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YouTube und Twitch: Braucht man jetzt eine Lizenz zum Zocken?
YouTube/ Pietsmiet

PietSmiet stehen unter Zugzwang: Die Medienanstalten legen den auf YouTube beliebten Videomachern nahe, sich eine Rundfunklizenz zu besorgen - sonst droht ihrem Angebot das Aus. Die Forderung verunsichert auch andere Streamer.

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der_durden 29.03.2017, 13:20
10.

Willkommen im Neuland.

Da redet man in Deutschland lieber davon Google zerschlagen zu wollen, schimpft darüber, dass die US Unternehmen im digitalen Bereich so mächtig sind, dass aus Deutschland und der EU so wenig Impulse und erfolgreiche Konzepte kommen, dass es hier eine mickrige Gründerszene gibt und scheint zu ignorieren, dass wir nach wie vor nach vollkommen veralteten Gesetzen und Verordnungen leben, die in einer Zeit und für eine Zeit ohne Internet geschaffen wurde.

Hier beschäftigt sich die Politik lieber damit, alte Geschäftsmodelle im Rundfunk und Verlagswesen per Gesetz zu schützen, als dass man Innovationen fördert.

Deutschland muss langsam aufpassen, dass wir nicht ganz den Anschluss verlieren. Selbst in den deutschen Schlüsselindustrien wie dem Autobau bauen sich große Konkurrenten auf. Breitband ist im Vergleich, selbst zu Osteuropa, ein schlechter Witz, unternehmerisches Scheitern noch immer ein Makel im Lebenslauf.

Ich glaube, dass wir mit dieser ideenlosen, unkreativen, leidenschaftslosen Kanzlerin und CDU/CSU auf Dauer den Wohlstand nicht halten können. Diese Art von Konservatismus ist frei von Visionen. Wir werden uns wohl kaum auf ewig auf den Maschinenbau ausruhen können.

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mathias.magdowski@ovgu.de 29.03.2017, 13:20
11. Pflicht für Betreiber

Wenn Google, YouTube, Twitch und Co. weiter Interesse daran haben, auch in Deutschland als Streaming-Plattform aktiv zu sein (und damit Geld zu verdienen), sollten sie (und nicht die Nutzer) entsprechende Regelungen mit den Rundfunkbehörden treffen.

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rainerwäscher 29.03.2017, 13:21
12.

Betrifft das auch Livestreams aus dem Ausland?

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schnippsie 29.03.2017, 13:21
13.

Das ist nur die stoische Anwendung der Rechtslage.
Man bekommt aber den Eindruck, diese Rechtslage sei nicht auf die schon existente Masse an Übertragungen ausgelegt.
Btw: gilt das dann auch für angekündigte facebookstreams o.ä.?

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KarlRad 29.03.2017, 13:22
14. Es wurde Zeit!

Wer eine Live-Sendung produziert, in einem Massenmedium ausstrahlt und mit Werbung sein Geld verdient, ist eine Rundfunkanstalt und muss sich auch an die laut Rundfunkvertrag geltenden Gesetze halten. Es wäre fatal, nicht diesen Weg zu gehen und außerdem eine absolute Benachteiligung der klassischen Medien.

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S.P.O.C.K 29.03.2017, 13:26
15. Zwar typisch deutsch, aber...

...es macht durchaus Sinn. Die ganz großen sind mittlerweile Teams mit mehreren Mitgliedern, die durch die Werbeeinnahmen und Verträge mit Spieleherstellern sehr gut Verdienen. Man darf nicht vergessen, dass jeder Sender, sei es nun über Fernsehen, oder Stream Gebühren bezahlen muss. Warum sollten die sogenannten YouTube-Stars da eine Ausnahme sein? Ich kann es zwar nicht ganz verstehen, aber es ergibt Sinn. Wenn man hört, dass manche YouTuber teilweise 40 bis 50.000 € pro Monat verdienen, manche mehr, manche weniger, dann ist das ganz klar als Gewerbe einzustufen. Damit muss man rechnen.

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_stordyr_ 29.03.2017, 13:27
16.

Das passiert, wenn man Regelungen aus den 50ern auf die 2000er bezieht.
Es ist offensichtlich, dass die LMAs hier entweder mitverdienen oder ihre eigene Daseinsberechtigung hervorheben wollen.
Das Thema "Sendezeiten" im Internet kam schon öfter vor. Bin mal gespannt, wann hier in der Schweiz sowas aufkommt. Dann werde ich mir auch Gedanken machen müssen, wohin ich mit meinem Kanal gehe :)

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mimas101 29.03.2017, 13:30
17. Nun

ich wäre dafür das die Landesmedienanstalten ARD & ZDF dichtmachen würden. Schließlich verbrennen diese Sender immer mehr Geld für einen ausufernden Verwaltungsapparat, senden zu besten Familiensendezeiten in Dauerschleifen Krimis mit Leichen. Blut, Waffen & Co, dröhnen den Zuschauer mit verdummenden und teilweise gesponsorten (früher hieß das Schleichwerbung) zu und finanzieren auch über die GEZ-Zwangsabgabe kriminelle Vereinigungen wie den DFB/DFL in immer stärkerem Maße mit.

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harryblack 29.03.2017, 13:31
18. Alte Gesetze

Es ist immer das gleiche. Hier kommen alte Gesetze zum Tragen, die schon lange hätten reformiert werden müssen. Seitdem das Internet für Bewegtbilder gesellschaftsfähig wurde und sich besagte Plattformen etabliert haben, hätten Rundfunk- oder und Mediengesetze neu definiert werden müssen. Aber da sich dann diese Medienlagerer ins eigene Knie schießen würden, passiert das natürlich nicht und neue Plattformen für Medien, die mit Rundfunk nichts zu tun haben, werden als solche eingestuft und somit gegängelt. Und im Umkehrschluss wird es dann so aussehen, dass diese Kanäle mehr Werbung zeigen (müssen), als den eigentlichen Content, damit diese Mediengeier auf ihre Kosten kommen, atzend!
Zudem steht da was von Kontrolle, reiner Vorwand! Hier geht es nur darum Geld zu generieren.

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Lankoron 29.03.2017, 13:32
19. Und wieder wird

mit den Mitteln des frühen 20. Jahrhunderts versucht, die aktuelle technische Entwicklung zu kontrollieren. Wo ist der Justizminister, der sonst immer nach jedem Pups nach Gesetzesänderungen schreit? Wo ist die Digitalisierung in Deutschland? Wie geht eine Landesmedienanstalt mit ausländischen Betreibern um? Man kann manchmal echt nur mit dem Kopf schütteln. Nicht allein, das die privaten Streamer die Hälfte ihrer Einnahmen ans Finanzamt abdrücken müssen, weil es ja selbstständige Geschäftsbetriebe sind. Demnächst kommt dann die Gewerbeaufsicht.....und wie ist es eigentlich dann mit der Wohnung als Arbeitsplatz, muss man da einen Umwidmungsantrag beim Wohnungsamt der Gemeinde stellen?...Und warum nimmt man sich einen Spielestreamer vor...und nicht mal die glorreichen "you-tube-Stars"? Weil man dort mit viel mehr Gegenwehr rechnet?

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