Forum: Panorama
Air-Asia-Absturz: "Keine Beweise für Explosion an Bord"
AFP/US Navy

Die Blackboxes des Air-Asia-Unglücksflugs QZ8501 konnten erfolgreich geborgen werden. Jetzt vermutet ein Experte, an Bord könne es eine Explosion gegeben haben. Die indonesischen Behörden dementieren.

motocycliste 12.01.2015, 18:59
1. Kabinendruck

Der Kabinendruck wird bei kommerziellen Flügen im Verlauf des Fluges auf eine 3000 m Höhe entsprechende Stufe herabgesenkt.
Wenn keine Zeit zum Anpassen des Drucks gegeben war, wie vom sog. Experten vermutet, würde keine Explosion entstehen, da der Innendruck geringer ist als der atmosphärische Druck auf Meereshöhe.
Dieser sog. Experte redet also Unsinn!

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panzertom 12.01.2015, 21:01
2. Es passiert gar nichts

Da der Kabinendruck in Meereshöhe geringer ist als der äußere Luftdruck, tritt eher das Gegenteil einer Explosion ein: Der Rumpf wird (theoretisch) zusammengedrückt. In der Praxis hält der Rumpf solch geringen Druckunterschieden stand. Es passiert also gar nichts!

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MyQ 12.01.2015, 22:01
3. mh...

Das die Truemmer bei 30m Wassertiefe soweit auseinanderliegen (Heck gefunden, Kabine nicht) spricht doch eher dafuer, dass das Flugzeug bereits vor dem Aufprall auseinandergebrochen ist. Oder sehe ich das falsch?

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querulant_99 12.01.2015, 23:16
4.

Zitat von MyQ
Das die Truemmer bei 30m Wassertiefe soweit auseinanderliegen (Heck gefunden, Kabine nicht) spricht doch eher dafuer, dass das Flugzeug bereits vor dem Aufprall auseinandergebrochen ist. Oder sehe ich das falsch?
Die Informationspolitik ist wirklich eine Katastrophe:
Man hat die Kabine zwar noch nicht gefunden, aber man weiß angeblich schon, dass sie explodiert ist. Dann ist der Stimmenrekorder unter einer Tragfläche eingeklemmt, aber die liegt einfach so in der Gegend herum, und weit und breit ist nichts zu sehen vom Rumpf, wo sie mal dran hing...

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akita 13.01.2015, 01:08
5. negative pressure relief valve

Die Rumpfhülle ist nur auf positive Druckdifferenz ausgelegt (d.h. Innendruck immer höher als Außendruck, aber max 0,6 Bar).
Um das sicherzustellen, verfügen Passagierjets über 2 Sicherheitsventile, ganz einfache Mechanik (zumindest bei Boeings...)
Das eine öffnet schon bei sehr geringem Unterdruck in der Kabine (unter -0,1 Bar); das andere gleicht aus, wenn der Innendruck 0,7 Bar übersteigt.

Auf deutsch: einen Überdruck wird es kaum gegeben haben, da die aircondition bei einem rapiden Höhenverlust gar nicht gegen den rasch zunehmenden Außendruck ankommt. Würde falls doch vom Überdruckventil abgelassen.
Und beim eher zu erwartenden Unterdruck öffnet das dafür vorgesehene 2. Ventil.

Man kann nur hoffen, dass die teils seltsamen und widersprüchlichen Verlautbarungen der Offiziellen nur Wichtigtuerei sind und im Hintergrund bei der Untersuchung sauberer gearbeitet wird.

Was die Fundorte angeht: Bei einem unkontrollierten Absturz können die aerodynamischen Kräfte ausreichen, um ein Flugzeug in der Luft abmontieren zu lassen. Ganz ohne Explosion. Schon mehrfach passiert.
Dazu kommen die starken Strömungen, die leichtere Teile wohl auch weiter vom Aufprallort wegtragen können als die kompakten.

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ed_wood 13.01.2015, 06:33
6. Aufklärung bitte!

Weshalb ist "schlechtes Wetter" ein Absturzgrund, wenn angeblich weder Turbulenzen noch Blitzeinschläge ein Flugzeug zum Absturz bringen können? Das war die Aussage einrs Lufthansa-Kapitäns mir gegenüber.

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