Forum: Panorama
Alltag einer Familienrichterin: "Das macht mich traurig, fassungslos, hilflos, wütend
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Bekommen prügelnde Eltern ihren Säugling zurück? Wohnt das Scheidungskind bei Mama oder Papa? Familienrichter haben enorme Verantwortung - und kaum Zeit, Hunderten Schicksalen gerecht zu werden. Eine Juristin berichtet aus ihrem Berufsalltag am Limit.

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Spiegelleserin57 15.10.2015, 12:11
10. eine gute Darstellung der Richterin!

leider kenne ich diese Darstellung bedingt durch meine Arbeit! Es macht fassungslos was Menschen Kindern und auch alten Leuten antun...und das hier in Deutschland...eigentlich einem kulturell hochgestellten Land. Es ist aber leider die Realität und auch die vielen unterbesetzten Gerichte und auch die knappe Anzahl der gerichtlichen Betreuer. Im Fernsehen kam vor kurzem ein Bericht dass ein Betreuer 120 Fälle zu betreuen hat. Das ist gut nachvollziehbar wenn man sieht wie wenig ein Betreuer sich am Bett eines Patienten blicken lässt. Der Mensch bleibt auf der Strecke. Ein ganz deutliches Versagen unserer Politik die nicht in der Lage ist diese Probleme zu beheben.
Das ist aber in diesem Jahr nichts Neues sondern existiert schon seit JAHREN! Es stellt sich wirklich die Frage weshalb dann noch die selben Politiker gewählt werden.
Was mich immer wieder betroffen macht ist dass auch die Bürger diese Zustände schweigend in Kauf nehmen und immer wieder die selben Leute wählen. Aber sich dann über die derzeitige Situation aufregen.
Man muss leider feststellen das viel zu wenig Eigenverantwortung übernommen wird. Es wird ein Buhmann gesucht an dem man die Probleme festmachen will deren Lösung man selbst schon seit einigen Jahren nicht nachgegangen ist.
Die Schwächsten sind immer die Opfer, wie auch die Kinder die sich nicht wehren können. Die Karawane zieht weiter ohne Konsequenzen aus deren Leiden zu ziehen.

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Widerstandsgewächs 15.10.2015, 12:17
11. schöner, notwendiger Artikel, denn

im Familienrecht erleben wir, wie jahrelange gesellschaftliche Fehlsteuerung darauf hinausläuft, die letztendliche Reparatur der dritten Gewalt zu überlassen, ein Phänomen, welches in der Asylfrage aufs Gleiche hinausläuft (Nicht nur Familiensachen sollen übers Gericht entschieden werden, auch Asylanträge) Durch diese Überbelastung wird die Justiz handlungsunfähig! Dabei werden im Vorfeld immer mehr Beteiligte eingebunden, die natürlich mehr oder weniger Partei sind. Es gibt nachweißlich bedenkliche Netzwerke zwischen JA, Gutachtern und Schulen, auch Verfahrenspfleger und Moderatoren oder Familienhilfestellen die parteiisch vor entscheiden und Familienkonflikte geradezu kreieren anstatt zu lösen, weil sie erstens alle am gemeinsamen Tropf, dem des Steuerzahlers hängen und jeden Tag zusammenarbeiten. Dies führt zu mangelnder Neutralität, was sich an der großen Zahl der alleinerziehenden Mütter niederschlägt, denn selbst wenn 10% der Väter Gewalt zu verantworten hätten, wäre das Verhältnis 90 zu 10 nicht gerechtfertigt.
Dazu kommt die Anstachelung durch das Geld, einerseits welches Anwälte verdienen wollen, andererseits dies welches der Staat demjenigen garantiert, der das Kind erhält. Auch der Geschlechterkrieg spielt eine wesentliche Rolle, einen objektiven Blick auf das Dilemma zu verhindern. Viele Paare trennen sich wegen Nichtigkeiten, oder aus ganz anderen Gründen, die dann aber mit der unterdrückten Rolle von Frauen und Müttern begründet werden.
Konfliktlösungen in Familien, ehe Kinder in den Brunnen gefallen sind oder zerrissen werden, Fehlanzeige! Schule und Staat vergessen zudem, dass in Kinder die von Mutter und Vater erzogen werden, mit einer viel höheren geleisteten Erziehungsarbeit zur Schule kommen, mehr Zeit für Bildungsarbeit investierbar ist. Die Wirklichkeit erfordert immer mehr Sozialarbeit, die meist von feministisch indoktrinierten, zumindest berührten Frauen geleistet wird. Die Ideologiespirale nimmt Fahrt auf. Väterrechtler halten wegen der zunehmenden Väterapartheid dagegen. Am Ende dieser Entwicklung stehen wird vor zusammenbrechender Familiegerichtsbarkeit, Faustrecht statt Familienrecht, und am schlimmsten, einer Anzahl von Halbwaisen, die mit dem Grundgesetz, Artikel 6, Absatz 1bis 3 nicht mehr vereinbar ist.

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Marellon 15.10.2015, 12:17
12. Anderen Job suchen

Diese Dame sollte einen anderen Job suchen - in ihrem eigenen Interesse und im Interesse des Gemeinwesens. Man lauert ihr vor der Wohnung auf, ihre Kinder nennen sie "doofe Mama", man bespuckt einander in ihrem Gericht, man bedroht sie... und all das tut man offenbar ohne Konsequenzen, denn andernfalls wären diese genannt. Jemand, der sich bedrohen und bedrängen und beschimpfen lässt, taugt nicht zur Richterin.

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proratio 15.10.2015, 12:18
13. So ein Unsinn

Zitat von christiane_kreusch
als "die andere Seite"- also als Mutter eines Scheidungskindes darf ich meine Eindrücke schildern. Frau Müller klagt über ihre Arbeitsbelastung und die Möglichkeit "vielleicht nicht alles richtig zu machen". Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren. Schließlich hat sie ja das Beste fürs Kind gewollt. Frei nach dem Motto, wo gehobelt wird, da fallen .....
Frau Müller entscheidet das nur, wenn Sie nicht in der Lage sind, sich vernünftig mit ihrem Ex zu einigen und sich gemeinsam um das Wohl der Kinder zu kümmern, statt die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

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harwin 15.10.2015, 12:24
14. Wegnehmen

Wer seine Kinder schlägt sollte die Kinder nicht wieder zurück bekommen. Die Folgen für das weitere Leben des Kindes sind enorm. Geschlagene Kinder werden oft schlagende Eltern. Da sollten die Gerichte mehr Personal bekommen, weil die Folgen sind für die Gesellschaft verherrend. Wer Gewalt erlernt wird später auch Gewalt ausüben, ob körperlich oder psychisch ist egal.

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hapebo 15.10.2015, 12:24
15. Kaputtsparen heißt das!

Tja, aber wir haben die schwarze Null stehen. Was dieser Mann und diese Regierung diesem Land antut,das interessiert diese Herrschaften in keinster weise.Warum auch! Sie selbst sind doch nach ihrem Abtritt bestens versorgt bis in das hohe Alter hinein. Eine funktionierende Infrastruktur,dieses Wort können die nicht einmal Buchstabieren.

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!!!Fovea!!! 15.10.2015, 12:32
16.

Zitat von Spiegelleserin57
leider kenne ich diese Darstellung bedingt durch meine Arbeit! Es macht fassungslos was Menschen Kindern und auch alten Leuten antun...und das hier in Deutschland...eigentlich einem kulturell hochgestellten Land. Es ist aber leider die Realität und auch die vielen unterbesetzten Gerichte und auch die knappe Anzahl der gerichtlichen Betreuer. Im Fernsehen kam.....
Sehr schön, dann machen Sie mal Vorschläge, "wie man dagegen angehen kann"....
Ich hoffe, Sie haben einen Geldesel im Keller stehen, dieses demokratische Land lässt Sie bis zum Verfassungsgericht klagen.

Finden Sie erstmal einen Familienanwalt, der diesen Weg mitgeht. Wissen Sie wieviel Geld das kostet?

Interessant, wirklich interessant, wie sich mancher das so vorstellt. Das man da, wenn einem 1080.-€/Monat als Unterhaltspflichtiger zur Verfügung hat, darauf keine keine Lust hat, ist wohl mehr als verständlich.
Denn der Staat schenkt keinem was.
Man könnte auch unterstellen, dass das die Gerichte wissen.

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Kurt Kraus 15.10.2015, 12:36
17. Dies Elend geht schon sehr lange so

Helfen können zwei Dinge: Zum einen Mediation, dazu gibt es aber erst Pilotprojekte. Das kann die Justiz enorm entlasten, weil der emotionale Zündstoff vorher entschärft wird.
Das andere ist, den Kindesaufenthalt, an dem alles hängt, entsprechend zu nutzen. Das Kind wohnt bei dem, der sich familienfreundlicher verhält. Notfalls muss das mal geändert werden, damit die Botschaft ankommt. Wenn die Parteien begreifen, dass sie ihre Position nachhaltig verschlechtern, indem sie die Hemmungen im Rosenkrieg fallenlassen, wird es ruhiger.
Wenn das Kinder der Richterin auf den Schoß krabbelt, ist es Zeit für eine Sorgerechtsentziehung. Da gibt es bei Justiz und Jugendämtern zuviel falsche Rücksichten. Bei uns landen so viele Kinder auf dem Seziertisch, dass sich schon die Pathologen im Spiegel beklagen.

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hoflo71 15.10.2015, 12:39
18.

Zitat von christiane_kreusch
als "die andere Seite"- also als Mutter eines Scheidungskindes darf ich meine Eindrücke schildern. Frau Müller klagt über ihre Arbeitsbelastung und die Möglichkeit "vielleicht nicht alles richtig zu machen". Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren. Schließlich hat sie ja das Beste fürs Kind gewollt. Frei nach dem Motto, wo gehobelt wird, da fallen .....
Arme Frau Keusch
Vielleicht sollten Sie sich mal den Gedanken gefallen lassen, dass sich ein Richter/eine Richterin die Fälle nicht aussucht. Diese werden ihr vorgelegt. Der Grund für diese Vorlage dürften Vorfälle sein, die aus irgendeinem Grund schwer wiegend genug sind, um vor Gericht zu landen.

Sollte es "nur" eine Scheidung sein, so können sich die beteiligten Eltern im Vorfeld, wie erwachsene Menschen, auf eine gütliche Regelung einigen. Schaffen sie das nicht, ist das Gericht gehalten, eine solche Einigung bzw. eine Regelung herbei zu führen.
Sie halten der Richterin also vor, dass sie eine Entscheidung getroffen hat, zu der die beiden Scheidungsparteien nicht in der Lage waren?
Interessante Verschiebung der Verantwortlichkeiten!

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Teilzeitalleinerzieherin 15.10.2015, 12:42
19. Und wie...

Zitat von Marellon
Diese Dame sollte einen anderen Job suchen - in ihrem eigenen Interesse und im Interesse des Gemeinwesens. Man lauert ihr vor der Wohnung auf, ihre Kinder nennen sie "doofe Mama", man bespuckt einander in ihrem Gericht, man bedroht sie... und all das tut man offenbar ohne Konsequenzen, denn andernfalls wären diese genannt. Jemand, der sich bedrohen und bedrängen und beschimpfen lässt, taugt nicht zur Richterin.
sollen Ihrer Ansicht nach die Konsequenzen aussehen? Gegen die "Lamas" im Gerichtssaal kann sie ein Ordnungsgeld verhängen - das wird die echt beeindrucken, vor allem wenn eh nix zu holen ist. Bei Bedrohungen vor der Haustür kann die Richterin - wie jeder andere auch - die Polizei einschalten. Verfahren wegen Drohung/ Beleidigung werden im Regelfall eingestellt. Und ja Kinder nennen ihre Mutter auch mal "doofe Mama". Da schimpft man (das wird sie auch tun) und verhängt vielleicht noch eine Auszeit o.ä. (sofern die "doofe Mama" nicht gerade wutentbrannt geäußert wurde, weil man schon eine Strafe verkündet hatte...). Aber Schwerpunkt des Artikels war nicht "wie gehe ich mit Beschimpfungen durch meinen Nachwuchs um" sondern wie geht Papa Staat mit seinen Familienrichtern um.

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