Forum: Panorama
Ärger über Großwildjägerin: "Giraffen sind gefährliche Tiere"
DPA

Erneut sorgt eine Großwildjagd in Afrika für Schlagzeilen. Sabrina Corgatelli, Buchhalterin aus Idaho, erlegte im Urlaub in Südafrika Gnus und Giraffen - und rechtfertigt ihre Trophäen-Jagd nun mit zweifelhaften Argumenten.

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dr.joe.66 04.08.2015, 08:36
10. Bibel-Zitate ??

Ich bin überzeugter Christ und kenne die Bibel einigermaßen. Die Stelle "Tötet Tiere zu Eurem Vergnügen" habe ich noch nicht gefunden. Ich frage mich wirklich, wie die Dame aus Idaho ihr Vergnügen biblisch belegen will.
Als König David Löwen und Bären tötete, war er noch Hirte und tat das um die Schafe seiner Herde vor den Raubtieren zu schützen.
Naja, und Jesus hat Fisch und Fleisch gegessen.

Also kann man schließen, dass das Töten von Tieren zur Verteidigung und für Nahrung erlaubt ist.

Alles andere kann man biblisch nicht begründen.

Wie kann ich den Schöpfer ehren, indem ich seine Geschöpfe aus egoistischen Vergnügungsgründen abschieße ??

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outsider-realist 04.08.2015, 08:37
11.

Ich finde die Empörung gut und sie setzt ein Signal.

Es soll jedoch Leute geben, die dem Aufschrei von Tierschützern gerne mit Unverständnis reagieren und relativierend auf menschliche Probleme verweisen (aktuell wird vorzugsweise die Flüchtlingsproblematik erwähnt) und sich dort die gleiche Empörung wünschen. Denen sei gesagt, das das eine das andere nicht ausschließt, da es kein entweder oder gibt. Merkwürdigerweise wird den Jägern von diesen Leuten nie die Moralfrage gestellt, wieso sie 50.000€ für das Töten eines Tieres ausgeben, während mit diesem Betrag X Menschen das Leben gerettet werden könnte.

Großwildjäger gehören geächtet und ich hoffe, das die Diskussion auch Signalwirkung hat und sich manche auch über den mangelnden Tierschutz vor der Haustür Gedanken macht.
Und noch einmal.....Tierschutz und Menschenschutz schließen sich nicht aus. Im Gegenteil....sie ergänzen sich.

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ingenieur-aus-überzeugung 04.08.2015, 08:37
12. Was macht die Lust aus?

Ich würde es gerne verstehen, was diese Menschen, anscheinend Bilbelfest, dazu antreibt Tiere als Trophäe anzusehen. Klar ist, das ein Tierbestand geflegt werden muss. Klar ist, das Wildtiere auch Nutztiere sein können und man sie deshalb tötet damit wir Sie essen können. Dann doch aber bitte nicht mit so einem Tamtam, sondern bitte professionell von Jagtprofis.
Was soll das Hornblasen vor der Hetzjagt?
Das ist das, was ich nicht nachvollziehen kann und mit keiner dieser "Jäger" bisher nachvollziehbar erklären könnte.
Soll der Förster doch den Wildbestand pflegen. Aber diese Lust auf das Töten doch bitte nicht zelebrieren.

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Fackel01 04.08.2015, 08:39
13. Tiere sind Ware

und lässt doch die Grosswildjäger für das "Vergnügen" diese Ware zu jagen bezahlen. Und mit diesem Geld liesse sich viel Gutes tun. In Zimbabwe fehlte der Regierung das Geld für die Bezahlung der Ranger im Nationalpark. Der Abschuss eines Nashorns hätte das Programm zum Schutz der Nashörner für 3 Jahre gedeckt. Stattdessen musste die Parkleitung wegen des Banns die Ranger entlassen. 2 Jahre später sollte das Schutzprogramm wieder aufgenommen werden bloss hatte zu diesem Zeitpunkt nur eins von ursprünglich 30 Nashörner die ungehinderten Wilderer überlebt. Und das wegen eines dummen Bannes der von lebensfremden Gutmenschen imitiert wurde. Deshalb lässt die Jäger jagen und bezahlen und empört euch nicht so weltfremd.

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hektor2 04.08.2015, 08:39
14. Pathologisch

Menschen, die aus reiner Mordlust, also ohne den Hintergrund der Nahrungsbeschaffung oder der Wildhege, Tiere töten, um sich deren Kopf als Trophäe in die Wohnung zu hängen, finde ich persönlich schon sehr dyssozial und offensichtlich Verhaltensauffällig.

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tetaro 04.08.2015, 08:41
15. Unsinn

Das Gerede von Respekt durch die Jagd ist nichts anderes als Fabulieren. Wenn mich jemand respektiert, indem er mich umbringen wollte, würde mich das nicht sonderlich erfreuen.

Das gefährlichste Tier ist immer noch der Mensch. Der Mensch verbreitet sich hemmungslos und dringt in Reviere jedes anderen Lebewesens erbarmungslos ein.
Die hilflosen Versuche heimischer Lebewesen, ihre Reviere zu verteitigen, sollten eher anrühren als zur Begründung für noch sinnlosere Verfolgung dienen.

Die einzige akzeptable Begründung für die Jagd ist, wenn man ansonsten nichts zu essen hat. Selbst Bestandsregelung ist Unsinn, da müsste der Mensch erstmal bei sich selbst anfangen.

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Oskar ist der Beste 04.08.2015, 08:42
16. quatsch

Giraffen sind für den Menschen keineswegs gefährlich, schon gar nicht in einem Game Park, wo man diese Tierchen aus dem Auto betrachten kann.
Zum Jagen sind die Tiere völlig ungeeignet, da sie eben nicht weglaufen, sondern lediglich auf Distanz gehen und einen dann neugierig betrachten.
Eigentlich bin ich aus Gründen der Sicherung der Art nicht generell gegen das Jagen, aber die Leute, die im Moment in den Medien einen zweifelhaften Ruf erlangen, machen mich immer mehr zu einem Gegner auch der legalen und reglementierten Jagd.

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abc. 04.08.2015, 08:43
17. Großwildjagd und Tierrechtsinteressen

Das Thema "Cecil" bzw. Großwildjagd wird offensichtlich für die ein oder andere Kampagne missbraucht. Simbabwe kanns dem Westen mal zeigen (steht es doch zur Abwechslung mal auf der moralischen Gewinnerseite). Jagdgegner und extreme Tierrechtler warten nur auf derartige Meldungen, um gegen jegliche Art von Jagd zu hetzen und mediale Aufmerksamkeit zu erregen (wie üblich übernehmen gewisse Medien deren Propaganda zumeist ungeprüft, da man hinter diesen Interessengruppen harmlose Tierschützer vermutet).

In der Realität dagegen stellt die Großwildjagd für die afrikanischen Länder eine wichtige und nicht zu unterschätzende Einnahmequelle dar, auf die zu verzichten automatisch den Tieren schaden würde.

Zum einen verdrängen die Parks und Reservate die dort ansässigen Menschen, denen landwirtschaftliche Flächen bzw. Weideland sowie die Möglichkeit zur Selbstversorgung per Jagd abhanden kommt. Der Verlust dieser Menschen muss irgendwie kompensiert werden, bzw. sie müssen vom Erhalt der Ökosysteme profitieren, sonst folgt unweigerlich die Wilderei. Zum anderen verursacht der Safaritourismus, also die "sanfte Nutzung", diverse Probleme, die sich vor allem aus der Zahl der benötigten Touristen und deren Interesse, stets interessante Fotomotive vor die Linse zu bekommen, ergeben. Kurz gesagt werden die Tiere entlang der Safarirouten und Wasserlöcher teils massiv gestört, was zu Nachteilen bei der Nahrungsgewinnung bis hin zur Fortpflanzung, führt.

Aufgrund der hohen bis pervers hohen Abschussgebühren für Großwild erbringt ein Großwildjäger daher den Umsatz von hundert Safaritouristen, belastet das Ökosystem aber nur zu einem Bruchteil.

Daher halte ich die Großwildjagd nach wie vor für eine wichtige und unverzichtbare Säule beim Erhalt z.B. der afrikanischen Fauna. Ganz egal, ob extreme Tierrechtler damit nun fertig werden oder nicht.

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outsider-realist 04.08.2015, 08:45
18.

Zitat von mcmercy
Diese Hexenjagd gegen die Jäger ist allerdings genauso schwachsinnig, schließlich essen die meisten auch Fleisch aus Tierfabriken.
Jäger wird heute niemand aus der Not heraus.
Ich habe durchaus ein zwiespältiges Verhältnis zu Menschen, die sich aus freien Stücken bereit erklären Tiere zu töten und dies offenbar auch gerne tun.
Nein....ich esse kein Fleisch aus Tierfabriken. Weder noch.

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pb-sonntag 04.08.2015, 08:45
19.

Man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. Großwildjagten hat es und wird sie weiter geben.
Letztlich gehört das zur Hege und Pflege des Tier- und Planzenbestandes.
Wie hier in Deutschland, wo sich Jagdgemeinschaften darum kümmern.
Aber die werden ja auch schon dafür angefeindet.

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