Forum: Panorama
100 Tage nach G20: Die Polizei braucht Mut
AFP

Vor 100 Tagen eskalierte beim G20-Gipfel die Gewalt auf Hamburgs Straßen. Davon hat sich die Stadt noch nicht erholt.

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Newspeak 16.10.2017, 19:56
1. ...

"Wenn man Angaben korrigieren muss, ist das ärgerlich."

Nicht, wenn man sich korrigieren muss. Wenn man luegt. Und nicht aergerlich. Sondern skandaloes.

Die Polizei beruft sich auf einen Hinterhalt, den es so, wie beschrieben, nachweislich nicht gegeben hat. Sie leugnet den Einsatz von unverhaeltnismaessiger Gewalt, obwohl hinreichen viele und unterschiedliche Beobachter dies bestaetigen. Man luegt, luegt, luegt, solange bis einem jemand das Gegenteil beweist. Das ist keine Polizei, das ist eine Mafia. Derselbe Korpsgeist. Schweigen und sich gegenseitig decken und ungesetztliche Dinge vertuschen. Und eine Presse, die sich noch daran beteiligt.

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keinputintroll 16.10.2017, 20:13
3. Verantwortung?

Die für das Desaster verantwortlichen Merkel und Scholz sind immer noch in Amt und Würden. Ein Tiefpunkt der Demokratie.

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jla.owl 16.10.2017, 20:23
4. ärgerlich?

es ist nicht ärgerlich, es ist ein alltäglicher Skandal, der täglich vorkommt. Es gab bei der Polizei weltweit diesen Corpsgeist, sich gegenseitig decken, niemand macht Fehler, bei Beschwerden gibts eine Anzeige gegen den Beschwerdeführer, gedeckt von den Vorgesetzten. Wenn dann über 30.000 Polizisten inklusive Vorgesetzten im Einsatz sind, dann ist doch klar, was passiert. Der Corpsgeist wird eindrucksvoll demonstriert.

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Nordstadtbewohner 16.10.2017, 20:28
5. Vielleicht auch eine Frage der (falschen) Personalwahl

"Es ist das Urvertrauen in den Rechtsstaat, das an der Elbe Schäden erlitten hat."

Das halte ich für unrealistisch. In der Stadt habe es ich schon mehrfach erlebt, wie Polizisten regelrecht Angst vor ein paar randalierenden Jugendlichen hatten, und das war lange vor dem G20-Gipfel. Das waren unter anderem Situationen, also Großveranstaltungen, die eigentlich nicht besonders waren. Zumindest hatte ich in solchen Situationen als unbeteiligter Bürger keine Angst, die Polizisten und Polizistinnen schon. Und da war das sogenannte "Urvertrauen" lange weg.

Meiner Meinung nach liegt es einfach an der falschen Personalauswahl. Es werden Kandidaten bei Polizei auf genommen, bei denen ich mich frage, was sie tun, wenn es zu sozialen Unruhen wie in Frankreich und GB wie vor einigen Jahren kommt. Da kann sich der Bürger nur noch selbst schützen.

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M. Vikings 16.10.2017, 20:30
6. 31.000 Mann und kein Befehl.

Das wussten wir doch während des Gipfels schon.

Der Hamburger Polizeipräsident wurde bei Anne Will zitiert:

"Wir haben immer gesagt,
wenn es in der Peripherie zu Sachbeschädigungen kommt,
dann muss man das auch teilweise hinnehmen,
um den Zweck zu erreichen,
nämlich den Gipfel zu schützen."

Sie haben das staatliche Gewaltmonopol
außerhalb der Gipfelzone selbst von Anfang an aufgegeben.

Alle betroffenen Stadtteile gehören nicht zur Hamburger Peripherie.
Peripherie bezog sich offenbar auf die Sperrzone.
Hätte man uns das vorher gesagt,
wären wir besser vorbereitet gewesen.

Ein selektierendes Sicherheitskonzept das Krawalle fördert
und zwischen Gipfelteilnehmern und Bevölkerung unterscheidet
ist inakzeptabel.

Diese Untersuchungsausschüsse verdunkeln
und verschleppen bis zum St. Nimmerleinstag.
Verantwortung in diesem Land übernimmt
schon lange niemand mehr.

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marcdv 16.10.2017, 20:32
7.

Alles was beim G20 Goüfel passiert ist , war nicht überraschend sondern zu erwarten gewesen. Jeder Verantwortliche, der sich überrascht zeigt, hat den falschen Job.
Immer weiß ich nun, was dieRuhe vor dem Sturm bedeutet: wenn tagelang eine Straße wie ausgestorben ist , um dann am Freitagnacht zu brennen- ein paar kleine Feuerchen.
Im vorwege wurde mit all der Polizeitechnik geworben - nichts wurde eingesetzt.
Dass Spiezialkräfte nicht eingesetzt wurden, weil keine da waren halte ich für erlogen: Man hatte Zugriff auf alle Polizeikräfte des Landes gehabt - und am Ende müssen Österreicher die Kohlen aus dem Feuer holen.
D.h . Die Sicherheit der Bürger war dem „Bürger“-Meister als am Ende Verantwortlichen nicht viel wert.
Immerhin ist Scholz seitdem sehr lautlos unterwegs , man bekommt gar nicht mehr mit, dass er noch regiert / agiert.

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doomsday_device 16.10.2017, 20:34
8. Ich wollt mich gerade aufregen, aber

der Kommentar von @Newspeak sagt schon fast alles.

Eins vielleicht noch: was da passiert ist von der definition her nicht Anarchie, sondern Anomie. Ein immer wieder von den Medien gemachter Fehler.
Ist das eigentlich eine Bewusste Diskreditierung eines Begriffs und damit eines Gesellschaftsentwurfs, oder schreibt einfach ständig ein uninformierter Trottel beim anderen ab? Oder was dazwischen?
Könnt ihr nicht mal bei Wikipedia nachlesen?

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governmentissue 16.10.2017, 20:45
9. Wer hat versagt?

Die Polizei oder die Polizeiführung?
Gewalttäter ziehen durch Altona und es stehen keine Kräfte zur Verfügung. Bei der welcome-to-hell-Demo war die Kräftelage mehr als ausreichend. Dennoch endete der Einsatz aufgrund der taktischen Fehlleistung des Polizeiführers im Desaster.
Für die anschließende Katastrophe in der Schanze ist allerdings Unvermögen keine ausreichende Erklärung. Die Kräfte mussten sich zurückziehen, obwohl man in der Lage gewesen wäre, das Gebiet zu befrieden. Hat man die Schanzenbewohner sich selbst überlassen, um die rote Flora bei passender Gelegenheit räumen zu können?
Die Wahrheit wird nie ans Licht kommen, denn der Sonderausschuss ist nur ein zahnloser Tiger und die verantwortlichen Politiker haben kein Interesse an der Aufklärung!

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