Forum: Netzwelt
Wortstreit: Google verärgert Schwedens Sprachwächter
AFP

Wenn etwas nicht mit Google zu finden ist, dann ist es ungooglebar: Diesen Begriff setzte der schwedische Sprachrat auf eine Liste neuer Wörter. Dann mischte sich der Suchkonzern ein.

Seite 6 von 8
letzterversuch 27.03.2013, 10:54
50. .

Zitat von intoxic8ed
heißt es ge-deutscht eigentlich "googeln" oder "googlen"?
Ersteres.
Googeln oder googlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 27.03.2013, 11:01
51.

Zitat von userinlm
Ich habe gerade mal im Wörterbuch unter "Tempo" geschaut und da ist es nur als Abkürzung von "Tempotaschentüchern" angegeben aber die Firma "Tempo" wird nicht extra erwähnt. Dann sollte sich Google auch damit abfinden können. ;)
Der Fall wäre vergleichbar, wenn dort statt "Tempotaschentücher" nur "Taschentücher" stehen würde.

Googlen wird eben in Zusammenhang mit Google erwähnt und nicht mit anderen Suchmaschinen. Auf Bing google ich jedenfalls nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brucewillisdoesit 27.03.2013, 11:13
52.

Zitat von SieLebenWirSchlafen
Google ist eine Marionette der Geheimdienste (wie so viele große Portale) und jeder der Android/Chrome etc. und sonstige Google Dienste nutzt, bekommt das ausspionieren und die Gängelung doch eigentlich mit.
Genau und die Illuminaten haben sich mit den Bilderbergern verbündet um für Sauron die Welt zu unterjochen.
Ganz klar.
Google ist ein normales Wirtschaftsunternehmen.
I.a. dürfte Google auch kaum Daten über Individuen haben, die für Geheimdienste wirklich brauchbar sind (es sei denn sie haben einen Google mail account und nutzen diesen auch noch zum mailen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 27.03.2013, 11:13
53.

Zitat von TomRohwer
Wenn ein Begriff Allgemeingültigkeit erlangt hat, ist er nicht mehr als Marke schützbar. Insofern darf bezweifelt werden, daß im Deutschen z.B. "googlen" bzw. "googeln" überhaupt noch markenrechtlichen Schutz genießt - es ist schlicht ein allgemeiner Begriff für das Benutzen einer Internet-Suchmaschine, so wie "Fön" für den Haartrockner.
Nein, wenn man anderen Suchmaschinen nutzt, heißt es schlicht "suchen". Ich hab noch nie gehört, dass jemand bei Bing etwas gegoogelt hat. Bei Bing sucht man einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 27.03.2013, 11:14
54.

Zitat von ml133
Wenn man den Einfluß des Englischen beklagen möchte, sollte man nicht ausgerechnet solch falsche Übersetzungen verwenden. Ansonsten stimmt's natürlich. ;-)
Wenn jemand einfach sagt, "es macht Sinn", dann hat er gar nichts übersetzt, denn es gab ja gar keinen Originalwortlaut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smersh 27.03.2013, 11:17
55.

Zitat von kardemumma
Was der Sprachrat macht ist Leih/Lehn/Fremdwörter mit ”Hirn” in die schwedische Sprache zu integrieren.
Bezüglich des Sprachrats ist es in dieser Google-Angelegenheit wichtig darauf hinzuweisen, dass der Rat die Integration solcher Wörter eher dokumentiert als selbst vornimmt. Seine jährliche Liste neuer Wörter führt Wörter auf, die die Schweden im vergangenen Jahr "erfunden" haben, und er gibt die jeweils von den Schweden verwendete Bedeutung an.

Dies macht Googles Handeln besonders unverfroren: Der Bericht des Sprachrats dokumentiert, dass viele Schweden "ungooglebar" in einem generischen Sinn verwenden und nicht nur auf Google beziehen. Das mag dumm für Google sein, ist aber nun einmal so. Jetzt stünde es Google frei, das schwedische Volk öffentlich darum zu bitten, das Wort nicht so zu verwenden. Stattdessen hat Google aber versucht, den Sprachrat, eine staatliche Behörde, dazu zu bewegen, seinen Bericht über die Realität der schwedischen Sprache zu Googles Gunsten zu verfälschen. Das halte ich für äußerst bedenklich, und dafür gehört Google zurecht angeprangert. Markenansprüche sind belanglos im Vergleich zum Anspruch eines Volks auf eine ehrliche Regierung, und wenn Google das anders sieht, dann sollten wir uns überlegen, ob wir solch einen Konzern in unserer Gesellschaft dulden können.

Zitat von
Im Internet (nätet) gibt es nicht so wie im Deutschen(?) Homepages, es gibt hemsidor, es gibt keine Mails, das Wort wurde ”eingeschwedischt” und wurde zum schwedischen Wort ”mejl”! Wo immer es Sinn macht gibt es ein schwedisches Wort oder eben ein ”eingeschwedischtes” Wort.
Das "Einschwedischen" kommt in der Tat oft vor - ich bin fast jedes Jahr beim Besuch in der schwedischen Heimat überrascht, was nun wieder für neue Wörter entstanden sind. Ich denke aber, Sie betrachten das ein wenig durch eine rosa Brille. Dieses Anpassen englischer Wörter ist zum einen oft unnötiges Mode-Svengelska/Schwenglisch, weil es schon längst passende ur-schwedische Wörter gibt, und zum anderen beschränkt sich das Anpassen oft darauf, irgendwo ein "i" durch "aj" oder "ej" auszutauschen. "dejt" statt "date", "tajming" statt "timing", "fajta" statt "(to) fight", "tajt" statt "tight"... es erscheint mir fraglich, ob das nun kreative und wichtige Bereicherungen der Sprache sind, und ob Deutschland mit seinen Anglizismen im Vergleich schlechter abschneidet. Der Sprachrat selbst ist von solchen Entwicklungen wohl auch nicht sonderlich begeistert, führt er doch eine Liste populärer Anglizismen und gibt Vorschläge, wie man das besser in richtigem Schwedisch formulieren sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
miauwww 27.03.2013, 11:19
56.

Zitat von franpet
Vielleicht hätte man auch direkt erwähnen können, dass dieser Schritt durchs Markenrecht geboten ist. Google könnte sonst möglicherweise seine Marke "Google" verlieren... In unserem Duden ist z.B. der Verweis auf die Marke Google vorhanden.
Soll das eine Rechtfertigung sein?
Ich habe zur Feier des Tages mal wieder an die Macher von Adblockplus gespendet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ml133 27.03.2013, 11:21
57.

Zitat von Crom
Wenn jemand einfach sagt, "es macht Sinn", dann hat er gar nichts übersetzt, denn es gab ja gar keinen Originalwortlaut.
"Sinn machen" ist eine falsche und wörtliche Übersetzung des Englischen "to make sense"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 27.03.2013, 11:25
58.

Zitat von ml133
"Sinn machen" ist eine falsche und wörtliche Übersetzung des Englischen "to make sense"
Wenn Person A zu Person B sagt, "es macht Sinn", ist das keine Übersetzung, denn für eine Übersetzung braucht es einen Originaltext und der liegt gar nicht vor. Es wäre also nur falsch "to make sense" so zu übersetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
miauwww 27.03.2013, 11:26
59.

Zitat von Incubus6
Der Autor unterschlägt leider wichtige Hintergründe des Patentrechts. Wenn googeln und nachschlagen als Synonym verwendet werden kann, verliert Google sein Patentrecht. Darum muss Google darauf bestehen, dass googeln als nachschlagen nur auf ihrer Seite benutzt wird
Die Leute verwenden es doch sowieso synonym. Soll jetzt die Polizei aufpassen, dass die Leute es nicht mehr so verwenden? Wegen einer Firma? Mannomann...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 8