Forum: Panorama
Air-Asia-Unglück: Defekter Autopilot und überforderte Crew für Absturz verantwortlich
AFP

Vor knapp einem Jahr verunglückte Air-Asia-Flug 8501 auf dem Weg nach Indonesien. Mehr als 160 Menschen starben. Der Untersuchungsbericht zeigt: Offenbar kamen die Piloten nicht mit dem Ausfall des Autopiloten klar.

Seite 6 von 6
Maler 01.12.2015, 15:14
50.

Zitat von Hans58
Bei AF 447 waren die Pitot-Rohre maßgebliche Unfallursache.
Nein, das greift zu kurz. Das war der technische Fehler, der wie bei dem vorliegenden Air Asia-Fall die mangelnden Fähigkeiten der Piloten (durch zu wenig Training) deutlich machte. In beiden Fällen waren die Piloten nicht in der Lage, die Instrumente korrekt zu lesen und auf eine Notsituation angemessen zu reagieren. In beiden Fällen kam es ganz offenkundig erst zu falschen Steuereingaben und in der Folge zu krampfhaften Nichtreaktionen. Ausschlaggebend waren in beiden Fällen die Pilotenfehler, nicht die technischen Probleme. Letztere treten nun mal hin und wieder auch bei den besten Maschinen auf, darauf richtig zu reagieren macht den Piloten aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maler 01.12.2015, 15:17
51.

Zitat von extra330sc
Da nicht für, gerne....aber die Dampfplaudereien gehen ja non-stop weiter. Das sind alles irgendwelche befremdlichen Hempel, die mal anno dazumal Top Gun gesehen haben und bestenfalls mal ne Gastflug-Platzrunde mit ner ASK13 hatten. Fertig ist der selbsternannte BFU-Sachverständige ;O Ich versteh das nicht, ich schwadronier ja auch nicht über Dinge, von denen ich keinen blassen Schimmer habe...ich vermute mal ADS dahinter!
Sowohl bei vorliegendem Fall wie bei dem Air France A330 Unglück wird aus den Unfallabschlussberichten auch für den informierten Nichtpiloten deutlich genug wo die ausschlaggebenden Fehler lagen.
Pauschal auf alle Diskutanten hier zu schimpfen ist Unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
extra330sc 01.12.2015, 15:29
52.

Zitat von hotel_papa
Sorry, wenn ich einem Unfallbericht über minutenlanges Dauer-Ziehen nahe zum hinterern Anschlag oder bis zum Anschlag lese, dann erlaube ich mir ein Urteil. Dazu reichen Modellflieger-Kenntnisse von Flugmechanik. (Ich habe ein bisschen mehr.)
Sorry, dass Sie sich angesprochen fühlten...wer nen Easy-Glider beherrscht oder sogar ein bisschen mehr, der kennt sich natürlich aus :)

Apropos sich auskennen: "Wäre wirklich gut wenn diese Luftbusfahrer so einmal jährlich sich in ein Flugzeug setzen würden, in dem man spürt was geschieht, und mit einem Fluglehrer eine Gefahreneinweisung durchspielen."
Zwar verdiene ich meine Brötchen auf den Konkurrenzprodukten aus Seattle und bin fürwahr der Antifan der Airbus-Philosophie, aber ihr o.g. O-Ton sagt alles über ihre Urteile und Qualifikation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JJJT 01.12.2015, 15:35
53.

@Maler
Ich bin ihrer Meinung. Mein übertragen sollte die Unsinnigkeit des autopiloten für das Auto unterstützen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
extra330sc 01.12.2015, 15:51
54.

Zitat von Maler
Sowohl bei vorliegendem Fall wie bei dem Air France A330 Unglück wird aus den Unfallabschlussberichten auch für den informierten Nichtpiloten deutlich genug wo die ausschlaggebenden Fehler lagen. Pauschal auf alle Diskutanten hier zu schimpfen ist Unsinn.
Ich schimpfe nicht auf alle Diskutanten, nur auf die, die dummes Zeug und extrem beschränktes Halbwissen von sich geben.
Apropos, über Pitot-Rohre macht ihnen ja keiner was vor....aber vielleicht besteht Nachholbedarf bzgl. der Vernetzung zum Stabilisator des Höhenruders!
Zwar haben die Piloten von AF447 verheerende Fehler begangen, gehirnamputiert und auf ihrem Erstflug waren sie aber nicht!
Wie gesagt, es liegt mir fern Airbus und überforderte Piloten pauschal in Schutz zu nehmen, aber das hiesige Stammtischniveau ist nicht sachdienlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hotel_papa 01.12.2015, 15:56
55.

Zitat von extra330sc
aber ihr o.g. O-Ton sagt alles über ihre Urteile und Qualifikation.
Ich bin einfach kein Anhänger der in der Fliegerei immer noch weit verbreiteten Omertá-Kultur.
Über Fehler, erst recht Pilotenfehler, wird nicht geredet. Kommt Nestbeschmutzung gleich.
Wie soll man da etwas lernen, bevor man selbst tot ist?
"Wart erst mal den Untersuchungsbericht ab!" OK, jetzt liegt er vor, aber man darf immer noch nicht drüber reden?

Die Untersuchungsberichte üben sich in verschärfter Leisetreterei, benennen nur das faktisch Nachweisbare. Müssen sie ja, denn alles andere hiesse ihre Kunden kritisieren.
Also muss man die Schlüsse selbst ziehen. Und das, mit verlaub, erlaube ich mir. Auch wenn ich damit dem einen oder anderen auf den Schlips trete.

Was ich nicht beurteilen kann, wie gross das Risiko ist, bei einem Ausleitmanöver mit einem dicken Koffer Vne zu überschreiten. Was ich sehr wohl beurteilen kann, dass ohne Ausleitmanöver mit Dauerziehen der tödliche Zustand nicht zu beenden ist.
Und einen Piloten, der auf Stall-Warnung nicht mit Drücken reagiert, werde ich auch in Zukunft Luftbusfahrer schimpfen. Die Freiheit nehme ich mir. Auch, zu behaupten, dass es ihm gut tun würde, sich in ein Luftfahrzeug zu setzen, dass einen die Luft spüren lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
extra330sc 01.12.2015, 16:24
56.

Zitat von hotel_papa
Ich bin einfach kein Anhänger der in der Fliegerei immer noch weit verbreiteten Omertá-Kultur. Über Fehler, erst recht Pilotenfehler, wird nicht geredet. Kommt Nestbeschmutzung gleich. Wie soll man da etwas lernen, bevor man selbst tot ist? "Wart erst ......
Was glauben sie denn, was in den unzähligen und immer wiederkehrenden Simulatorsessions geübt wird...nur soviel, das Servieren von Tomatensaft ist es nicht!?

Und welche Omertá-Kultur? Das genaue Gegenteil ist gelebte Kultur...eins von zig Beispielen, schon einmal was von OPS-Bulletin gehört? Ich weiß, in der NC-Szene ist das nicht sooo verbreitet ;)
Und worauf glauben sie, lernt man das Fliegen bzgl. der ATPL...ausser auf nem 2-Achs-Modell natürlich....kleiner Tipp, nicht auf dem 320 oder 330.
Und zum Schluß, selbst die beiden suboptimal agierenden AF-Copiloten waren schon schlau genug, auf die Stall Warnung mit fettem Drücken zu reagieren....nur brachte das nix...und jetzt sind wir wieder bei Halbwissen und der ätzenden Sicherheitsphilosophie von Airbus durch Entmündigung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CPT retired 01.12.2015, 16:59
57. Brillante Analyse !

Zitat von KeepCoool_Mr.Smith
Eigentlich steht in dem Artikel alles, was den Laien wirklich interessieren sollte. Das Training von Stall Recovery oder was es bedeutet, nahe an einem Gewitter zu fliegen kann der Laie hier zwar schlau diskutieren, aber nicht realistisch nachvollziehen. Was uns das Ganze sagen sollte: Billigfliegerei hat .......
Während sich im Forum Laien und Kenner gegenseitig im Detail zu übertrumpfen versuchen, haben sie sich den Blick fürs Große Ganze bewahrt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mk1964 01.12.2015, 20:20
58.

Zitat von batho
Der Artikel ist enttäuschend. Warum kam es zum Ausfall des Autopiloten? Liegen hier Wartungsmängel vor oder war evtl. ein Gewitter die Ursache? Welche Fehler hat die Crew anschließend gemacht? Dass die Crew eine Maschine ohne Autopiloten so gar nicht fliegen kann, ist ja extrem unwahrscheinlich. Welche anderen Systeme waren noch ausgefallen, die eine Kontrolle des Flugzeugs erschwerten? Leider bleiben nach der Lektüre viele Fragen offen. Lieber Spiegel, bitte besser darstellen.
Vielleicht lesen Sie den Artikel noch einmal in Ruhe?

Dort steht zum Beispiel, dass der Autopilot sich ausschaltet, wenn die Sicherung für die Rudersteuerung gezogen wird (was nur das Wartungspersonal am Boden tun darf).

Und zu den Wartungsmängeln steht, dass die Platine mit der defekten Lötstelle nicht gewechselt wurde, obwohl die Probleme lange bekannt waren.

SPON hat eigentlich alles richtig beschrieben, wenn man mal von der Überschrift absieht (der Autopilot war nicht defekt, das war eine Lötstelle der Rudersteuerung).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mk1964 01.12.2015, 20:33
59.

Zitat von quark2@mailinator.com
Am Ende bleibt zu konstatieren, daß wir nun schon eine ganze Reihe abgestürzter Airbusse haben, bei denen das tolle Fly-by-wire eben eher Teil des Problems und nicht Teil der Lösung war. Da scheint mir generell was im Argen zu liegen. Persönlich geföllt mir Boeings konservativer Ansatz viel besser.
Die armen Flugunfallermittler sind zu bedauern. Die suchen monatelang nach den Ursachen, gehen sogar der Frage nach wie der Copilot auf die Idee gekommen ist mitten im Flug Sicherungen zu ziehen, die den Wartungscrews (am Boden!) vorbehalten sind, gehen die Geschichte des Flugzeugs zurück, um irgendwann festzustellen, dass der Fehler schon seit langer Zeit besteht, von den Wartungscrews aber ignoriert wurde, ...

Viel Zeit verloren - die hätten besser Sie gefragt! Sie präsentieren zwar keine Beweise aber eine ausgeprägte Meinung und ignorieren dabei, dass die Flugunfallermittler nach 12 Monaten Arbeit eben nicht das Fly-by-wire-System als Absturzursache festgestellt haben, sondern Schlamperei bei den Wartungsarbeiten sowie eine völlig inkompetent agierende Crew, die durch das ziehen der Sicherung und anschließend minutenlanges (!) Überziehen trotz Stall-Warnung den Absturz herbeigeführt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6