Forum: Panorama
Absturz: Die letzten Minuten von Germanwings-Flug 9525
[M] DPA, Airbus, SPIEGEL ONLINE

Was passierte auf Germanwings-Flug 4U9525? Der Überblick über die letzten Minuten bis zum Absturz - anhand der bislang bekannten Daten und Ermittlungsergebnisse.

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rena69 27.03.2015, 20:50
130. Ich habe noch so viele Fragen...

... was hat der Pilot des französischen Kampfjets gesehen, der dem Airbus zu Hilfe kommen sollte? Davon hört man gar nichts mehr? Was haben sich die Piloten unterhalten? Der Copilot soll merkwürdig geantwortet haben. Warum ist es nicht möglich, den Flugschreiber zu finden, wenn er Signale sendet? Warum haben die Insassen erst kurz vor dem Aufprall gemerkt, dass der Flieger unplanmäßig sinkt? Merkt man das nicht schon vorher? Haben die Insassen nicht mitbekommen, dass der Pilot mit einer Axt an der Cockpit-Tür hantiert hat??? Ich brauche Antworten, um zu begreifen...

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neswlf88 27.03.2015, 20:52
131.

Zitat von thermo_pyle
...bekannt ? Fakt ist, die A320 ist zerschellt. Fakt ist, die Sinkrate gleicht frappierend der des "Unglücks-A321" vom November letzten Jahres, wo ein Absturz durch Computerfehler (!) in letzter Sekunde verhindert werden konnte. Fakt ist, dass "uns" eine Interpretation der Tonaufzeichnungen präsentiert wird. Fakt ist, dass die eigentliche "Black Box" nicht ausgewertet ist/werden kann. War nun der Pilot oder der Co-Pilot im Cockpit ? Kann man wirklich hören was passiert, wenn niemand spricht ? Warum hat die Person vor der Tür nicht einfachste Fragen gestellt (Was ist los...warum sinken wir... warum ist die Tür verriegelt... Los, mach auf... etc.pp.) in dem Wissen, dass ja alles aufgezeichnet wird ?!!! Bin ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker, weil ich Zweifel habe, da keine Fakten benannt werden ? MfG ;-)
Was meinen Sie denn mit "eigentlicher Blackbox" ?

Der Voice-Recorder, welcher gefunden & ausgewertet wurde, ist bei diesem Vorfall die wichtigere von beiden Komponenten!

Die andere Komponente - der Datenschreiber - ist im Fall des Germanwings-Unglücks gar nicht so interessant, wie viele hier glauben.

Denn die Flugsicherung am Boden hat eigentlich alle Daten, die für die Aufklärung des Unglücks wichtig sind, bereits vorliegen. Die stabile Sinkrate von 5.000 fpm wurde ja von der Flugüberwachung aufgezeichnet (sogar von Flightradar24 veröffentlicht). Der Transponder der Maschine funktionierte ja bis zuletzt.

Was erhoffen Sie sich denn vom Datenschreiber? Die Bestätigung der Daten, die die Flugsicherung sowieso schon vorliegen hat?

Der Sprachrekorder ist hier das weitaus wichtigere Werkzeug. Auf ihm ist klar zu hören, wer zuletzt im Cockpit war (die Stimme von draußen wurde klar dem Kapitän zugeordnet, er hat ja sogar unter seinem Namen um Einlass gebeten). Daraus lässt sich - in Kombination mit den Daten der Flugsicherung - wiederum schließen, wer den - zu diesem Zeitpunkt völlig grundlosen - Sinkflug eingeleitet hat.

Seien Sie auch sicher, dass im Unfallbericht ein genaues schriftliches Protokoll der Sprachaufzeichnungen enthalten sein wird. Geduld ist hier das Stichwort.

Also: Was wollen Sie denn noch wissen?

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maggelan07 27.03.2015, 20:52
132. erweiterte staatsanwtl. Ermittlungsverfahren

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft sollte ihren Ermittlungsradius erweitern und auch die behandelnden Ärzte des Co-Pi mit ins Verfahren einbeziehen.
So kann es strafbar sein, wenn ein Arzt es zulässt, Krankenschein-Vordrucke vom Patienten nach Belieben mit einem Unterschriften.-Stempel abstempeln zu lassen (bei der Vorzimmer-Dame), ohne selbst zu unterschreiben. Gerade im Fall des Co-Pi, der durch nicht sachgemässe Ausführung sich und gerade Andere potentiell gefährden kann, ist ein Arzt in der erweiterten Sorgfaltspflicht daran gehalten, dafür Sorge zu tragen.
Er hätte zumindest selber den Co-Pi bei jeder krankschreibung untersuchen sollen.
Es ist möglich und keineswegs ausgeschlossen, dass trotz ärztlicher Schweigepflicht im Falle bewusst herbeigeführter Massenmorde behandelnde Ärzte des Täters mit ins Ermittlungsverfahren einbezogen und gewisserweise haftbar gemacht werden.
Insbesondere dann, wenn Krankschreibungen fahrlässig verifiziert werden !!
Dann werden wir ja sehen, wenn mehrere Ärzte unter Eid aussagen müssen, wer oder was wirklich passierte !

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Forumschreiber 27.03.2015, 20:55
133. Vieles passt nicht

Die Tatsache, dass der Copilot auch in jüngster Vergangenheit mehrfach beim Arzt und sogar in der Uniklinik war, zeigt doch, dass er einiges an Aufwand für seine Gesundheit betrieben hat. Das spricht für mich dafür, dass seine Tat zumindest nicht von langer Hand geplant war. Denn bei einer seit langem beabsichtigten Selbsttötung hätte er sich die Arztbesuche sparen können.

Abgesehen davon wundert es mich, dass von allen Medien nahezu unisono und scheuklappenartig sämtliche alternativen Möglichkeiten ausgeblendet werden und alles scheinbar eindeutig ist. Woher weiß man zum Beispiel, dass es definitiv der Copilot und nicht der Pilot war, welcher die Kabine verlassen hat und vorab den jeweils anderen darum gebeten hat, mal zu übernehmen? Woher weiß man, dass der (Co)pilot in der Kabine nicht doch bewusslos war? Gleichmäßiges Atmen ohne jeden Wortwechsel/Geschreie dürfte selbst für einen Selbstmörder in so einer Situation relativ ungewöhnlich sein. Und woher weiß man, dass nicht ein technischer Defekt der Türelektronik oder die Eingabe eines falschen Pins dazu führte, dass die Tür nicht mehr aufging? Zugegeben: Die Kombination einer Bewusstlosigkeit im Cockpit und des zeitgleichen Versagens der Türöffnung mag ungewöhnlich sein. Dass ein bis dahin unauffälliger Mensch in der Lage ist, 149 andere mit in den Tod zu reißen, ist aber ebenfalls ungewöhnlich. Und dass der Sinkflug "nur bewusst eingeleitet werden konnte", ist meiner Meinung nach auch eine etwas zu pauschale These, die erstaunlicher Weise vor Analyse des Stimmrekorders so auch nicht in der Welt war. Ich würde mir daher eine etwas kritischere Ursachenforschung wünschen- auch im Sinne der Flugsicherheit.

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bambata 27.03.2015, 20:58
134.

Zitat von Mr.Arbogast
Und Ihr Beitrag zeigt sehr schön, wie manch Forist sich dazu berufen fühlt, als selbsternannter Schiedsrichter eine scheinjournalistische Haltung zu verteidigen, die im Kommentarbereich völlig unangemessen ist. Ich mache in meinem Beitrag mehrfach deutlich, dass meine Überlegungen sich auf das beziehen, was als Spekulationen durch die Nachrichtenwelt wabert - und eben NICHT auf Fakten. Ich hätte jedem Satz ein "Sollte es stimmen, dass..." voranstellen können, hatte aber vorausgesetzt, dass mein mehrfaches Betonen des Umstandes, dass letztlich alles (noch) Spekulation ist, ausreicht. Hat es bei den meisten offensichtlich auch. Für Sie aber gern noch einmal die redundante Klarstellung: Ich beziehe mich in meinem Beitrag auf Spekulationen und Mutmaßungen, die ich verschiedenen (etablierten) Online-Medien entnommen habe und die durchaus unter dem Vorbehalt stehen, sich zu einem späteren Zeitpunkt als unzutreffend herauszustellen. Mein Kommentar ist darum natürlich auch NICHT der Versuch eines journalistischen Beitrags, sondern der Kommentar eines durch die Ereignisse aufgewühlten und ob der Schwere der im Raum stehenden Vorwürfe fassungslosen Lesers von Spiegel Online, der versucht, sich ob der Unglaublichkeit der Vorfälle einen Reim darauf zu machen, was passiert sein KÖNNTE, was einen Menschen zu so etwas bewegen KÖNNTE.
Ich verteidige keine scheinjournalistischen Haltungen und fühle mich auch zu nichts berufen, ich hinterfrage lediglich die Quellen Ihrer Behauptungen. Und warum das im Kommentarbereich unangemessen sein sollte, bleibt Ihr Geheimnis.

Ihre Formulierungen in Ihrem ursprünglichen Beitrag lassen eben gerade nicht erahnen, dass Sie diese in einem spekulativen Kontext eingeordnet wissen wollen, auch wenn Sie an anderer Stelle von Theorien und Spekulation sprechen, die jedoch auf andere Zusammenhänge Bezug nehmen. Ihre Behauptungen klingen nach Faktenlage.

Die Bemerkung Ihres "Verteidigers" ein Stück weiter unten lasse ich mal unkommentiert. Der hat sich auf die eindrucksvollste Art und Weise selbst disqualifiziert und erkennen lassen, dass es ihm an der erforderlichen charakterlichen Reife mangelt, an dieser Diskussion teilzunehmen.

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george2013 27.03.2015, 20:59
135. War es denn wirklich Lubitz?

Der Voicerecorder sammelt nur Töne, ist kein Videorecorder.
Zeugen gibt es keine mehr.
Wer kann auf Grund welcher Indizien nachweisen, dass nicht möglicherweise Lubitz das Cockpit verlassen hat? Und demnach der Kapitän schuld wäre?

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selintner 27.03.2015, 20:59
136. Dieser Airbus Absturz wurd punktgenau geplant.

Soviel Mitgefühl hatte dieser Copilot noch, dass er diesen Blechhaufen nicht auf ein bewohntes Gebiet gelenkt hat. Damit hätten noch weitere hunderte von Menschen sterben müssen. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, etwas weniger Sinkflug, dann wäre dieser Flieger weiter hinten auf einem Gletscher gelandet. Mit etwas Glück hätten dort alle überleben können. Wie viel Strafe hätte Andreas Lubitz dann ausgefasst?

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maggelan07 27.03.2015, 21:00
137. die letzten Funk-Minuten

OK, Funkverkehr zw. Terminals, Leitstelle und Flugzeug ist eine Sache....
Funkverkehr von den Passagieren (Handy-Funk) eine
andere Sache.
Gibt es trotz der späten Erkenntnisnahme der Passagiere über die Notlage irgendwelche Handy-Telefonate von Passagieren?
Sollte man aber herausfinden können !
Denn in Notlagen gilt das Handy-Benutzungs-Verbot in Flugzeugen nur sehr eingeschränkt.
--- ---
Bin ja mal gespannt, jetzt hat der Spiegel schon x Artikel in kurzer Zeit über diesen Fall gepostet, soviel wie fast nie zuvor über andere Nachrichten...
Warum bewegt uns das so sehr?
Warum sind wir viel weniger betroffen, wenn 150 Passagiere über der Südsee abstürzen, auch wenn darunter 50 Deutsche sind.....

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neswlf88 27.03.2015, 21:02
138. Der Datenschreiber ist uninteressant

Zitat von emeticart
Und das wird nicht in den Medien hinterfragt!? Die Blackbox ist mit einem Sender ausgerüstet, extrem robust und zum Glück, befindet sich die Absturzstelle an Land und ist angeblich recht begrenzt ...! Aber ausschließlich nur aufgrund des Voic-Recorders und Daten der Flugleitstelle eine festgefügte Schuld zuweisen? Nee sorry, halte ich für unprofessionell, wenn nicht merkwürdig. MfG
"Die Blackbox" gibt es gar nicht. Es gibt 1) den Voice Recorder und 2) den Datenschreiber.

Der Datenschreiber mag bei manchen Unglücken essentiell sein, ist bei dem Germanwings-Absturz aber eher uninteressant. Klar wäre es gut, wenn man ihn noch findet, der Vollständigkeit halber. Essentiell für die Aufklärung ist er aber in diesem Falle nicht.

Was fehlt denn ihrer Meinung nach noch?
Meiner Meinung nach liegen alle wichtigen Fakten vor.

Übrigens wurde ja die Hülle des Datenschreibers gefunden, ziemlich zerbeult. Das Datenmodul und den Peilsender hat es wohl rausgehauen (Quelle: Tagesschau 17h). Vielleicht findet man die noch, vielleicht nicht.
Die Maschine ist einfach mit einer unglaublichen Wucht aufgeprallt. Ein Wunder dass überhaupt der Voice-Recorder überlebt hat.

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fd-muc 27.03.2015, 21:06
139. Kleine Aufklärung eines Fluglotsen

Zitat "Nach Erkenntnissen von Flightradar24 wurde der Autopilot auf 96 Fuß (29 Meter) umprogrammiert"
Das ist leider falsch. Der Autopilot wurde auf FL (Flightlevel/Flughöhe) 96 - also 9600 Fuß - umgestellt.
Und das sind ca. 2.900 m und nicht 29 m.
Liebe SPON, ich hoffe, das ist der einzige Fehler in Ihrer Berichterstattung!

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