Forum: Netzwelt
Zukunft der Sozialdemokraten: Zurück zur Technologie-Bewältigungspartei
DPA

Die SPD stürzt von einer Krise in die nächste. Vielleicht sollte sie sich auf eine ihrer Grundideen besinnen: die Folgen der Maschine gesellschaftlich zu bewältigen.

Seite 9 von 11
neurobi 18.01.2018, 11:08
80.

Zitat von dirk.resuehr
Also mehr an Bildung, mehr Anpassung an sich ändernde Märkte und mehr Verständnis für deren Anforderungen. Die Priorität sind nicht Freizeit und Familie, nein, Job und Jobsicherheit sinds, sind die nicht gegeben, ist alles ein Nichts!Das alte SPD-Leiden, möglichst viel zu verlangen und auszugeben muß überdacht werden.
Nein, genau das nicht. Mehr Bildung ist zwar okay, lösst das Problem aber nicht.
Die SPD muss sich das Ziel setzten, die Märkte und ihre Regeln mitzugestallten, in Deutschland und Europa.
Sie muss eine Vorstellung einer modernen Gesellschaft entwickeln, die möglichst keinen zurücklässt.
Eine Demokratie wird es nie aushalten sich autoritären Staaten wie China oder Russland anzupassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Michael 4711 18.01.2018, 11:15
81. Nicht nur die SPD, alle sind müde

Der Wahlomat hat mir bei den ca. 35 Fragen gezeigt, dass meine Wünschen kaum noch relevant sind. Tatsächlich finde ich mich in den diversen Programmen zur Bildung, Digitalisierung&Arbeitsplatzsicherheit, Rente, Globalisierung, Netz-Infrastruktur, hardcore Umweltschutz nirgendwo richtig wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wynkendewild 18.01.2018, 11:21
82. Zenit erreicht

Ich verstehe den Artikel so, dass die SPD sich aus der Verantwortung stehlen, den anderen die Drecksarbeit überlassen und gleichzeitig zu einem Sammelbecken für Poseure und Träumer werden soll.
Ist das jetzt ernst gemeint?

Und wenn es egal sein soll wie es dem Wähler gerade geht, dann braucht sich so eine Partei doch gar nicht mehr zur Wahl zu stellen.
Wenn das linke Positionen sind muss man sich gar nicht erst wundern, dass sich dei Rechten im Aufwind befinden. Schließlich bedeutet linke Politik halt auch nur Klientelpolitik für eine gehobene Schicht, während es dem Rest ruhig schlecht gehen kann.....
Vielleicht ist die linke Bewegung halt nur eine westliche Modeerscheinung, die ihren Zenit schon längst überschritten hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
digge8 18.01.2018, 11:36
83. etwas mehr Zukunft wagen

Ich fand es schon immer merkwürdig, dass es Personen gibt, die immer die selben Parteien wählen. Für mich ist jede Wahl eine Entscheidung für oder gegen die eine oder andere Partei.

Und da war die letzte Wahl für mich schwer, da keine Partei etwas für, die mir wichtigen Themen (Grundeinkommen, mehr Europa, weniger nationale Entscheidungen, Digitalisierung, etc.) tun will.
Doch es wird Politik für die Generation 60+ gemacht und von Rente und Eigenheimsicherung gefädelt um sich deren Stimmen zu sichern und nicht Politik für die, die noch 40 und mehr Jahre in diesem Land leben müssen/wollen.
Eine Partei, die sich grundlegend aus jungen Köpfen mit Veränderungswillen zusammensetzen würde könnte dies ändern.
Und eine Stimme pro Kopf (Eltern für ihre minderjährigen Kinder) sowie ein Wertigkeitsverlust der Stimmen mit zunehmendem Alter (z.B. ab 50 nur noch 50%) könnte zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft und Politik führen, in der junge Menschen neben Alten und Robotern leben wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flux71 18.01.2018, 11:42
84.

Zitat von Michael 4711
Der Wahlomat hat mir bei den ca. 35 Fragen gezeigt, dass meine Wünschen kaum noch relevant sind. Tatsächlich finde ich mich in den diversen Programmen zur Bildung, Digitalisierung&Arbeitsplatzsicherheit, Rente, Globalisierung, Netz-Infrastruktur, hardcore Umweltschutz nirgendwo richtig wieder.
Die Gefahr geht aber vielleicht auch von dem Wahlomaten selbst aus, denn er suggeriert, dass Politik eine Dienstleistung ist, die sich gefälligst an der Meinung des einzelnen zu orientieren hat.

Wenn ich im Supermarkt am Obstregal stehe, und da liegen Äpfel und Birnen, aber Birnen mag ich gar nicht, dann nehme ich halt Äpfel mit -- und mein Bedürfnis wurde befriedigt. Das geht aber in der Politik so nicht.
Die AfD plärrt zwar, dass das ginge, sagt aber auch, dass dazu ein bestimmtes, noch nicht existentes "Volk" nötig wäre, das erst noch erschaffen werden muss. Heißt: Gefügig gemacht. Für vernunftgesteuerte Wähler ist das keine erntzunehmende Option.

Zurück zum Wahlomat: Ich wünschte, es gäbe -- nur so aus Jux -- mal einen Wahlomaten über Reglionen. Ich prophezeihe, dass ein Großteil der Menschen sich in ihrer Religion nicht wiederfinden würde, dafür aber in einer anderen. Stellen Sie sich mal vor, bei ihrem Religion-Wahlomaten käme Islam heraus: Wäre das ein Grund für Sie, zu konvertieren?
Die SPD kann eh machen, was sie will: Sie ist immer unten durch. Das Bashing ist zeitweise unerträglich. Klar, sie hat Fehler gemacht. Aber deshalb die Vernunft auszuschalten und plötzlich eine gesellschaftliche Kehrtwende von Frieden zu Krieg zu vollziehen, kann es doch nicht sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Opa Krempel 18.01.2018, 11:52
85. Leider nicht ganz

Leider ist die Diagnose auf halbem Wege steckengeblieben. Es ist nicht nur die Digitalisierung, die die Arbeitswelt umkrempelt, sondern auch die Globalisierung. Beide gehen zwar gern Hand in Hand, sind aber unabhängig voneinander. Die Digitalisierung bedroht all jene, deren Arbeit von den Kunden selbst abgenommen wird, von den Angestellten am Bankschalter über den Buchhändler bis zum Einzel handel. Die Globalisierung hingegen setzt jene unter Druck, die produzieren, in einen Wettbewerb nach unten einzutreten. Das Dilemma der SPD ist, daß sie auf beide großen Transformationen keine Antworten für diejenigen hat, die sich auf der Verliererseite sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flux71 18.01.2018, 11:58
86.

Zitat von Opa Krempel
Leider ist die Diagnose auf halbem Wege steckengeblieben. Es ist nicht nur die Digitalisierung, die die Arbeitswelt umkrempelt, sondern auch die Globalisierung. Beide gehen zwar gern Hand in Hand, sind aber unabhängig voneinander. Die Digitalisierung bedroht all jene, deren Arbeit von den Kunden selbst abgenommen wird, von den Angestellten am Bankschalter über den Buchhändler bis zum Einzel handel. Die Globalisierung hingegen setzt jene unter Druck, die produzieren, in einen Wettbewerb nach unten einzutreten. Das Dilemma der SPD ist, daß sie auf beide großen Transformationen keine Antworten für diejenigen hat, die sich auf der Verliererseite sehen.
Wie soll man auch Antworten finden, wenn der, der sich auf der Verliererseite SIEHT, in Wahrheit dort gar nicht IST (was nicht auf alle zutrifft, aber doch auf viele)?

Es geht doch gar nicht mehr darum, Antworten zu finden auf das Dilemma, das Sie nennen. Es geht darum, Antworten zu finden auf die Frage, wie man die Vernunft wieder einschalten kann. Wie man es hinbekommt, die Aufgeregtheit, die in die Gesellschaft bewusst, provokativ und absichtlich hineingetragen wurde und immer noch wird, wieder herunterzufahren. Diese Aufgeregtheit ist doch überall und immer und bei jedem Thema. Das ist völlig sinnfrei. Das ist reflexartig.

Ja, die SPD hat darauf noch keine Antwort. Trotzdem ist das für mich die entscheidende Frage. Welche Antwort man da finden kann: Keine Ahnung. Gegen Realitätsverweigerung nutzt halt kaum was.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tinohsk 18.01.2018, 12:41
87. Schröder und Müntefering. die Totengräber der SPD

Seit Schröder und Müntefering mit der Agenda 2010 die SPD entsozialisiert , in der Arbeiterschaft entwurzelt und sie in eine rosa angehauchte CDU verwandelt haben, ist diese Partei überflüssig. Da kann man doch gleich CDU wählen, die von Frau Merkel soweit nach links gerückt wurde.
Aber im Prinzip regieren diese Parteien doch alle am Volkswillen vorbei und sind nur auf den eigenen Machterhalt bedacht und mit Postenzuschieberei beschäftigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1425926487 18.01.2018, 12:57
88. Ein interessanter

Denkansatz. Tatsächlich wüsste ich derzeit keinen Grund, der hinsichtlich der profillosen, ideologisch gleichgeschalteten, möchtegern-bunten, linken Blockparteien Grüne-Linke-SPD (und seit einigen Jahren auch die CDU) dafür spräche, ausgerechent die SPD zu wählen, dafür aber viele, die dagegen sprechen. Keine der o.g. Parteien hat eine Lösung für die größtenteils selbstverschuldeten Probleme unserer Zeit, können sie nicht haben und dürfen sie nicht haben, weil sie sich ideologisch gewissermaßen selbst im Weg stehen. Deswegen stellt sich doch die Frage, warum man sich überhaupt auf so dünnes Eis bewegt hat, wenn doch vorher schon klar war, dass wenn man dann noch einen falschen Schritt macht, man politisch abstürzt - bleibt man dagegen einfach wie bisher unbeweglich stehen- stürzt man ebenfalls ein. Hat man nicht wissen können? Oh doch, man konnte es wissen, denn Leute, die ideologisch weniger mit Scheuklappen herumlaufen und lösungsorientiert denken, haben es ihnen gesagt, von Anfang an. Auch Sarrazin hat es übrigens gesagt, aber auch der wurde verlacht und verspottet. Nun, wer letzten Endes Recht behalten wird, kann man ja mittlerweile jeden Tag in den Zeitungen lesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1425926487 18.01.2018, 12:59
89.

Zitat von ronald1952
Leider ist es auch wahr das sich Herr Schulz jeden vernünftigen Weg verbaut hat. Leider hört niemand mehr auf uns Alte sonst würde man Sagen Faust ballen und voll drauf , jetzt machen wir einen Neuanfang auf Biegen und auf Brechen.Herr Lobo hat das Problem erkann, aber auch auf Ihn wird keiner aus der SPD hören fürchte ich. schönen Tag noch,
Dass niemand auf die warnenden Stimmen hören will und man stattdessen stur wie ein Esel "immer weiter so" Richtung Abgrund trabt, kommt mir aus der Geschichte seltsam bekannt vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 11