Forum: Panorama
AKW Fukushima: Verzweifelter Kampf gegen die Kernschmelze

Zum zweiten Mal binnen weniger Stunden liegen die Brennstäbe im AKW Fukushima völlig frei - eine Panne hat dazu geführt, dass die Kühlung mit Meerwasser abgeschaltet wurde. Die japanische Regierung hat bereits*230.000 Dosen Jod an die Notunterkünfte nahe der Unglücksanlage verteilt.

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pax 14.03.2011, 19:04
1. Gespenster

Zitat von sysop
Zum zweiten Mal binnen weniger Stunden liegen die Brennstäbe im AKW Fukushima völlig frei - eine Panne hat dazu geführt, dass die Kühlung mit Meerwasser abgeschaltet wurde. Die japanische Regierung hat bereits*230.000 Dosen Jod an die Notunterkünfte nahe der Unglücksanlage verteilt.
Bemerkenswert.
Zwar noch eine relativ panische Überschrift, aber inhaltlich tatsächlich mal ein Artikel der nüchtern beschreibt , dass das Ende der Welt oder wenigstens Japans , noch nicht gekommen ist.


Und das die Lage trotz einer Kernschmelze stabil und beherrschbar ist.


Die Frage die man dann natürlich stellen darf, wenn man in einem Land welches gerade eine 9.0 hinter sich hat, eine Kernschmelze kontrollieren kann , was da überhaupt noch der GAU für ein Schreckgespenst sein soll.

In Zukunft wird der Präzedenzfall einer Kernschmelze nicht mehr Tschernobyl sondern Japan heißen.

Mit immer noch , und hoffen wir dass es so bleibt, 0 Totesfällen.

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Seska Larafey 14.03.2011, 19:06
2. wegen Strom Knappheit

Wurde noch kein Schiff entwickelt, das die Funkion eines Strom Generators erfüllt? Sicher, es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber als Überbrückung, bis die Anlagen wieder normal fahren können. Können Flugzeugträger nicht "Strom Generator" spielen? Jedenfalls Lokal, für die Rettungstruppen. Sicher, es gibt mobile Benzin/Diesel/Generatoren. Aber um z.b. Hafenanlagen wieder in Betrieb zu nehmen.

Oder Diese Generatoren auf LKWs. In Reihe schalten... Aber ich glaube das die Selbst drauf kommen. Wichtig ist halt Strom herzustellen. Den heutzutage hängt alles dran. Wasserpumpen usw...

Hoffe Japan übersteht das

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chiefclancywiggum 14.03.2011, 19:11
3. Hättste, könnste, wennste...

Zitat von sysop
Zum zweiten Mal binnen weniger Stunden liegen die Brennstäbe im AKW Fukushima völlig frei - eine Panne hat dazu geführt, dass die Kühlung mit Meerwasser abgeschaltet wurde. Die japanische Regierung hat bereits*230.000 Dosen Jod an die Notunterkünfte nahe der Unglücksanlage verteilt.
Typisch Spiegel! Weltuntergang, mindestens! Wie hier Halbwahrheiten, Spekulationen und Theorien von nicht weiter definierten Experten zu Sensationsjournalismus verquickt werden, ist ein Lehrstück für jeden zukünftigen Chefredakteur der BILD- Zeitung!

Wenn sich dann am Ende alles als halb so schlimm herausstellt, wird natürlich nicht in der gleichen Intensität über die tatsächlichen Ereignisse berichtet. Sachlichkeit verkauft sich eben schlecht ausserhalb der seriösen Fachliteratur wie "Spektrum der Wissenschaft", etc. Stattdessen wird der gemeine Dummbatz von Bundesbürger in seiner unfundierten Voreingenommenheit bestärkt.

Diskussion heute zum Feierabend in der S-Bahn: "Da werden Schulen geschlossen, weil es zuwenige Kinder gibt, aber der Castortransport rollt, obwohl es viel Geld kostet". Die Lösung liegt aber doch bei uns allen: 1. Mehr Kinder produzieren, dann rechnet sich die Schule wegen Umlage der hohen Fixkosten auf viele Köpfe. 2. Die unsinnigen Proteste und Blockaden der Castortransporte beenden. Dann kostet der Transport nicht mehr als ein regulärer Güterzug, denn es sind ja einzig die exorbitanten Personalkosten für die Tausendschaften der Polizei, die wegen der Krawalldemonstranten eingesetzt werden müssen.

Ich meinerseits werde weiterhin standhaft für die Kernkraft werben. Bei mir kommt der Strom nämlich nicht einfach aus der Steckdose und ich möchte die Senkung des CO2- Austosses fördern. Ausserdem habe ich noch nichts über auch nur annähernd so heftige Erdbeben wie im Pazifikraum in Deutschland gehört. Und Tsunamis kennt hier auch kein Schwein!

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Cephalotus 14.03.2011, 19:12
4. Iod

ein gewisser Vorteil in Japan (sofern man dieses Wort benutzen mag) liegt vielleicht in der Ernährung der Leute mit sehr jodhaltigen Lebensmitteln (z.B. die im Susihi verarbeiteten Algen).
In Bayern z.B. war (früher, in der Zeit vor dem Iod Salz) das genaue Gegenteil der Fall, dort saugt die Schilddrüse der Menschen das radioaktive Jod geradezu begierig auf.

mfg

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GeorgAlexander 14.03.2011, 19:18
5. Das nenne ich Betäubungssprech

Zitat: "...Am Montagmorgen war bei einer Detonation das Dach von Reaktor 3 eingestürzt. Die innere Hülle des Reaktors sei aber intakt geblieben, beteuerte die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco)."

"das Dach ist eingestürzt" - nachdem es vorher wohl ruckartig um 150 m 'angehoben' wurde... Die Bilder zeigen für mich eine Explosion, da ist doch nichts dran umzudeuten. Wer so formuliert, dem ist auch zuzutrauen, dass "Reaktor ist intakt geblieben" nur eine euphemistische Umschreibung ist für "Wir wissen nicht, was mit dem Reaktor los ist - wir sehen ihn nämlich nicht mehr."

Selbst, wenn die Kernschmelze nicht zur Zerstörung des Sicherheitsbehälters führen sollte, wird diese Gegend für sehr, sehr lange Zeit ein unbewohnbares Sperrgebiet bleiben. Aber macht ja nichts. Langsam werden wir an die GAUs gewöhnt... ist wohl doch nicht so schlimm.

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geistigmoralischewende 14.03.2011, 19:28
6. Jod ist allerdings nur begrenzt wirksam.

Der Plazeboeffekt ist wesentlich höher.
Gib dem Volk Jod, und es bleibt ruhig!
Helfen kann man sich ja auch, indem man sich eine Zeitung über den Kopf hält.
Hilfreich in solch einer Situation ist immer auch der Vergleich mit Röntgenaufnahmen oder weiten Flugreise, bzw. Aufenthalten im Weltall.

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teenriot 14.03.2011, 19:29
7. .,-

Zitat von pax
Und das die Lage trotz einer Kernschmelze stabil und beherrschbar ist.
Die indirekte Kühlung ist ein erstmal durchgeführtes Verfahren und niemand weiß ob das funktioniert. Das ist schlicht Improvisation, zu dem man greifen muss weil man eben nichts beherrscht zur Zeit. Sonst wäre nicht erneut ein Reaktorgebäude zerstört worden. Von "Stabil" kann nicht die Rede sein wenn Radioaktivität austritt.

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pax 14.03.2011, 19:43
8. Gebiete

Zitat von GeorgAlexander
Selbst, wenn die Kernschmelze nicht zur Zerstörung des Sicherheitsbehälters führen sollte, wird diese Gegend für sehr, sehr lange Zeit ein unbewohnbares Sperrgebiet bleiben. Aber macht ja nichts.
Sehrt unwahrscheinlich, da alles was ein Gebiet unbewohnbar machen könnte , sich innerhalb des Sicherheitsbehälters befindet.

Zumal wir da auch noch von der Definition "Gebiet" hinsichtlich seiner Größe reden müssen.

Auf dem Gelände des AKWs als solches , wird wohl sowieso die nächste Zeit niemand wohnen.

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pax 14.03.2011, 19:52
9. Gegensätze

Zitat von teenriot
. Das ist schlicht Improvisation, zu dem man greifen muss weil man eben nichts beherrscht zur Zeit.
Zwischen Improvisation und Beherrschung unterscheidet als Gegensätze nur der deutsche Ingenieur ;-)

Wie aus dem Artikel zu entnehmen ist, ist die gefährliche Zeit ,die 20-30h nach Abschaltung, schon ereignisarm überschritten worden.

Die Wasserstoffexplosionen sind allenfalls ärgerlich , aber ändern an dem Zustand des inneren des Reaktors nichts.
Dass der Einschluss hält , ist für die nächsten 2 Wochen das einzige was man beherrschen muss, wobei das stündlich einfacher wird.

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