Forum: Panorama
20 Jahre nach Columbine-Massaker: "Es ist nie wirklich vorbei"
Leah Millis/ REUTERS

Dieser Tag bleibt unvergessen: Vor 20 Jahren erschossen zwei Jugendliche an der Columbine High School 13 Menschen. Viele Schüler bekamen das Massaker damals hautnah mit. Wie geht es ihnen heute?

Seite 1 von 2
ekel-alfred 20.04.2019, 19:41
1. Typisch Amerikanisch!

Da bldet man Stuhlkreise und Selbsthilfegruppen, um das Erlebte zu verdauen. Schön und gut, aber ihr solltet den Arsch hochkriegen und gegen den Waffenwahn in den USA angehen. Proteste, Proteste, Proteste, sonst wird es immer wieder zu diesen Amokläufen kommen. Die NRA muss den Druck von der Straße bekommen. Und die Politk erst recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pfalzkapelle 20.04.2019, 19:50
2. Ist nicht egal...

Unsere Tochter hat mit 10 Jahren in Teilen den Amoklauf in Ansbach mitbekommen. In der Schule hat ihr keiner geglaubt, dass sie etwas mitbekommen haben könnte. Ihr Psychiater hat sie durch die komplete Diagnostik geschoben. Ein halbes Jahr nach dem Amoklauf hat er bestätigt, dass sie Probleme hat. Er hat darauf die Betreuung wegen Befangenheit abgelehnt. Seine Tochter ist bei dem Amoklauf verletzt worden...
Ergebnis: alle Therapie verliefen im Sand. Unsere Tochter hat über die Sache immer weniger geredet, weil sie glaubte, dass ihr sowieso niemand glaubt. Vor zwei Jahren bekam sie extreme Magersucht. Heute habe ich sie im Krankenhaus abgeliefert mit dem Verdacht auf chronische Darmentzündung. Beides hat seine Ursache in dem nicht bewäligten Trauma. Michaela Huber hat etliche Bücher zu dem Thema geschrieben, u.a. Trauma und seine Folge. Man kann das dort nachlesen. Man, der Amoklauf ist jetzt 10 Jahre her. Die Sache ist nicht vorbei. Wir sind so mitten darinnen wie eh und eh. Und das Tolle daran: jeder, der sich nicht auskennt, hält uns Eltern für Idioten. Dazu kommt, dass unsere Tochter einen versetzten Zwilling hat. Also eine Schwester, die unter 2 Jahre jünger ist als sie. Die Geschwisterbindung ist da ähnlich stark wie bei Zwillingen. Als der Kontakt zur Schwester wegen der Magersucht gerissen ist, wurde sie suizidal. Erklär das mal dem Jugendamt, dass wir Eltern nicht Mist gebaut haben, sondern dass unsere Kinder Kinderpsychiater und Therapeuten hatten, die kollektiv einer posttraumatischen Belastung nicht gewachsen waren und es wohl auch heute noch sind. (Wir waren im Umkreis bei nahezu allen Kinderpsychiatern).
Persönlich wünsche ich den Menschen, die in Amerika durch Traumata belastet sind, gute Therapeuten, die ihnen weiterhelfen. Es muss über die Sache Gras wachsen. In der Regel ist das sehr harte Arbeit. Und es gibt leider sehr, sehr wenig Menschen, die in der Lage sind, einen solchen Prozess zu begleiten. Dafür gibt es mehr als genug Menschen, die mit völligen Unverständnis reagieren, wenn ein Trauma zum Ausheilen länger braucht als ein Beinbruch. Eine Traumatherapie kann im eigentlichen Sinn erst beginnen, wenn die Person so stabilisiert ist, dass sie über die Dinge. die sie belasten, reden kann. In der Regel fehlen in Berichten von Opfern die Ereignisse, die das Trauma ausgelöst haben. Die muss man dann meist anderweitig erschließen... (Dies nur, damit klar wird, warum eine solche Therapie Zeit braucht).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie1 20.04.2019, 20:25
3.

Zitat von Vanessa Sparrow
Ich finde diese Ironie/diesen Sarkasmus bei diesem Thema und vor allem bei diesem Artikel alles andere als angemessen.
Es ist wie bei Drogensüchtigen. Ich helfe gerne mit einem Therapieplatz, aber wenn die Süchtige sich nicht mit einem Platz helfen lassen will, dann braucht er auch nicht mit einer weiteren Hilfe rechnen. Ebenso mit der Person am Bahnhof, der von mir Geld haben wollte. Ich bot ihm ein Brötchen an, aber er sagte mir, er wolle selbst über das Geld bestimmen. Na dann nicht!
Und jetzt kommt ein Bericht, wo ich mich noch schwach daran erinnern kann, wie 2 Schüler viele Menschen erschossen haben. Ich würde mal sagen, wären die Gesetze für den Waffenbesitz verschärft worden, so wie zum Beispiel in Neuseeland, dann würde ich auch den Willen verspüren, mehr meine Trauer für die Opfer zu zeigen. Obwohl, die Opfer werden wohl nicht viel dafür können, aber es geht mir genauso an meinem Allerwertesten vorbei, wenn in den moslemischen Ländern sich kriegerische Stämme gegenseitig umbringen. Was soll ich machen? Was kann ich machen?
Nichts gegen Hilfe, aber es darf nicht für die Katz sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
swandue 20.04.2019, 20:41
4.

Wer meint, in einer ausweglosen Lage zu sein, der könnte zum Täter werden. Gebt Acht auf die Menschen in eurer Umgebung, ganz besonders auf die jungen. Jeder muss jederzeit eine Perspektive haben, keiner darf ausgegrenzt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hpampel 20.04.2019, 20:56
5. @1 nurEinGast

Aha! Schulmassaker sind also eine amerikanische Tradition. Etwa so wie Winnenden, Erfurt oder Emsdetten? Verstehe, das sind natürlich nur Nachahmer einer amerikanischen Tradition. Ihr Menschenbild ist so erbärmlich und wird nur noch von ihren Hass auf die USA überboten. Warum eigentlich? Schmecken ihnen Burger nicht? Sind Ihnen Harleys zu laut? Sie sind ein typisch deutscher Ko..brocken wie er im Buche steht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max-mustermann 20.04.2019, 21:18
6.

Zitat von hpampel
Aha! Schulmassaker sind also eine amerikanische Tradition. Etwa so wie Winnenden, Erfurt oder Emsdetten? Verstehe, das sind natürlich nur Nachahmer einer amerikanischen Tradition. Ihr Menschenbild ist so erbärmlich und wird nur noch von ihren Hass auf die USA überboten. Warum eigentlich? Schmecken ihnen Burger nicht? Sind Ihnen Harleys zu laut? Sie sind ein typisch deutscher Ko..brocken wie er im Buche steht.
Was erwarten sie denn bitte anderes ? Jedem ist bekannt das die laschen Waffengesetze in den USA ein Problem sind die jährlich unzähligen das Leben kosten aber die Merheit der Amerikaner besteht nun mal darauf das daran nichts geändert wird und ein bisschen Beten die Sache schon regelt. Also was soll mann da noch sagen ? Außer Zynismus und einem mir sch..egal es ist schließlich euer Land bleibt einem da doch gar nicht übrig und nein ich habe da auch keinerlei Mitleid mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nubari 20.04.2019, 22:51
7. US-amerikanische Realität

Derartige "Active Shooter"-Erlebnisse wie sie die Überlebenden von Parkland, Aurora oder Columbine zu verarbeiten haben, hinterlassen aufgrund der Stunden andauernden Situation sicherlich besonders starke Traumata. Dennoch sind die Überlebenden solch spektakulärer Vorfälle mit Schusswaffen eine kleine Zahl, verglichen mit den Überlebenden und Zeugen hunderter anderer Fälle von Schusswaffengebrauch, Schießereien, Suiziden mit Schusswaffen, die sich Tag für Tag in USA ereignen. Selbst die Situation, in der mit Schusswaffen bedroht wird ohne dass ein Schuss fällt, kann sehr traumatisch sein. Es handelt sich nach einer Studie um mehr als 15.000 Menschen, die mit und ohne Schussverletzungen zu erleiden ein bleibendes Trauma erleiden, Jahr für Jahr und mit steigender Tendenz. Allein in Las Vegas wurden mehr als 2.000 Menschen schwer traumatisiert. Doch so schrecklich jedes Einzelschicksal auch sein mag, bei mehr als einer Viertelmillion Traumatisierter ist das ein Problem, von von gesellschaftlicher Relevanz. Ganz offensichtlich sind die Republikaner, die sich politisch gegen jede Art von Waffenbann sperren, bereit, die Bevölkerung diesen Preis bezahlen zu lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lucid_2_Win 21.04.2019, 03:01
8. @hpampel

Der Kommentar auf den Sie sich beziehen ist mit ziemlicher Sicherheit ironisch gemeint, da hier u.a. die These man könne gar nicht genug Waffen unter die Leute bringen für absolut selbstverständlich erklärt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
beatkn 21.04.2019, 10:32
9. Daraan ist auch nur mit Gesundheitsreformen etwas zu ändern.

Zum Glück haben die bisherigen Täter bei solchen Deliktformen, bis auf Breivik, ihre USBV nie erfolgreich zur Umsetzung gebracht. Das liegt wohl hauptsächlich im Krankheitsbild der Täter begründet (Bannenberg 2008). Diese haben zum Zeitpunkt der Vorbereitungshandlungen den Kontakt zur Realität weitgehend eingestellt (Pfeiffer 2015) und erfassen Ihre Konstruktionsfehler nicht mehr.
Wie der Artikel nicht anmerkt sind die USBV an sich weit wirksamer als jede Handwaffe.
Leider sind auch solche Negativbeispiele wie Fr. Gonzalez nicht hilfreich für die Sachdiskussion. Denn auf der einzig relevanten technischen Ebene verbreite auch Frau G. nur Falschinformationen die schlicht keinen Sicherheitsgewinn erbringen kann.
Es gibt auch immer noch keine "US-Waffengesetzte", ist das so schwer zu realisieren? Zudem darf sich jeder unbescholtene US-Bürger Waffen für den Eigenbedarf herstellen deren Konstruktionsmerkmale dem Firearms act von 1934 mit Ergänzungen entsprechen.
Übrigens waren Halbautomaten und "große Magazine" unter Clinton mal verboten. Das Gesetz wurde nicht verlängert, weil es kriminalpräventiv vollumfänglich unwirksam war.
Präventive Tätererkennung ist möglich (B. 2008)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2