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WWDC 2018: Apple will Facebook und Google den Datenhahn abdrehen
AFP

Für den Herbst hat Apple ein Update seines Safari-Browsers angekündigt, mit dem das Tracking über Like- und -Share-Buttons unmöglich wird. Nutzern wird das gefallen, der Werbebranche eher nicht.

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spon_1980133 06.06.2018, 19:46
10. Werbung über Apple?

Zitat von klaremeinung
Dahinter steckt doch mal wieder kein Gutmenschentum ... sondern lediglich eine langfristig Strategie, mehr Werbung über Apple zu vermarkten.
Komisch: seit über 25 Jahre Apple-Kunde, registriert, mit Apple-Account, Apple-Mail und Apple-Cloud: aber Werbung via Apple sehe ich nie. Wenn Apple-Werbung, dann in eigener Sache und das sehr verhalten - zumindest im Vergleich zu anderen Anbietern.

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spon_1980133 06.06.2018, 19:49
11. ???

Zitat von Nelkenghetto
wird Apple schöngeschrieben. Aber dezent verschwiegen über welche anderen Wege gerade APPLE sich an Nutzerdaten bereichert :D
Belege, welche Ihren Vortrag erhärten, bleiben Sie aber schuldig - oder?

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chaiselongue 06.06.2018, 19:50
12. Tatsachen!

Sie schreiben: "hi hier wird Apple schöngeschrieben. Aber dezent verschwiegen über welche anderen Wege gerade APPLE sich an Nutzerdaten bereichert :D" Ein Beispiel bitte. Tatsächlich bereichert Sicht gerade Apple nicht an den Nutzerdaten, weil ihr Geschäftsmodell nicht darauf basiert.

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Newspeak 06.06.2018, 20:10
13. ...

Zitat von oaonorm1
aber wen zur Hölle interessiert denn die Werbebranche? Verbraucher/Kunden können doch mit Werbung zugeballert werden es bringt doch nix. Wenn ich mir nen Sneaker kaufe bekomme ich ANSCHLIEßEND Sneaker gezeigt. Ich brauch dann erstmal keine mehr... [...]
Das denke ich mir auch immer. Flug nach XYZ gebucht, was wird in der Werbung angezeigt, Fluege nach XYZ. Das ist so sinnlos. Und dann erst die Antiwerbung. Laute, plaerrende Spots, die ungefragt losduedeln duerfen. Da merke ich mir doch, von dem die sind, und kaufe da nichts mehr. Ne Unsinn, ich ignoriere das. Das einzige, was wirklich Aufmerksamkeit bringt, ist GUTE Werbung. Die einen ueberrascht. Aber nicht durch Wichtigtuerei, oder "Hier, hier, hier" Ansatz. Sondern durch Qualitaet.

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sverris 06.06.2018, 20:17
14.

Zitat von klaremeinung
Dahinter steckt doch mal wieder kein Gutmenschentum ... sondern lediglich eine langfristig Strategie, mehr Werbung über Apple zu vermarkten. Siehe das Thema ähnlich ADBlockPlus. Wer immer noch glaubt, irgendeiner der Milliarden-Konzerne aus USA würden was im Sinne der Nutzer und zugunsten der Verbraucher entwickeln, ohne immer nur an den eigenen Vorteil zu denken, ist echt mit der Puderquaste gepinselt.
Herr Kremp hat in Cupertino offenbar nicht bekommen, dass Apple selber einen neuen Versuch macht, in den Werbemarkt groß einzusteigen. Siehe bei Heise:
https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-plant-neues-App-Werbenetzwerk-4063900.html

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fixik 06.06.2018, 20:27
15.

Wobei ich sagen muss, dass diese superintelligente Werbung strohdumm ist.
Man redet hier von intelligenten Algorithmen, die wissen, was man auf Netflix schauen möchte, was man als nächstes auf Amazon kaufen möchte ect. Vielleicht wird in Zukunft was daraus. Zur Zeit funktioniert das aber nicht mal ansatzweise. Wenn ich neue Uhr bei Amazon kaufe, wird mir nächste Tage auf jeder Seite eine neue Uhr angeboten. Nur wozu? Ich habe die Uhr doch schon gekauft. Wie hoch ist die Chance, dass ich direkt noch eine kaufe? Und diese „Intelligenz“ zieht sich überall durch. Auch Netflix ratet wild. Da ist keine Logik dahinter. Hier gibt es so viele StartUps die mit so tollen Ideen werben, doch nichts davon funktioniert. Dieses BigData ist Zur Zeit dummes Zeug. Man sammelt unendlich viele Daten. Wendet tausende Algorithmen auf diese Daten an. Am Ende kommt aber nichts brauchbares raus. Bis heute haben alle Ansätze komplett versagt.

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at.engel 06.06.2018, 20:49
16.

oaonorm 1 (#9)
Kann ich nur bestätigen! Werbung, so wie sie im Moment auf dem Web betrieben wird, ist einfach absurd. Das erste ist die Menge: Das ist so ungefähr, wie wenn ein Sender versuchen würde, im WM-Finale in der Halbzeit 200 Werbespots zu platzieren. Dafür würde ich als Unternehmen keinen Cent ausgeben.
Der zweite Punkt ist visuell: Das ist rein werbemäßig billigster Schrott - etwa so ähnlich wie die Werbung in den Fersehprogrammheften der 70er Jahre. 90% nehme ich gar nicht mehr war, und an den Rest erinnere ich mit zwei Sekunden später schon nicht mehr. Wirklich gute Werbeung sehe ich ein oder zwei mal im Jahr. Alle anderen haben ihr Geld umsonst ausgegeben.
Der dritte Punkt ist, dass ich - wenn sie geziehlt ist - Werbung von Webseiten bekomme, auf denen ich gerade war. Vollkommen überflüssig. Das ist, wie wenn Unternehmen Werbung nur für die eigenen Kunden macht.
Der vierte Punkt ist, dass das irgendwie mit Schlüsselworten funktioniert. Zum Beispiel, wenn ich eine "Auto" kaufe, bekomme nicht Werbung für die Finanzierung, oder die Versicherung, eine Werkstätte, usw. sondern Werbung für ein Auto. Wenn ich aus "Frankreich" auf SPON gehe, bekomme ich Sprachkurse in Französisch angeboten... Gerade die auf den User bezogene Werbung ist eigentlich immer total daneben. Da ist dann Werbung, die in irgendeiner Beziehung zu Website steht, noch sinnvoller...

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oaonorm1 06.06.2018, 20:51
17.

Zitat von spon_1980133
Belege, welche Ihren Vortrag erhärten, bleiben Sie aber schuldig - oder?
Äh, z.B. vom 22.05. ein Artikel bei Futurezone.
Können Sie ja selber suchen...

Das Wort bereichern ist halt so ne Sache.
Vielleicht macht Apple damit NOCH kein Geld.
Ist schon ok, sammeln ja weniger Daten als Google und FB.

Ich hab da nur ein Problem, Google und FB haben ein nachvollziehbares Geschäftsmodell dahinter (eben zum "Bereichern", ach ehrlich die wollen Geld machen...). Ich weiß das es um mein Kaufverhalten und meine Interessen geht um mir mehr Schrott anzubieten der eh nicht passt.

Bei Apple hingegen ist mir nicht klar warum meine Suchanfragen etc gespeichert werden.
Wenn sie damit kein Geld machen, warum die Infrastruktur etc darum Aufbauen.
Wenn sie ernsthaft glauben das Apple so als Unternehmen agiert (ich weiß es nicht), dann ist das Unternehmen bald pleite (das glaube ich nicht).

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lomax3030 06.06.2018, 21:09
18.

Einige hier bringen etwas durcheinander. Apple sagt nicht es wird keine Werbung mehr geben. Apple sagt es wird kein Tracking mehr geben und das ist gut so. Natürlich suchen dir Kritiker jetzt wieder alles raus was irgendwie dagegen spricht, aber Apple geht den richtigen Weg. Und Apple ist leider die einzige Firma die den Weg geht.

Das kostenlose Angebote mit Werbung Ihr Geld verdienen müssen ist doch klar. Auch Spiegel.de - oder was meint Ihr wieviele Leute bereit sind für journalistische Arbeit zu bezahlen? Leider viel zu wenige! Sieht man an den Versuchen (Spiegel Plus, usw) die meist nach ein paar Monaten wieder eingestampft werden. Auch Spiegelmitarbeiter brauchen Geld um den Kühlschrank zu füllen. Klingt schräg, ist aber so.

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StefanXX 06.06.2018, 21:22
19.

Zitat von fixik
Wobei ich sagen muss, dass diese superintelligente Werbung strohdumm ist. Man redet hier von intelligenten Algorithmen, die wissen, was man auf Netflix schauen möchte, was man als nächstes auf Amazon kaufen möchte ect. Vielleicht wird in Zukunft was daraus. Zur Zeit funktioniert das aber nicht mal ansatzweise. Wenn ich neue Uhr bei Amazon kaufe, wird mir nächste Tage auf jeder Seite eine neue Uhr angeboten. Nur wozu? Ich habe die Uhr doch schon gekauft. Wie hoch ist die Chance, dass ich direkt noch eine kaufe? Und diese „Intelligenz“ zieht sich überall durch. Auch Netflix ratet wild. Da ist keine Logik dahinter. Hier gibt es so viele StartUps die mit so tollen Ideen werben, doch nichts davon funktioniert. Dieses BigData ist Zur Zeit dummes Zeug. Man sammelt unendlich viele Daten. Wendet tausende Algorithmen auf diese Daten an. Am Ende kommt aber nichts brauchbares raus. Bis heute haben alle Ansätze komplett versagt.
Sie sollten sich selbst nicht zum Regelfall machen. Die allermeisten schauen zunächst nach einer Uhr und kaufen dann erstmal doch noch nicht. Und dann macht die Werbung für eine Uhr natürlich sehr wohl Sinn. Wenn der Algorithmus so schlau wäre und merken würde, dass sie die Uhr auch gekauft haben, wären Sie doch der Erste der - in diesem Fall zurecht - nach mehr Datenschutz schreit.

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