Forum: Panorama
Amazonas-Synode in Rom: Franziskus' dicke Brocken
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Die Länder Süd- und Mittelamerikas sind Herzland der katholischen Kirche - doch die Probleme sind gewaltig. Bei einer Synode im Vatikan suchen der Papst und mehr als hundert Bischöfe nach Lösungen. Und überall lauern Fallen.

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kkschiemert 05.10.2019, 15:26
1. Schöpfung erhalten?

Ich finde es fast normal wenn die RKK über "Schöpfung" redet, aber es ist gar nicht normal, wenn die Reporterin der SPON das gleiche sagt. Die Evolution ist eine Tatsache, vergessen wir die "Schöpfung", wenn wir ernst genommen werden wollen.

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melnibone 05.10.2019, 15:29
2. Die Zeit ...

läuft dem ´Erneuerer´ des Glaubens an der katholischen Kirchenpolitik davon.
Er sieht grau und deutlich gealtert aus.
Und am Ende bleibt fast alles wie es war.
Nein, man kann sogar meinen gerade in der BRD tut sich etwas.
Vielleicht ist hierzulande sogar die Kirche bereitwilliger sich zu öffnen ... als die Politik.
Natürlich mit kleinen Verschnaufpausen.

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gunpot 05.10.2019, 15:52
3. Vielleicht wachen nun ja einige

Katholiken und andere Christen endlich auf, um zu verstehen, warum Kardinal Ratzinger, Benedikt der XVI den Betel hinschmiss. Das ist natürlich bei weitem nicht wegen Südamerika. Da sind die sexuellen Bedürfnisse seines Klerus (kein Problem in Afrika) sowie rechtswidrige Finanzierungen bzw Geschäftsgebaren der Vatikanbank, aber auch das Eingeständnis, dass wir es mit schwarzen Schafen zu tin hatten und sicherlich immer noch haben. Yes Franziskus, you still have a long way to do and we don't know that there will be a good outcome.

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paul46 05.10.2019, 16:05
4. Frauen werden die großen Verlierer des synodalen Weges sein

Aus der Sicht von Papst Franziskus und auch von Voderholzer und Woelki ist die Frage nach der Frauenordination endgültig entschieden, seit vor 25 Jahren Papst Johannes Paul II. mit seinem Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ festlegte, dass die Diskussion beendet sei.

Diese Meinung vertraten auch die sog. „Dubia-Kardinäle“ – eine erzkonservative und reformfeindliche Gruppe von hochrangigen Würdenträgern in der katholischen Kirche – als sie in einem Schreiben an den gegenwärtigen Papst in belehrendem Ton darauf hinwiesen, dass Papst Johannes Paul II. als offizielle Lehre der Kirche in seinem Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ endgültig beschieden habe, dass die Frauen vom Weihesakrament ausgeschlossen seien.

Bereits Papst Benedikt XVI. hatte die Lehre seines Vorgängers bekräftigt und die Meinung von Johannes Paul II. bestätigt, der „unwiderruflicher Weise“ erklärt habe, dass die Kirche im Bezug auf die Frauenordination „keine Vollmacht vom Herrn erhalten hat“.

Papst Franziskus hat ebenfalls zu dieser Frage Stellung genommen. In seinem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium unterstrich er: „Das den Männern vorbehaltene Priestertum als Zeichen Christi, des Bräutigams, der sich in der Eucharistie hingibt, ist eine Frage, die nicht zur Diskussion steht“. Er rief auch dazu auf, diese Lehre nicht als Ausdruck von Macht, sondern als Dienst zu interpretieren, so dass die gleiche Würde von Mann und Frau im einen Leib Christi besser verstanden werden kann (Nr. 104). In der Pressekonferenz während des Rückflugs von der Apostolischen Reise nach Schweden am 1. November 2016 betonte Papst Franziskus: „Hinsichtlich der Weihe von Frauen in der katholischen Kirche hat der heilige Johannes Paul II. das letzte klare Wort gesprochen, und das bleibt“.

Auch Kardinal Marx erteilte in Fulda allen Hoffnungen eine Absage, wonach es revolutionäre Umwälzungen geben könnte. Bei allen notwendigen Reform- und Veränderungsfragen müsse man "einen nüchternen Blick" wahren: "Es wird keinen deutschen Sonderweg ohne Rom bei weltkirchlich relevanten Fragen geben. Aber wir sind bereit, Diskussionsbeiträge für die Weltkirche zu liefern." Das heißt: Die Priesterweihe für Frauen - wie von einigen Organisationen ( z.B. Maria 2.0) gefordert - bleibt in weiter Ferne.

Da die Frage der Frauenordination eine Frage der Weltkirche ist, können somit, das ist die Argumentation der kath. Chefetage in Rom, nicht die deutschen Bischöfe, sondern nur der Papst das letzte Wort haben. Damit scheint die Frage der Frauenordination auf lange Zeit auf Eis gelegt worden zu sein: Die Frauen wären somit die großen Verlierer des synodalen Prozesses.

Ein Trauerspiel – aber eine bittere Wahrheit für die Frauen.

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phiasko76 05.10.2019, 16:16
5. Wer glaubt denn wirklich..

..ernsthaft, dass ein im Mittelalter varharrter Altherrenclub jemals in der Neuzeit ankommen wird? Ich jedenfalls nicht.

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yvowald@freenet.de 05.10.2019, 16:19
6. Alt-Papst Ratzinger - eher Spalter als Versöhner

Papst Franziskus (Franz von Rom) hat innerkirchlich viel zu viele hochrangige Widersacher, die alles versuchen, seine Reformideen zu blockieren.
Auch wenn sich die katholische Kirche im Jahre 2019 offener und den Menschen zugewandter gibt, ist sie im Kern die gleiche geblieben: eine autoritäre, dominante Organisation, willenlos daran etwas Grundlegendes zu verändern.
Dabei ist sie - sowohl was den Klerus, also die "Leitenden Talarträger" betrifft als auch die erodierende Mitgliedschaft, die Laien betrifft, eine in sich tief gespaltene Institution, der es nur mit viel Geld und großen Mühen gelingt, "den Laden zusammenzuhalten".
Gerade auch der emeritierte Alt-Papst Ratzinger war - rückblickend - eher ein Vertreter der alten, gespaltenen Kirche, weil ihm jedwede Neuerung oder Änderung abholt war und noch heute ist.
Harren wir also der Entwicklungen, die da noch kommen werden....

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paul46 05.10.2019, 17:39
7. Frauen werden die großen Verlierer des synodalen Weges sein

Aus der Sicht von Papst Franziskus und auch von Voderholzer und Woelki ist die Frage nach der Frauenordination endgültig entschieden, seit vor 25 Jahren Papst Johannes Paul II. mit seinem Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ festlegte, dass die Diskussion beendet sei.

Papst Franziskus hat ebenfalls zu dieser Frage Stellung genommen. In seinem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium unterstrich er: „Das den Männern vorbehaltene Priestertum als Zeichen Christi, des Bräutigams, der sich in der Eucharistie hingibt, ist eine Frage, die nicht zur Diskussion steht“. Er rief auch dazu auf, diese Lehre nicht als Ausdruck von Macht, sondern als Dienst zu interpretieren, so dass die gleiche Würde von Mann und Frau im einen Leib Christi besser verstanden werden kann (Nr. 104). In der Pressekonferenz während des Rückflugs von der Apostolischen Reise nach Schweden am 1. November 2016 betonte Papst Franziskus: „Hinsichtlich der Weihe von Frauen in der katholischen Kirche hat der heilige Johannes Paul II. das letzte klare Wort gesprochen, und das bleibt“.

Da die Frage der Frauenordination eine Frage der Weltkirche ist, können somit, das ist die Argumentation der kath. Chefetage in Rom, nicht die deutschen Bischöfe, sondern nur der Papst das letzte Wort haben. Damit scheint die Frage der Frauenordination auf lange Zeit auf Eis gelegt worden zu sein: Die Frauen wären somit die großen Verlierer des synodalen Prozesses.

Ein Trauerspiel – aber eine bittere Wahrheit für die Frauen.

Meine Enttäuschung ist groß, meine Verbitterung ist groß, meine Wut ist groß, und zwar über eine katholische Kirche, deren Würdenträger sich weigern, die „Zeichen der Zeit“ endlich zu verstehen und sich in ihrem Denken und Handeln wieder dem Menschen anzunähern, der sein ganzes Leben sich gegen die Ungleichbehandlung von Menschen zur Wehr gesetzt und sich nicht gescheut hat, mit den von dem gesellschaftlichen Establishment Verachteten sich an einen Tisch zu setzen, ihnen Mut zuzusprechen und sie zu heilen: Jesus von Nazareth.

Doch von diesem Menschen wollen die heute (Woelki & Co.) und die seit Jahrhunderten Herrschenden nichts hören; er stört sie nur in ihren Macht- und Herrschaftsansprüchen, in ihren Eitelkeiten und ihren Monopolansprüchen bezüglich angeblicher göttlicher Wahrheiten.

Wie niederträchtig, infam, bigott, ignorant und arrogant kommen sie daher in ihrer Attitüde des sich Selbst-Vergöttlichens.

Wenn die Frauen etwas für sich erreichen wollen, müssen diejenigen Frauen, die nicht an das kirchliche Arbeitsrecht gebunden sind, in einen unbefristeten Streik treten; und als letzte Möglichkeit sollten sie die Option eines Kirchenaustritts nicht aus den Augen verlieren. Mag der Gang zu Standesamt und das dortige Ausfüllen des Formulars zum Kirchenaustritt auch noch so schmerzhaft sein: Der von mir oben skizzierte Personenkreis versteht nur diese Sprache und den damit verbunden Geldverlust durch die Kirchensteuer.

Paul Haverkamp, Lingen

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cogito-ergo-sum 05.10.2019, 17:55
8. Wichtiger Hinweis

Zitat von kkschiemert
Ich finde es fast normal wenn die RKK über "Schöpfung" redet, aber es ist gar nicht normal, wenn die Reporterin der SPON das gleiche sagt. Die Evolution ist eine Tatsache, vergessen wir die "Schöpfung", wenn wir ernst genommen werden wollen.
Sprache ist das Handwerkszeug von Journalisten. Und deshalb sollte man sorgfältig bei der Wortwahl sein. Es gab keinen Schöpfer und deshalb auch keine "Schöpfung".

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Hudson, Jane 05.10.2019, 17:57
9. Benedikt

Benedikt war nicht den Menschen zugewandt. Er hatte kein Verständnis für ihre Sünden. Als offensichtlich restlos Sublimiertem beschrieb er den Weg zu Gott über die Ästhetik der Kirche und über die Preisgabe des Intellekts an den Glauben. Der Priester konstituiert Gott. Das macht alles andere unmöglich. Wird es möglich, gibt es keinen Gott mehr.

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