Forum: Panorama
Afrikas verstorbenes Idol: Obama, Bush und Clinton reisen zur Mandela-Trauerfeier
REUTERS

Es wird die wohl größte Trauerfeier seit dem Tod von Papst Johannes Paul II.: Zum Gedenken an Nelson Mandela werden in Johannesburg kommende Woche fast 100.000 Menschen erwartet, darunter Barack Obama, zwei seiner Vorgänger und andere Mächtige der Welt. Wer Deutschland vertritt, ist noch unklar.

Seite 6 von 8
chronos-kronos 07.12.2013, 13:40
50. Mandela - der Umstürzler.

Zitat von caledonian2010
Wie seltsam diese Welt doch ist, für die "klugen" Algorithmen des NSA wäre dieser Mann (in seiner früheren vor-etablierten Lebensphase) eine Zielperson aller ersten Grades in ihrem Kampf gegen die angeblich gefährlichsten Systemfeinde gewesen. Wenn so ein Mensch dann zum Teil des Establishments geworden ist, feiert Ihn dasselbe Global-Establishment, dessen entfesselte Geheimdienste doch exakt diesen unbeugsamen, autonom denkenden und handenden Typus Mensch bekämpft. Und das wissen diese Damen und Herren sehr genau. Stellt doch dieser autonome, auf Vergebung staat auf Vergeltung setzende Typus in der Geschichte immer wieder das konventionelle Machtgefüge (erfolgreich) in Frage. Siehe Gandhi.
Tja, ich weiß nicht wie viele Staatschefs zur Beerdigung reisen, in deren Machtbereich Mandela auch im Gefängnis gesessen hätte.
Jeder der versucht das bestehende staatliche Machtgefüge, erst recht auch durch Akzeptanz von Gewalt, abschaffen will, ist ein Umstürzler und den trifft die volle Kraft des Staates und deren Machthaber.
Die Überwachung der Bürger, heute mit modernen Technologien, dient auch nicht zu letzt dazu Leute zu identifizieren, die dieses Machtgefüge ändern wollen. Also wäre Mandela bis heute ein potenzieller Staatsfeind.

"11. Mai 2010 02:18
Terrorismus
USA streichen Nelson Mandela von Terrorliste
14 Jahre nach dem Ende der Apartheid in Südafrika steht der Friedensnobelpreisträger und frühere Staatschef Nelson Mandela nicht mehr auf der Terrorliste der USA.

Kurz vor seinem 90. Geburtstag [anm. 2008!!!] haben die USA den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela von einer Liste terrorverdächtiger Personen gestrichen. US-Präsident George W. Bush unterzeichnete am Dienstag (Ortszeit) ein Gesetz, wonach Mandelas Partei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) nicht mehr als Terrororganisation eingestuft wird."
Terrorismus - USA streichen Nelson Mandela von Terrorliste - Politik - Süddeutsche.de

Waren es nicht die USA, Deutschland, Israel, andere westliche Staaten, die das Embargo gegen das südafrikanische Apardheitsregime unterlaufen, ignoriert und umgangen haben und somit genau zu einer Stütze dieses Regimes wurde?

Mal sehen, wer da alles noch so anreist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bär-lusconi 07.12.2013, 13:42
51. Terrorist

Da fahren diese Heuchler da hin um jemanden zu feiern, der nach ihrer Definition ein glasklarer Terrorist war.
Die hätten den doch umgelegt wenn er ihrem Regime in die Quere gekommen wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 07.12.2013, 13:51
52. Peinlich

Zitat von sysop
Es wird die wohl größte Trauerfeier seit dem Tod von Papst Johannes Paul II.: Zum Gedenken an Nelson Mandela werden in Johannesburg kommende Woche fast 100.000 Menschen erwartet, darunter Barack Obama, zwei seiner Vorgänger und andere Mächtige der Welt. Wer Deutschland vertritt, ist noch unklar.
Es ist schon peinlich, wie manche Reaktionaere auf einmal Mandela ehren. Ein Cameron scheut sich nicht, er koennte vom herzlichen Verhaeltnis schwischen Thatcher und Mandela halluzinieren.

Hier in den USA treibt der Geschiochtskittung noch groessere Blueten. Ein Santorum vergleicht den Anti-Apartheid-Kampf mit seinem Kampf gegen Obamas Gesundheitsreform. Auch ein Rubio oder ein Cruz wollen sich im Schatten von Mandela sonnen.

Doch deren Anhaenger sind empoert darueber, dass nun ploetzlich dem "Kommunisten und Castro-Freund Mandela gehuldigt wird. Manche hegen Zweifel an der konservativen Haltung ihrer Lieblinge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
compiler 07.12.2013, 13:53
53.

Zitat von stanislaus2
Mandela war ein Terrorist wie es auch Arafat war, der ebenfalls den Nobelpreis erhalten hat. Obama hat den Nobelpreis erhalten, obwohl er Mordbefehl für Drohnen erteilt und ein Warlord ist. Der Friedensnobelpreis ist keineswegs mehr ein Beleg für besondere Leistungen für den Frieden. Ich bewundere Ghandi. Bei dem steckten nicht Gewaltakte hinter seinen Aktionen, sondern grosse Erkenntnisse über die Natur des Menschen und über die Art, auch Konflikte menschlich lösen zu können. Etwas, was die US-Präsidenten alle nicht haben. Ihnen fehlt der Geist. Mandela hat auch gebombt. Vielleicht kommt daraus die Affinität und die Bewunderung von den US-Rambos. Es war die gleichen Ursachen des Rassismus, die Ghandi und Mandela (und auch Arafat) antrieben. Ich bin betrübt, dass die Lobeshymnen nun einem eher mediokren Politiker gelten, der in seinem eigenen Umkreis mit kriminellen Methoden gearbeitet hat. Südafrika ist kein besseres Land geworden. Die Sicherheitslage auch für die schwarze Bevölkerung ist unsicherer den je. Selbstverständlich soll Mandela ein grosses Staatsbegräbnis bekommen -wie damals Adenauer.- Das gehört sich so. Er ist ein Symbol. Aber so ein überwältigender Mann war er wirklich nicht, wie er nun in der Politik und von den Hofberichterstattern hochgejubelt wird. Ghandi, Gorbatschow und Willy Brandt. Das waren grosse Männer.
Was haben George Washington, Alexander Hamilton, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Jeanne d'Arc, Nelson Mandela, Mahatma Gandhi (die Liste lässt sich beliebig weiterführen) gemeinsam? Sie alle wurden als Terroristen bezeichnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 07.12.2013, 13:59
54.

Zitat von chronos-kronos
Tja, ich weiß nicht wie viele Staatschefs zur Beerdigung reisen, in deren Machtbereich Mandela auch im Gefängnis gesessen hätte. Jeder der versucht das bestehende staatliche Machtgefüge, erst recht auch durch Akzeptanz von Gewalt, abschaffen will, ist ein Umstürzler und den trifft die volle Kraft des Staates und deren Machthaber. Die Überwachung der Bürger, heute mit modernen Technologien, dient auch nicht zu letzt dazu Leute zu identifizieren, die dieses Machtgefüge ändern wollen. Also wäre Mandela bis heute ein potenzieller Staatsfeind. " 02:18 Terrorismus USA streichen Nelson Mandela von Terrorliste 14 Jahre nach dem Ende der Apartheid in Südafrika steht der Friedensnobelpreisträger und frühere Staatschef Nelson Mandela nicht mehr auf der Terrorliste der USA. Kurz vor seinem 90. Geburtstag [anm. 2008!!!] haben die USA den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela von einer Liste terrorverdächtiger Personen gestrichen. US-Präsident George W. Bush unterzeichnete am Dienstag (Ortszeit) ein Gesetz, wonach Mandelas Partei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) nicht mehr als Terrororganisation eingestuft wird." Waren es nicht die USA, Deutschland, Israel, andere westliche Staaten, die das Embargo gegen das südafrikanische Apardheitsregime unterlaufen, ignoriert und umgangen haben und somit genau zu einer Stütze dieses Regimes wurde? Mal sehen, wer da alles noch so anreist.
Politiker verfuegen mehrheitlich nicht ueber die Gene "Peinlichkeit & Anstand" die entsprechenden Rezeptoren sind ebenfalls nicht vorhanden.
unser verheirateter bundespraesident/pastor wird sicherlich mit freundin anreisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sa Gu 07.12.2013, 14:06
55. Gauck und Merkel müssen

zur Trauerfeier! Es wäre eine Schande für Deutschland, wenn der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin ihm nicht die letzte Ehre erweisen! Dass man darüber überhaupt noch nachdenkt, ist mehr als peinlich.
Egal was man über die USA denken mag, aber die reisen gleich mit drei Präsidenten an! Daran sollte sich Deutschland ein Beispiel nehmen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chronos-kronos 07.12.2013, 14:10
56. Ja sicher.

Zitat von bär-lusconi
Da fahren diese Heuchler da hin um jemanden zu feiern, der nach ihrer Definition ein glasklarer Terrorist war. Die hätten den doch umgelegt wenn er ihrem Regime in die Quere gekommen wäre.
Spätestens wenn Mandela und seine Regierung versucht hätten den Abbau der Gold-, Diamanten- und Erzförderung zu verstaatlichen. Dann wäre er den Weg von Lumumba, Allende, Jacobo Árbenz Guzmán, Mohammad Mossadegh, Castro und anderen afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Staatschefs gegangen. Zumindest so oder so ähnlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syssifus 07.12.2013, 14:10
57. Würde mich nicht wundern,

Zitat von sysop
Es wird die wohl größte Trauerfeier seit dem Tod von Papst Johannes Paul II.: Zum Gedenken an Nelson Mandela werden in Johannesburg kommende Woche fast 100.000 Menschen erwartet, darunter Barack Obama, zwei seiner Vorgänger und andere Mächtige der Welt. Wer Deutschland vertritt, ist noch unklar.
wenn auch noch ein paar Kerkermeister am Grabe von Mandela ihre Krokodilstränen vergiesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Reflektierer 07.12.2013, 14:17
58. Was wollen unsere Politiker dort? Nur Schall & Rauch

Speziell die US-Spitze hat dort NICHTS, aber gar NICHTS verloren. Die sollen erst mal bei sich vor der Haustüre kehren. Immer schön, wenn man sich im strahlenden Lichte eines anderen sonnen kann oder...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m_s@me.com 07.12.2013, 14:31
59. Führen Drogen zu Ihrem Posting?

Zitat von berns
Als Mandela in Südafrika Präsident wurde, er hatte 10 Jahre im Gefängnis gesessen und vorher für einen demokratischen Staat gekämpft und für gleiche Rechte aller Menschen, war in Südafrika das Verbot der Kommunistischen Partei aufgehoben worden. In der BRD ist die KPD immer noch verboten - es gibt in Deutschland keine gleichen Rechte für alle Menschen. Deshalb wäre es vollkommen unangebracht, wenn Vertreter des BRD-Regimes jetzt nach Südafrika reisen.
Entschuldigung - verwechseln Sie da was? Die DDR gibt es nicht mehr. Die "BRD" gibt es auch nicht mehr, jedenfalls nicht mehr als das Akronym, dass vom totalitären REGIME der DDR in deren Jargon benutzt wurde.

Falls Sie der Ansicht sind, dass die DDR ihre Bürger nicht brutal unterdrückt hat, manipuliert, gefoltert und ermordet und hinter dem eisernen Vorhang eingesperrt hat, dann können Sie auch wahlweise gleich den Holocaust mitleugnen.

In der "BRD" pflegten und pflegen wir unsere Regierung frei zu wählen. Deswegen wechselt sie übrigens ab und zu mal, vielleicht ist Ihnen das aufgefallen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 8