Forum: Panorama
Amazonas-Synode in Rom: Franziskus' dicke Brocken
DPA

Die Länder Süd- und Mittelamerikas sind Herzland der katholischen Kirche - doch die Probleme sind gewaltig. Bei einer Synode im Vatikan suchen der Papst und mehr als hundert Bischöfe nach Lösungen. Und überall lauern Fallen.

Seite 4 von 4
yvowald@freenet.de 14.10.2019, 11:10
30. Gottes spekulative Geschlechtlichkeit

Zitat von uncle scrooge
Das Christentum ist, wie die anderen Buchreligionen auch, eine patriarchalische Religion. Jahrtausendelang hat niemand die Männlichkeit Gottes infrage gestellt. Dies geschieht erst in jüngerer Zeit, in der gesellschaftliche Veränderungen, wie Frauenbewegungen (Suffragetten), Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung, Feminismus usw., auch vor den Kirchen nicht Halt machen. Anlässlich der Monotheisierung der antiken Glaubenswelt stellte sich natürlich auch die Frage nach dem Geschlecht Gottes. Man hatte sich aufgrund der damaligen Wertvorstellungen für den Patriarchalismus entschieden. Der Text der beiden biblischen Schöpfungsgeschichten lässt wohl kaum eine Deutung auf das Geschlecht Gottes zu. Die Redaktoren haben sich bei der Abfassung des AT im 5./6. vorchristlichen Jahrhundert keine Gedanken über das Geschlecht Gottes gemacht, für sie war Gott ohne Zweifel männlich. Ein expliziter Hinweis hätte sich daher eigentlich erübrigt. Und dennoch gibt im AT Hinweise: "Und der HERR erschien ihm (Abraham) im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war." (1. Moses 18, 1) Die drei Männer, die Abraham besucht haben, waren keine normalen Männer. Es war Gott selbst und zwei Engel. Im Neuen Testament ist die Rede vom Gottvater und Gottsohn, und Väter und Söhne sind nun mal männlich. Außerbiblischen Schriften zufolge soll Jahwe sogar mit der Göttin Aschera verheiratet gewesen sein ;-)
Die Geschlechtlichkeit Gottes ist rein spekulativ. Auch die neutestamentlichen Schriften sind ebenso wie das Alte Testament Legenden ohne historische Beweiskraft.
Deshalb sollte zunächst einmal ein Gottesbeweis erbracht werden: Welche historischen Fakten belegen zweifelsfrei die Existenz Gottes oder seines (angeblichen) Sohnes Jesus, der zu Beginn unserer Zeitrechnung gelebt haben soll.
Alles andere ist und bleibt Hokuspokus und sollte nicht ernsthaft zur Diskussion gestellt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uncle scrooge 16.10.2019, 15:15
31.

Zitat von yvowald@freenet.de
Die Geschlechtlichkeit Gottes ist rein spekulativ. Auch die neutestamentlichen Schriften sind ebenso wie das Alte Testament Legenden ohne historische Beweiskraft. Deshalb sollte zunächst einmal ein Gottesbeweis erbracht werden: Welche historischen Fakten belegen zweifelsfrei die Existenz Gottes oder seines (angeblichen) Sohnes Jesus, der zu Beginn unserer Zeitrechnung gelebt haben soll. Alles andere ist und bleibt Hokuspokus und sollte nicht ernsthaft zur Diskussion gestellt werden.
Naja, in alten Mythen und Legenden wimmelt es von Göttern und Halbgöttern ohne historische Beweiskraft. Das waren alles nur fiktive Gestalten, dennoch wird ihnen ein in aller Regel ein Geschlecht zugeordnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 16.10.2019, 15:41
32. Alles nur Menschenwerk

Zitat von uncle scrooge
Naja, in alten Mythen und Legenden wimmelt es von Göttern und Halbgöttern ohne historische Beweiskraft. Das waren alles nur fiktive Gestalten, dennoch wird ihnen ein in aller Regel ein Geschlecht zugeordnet.
Alles nur Menschenwerk, auch wenn sich die Katholische Kirche noch so müht, in göttlichen Sphären zu wandeln. Auch der Papst bleibt nur ein einfacher Mensch und ist nicht der STellvertreter des Gottesvaters auf Erden. Eine Anmaßung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mundi 16.10.2019, 16:30
33.

Zitat von yvowald@freenet.de
Alles nur Menschenwerk, auch wenn sich die Katholische Kirche noch so müht, in göttlichen Sphären zu wandeln. Auch der Papst bleibt nur ein einfacher Mensch und ist nicht der STellvertreter des Gottesvaters auf Erden. Eine Anmaßung!
Der Papst war nie der Stellvertreter Gottes.
Er ist Nachfolger von Petrus, den ersten Papst der Christen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uncle scrooge 16.10.2019, 17:30
34. Codex des kanonischen Rechts

Zitat von mundi
Der Papst war nie der Stellvertreter Gottes. Er ist Nachfolger von Petrus, den ersten Papst der Christen.
Lt. Codex des kanonischen Rechts gilt Folgendes:

"Artikel 1: Der Papst

Can. 331 - Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden; deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann."

(Teil II: Hierarchische Verfassung der Kirche,
Sektion I: Die höchste Autorität der Kirche,
Kapitel I: Papst und Bischofskollegium)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 17.10.2019, 00:03
35. Nicht glauben, sondern selbst denken

Zitat von uncle scrooge
Lt. Codex des kanonischen Rechts gilt Folgendes: "Artikel 1: Der Papst Can. 331 - Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden; deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann." (Teil II: Hierarchische Verfassung der Kirche, Sektion I: Die höchste Autorität der Kirche, Kapitel I: Papst und Bischofskollegium)
Wer's glaubt, wird selig. Und wer nicht an diese Anmaßungen glaubt, bleibt ein kritischer Mensch.
Es ist schon bedenklich, daß wir Menschen des 21. Jahrhunderts noch immer von kirchlichen Scharlatanen beeinflußt und bisweilen "beherrscht" werden.
Selbst denken könnte weiterhelfen. Was aber, wenn es an Denkvermögen fehlt? Genau hier könnte die Ursache "des Glaubens" zu finden sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uncle scrooge 17.10.2019, 12:57
36.

Zitat von yvowald@freenet.de
Wer's glaubt, wird selig. Und wer nicht an diese Anmaßungen glaubt, bleibt ein kritischer Mensch. Es ist schon bedenklich, daß wir Menschen des 21. Jahrhunderts noch immer von kirchlichen Scharlatanen beeinflußt und bisweilen "beherrscht" werden. Selbst denken könnte weiterhelfen. Was aber, wenn es an Denkvermögen fehlt? Genau hier könnte die Ursache "des Glaubens" zu finden sein.
Theismus und auch Atheismus begründen sich in Sozialisation, Indoktrination und Manipulation. Prägend sind Umgebung, Gesellschaftsstruktur, Kultur und Religion, in die ein Mensch hineingeboren wird. Wer von Anfang an in die Religionsfalle tappt, kommt da schwer wieder heraus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 18.10.2019, 07:25
37. Der Religionsfalle entkommen

Zitat von uncle scrooge
Theismus und auch Atheismus begründen sich in Sozialisation, Indoktrination und Manipulation. Prägend sind Umgebung, Gesellschaftsstruktur, Kultur und Religion, in die ein Mensch hineingeboren wird. Wer von Anfang an in die Religionsfalle tappt, kommt da schwer wieder heraus.
Die "Religionsfalle" ist zwar verhängnisvoll und kann sehr nachhaltige Wirkungen entfalten, es hat jedoch jede und jeder selbst in der Hand, sich gedanklich mit seiner Religion oder auch anderen Glaubensrichtungen auseinanderzusetzen.
Die meisten Menschen sind allerdings träge und nicht bereit, sich weitergehend zu informieren.
Davon profitieren in Deutschland die beiden privilegierten Großkirchen mit ihren "Kirchensteuereinnahmen", die ja in Wahrheit Mitgliedsbeiträge für die Kirchen sind.
Niemand sonst in Deutschland hat die Möglichkeit, Mitgliedsbeiträge bequem durch die Finanzbehörden kassieren zu lassen, lückenlos.
Es ist alles sehr menschlich, was diese Kirchen so betreiben, um ihren Finanzstatus nicht zu gefährden.
Und die "Bediensteten" leben gut davon. Ob das der Grund ist, weshalb auch Frauen in den katholisch-kirchlichen Dienst drängen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uncle scrooge 20.10.2019, 14:05
38.

Zitat von yvowald@freenet.de
Die "Religionsfalle" ist zwar verhängnisvoll und kann sehr nachhaltige Wirkungen entfalten, es hat jedoch jede und jeder selbst in der Hand, sich gedanklich mit seiner Religion oder auch anderen Glaubensrichtungen auseinanderzusetzen. Die meisten Menschen sind allerdings träge und nicht bereit, sich weitergehend zu informieren. Davon profitieren in Deutschland die beiden privilegierten Großkirchen mit ihren "Kirchensteuereinnahmen", die ja in Wahrheit Mitgliedsbeiträge für die Kirchen sind. Niemand sonst in Deutschland hat die Möglichkeit, Mitgliedsbeiträge bequem durch die Finanzbehörden kassieren zu lassen, lückenlos. Es ist alles sehr menschlich, was diese Kirchen so betreiben, um ihren Finanzstatus nicht zu gefährden. Und die "Bediensteten" leben gut davon. Ob das der Grund ist, weshalb auch Frauen in den katholisch-kirchlichen Dienst drängen?
Dieter Nuhr hatte in einer seiner Sendungen einmal gesagt: "In einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten.“
Not, Elend, Verzweiflung, Angst und Armut sind der Humus, auf dem Religion wächst und gedeiht. "Wohlstand für Alle", Glück und Zufriedenheit scheuen die Religionen wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb muss ein Szenario aufgebaut werden, das die Menschen in Angst und Schrecken und versetzt.
Besonders ergiebig war bisher das Keuschheitsgebot. Wohlwissend, dass das kaum befolgt werden kann, wird hier für das angeblich sündhafte Verhalten ein schlechtes Gewissen erzeugt, das zu Demut und Höllenfurcht führt. Anschließend wird dem Gläubigen Trost und Vergebung gewährt.

"Erst macht man krank, dann "heilt" man!
Erst macht man blind, dann führt man die Blinden!" (Karlheinz Deschner)


Es geht, wie in vielen anderen Bereichen, ausschließlich um Einfluss, Macht und Geld.
Dieses Geschäftsmodell lässt jeden Wirtschaftsmagnaten vor Neid erblassen.
Ich habe viel Verständnis dafür, dass nun auch die Frauen an die Futtertröge wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 20.10.2019, 16:56
39. Religion und Unglaubwürdigkeit

Zitat von uncle scrooge
Dieter Nuhr hatte in einer seiner Sendungen einmal gesagt: "In einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten.“ Not, Elend, Verzweiflung, Angst und Armut sind der Humus, auf dem Religion wächst und gedeiht. "Wohlstand für Alle", Glück und Zufriedenheit scheuen die Religionen wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb muss ein Szenario aufgebaut werden, das die Menschen in Angst und Schrecken und versetzt. Besonders ergiebig war bisher das Keuschheitsgebot. Wohlwissend, dass das kaum befolgt werden kann, wird hier für das angeblich sündhafte Verhalten ein schlechtes Gewissen erzeugt, das zu Demut und Höllenfurcht führt. Anschließend wird dem Gläubigen Trost und Vergebung gewährt. "Erst macht man krank, dann "heilt" man! Erst macht man blind, dann führt man die Blinden!" (Karlheinz Deschner) Es geht, wie in vielen anderen Bereichen, ausschließlich um Einfluss, Macht und Geld. Dieses Geschäftsmodell lässt jeden Wirtschaftsmagnaten vor Neid erblassen. Ich habe viel Verständnis dafür, dass nun auch die Frauen an die Futtertröge wollen.
Eine "Überwindung" von Religion und Irrglaube scheitert offenbar an der fehlenden Erkenntnisfähigkeit "gläubiger" Menschen.
Gerade der oben zitierte Kirchengeschichtsforscher Dr. Karlheinz Deschner hat tausende Fakten katholisch-kirchlichen Irrtums und katholisch-kirchlicher Irrlehren erforscht und veröffentlicht.
Es hilft nichts, entscheiden muß jede und jeder selbst, was sie oder er kirchlichen Funktionären glaubt oder glauben will.
Der vor wenigen Tagen verstorbene SPD-Politiker Dr. Erhard Eppler schrieb vor vielen Jahren ein Buch mit dem Titel: "Das Schwerste ist Glaubwürdigkeit".
Diese Erkenntnis gilt vor allem auch für Religionen, die vorgeben, glaubwürdige Lehren zu verbreiten, in ihrem gesamten Verhalten jedoch absolut unglaubwürdig sind, insbesondere die römisch-katholische Kirche, deren Innerstes inzwischen nach außen gekehrt wurde und die dadurch endgültig demaskiert worden ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4