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Amoklauf in Texas: Polizeichef kritisiert Handlungsunwilligkeit der Politiker
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Nach dem Amoklauf an einer Schule in Houston folgt die Debatte zwischen Befürworten und Gegnern schärferer Waffengesetze den eingeübten Pfaden. Nur der Polizeichef der Metropole haut dazwischen.

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sekundo 20.05.2018, 20:03
50. "Die Bürger der

Zitat von geschneider
Die Bürger der USA nehmen es in Kauf, dass ihre Kinder quasi regelmäßig in der Schule erscossen werden. Noch Fragen? Eigentlich nicht, oder? Ach ja, das sind die gleichen Leute, die Donald Trump zu ihrem Führer gewählt haben.
USA" gibt es nicht sondern auch solche,
die entsetzt, verzweifelt sind und sich gegen
die Waffengesetze und die NRA wenden.
Die Frage ist nur, ob diese Menschen
durch ihre Stimmabgabe dafür sorgen
werden, dass dieser Spuk endlich
beendet wird!

Verallgemeinerungen wie "die gleichen
Leute..." sind deshalb die Differenzierung
sein grosser Feind!

Das hat wohl damit zu tun, dass Sie über
ein Land urteilen, von dem Sie, wenn Sie
ganz ehrlich sind, nicht den blassesten
Schimmer haben.

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Atheist_Crusader 20.05.2018, 20:36
51.

Die Amerikaner haben sich entscheiden, so leben zu wollen - oder zumindest ein signifikanter Anteil von ihnen. Deswegen wird man das problem nie in einem Staat lösen können. Die einzlenen Bundesstaaten können ihre Gesetze haben, aber selbst wenn man sämtliche Schlupflöcher (wie den Privat- oder Ausstellungsverkauf) schließen kann, kann man Waffen immer noch problemlos über Staatengrenzen schmuggeln.

Ich habe immer mehr den Eindruck dass die einzige Hoffnung für die USA darin besteht, entlang politisch-ideologischer Linien aufzubrechen und neue Staaten zu gründen. Dann dürfen die einen in ihrem Gottesstaat leben, wo jeder eine Waffe aber niemand eine Abtreibung haben darf, die Armen und sozial Benachteiligten nicht mit Steuergeldern unterstützt werden und die Konzerne machen können was immer sie wollen. Und die anderen leben in einem modernen Staat der mehr an Kanada oder Europa erinnert.
Dann hätte auch jeder mal eine Chance zu beweisen wer denn die besseren Ideen hat, ohne dass er behaupten kann, dass er nur wegen der dazwischen funkenden Opposition gescheitert ist.

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gandhiforever 20.05.2018, 20:49
52. Die geltenden Bestimmungen

Zitat von John.Moredread
In der amerikanischen Presse ist zu lesen, das der Vater sich laut Polizei an die geltenden Bestimmungen gehalten hat. Und was geholfen hätte? Ein völliges Verbot von Halb- und vollautomatischen Waffen, auch als reinen Privatbesitz. Dazu ein Gesetz, das Waffen in einen Waffenschrank gehören und Munition nur zentral an einem gut bewachten Ort gelagert werden darf - wo es keine Waffen gibt. Und wenn sie generell weniger Tote haben durch Schusswaffen haben wollen, würde ich ein vollkommenes Verbot für das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit vorschlagen. Transport auch nur in getrennten Behältnissen in einem nicht funktionsfähigen Zustand. Die Strafen bei Zuwiderhandlung könnten dann, ganz nach US-amerikanischen Geschmack, hohe Gefängnisstrafen sein. Nach ein paar Jahren hätte sich all das erledigt.
Abgesehen mal davon, dass ich nirgends gelesen habe, der Vater habe die geltenden Bestimmungen eingehalten (Sie geben ja keine Quelle an), besagen die geltenden Bestimmungen, dass Feuerwaffen so zu sichern sind, dass Unbefugte sie sich nicht aneignen koennen.

Bestimmungen, die es dem Sohn dennoch ermoeglicht haetten, an die Waffen zu kommen, wuerden keinen Sinn machen!

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gandhiforever 20.05.2018, 20:54
53. Sarkastisch

Zitat von yvowald@freenet.de
Wie kommt die Handlungsunwilligkeit der verantwortlichen Politiker zustande? Die Lobby der Waffenindustrie "sponsert" diejenigen, die über schärfere Waffengesetze entscheiden. Und die menschliche Gier ist bekanntlich stärker als alles andere. Also werden in den USA weitere Amokläufe stattfinden. Und Donald Trump hält zusätzlich die Hand über die Riffle-Lobby. Gute Nacht, Amerika!
Sarkastisch koennte man auch sagen, die hoeher der NRA-spende richtet sich nach der Anzahl der getoeteten Schueler (denn die NRA benutzt solche Terroranschlaege ja, um den Verkauf von Feuerwaffen zu foerdern).

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shardan 20.05.2018, 21:01
54. Zweierlei Maß

Es ist einfach, auf die USA und die NRA mit dem Finger zu zeigen. Die sind weit weg. Letztlich ist das eine Industrielobby, wie es sie hier genau so gibt: Eine Autolobby beispielsweise, die hartnäckig darauf dringt, auf dem technischen Stand von vor 20 Jahren stehen zu bleiben, weil der Gewinn da noch nicht ausgereizt sein könnte.. Und nur nebenbei: Wie viel besser sind wir, wenn wir Waffen und ggf. demnächst Waffenfabriken an Erdogan liefern, damit der den Kurden den Garaus machen kann? Ach, da geht es nur um unseren wirtschaftlichen Gewinn? Raten Sie mal, worum es der Waffenindustrie der USA geht! Wenn man mit einem Finger auf andere Zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst.

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Tuolumne Meadows 20.05.2018, 21:17
55. Auch dieser Vorfall...

...wird nichts ändern. Die Hoffnung besteht nur darin, dass es irgendwann eine aufgeklärte Mehrheit gibt, die die NRA zum Teufel jagt - wie z.B. vor Jahren die mächtige Tabak-Industrie. Manche Dinge brauchen einen langen Weg der Erkenntnis.

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spmc-12355639674612 20.05.2018, 21:25
56. Und jetzt

Zitat von paxromana
Zu Waffenrechtsverschärfungen gibt es genügend ablehnende Meinungen in der US-Polizei. Prominent ist zum Beispiel Sheriff David A. Clarke. Es gibt auch überlebende Schüler aus Parkland, die sich im Waffenrecht klar hinter Trump stellen, z.B. Kyle Kashuv. Der erhielt auf der großen Demo, die (angeblich) von den Schülern aus Parkland organisiert wurde, allerdings Redeverbot. Selbst in Deutschland hat schon vor längerem ein Polizeipräsident in Süddeutschland zum Waffengesetz gesagt, dass dies eine Regelung zum Schutz der Bürger sei, die diese aber eben gerade schutzlos stellen würde. Es gibt eben nicht nur die eine Seite, sondern auch die andere. Stellt sich die Frage, wieso man davon in unserer Medienlandschaft nichts mitbekommt? Die unausgesprochene Wahrheit ist nämlich recht einfach: 1.) Wenn Sekunden zählen ist die Polizei nur Minuten entfernt. Selbst in Texas hat es eine halbe Stunde gedauert, bis das SWAT in die Schule ist. 2.) Nahezu alle Waffenbesitzer gehen mit ihren Waffen sehr verantwortungsvoll um. Auch in den USA gehen die meisten Tote auf Bandenkriminalität zurück, deren Waffenbesitz auch in den USA illegal ist. Und wenn sich die Banden in der Nähe einer Schule bekriegen, wird damit juristisch ein School-Shooting, was uns dann in Deutschland als horrende Anzahl von Schulschießereien verkauft wird, aber in dem hier verstandenen Sinn eben keine sind. Unabhängig davon gibt es natürlich zu viele davon. Kurz nach Parkland konnte eine in Maryland von einem anwesenden bewaffneten verhindert werden, bevor es Tote gab. Wenn sich sowas rum spricht, ist die Zeit der (echten) School-Shootings vorbei. Ziel erreicht.
erklären Sie uns bitte die großen statistischen Unterschiede zwischen den USA und Deutschland, was Tote durch Schusswaffen, sonstige Morde und Tote im Straßenverkehr angeht. Liegt es nur an der Mentalität? Wenn es so sein sollte, wird sich insgesamt möglicherweise nichts ändern, egal wie man reagiert.

Die Sache ist aber so: Wenn Waffen schnell und leicht verfügbar sind, kann der Täter ein School-Shooting leicht umzusetzen, bevor er möglicherweise wieder zur Vernunft kommt. Muss man eine solche Tat jedoch lang vorbereiten, sich erst mühsam eine Waffe und Munition besorgen etc, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass viele potentielle Täter den Plan aufgeben, bevor sie ihn umsetzen.

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Xiuhcoatl 20.05.2018, 21:36
57. Re: erzengel1987 / eine Waffe ist zum stoppen da?

Zitat von erzengel1987
Also falls ich eine Waffe auf einen Menschen richte habe ich die Absicht ihn zu erpressen und bin ansolut bereit ihn zu töten. Einzig ein Polizist kann tatsächlich eine andere Tätigkeit mit einer Waffe ausführen da dieser ein psychologisches Training und Übung hat. Aber falls mich jemand damit bedrohen würde der nicht von der Polizei oder dem Militär stammt werde ich sobald ich könnte den Bedroher töten bevor dieser es mit mir macht. Waffen sind Werkzeuge zum töten immer gewesen. Daher braucht ein Bürger auch keinen Zugang zu Waffen da wir keinen töten dürfen. Das Gewaltmonopol liegt bei uns zum glück beim Staat
Zu einem gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff mit adäquaten Verteidigungswaffen potenziell selbst reaktionsfähig zu sein, wie es in den USA teilweise legal praktiziert wird, ist schon eine überlegenswerte Option. Die europäische Variante, sich auf das Gewaltmonopol eines Staates zu verlassen, mag nicht jeder als ein Gück empfinden, etwa wenn er sich zu einem Sommercamp auf einer Insel Utøya befindet. Sowas lädt die Verrückten halt ein.

Deshalb würde ich mit schlauen Tipps an die Amerikaner zurückhaltend sein, wo hier man anderen Gesetzen mindestens genau dasselbe passiert.

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eronx 20.05.2018, 22:32
58. @Beitrag 16 re: Tempolimit

Ich habe mich schon gefragt, wann der erste hier wieder Äpfel mit Birnen vergleicht. Tempolimit mit Waffebgesetzen zu vergleichen ist wohl das fruchtbarste Ergebnis ihrer heutigen meditationspause. Das eine sind Waffen. Zu Ihrer Info: diese Werkzeuge haben nur einen Zweck, töten.
Autos sind zum Transport von Personen gedacht. Wie jemand sich transportieren lassen will ist seine Sache. Lesen Sie einfach mal die Statistiken, schauen sie ob es eine Korrelation zwischen PS und Unfalltod gibt, und vergleichen Sie die Anzahl der tödlichen Unfälle auf unseren Autobahnen mit denen eines ähnlichen Landes mit Tempolimit.
Danach kommen sie her und schreiben wieder. Denn ich lasse meine Freiheit nicht wegen ihres subjektiven Unwohlseins auf der Autobahn einschränken. Wenn die Reglungen Sie überfordern, nutzen Sie bitte die Bahn oder das Fahrrad.
Ich fühle mich in der Nähe von Hunden unwohl. Komme ich nun auf die Idee, Hunde die größer sind als 10 cm verbieten zu wollen? Manchmal muss man einfach die Freiheit des anderen akzeptieren, wenn es auch unangenehm für einen selbst ist.

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gerhard38 21.05.2018, 00:28
59. Was wird der Schirmherr der NRA,

also der "grossartige" DJT nun ausser dem Versprechen für Beten und die Opfer nie zu vergessen Bla, Bla, Bla .. nun unternehmen? Hält er an seinem Vorschlag die Lehrer aufzurüsten fest und beschleunigt diese Aktion oder plädiert er nun für die Ausrüstung der Schüler mit Schutzwesten? Wann wird der "Moron-in-Chief" seine neue Strategie per Twitter verkündigen? DJT, die Nation wartet auf deine "überaus intelligenten Vorschläge"!

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