Forum: Panorama
39 Jahre im Gefängnis: Die Lüge eines Kindes

Weil ein Kind vor Gericht gelogen hatte, saß ein Schwarzer in den USA 39 Jahre lang im Gefängnis. Nun wurde er entlassen - und steht vor dem Nichts.

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Nikus 22.11.2014, 11:06
100. auffaellig...

...wie deutlich in derartigen Opferberichten der Hinweis auf die Hautfarbe deutlich emporgehoben wird, dann aber bei diversen anderen Berichterstattungen von Straftaten in unserem Land in saemtlichen Zeitungen explizit der Migrationshintergrund von Tätern in plumper Weise (z.b. .. mit deutschem Pass,deutscher Staatsbürger etc. ) vermieden wird.sorry, aber das ist fuer mich eine bewusste Falschdarstellungdes aktuellen Weltbildes und Unterschlagung von Tatsachen.Fuer mich auf dauer schlecht ertraeglich und kein seriöser Journalismus.

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sandy123 22.11.2014, 11:08
101.

Zitat von der:thomas
...oder gibt es hier sowas nicht, weil es ja ja hier sowas nicht gibt?Ich mein das wär ja sozusagen verboten Fehlurteile zu sprechen - und Juristen machen sowas ja nicht
Natürlich gibt es in Deutschland auch Fehlurteile. Überall, wo Menschen urteilen, gibt es das.Man muss sehen, dass die Justiz in der Regel überlastet ist, was logischerweise dazu führt, dass aus Zeitgründen nicht richtig ermittelt wird und dann sind Fehlurteile vorprogrammiert.Da muss man als unbescholtener Bürger schon sehr dankbar sein, wenn man nicht zu Unrecht angeklagt wird.Wie schnell das passieren kann, sieht man an dem obigen Fall aus den USA.Ich denke, dass das auch in D möglich wäre.

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ennovy000 22.11.2014, 11:15
102. ...

Sehr sehr traurige Geschichte!

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sandy123 22.11.2014, 11:18
103. Fehlurteile gibt es aber überall

Zitat von Eppelein von Gailingen
Wie viele Hinrichtungen aus Unschuld zum Mord geworden sind. Auch der schlechteste Präsident der USA, Vorgänger von Obama, begnadigte so gut wie keinen Verurteilten vor der umstrittenen Giftspritze. Aber wenn ein Bundesrichter, oder Staatsanwalt erschossen wird, dann ist das Geplärre groß. Auch bei uns.
Die Justiz versagt in allen Ländern der Welt:Ich bin mir sicher, dass es auch in D viele, viele Fehlurteile gibt. Ich bin mir auch sicher, dass viele Morde und fahrlässige Tötungen hier gar nicht erst aufgedeckt werden. Das gelänge nur, wenn jeder Tote obduziert würde.Die Dunkelziffer der unentdeckten Tötungen ist gewaltig hoch.Und die Tötungen, die durch falsch dosierte Medikamenten passieren, werden extrem selten entdeckt.

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charlybird 22.11.2014, 11:22
104. Das zeigt wieder einmal auf makabre Weise

das amerikanische Rechtssystem, das in jeder Form auf das typische Gewinnerprinzip setzt. Das fängt beim guten Anwalt an , den sich Jackson niemals hätte leisten können, und hört beim Kampf um den Sieg im Gerichtssaal zwischen Rechts- und Staatsanwalt auf. Und da werden alle möglichen Register gezogen, um im Job, bzw. Amt zu bleiben. Es geht vordergründig ums Gewinnen, nicht um Gerechtigkeit. Auch wenn es bei uns in Zivilprozessen schon ähnlich zugeht ( Money talks), hoffe ich doch, dass wir von so einem System verschont bleiben, vor allem angesichts der mickrigen Entschädigung. Juristen haben allerdings allgemein sehr selten ein schlechtes Gewissen bei Ihrem Tun, da es immer im Sinne des Volkes geschieht, folglich sind es die Fehler auch und hier fehlt dann die Einsicht gefehlt zu haben . Aber: wohltuende Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel. :-)

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alraschid 22.11.2014, 11:23
105. Zum Ausgleich

werden in den USA ja auch Kinder lebenslänglich eingesperrt.Irgendwann sind sie dann natürlich keine Kinder mehr.

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FFMer 22.11.2014, 11:27
106. Es gibt viele Argumente gegen die Todesstrafe

Dieses kann niemand ignorieren oder relativieren: "...war Jackson seit 1973 bereits der 149. Todeskandidat, der für unschuldig erklärt wurde, und der fünfte in diesem Jahr."

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bill_dauterive 22.11.2014, 11:30
107.

Zitat von agztse
Mein Standartkommentar zu Gutmenschengesülz wie Ihrem: wenn ein Mitglied Ihrer Familie Opfer eines Gewaltverbrechens wird werden Sie Ihre Meinung ändern.
Nein. Werde ich nicht.Ein Verwandter von mir wurde auf dem Hamburger Hafengeburtstag erstochen.

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FFMer 22.11.2014, 11:33
108. Er hatte sogar zweimal Glück

Zitat von HuFu
Das ist bitter. Da hat er also Glück gehabt, dass er wegen Verfahrungsfehlern nicht hingerichtet wurde. Ich hoffe, dass er wenigstens soviel Geld bekommt, dass er nun ein würdevolles Leben leben kann (sofern das überhaupt noch möglich ist). Aber selbst da muss man ja leider schwarz sehen (im wahrsten Sinne des Wortes). Andere erhalten für einen zu heissen Kaffe Mio. $...
1. Wandlung des Urteils und 2. Auffliegen der Lüge.Sonst säße er immer noch.

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FFMer 22.11.2014, 11:41
109. Unmenschlich...

Zitat von cato.
Tja ihren Standartkommentar sollten sie nochmal überdenken. Denn 39 Jahre kann man einem unschuldig Verurteilten genauso wenig wie im Falle einer vollstreckten Todesstrafe sein Leben zurückgeben. Dies ist ein schrecklicher Fall eines Justizirrtums. Nur ist dies eben kein Argument gegen Haftstrafen im Allgemeinen und wenn dies kein Argument gegen Haftstrafen ist, dann ist es auch kein Argument gegen Todesstrafen im Allgemeinen. Die Todesstrafe muss als endgültiges Mittel natürlich mit viel Vorsicht ausgeübt werden, aber es gibt Taten und sichere Faktenlagen, wo die Todesstrafe das einzig angemessene Rechtsmittel ist.
...ist Ihre Sichtweise. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man jemanden hinrichtet oder einsperrt. Der Mann kann wenigstens einen Rest menschlichen Daseins genießen. Außerdem ist die lange Haft eine Ausnahme. Viele andere Unschuldige kamen deutlich früher wieder frei.

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