s richten". Die Umrüstung kostete ca. 250 Euro, inklusive Windows8, Security Suite und der neuesten Office-Software kostenlos (keine 30-Tage-Probeversionen, sondern die Pro-Versionen). Alle meine Programme und was-auch-immer wurden professionell in passende Folder abgelegt und die Einweisung dauerte etwa eine halbe Stunde. Ehrlicherweise muß ich sagen, daß es eigentlich drei Stunden waren, weil wir ständig von hereinkommenden Kunden unterbrochen wurden (dafür hatte er aber auch einen exzellenten Kaffee parat!). Nun habe ich einen vollkommen neuen Computer, der für die nächsten Jahre fertig ist. Und das für sehr viel weniger Geld, als ich befürchtet hatte.

Fazit:
Nicht in Panik geraten! Vermeidet Großanbieter wie "Biiligheim & Co." oder die Großanzeigen im Branchenbuch oder Internet, die mit Angeboten wie "wir reparieren alles - ab 49 Euro!" jeden Deppen ködern. Sucht nach den kleinen Einzelunternehmern, die täglich um ihre Reputation kämpfen müssen. Man ist erstaunt, wieviel Geld man letztlich sparen kann, ganz abgesehen von dem Wiederentdecken des uralten Geschäftsmodells eines Nachbarschafts-Ladens und eines Vertrauensverhältnisses zu einem Händler, der einen nicht mit Müllangeboten über den Tisch zieht.

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wauz 15.04.2014, 21:09
52. Keinen Schmarrn erzählen, genau!

Zitat von nico211
Der TOTALE Wechsel von einem Windows zum anderen.. ja, der ist bestimmt ganz furchtbar, viel schlimmer, als von einer Linux Version zur Anderen...Nee? Kein Unterschied? Das Ding ist also immer noch wie in den 80ern? Merkste selber, Nä? Über Jahrzehnte Fortführen? XP hatte Support von 2001 bis 2014, das waren 13 Jahre, das bekommst du auf KEINER!! Linux-Distri bei RedHat kommt man relativ nah ran, aber so lange Support ohne Distri-Update bekommst du nirgendwo. Also bitte informieren und keinen Unsinn erzählen. Und erzähl nicht, dass der Wechsel einfacher ist. Bei Windows kannst du per SCCM die Rechner in Enterprise Umgebungen praktisch per Knopfdruck hochziehen, also bitte... bleib am besten bei deiner Playstation..
Selbst wenn, ich einen Wechsel habe, muss ich bei Linux noch lange nicht alle Anwendungssoftware umstricken. Die wird vom Entwickler weitergeführt, wenn es Standard_Software ist, und man muss sie selbst fortführen (lassen) wenn es eigene Software ist. (Immer dran denken: Software auf Basis einer Lizenz wie GPL kann, muss aber nicht öffentlich sein)
Nebenbei: Auch in 13 Jahren XP gab es etliches zu schrauben, man denke an die Service-Packs...
Nebenbei: das Maß der Dinge bei Linux ist sowieso nicht RedHat, sondern Debian, weil es ein komplett freies Paket ist. Der Umzug von einer Stable-Version zur nächsten ist zwar nicht immer ohne jeden Aufwand zu machen, aber allemal einfach zu stemmen, als zwischen zwei Windows-Versionen. Bei Microsoft tut man gut daran, die ersten zwei Jahre die neuen Systeme andere ausprobieren zu lassen. Siehe auch win8. Läuft auch erst halbwegs erträglich als 8.1 und braucht noch ein paar Nachlieferungen, bis es wirklich (halbwegs) tauglich ist.

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wauz 15.04.2014, 22:05
53.

Zitat von graf.koks
(...) Aber wer hat das überhaupt noch? Vielleicht 1500 Leute in ganz Deutschland? ist das Umlernen auch für Laien einfach. Windows8 in der letzten Version ist sogar einfacher als Windows7 - und stabiler! Ein XP-Benutzer braucht vielleicht nur 1 Stunde, um die Unterschiede zu begreifen. Mein DELL-Rechner ist fast 7 Jahre alt und war seinerzeit in der Spitzenklasse. (...)Sucht nach den kleinen Einzelunternehmern, die täglich um ihre Reputation kämpfen müssen. Man ist erstaunt, wieviel Geld man letztlich sparen kann, ganz abgesehen von dem Wiederentdecken des uralten Geschäftsmodells eines Nachbarschafts-Ladens und eines Vertrauensverhältnisses zu einem Händler, der einen nicht mit Müllangeboten über den Tisch zieht.
Klingt ganz nett! Aber es gibt 'ne ganze Menge Leute, die auch vor 7 Jahren nicht die Kohle hatten, sich einen Top-Rechner zu kaufen. Da geht dann das Gefrickel los. Bei Firmen ist das nochmals komplizierter, denn da sind es weniger gute Kaufentscheidungen von damals. Allerdings sollte eine Firma nach 7 Jahren das Geld für aktuelle Hardware haben.
was die 15 Jahre alten Rechner betrifft: da sind in Privathänden noch erstaunlich viele im Gebrauch. Meist natürlich bei armen Mäusen, die sich neue Hardware definitiv nicht leisten können. Da fliegt meist im Container des Recyclinghof besseres Zeug 'rum. Leider darf man es nicht nehmen!. Und für diese Leute ist es dann Glücksache, ob ein Ubuntu noch läuft.
Denke mal, für Gewerbliche, die irgendwelche Bürosoftware von der Stange benutzen wollen, ist das Ganze kein Thema. Einfach neue Rechner kaufen mit der passenden Büro-Suite drauf. Fertig. Dann holt man die Daten vom Sicherungsserver/Festplatte und das Ganze ist weitgehend gegessen.
Wo ich enorme Probleme sehe, sind Arzt- und Tierarzt-Praxen, die derzeit von einigen Firmen fett zur Kasse gebeten werden. Wobei hier ja auch gilt: kein Internet, kein Problem. Schließlich kacken die Rechner ja nicht gleich ab, bloß weil keine Patches mehr kommen.
Meine persönlichen Erfahrungen mit einer "kleinen Firma an der Ecke" waren aber katastrophal. Der Rechner ist keine 2 Jahre alt geworden, dann war einmal Speicher hinüber und schließlich das Board platt. Ich weiß inzwischen auch, warum, weil ich nämlich beim Verhandeln über die Gewährleistung gesehen habe, wie dort mit der Hardware umgegangen wird.

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fraumüller 16.04.2014, 12:46
54.

Zitat von nico211
Wenn Linux so toll ist, ist es interessant, dass es auf Desktops von den meisten Leuten nicht mal für umsonst angenommen wird.
Also, Linux kann doch nun wirklich nix dafür, dass die Anwender so unbeweglich, uninteressiert und strunzdumm sind. Viele denken ja sogar noch, dass eine Neuinstallation des Betriebssystems etwas wahnsinning kompliziertes ist, ein Vorgang, den nur ausgewiesene Superprofis vollführen können. Deshalb wird ja auch so ein Wert auf nageneue Computer mit vorinstalliertem OS gelegt.
Ist natürlich totaler Quatsch, aber die mächtigen Absahner (M$, Äppel, Guugel) unternehmen auch nix in Punkto Aufklärung. Intelligente User sind das Letzte was die brauchen und wollen. Die wollen, dass wir kackedoof bleiben. Scheint ihnen ja auch zum Großteil zu gelingen.

Fakt ist, wer schon mal mit Windows (egal welches) oder MacOS (auch egal welches) gearbeitet hat, der wird sich unter Linux schnell zu Hause fühlen, und wesentlich schneller produktiv tätig sein. Tastatur zum Tippsen, Maus zum Klicken, Hirn zum Denken; mehr braucht es nicht.

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