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Äußerungen zu Erziehung: Der Papst hat einen Hau
AFP

Ein Mann erzählt dem Papst, dass er seine Kinder manchmal "ein bisschen schlage". Was sagt Franziskus? "Wie schön". Das ist ein wahrer Schlag ins Gesicht.

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nachtmensch2014 08.02.2015, 23:31
430. Das geht ja gar nicht!

" Wenn ein Kind einmal im Schlafanzug durch die Kälte in den Kindergarten gegangen ist, weiß es, warum es sich besser anziehen sollte." - Ähh, geht's noch? Dann holt sich das Kind evt. 'ne Lungenentzündung und liegt zwei Wochen krank im Bett. Und das ist dann keine Gewalt? Ob der Autor Kinder hat? Dieser kuriose "Vorschlag" ist nicht einfach nur verantwortungslos, sondern ein sogenanntes "No go".
Zum Papst: Wenn das mit der Trinität noch aktuell ist, mal wieder nachlesen was "das Söhnlein" dazu so gesagt hat, oder gesagt haben soll...

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nachtmensch2014 08.02.2015, 23:41
431. Traumatisierend?

Ob ein "Klaps auf den Po" traumatisierend sein muss, um unangemessen zu sein, ist die eine Frage. Ob er -auch wenn begründet, oder als provozierter "Ausrutscher" einmalig- ohne psychische oder soziale Folgen bleibt, ist die andere Frage.

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M. Michaelis 09.02.2015, 09:57
432.

Zitat von hugoalfredbronco
Keine guten pädagogischen Ansätze vom 80 jährigen kinderlosen Argentinier? Wer hätte das gedacht?
Das Problem sind nicht merkwürdige Erziehungsratschläge von kinderlosen Altklerikern sondern Eltern die ihre Kinder kaum noch erziehen.

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M. Michaelis 09.02.2015, 10:18
433.

Zitat von nachtmensch2014
Ob ein "Klaps auf den Po" traumatisierend sein muss, um unangemessen zu sein, ist die eine Frage. Ob er -auch wenn begründet, oder als provozierter "Ausrutscher" einmalig- ohne psychische oder soziale Folgen bleibt, ist die andere Frage.
Das ist keine Frage. Wer im Ernst glaubt der gelegentliche Klaps auf den Po könne traumatsierende Folgen haben hat vor allem selbst ein Problem.

Kinder müssen und sollten nicht in Watte gepackt werden. Heraus kommen dabei allzu häufig lebensuntüchtige Tyrannen, die weder mit Frustrationen noch mir Regeln zurandekommen.

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Elvenpath 09.02.2015, 11:59
434. Früher normal

Das Selbstverständnis bei uns, dass man Kinder nicht schlägt, ist noch nicht alt.
Der Papst schon. Der hat das eben anders kennen gelernt.

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maxi69 09.02.2015, 12:25
435.

ich kann mit der Einleitungssituation wenig anfangen.
Wenn ich mir das bildlich vorstelle, wird es mir Angst und Bange um das Kind!
Da tritt irgendein Psycho vor Zorn (oder wie auch immer man es nennen mag) gegen die Wand, während er "oben"
das Kind friedlich in den Schlaf wiegt? Nein, da muss nur der berühmte Tropfen kommen, dann tritt er....
SolcheTypen sind mir als Erwachsener schon unheimlich

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regelaltersrentner 09.02.2015, 13:01
436.

Zitat von Elvenpath
Das Selbstverständnis bei uns, dass man Kinder nicht schlägt, ist noch nicht alt. Der Papst schon. Der hat das eben anders kennen gelernt.
1. Vorschrift: Man darf sein Kind nicht mehr als dreimal körperlich züchtigen.
2. Vorschrift: Beim Schlagen darf keine Rötung auf der Haut entstehen, also Backpfeifen und ähnliches ist strengstens verboten.
3. Vorschrift: Man muss Gewissheit haben, dass diese körperliche Disziplinarmaßnahme die Persönlichkeit des Kindes positiv beeinflussen wird.
4. Vorschrift: Man muss prüfen, ob das Kind die schlechte Tat absichtlich und trotz besseren Wissens begangen hat. Wenn die Tat nach gründlichem Nachdenken und mit einer guten Absicht ausgeführt wurde, trifft das Kind keine Schuld. In diesem Fall muss man das Gespräch suchen und durch überzeugende Argumente die falschen Vorstellungen des Kindes korrigieren.

Erst nach Prüfung dieser vier Vorschriften, darf man handeln.

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meinemeinung: 09.02.2015, 13:47
437.

Zitat von regelaltersrentner
1. Vorschrift: Man darf sein Kind nicht mehr als dreimal körperlich züchtigen. 2. Vorschrift: Beim Schlagen darf keine Rötung auf der Haut entstehen, also Backpfeifen und ähnliches ist strengstens verboten. 3. Vorschrift: Man muss Gewissheit haben, dass diese körperliche Disziplinarmaßnahme die Persönlichkeit des Kindes positiv beeinflussen wird. 4. Vorschrift: Man muss prüfen, ob das Kind die schlechte Tat absichtlich und trotz besseren Wissens begangen hat. Wenn die Tat nach gründlichem Nachdenken und mit einer guten Absicht ausgeführt wurde, trifft das Kind keine Schuld. In diesem Fall muss man das Gespräch suchen und durch überzeugende Argumente die falschen Vorstellungen des Kindes korrigieren. Erst nach Prüfung dieser vier Vorschriften, darf man handeln.
Es gibt zum Glück solche Vorschriften nicht.
Das Gesetz sieht folgendes vor:
„(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“
und:
„Sie [Angebote zur Förderung der Erziehung] sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Ächtung_von_Gewalt_in_der_Erziehung
Es gibt auch keine Möglichkeit auf diese Art und Weise die Persönlichkeit des Kindes positiv zu beeinflußen, denn das Kind wird dies als Demütigung und Einschüchterung erleben.
Die Folgen können Sie unter anderem hier nachlesen:
http://acestudy.org/yahoo_site_admin/assets/docs/ACEsFlyer.127152239.pdf

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meinemeinung: 09.02.2015, 13:52
438.

Zitat von yasmina1403
Eine schallende Ohrfeige ist sicher nicht das Mittel irgendeiner Wahl, dabei kann es zu üblen Verletzungen, z.B. des Trommelfells kommen. An einem Klaps auf den Po, wohlgemerkt, einem Klaps, keinen Schlag, kann ich keine traumatisierenden Konsequenzen entdecken, soweit es in Ausnahmefällen dazu kommt, wenn sich das Kind sehr herausfordernd benimmt und gerade auch selbst gewalttätig wird. Auxch kleine Kinder tun dies und auch diese schaffen es, Mama oder Papa die Nase blutig zu schlagen (habe ich beides schon live angesehen). Irgendwo ist Schluss. Natürlich sind in meinem persönlichen Umfeld nur Guteltern beheimatet, die alle ihre Kinder niemals schlagen (sagen sie wenigstens), doch das Maß an psychischer Gewalt, dem diese Kinder ausgesetzt sind, wenn sie sich nicht konform zur Elternerwartung verhalten, ist teilweise extrem. Da werden die Kinder in Gegenwart Dritter herabgesetzt ('Ihr müsst nämlich wissen, dass die Celine immer bei ihren Klassenkameraden Stifte klaut'), die braven Geschwister ständig bevorzugt, z.B. bei der Auswahl des Lieblingsurlaubsortes - und natürlich steigt der Frustpegel des schwarzen Schäfchens ständig und dessen Verhalten fällt immer krasser aus. Viele dieser Kinder bräuchten einfach jemanden, der ihnen Grenzen aufzeigt und der wirklich erzieht. Leider ist bei vielen Eltern selbst keinerlei Konfliktfähigkeit vorhanden und die dauerhafte, zwangsinszenierte idyllische Familienharmonie wird um jeden Preis aufrechterhalten, alle störenden Faktoren werden ignoriert oder ausgegrenzt.
Sicher sind die Folgen nicht vergleichbar mit schweren traumatischen Erlebnissen. Dies bedeutet aber nicht das es keine negativen Folgen hat. Eine Demütigung kann keine positiven Folgen hervor rufen. Erziehung beruht auf Verständnis und Einfühlung in die Bedürfnisse des Kindes. Werden diese nicht gesehen und verstanden kann es zu Konflikten kommen, wobei Erwachsene dafür häufig die Ursache beim Kind ausmachen. Viele Erwachsene Bezugspersonen haben als Kind ähnliches erlebt und geben das was sie erlebt haben weiter. So entstehen immer neue Konflikte und immer neues Leid.

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