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Absturz: Die letzten Minuten von Germanwings-Flug 9525
[M] DPA, Airbus, SPIEGEL ONLINE

Was passierte auf Germanwings-Flug 4U9525? Der Überblick über die letzten Minuten bis zum Absturz - anhand der bislang bekannten Daten und Ermittlungsergebnisse.

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tlatz 27.03.2015, 19:02
80. Übertragungsfehler

Zitat von Jochenberlin
Die 2. Person hätte als Kabinenpersonal keine Kenntnisse zur Steuerung eines Flugzeuges. Die nun von den Fluggesellschaften unternommene Änderung ist reiner Aktionismus, der aber verständlich ist. Jeder Pilot, der so unfassbare Absichten hat,wird sie auch ausführen können. Außerdem: wenn er die dafür notwendigen Einstellungen vorgenommen hat, hat er beide Hände und Füße frei, um sich gegen Gegenmaßnahmen zu wehren, die der 2. Pilot, wenn er hinzukommt, einleiten möchte. Der einzige Weg, ein solches Szenario zu verhindern, ist, so etwas in die Computertechnik des Flugzeuges unbeeinflussbar von außen einzubauen. Die Einrichtung eines Toilettenraums nur für Piloten ist sinnlos, weil ein Pilot nur aktionsfähig ist, wenn er sich auf seinem Arbeitssitz befindet und nicht auf einem Toilettensitz, egal, wo der untergebracht ist.
Hallo.

Mein letzter Text ist eine Antwort auf #49 von Jochenberlin

Mir wurde beim Senden ein Übertragungsfehler angezeigt, d.h. dass der Text wahrscheinlich doch hier irgendwann erscheinen wird, aber ohne Überschrift und den zitierten Text, daher dieser Hinweis.

(ich vermute, dass das dann passiert, wenn der geschriebene Text und der zitierte Text zusammen die 3200-Zeichen-Limitierung überschreiten. Das kann man vorher aber nicht sehen. Früher, als der zitierte Text noch im eigenen Textkörper stand ging das. Hier würde ich mir wünschen, dass SPON nachbessert)

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bristolbay 27.03.2015, 19:03
81. Beitrag in ZIB auf Sat3

Zitat von Jochenberlin
Die 2. Person hätte als Kabinenpersonal keine Kenntnisse zur Steuerung eines Flugzeuges. Die nun von den Fluggesellschaften unternommene Änderung ist reiner Aktionismus, der aber verständlich ist. Jeder Pilot, der so unfassbare Absichten hat,wird sie auch ausführen können. Außerdem: wenn er die dafür notwendigen Einstellungen vorgenommen hat, hat er beide Hände und Füße frei, um sich gegen Gegenmaßnahmen zu wehren, die der 2. Pilot, wenn er hinzukommt, einleiten möchte. Der einzige Weg, ein solches Szenario zu verhindern, ist, so etwas in die Computertechnik des Flugzeuges unbeeinflussbar von außen einzubauen. Die Einrichtung eines Toilettenraums nur für Piloten ist sinnlos, weil ein Pilot nur aktionsfähig ist, wenn er sich auf seinem Arbeitssitz befindet und nicht auf einem Toilettensitz, egal, wo der untergebracht ist.
Gestern abend bei ZIB wurde ein Pilot (Chef vom öst. Cockpit und Pilot bei Austria) interviewt und wegen 4-Augen-Prinzip gefragt.

Ergebnis: Fast alle Airbus-Maschinen haben ein mehrfaches Kamerasystem vor der Cockpit-Tür und man kann ein weites Umfeld sehen. Hier wäre 4-Augen-Prinzip eigentlich nicht sinnvoll, da man vom Sitz aus die Tür entriegeln kann.

Es gibt Maschinen, die aus Kostengründen kein derartiges System haben, hier muss durch den Türspion geschaut werden, eingegrenztes Sichtfeld, wer klopft und dann kann man die Tür entriegeln.
Im ZDF wurde Ryan Air als Beispiel für das 4-Augen-Prinzip benannt, bstimmt weil hier nur das "Guckloch" existiert. Ausserdem darf ein Flugbgleiter keinerlei Aktivitäten an der Maschine machen darf (Lizenz).

In den USA wird nach dem Unfall darüber diskutiert, dass der wohlgemeinte Schutz gegen Eindringen in das Cockpit überdacht und eine andere Regelung gefunden muss, um in einem Fall wie bei Germanwings in das Cockpit gelangen kann.

Es ist alles Aktionismus, um "die Leute" zu beruhigen und es wird auch in ZUkunft niemanden daran hindern eine Maschine zum Absturz zu bringen, wenn er es will.

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autopoiesis 27.03.2015, 19:04
82.

Wieso wird der Name des Co-Piloten erst jetzt in den deutschen Medien ausgeschrieben und sein Gesicht gezeigt? In den angelsächsischen Medien wurde man nicht nur über seinen Namen und über sein Aussehen informiert, sondern sogar über eine Anschrift!!!

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sponner_hoch2 27.03.2015, 19:04
83.

Zitat von drreggie
Der Co-Pilot ist ein Selbstmordattentäter, der möglichst viel Aufsehen erregen wollte.
Ach, tatsächlich? Und woher wissen Sie das? Welche Informationen verschweigen sie uns hier?

Immer diese "Wahrheiten" hier. Genau so gut möglich ist es, dass der Mann einfach nur die für ihn angenehmste (so krank sich das auch anhören mag, aber normal ist so eine Situation ja eben nicht) Variante eines Selbstmordes gewählt hat (das ist jetzt auch nichts neues: Apotheker nehmen gerne Schlafmittel, Jäger die Pistole und Möllemann den Fallschirm) und er die weiteren Opfer einfach ausgeblendet hat. Was auch wieder "normal" ist: Man kann davon ausgehen, dass die meisten "normalen" Selbstmörder im Moment ihres tuns auch nicht an die Hinterbliebenen denken.

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nixus_minimax 27.03.2015, 19:04
84. Wirklich relevant?

Zitat von denkdochmalmit
Wo sind die Tonsignale der Cockpittür die ertönen wenn der Pilot von außen den Sicherheitscode eingibt? Das fragen sich nun langsam auch erfahrene Piloten in ihren Foren. Diese müssten deutlich auf dem Voicerecorder zu hören sein. Alles wissen wir noch nicht!
Selbst wenn die fehlen, erklärt es ja nicht warum der Co-Pilot nicht antwortet auf sicher hörbare Klopfzeichen.
Warum er den Sinkflug initiiert. Wieso er der Luftüberwachung nicht antwortet. Wieso die Tür verriegelt wurde.

Woher stammt überhaupt die Info das das nicht zu hören ist? Kann man das irgendwo schon finden? Ich vermute mal das das internationale Expertenteam das den voice recorder analysiert hat sich auch damit befasst haben.

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lab61 27.03.2015, 19:06
85.

Zitat von drake2tausend
Was ich nicht begreife: Nach dem Lehrvideo kann selbst im Lock-Modus nach 5 Minuten die Tür von außen für einen kurzen Moment geöffnet werden. Laut Protokoll s.o. ist diese Zeit doch gegeben...!?
Nein. Nach fünf Minuten kann erneut eine Notöffnungssequenz eingeleitet werden. Diese kann aber von innen durch (erneutes) Betätigen der Verriegelung wieder abgebrochen werden. Sonst könnten Terroristen ja grundsätzlich doch wieder ins Cockpit eindringen... nur eben mit fünfminütiger Wartezeit.

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nixus_minimax 27.03.2015, 19:08
86.

Zitat von drake2tausend
Was ich nicht begreife: Nach dem Lehrvideo kann selbst im Lock-Modus nach 5 Minuten die Tür von außen für einen kurzen Moment geöffnet werden. Laut Protokoll s.o. ist diese Zeit doch gegeben...!?
Wenn ich es korrekt verstanden habe ist das eine Art Totmann Sicherung. Wenn sich keiner der Piloten rührt geht die Tür tatsächlich auf. Wenn das Cockpit die Tür auf Lock stellt (ggf. wieder auf Lock stellt) dann nicht.

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Mach999 27.03.2015, 19:09
87.

Zitat von wo_ist_all_das_material?
Ich vermisse die Hinweise auf bis zu drei (!) Mirage-Kampfflugzeuge, die laut Le Monde aufgestiegen sind, 15 Minuten vor Einleitung des Sinkfluges. Die erklärungsbedürftige Zeitspanne würde sich damit auf 23 (!) Minuten verlängern. Was war da los? Außerdem sollen Hubschrauber der gendarmerie aufgestiegen sein, um das seltsame Verhalten an Bord zu untersuchen. Le Monde hat diese Informationen von der französischen Flugsicherung, die "routinemäßig" gehandelt habe.
Liebe Foren-Admins, warum kann man eigentlich solche Beiträge wie den von "wo_ist_all_das_material?" nicht einfach löschen? Es gibt keinen Erkenntnisgewinn durch seine Lügen, es gibt keinen entsprechenden Le-Monde-Artikel, und die Angehörigen der Opfer werden durch dieses dumme Geschwätz verhöhnt.

Natürlich werden die Verschwörungshypothetiker (zu einer Theorie reicht es bei diesen Typen nicht) sowieso ihre kruden Hypothesen zusammenstoppeln. Aber das sollten sie bitte unter sich in ihren Knallchargen-Foren tun.

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lab61 27.03.2015, 19:11
88.

Zitat von sponner_hoch2
Die Frage, die seit dem Bekanntwerden der Audioaufzeichnungen noch nicht beantwortet wurde: Warum hört man den lang anhaltenden und stark auffallenden Signalton nicht, der ertöntn wenn der (Notfall)türcode von außen eingegeben wird?
weil dieser offenbar nur dann ertönt, wenn die Tür nicht von innen mit der Lock-Funktion verriegelt wurde. Sonst könnte ja jeder, der versucht, ins Cockpit einzudringen, die Piloten durch ständiges Auslösen des Buzzer-Tons nervlich t noch weiter terrorisieren.

Wenn die Cockpit-Crew sich bewusst dazu entscheidet, die Tür aus Sicherheitsgründen zu verriegeln, bedarf es dieses Buzzers nicht mehr.

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sponner_hoch2 27.03.2015, 19:16
89.

Zitat von ClausWunderlich
Oder gibt es zu 100% keine andere möglichkeit?! Mir geht die ganze Zeit ein Stromproblem durch den Kopf. Kann der Copilot in dem Augenblick wo der Pilot die Türe von außen zumacht einen Stromschlag bekommen haben weil die Türe defekt war. Gleichzeitig hat die Elektronik auf Sinkflug geschaltet und die Türe war nicht mehr zu öffnen.
Die für mich momentan plausibelste Alternativerklärung (wobei die Suizid-These immer noch wahrscheinlicher ist) bzw. eine Variante davon:

- medizinisches Problem des Co-Piloten, Symptom ist eine recht schnell, aber dennoch kurzzeitig wahrnehmebare Ohnmacht (ist mir selbst schon mal passiert, man merkt noch dass man ohnmächtig wird und dann ist man weg, dass ganze bei stark verlangsamen denken)

- Die Ausbildung des Piloten setzt sich (unterbewußt) durch: Die Höhe des Flugzeuges reduzieren auf unter 10.000 ft. Ein Grund für Schwindel / Ohnmacht kann ein schleichender Druck- und Sauerstoffverlust sein, daher ist dies Standardsvorgehensweise

- Der Co-Pilot ist schon nicht mehr ganz fit beim Versuch der Höhenregulierung - er wählt den Weg mittels Autopiloten (das berühmte Rädchen, dass er gedreht haben muß) dreht aber übers Ziel hinaus

- Der Co-Pilot wird endgültig ohnmächtig, evtl. mit Zucken, die linke Hand schlägt nach hinten und landet auf dem Kippschalter zur Türblockade (und bleibt dort evtl. liegen)

- alternativ zum letzten Punkt ist die Türsteuerung defekt - vor nicht allzu langer Zeit in Indien vorgekommen (Pilot geht auf Toilette, kommt wieder und kommt nicht mehr ins Cockpit, weder Pilot von außen noch Co-Pilot von innen können die Tür öffnen, Co-Pilot kehrt um und landet.)

Wie gesagt, eine unwahrscheinliche Verkettung von Umständen, aber das trifft auf JEDES Szenario zu.

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