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Absturz bei Abfangmanöver: Fatale Linkskurve des Learjet-Piloten
DPA

Nach dem Crash eines Übungsjets bei einem Luftwaffenmanöver spricht vieles für einen Pilotenfehler der zivilen Maschine. Ersten Ermittlungen zufolge flog der Pilot des Jets eine Linkskurve zu eng. Dabei krachte er von unten in den Kampfjet.

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Alternator 25.06.2014, 00:57
1. Und Quartettspieler sagen:

Der Eurofighter wurde in einer Linkskurve von unten getroffen, in der der Lear Jet ihm folgte.
Kenner, die sage, aus dem Eurofighter konnte man den Lear Jet nicht sehen, haben recht. Unten ist der nämlich so oder so fensterlos.
Und aus "Mein tolles Quartett der coolsten Buisnessjets" weiß ich, dass der Lear Jet nach oben keine Sicht bietet, der konnte den Eurofighter möglicherweise eerst sehr spät, wenn überhaupt sehen.

Das riecht doch glatt nach einer Spur.

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josseff 25.06.2014, 06:50
2. Schuld sind immer die Toten

Zitat von sysop
Nach dem Crash eines Übungsjets bei einem Luftwaffenmanöver spricht vieles für einen Pilotenfehler der zivilen Maschine. Ersten Ermittlungen zufolge flog der Pilot des Jets eine Linkskurve zu eng. Dabei krachte er von unten in den Kampfjet.
Armselig der Untersuchngsbericht.

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ratxi 25.06.2014, 07:00
3. ...weil wir Menschen sind.

Zitat von sysop
Nach dem Crash eines Übungsjets bei einem Luftwaffenmanöver spricht vieles für einen Pilotenfehler der zivilen Maschine. Ersten Ermittlungen zufolge flog der Pilot des Jets eine Linkskurve zu eng. Dabei krachte er von unten in den Kampfjet.
Es scheint einfach ein trauriger Fehler zu sein, wie er nicht passieren darf, aber passieren kann; weil wir Menschen sind.
Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der Verunglückten.
Und doch ist es grosses Glück im Unglück, dass kein Unbeteiligter zu Schaden kam...

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PeBe123 25.06.2014, 07:37
4. Realitaetsverweigerung

Auch wenn es in der Uebung vielleicht nicht vorgesehen ist, im realen Fall einer Entfuehrung muss man doch immer damit rechnen, dass der Pilot einer entfuehrten Maschine unvorhergesehene Manoever macht und entsprechend viel Abstand halten.

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l/d 25.06.2014, 07:42
5. Glaub ich nicht

Die Darstellung im Spiegel muss falsch sein, es kann nicht sein, dass der Pilot des Eurofighter den Piloten des Learjet durch Querruderfunktion ein Signal gab, eine Linkskurve einzuleiten und danach keine Sicht mehr auf das geleitete Flugzeug hatte. Wäre das der Fall, hätte der Eurofighter sofort ein Manöver fliegen müssen, um aus einem mögliche Bereich der Kollision herauszukommen. Da hat Spon wohl was falsch verstanden, es darf keine Formationsflüge ohne Sichtkontakt geben.

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barrakuda64 25.06.2014, 07:42
6. Noch zeitgemäß?

Muss man eigentlich in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland Luftkampfmanöver durchführen? Klar, im Ernstfall ist es natürlich besser, im tatsächlichen Gebiet mit seinen Eigenheiten trainiert zu haben, aber um beim Ernstfall zu bleiben, WER glaubt denn ernsthaft, dass es in Deutschland, zumindest auf absehbare Zeit, zu einem Krieg kommt, bei dem Deutschland durch die Luftwaffe verteidigt werden muss? Praxisgerechter wären da doch Übungen am Hindukusch oder wo wir uns sonst noch gedenken einzumischen. Nach dem Unglück in Ramstein wurden (militärische?) Flugshows in Deutschland verboten. Obwohl ich nicht der Meinung bin, dass das notwendig ist – letztendlich muss dieses Restrisiko jeder Besucher selbst abschätzen – wäre es nur konsequent diesen Weg auch bei Luftmanövern gehen, selbst wenn diesmal „nur“ die direkt Beteiligten betroffen waren.

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Pegu 25.06.2014, 07:54
7. Schuldzuweisung

Es ist einfach, die Schuldzuweisung toten Menschen in die Schuhe zu schieben. Es braucht immer zwei Flugzeuge. Ist die Linkskurve zu Eng gewesen, hätte die Militärmaschine gleich eine Kursanpassung vornehmen sollen. Die Militärmaschine war auch zu nah. Aber eben: Tote können sich ja nicht wehren.

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Markenbox 25.06.2014, 08:01
8. Glück

Glück für die Bevölkerung. Klar man übt über dem am dichtesten besiedelten Land Europas (Holland?) und nimmt Tote in Kauf. Aber, man übt ja für eine gute Sache. Außerdem ist jetzt schon wieder eins von den drei funktionierenden Flugzeugen der BW dienstunfähig. Wie will Uschi da der Ukraine helfen? A pros pros Ukraine. Dort ist doch Platz zum Üben.

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kölleshof 25.06.2014, 08:14
9. Mürner

Genau, weil wir Menschen sind...

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