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Angeblich gekaufter Zeuge: Ermittlungen gegen Staranwälte offenbar kurz vor Einstellu
DPA

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen drei renommierte deutsche Verteidiger - doch zu einer Anklage wird es wohl nicht kommen. Hintergrund ist ein angeblich gekaufter Zeuge. Die Anwälte sprechen von Rufschädigung.

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stier11194 12.11.2016, 01:02
10. Thema verfehlt

Zitat von ge1234
Frau Friedrichsen lehnt sich ja immer sehr gerne sehr weit aus dem Fenster, manchmal hat man den Eindruck, sie verwechselt ihre Tätigkeit des Gerichtsreporters mit der eines Richters.
Was hat Frau Friedrichsen mit dem vorliegenden Thema zu tun.Vorliegend geht es darum, dass den Anwälten keinen Einfluss auf den Zeugen (bisher) nachgeweisen werden konnte. Ein solcher Vorwurf eines Richters ist auch geradezu absurd. In dem vorliegenden Fall dürfte es deutlich naheliegendere "Beeinfliusser" geben. Dann in der Urteilsverkündung einen Untersuchung speziel bzgl. der Einflussnahme der Anwälte zu verlangen, ist schon mehr als seltsam und zeigt, dass dem Richter vollkommen der Sinn für das Einhalten von Persönlichkeitsrechten abgeht oder gar diese bewusst verletzen wollte, denn eine öffentliche Ankündigung von Untersuchungen, ist letztendlich ein solcher Angriff. Der Richter hatte andere Mittel zur Verfügung um dezent Untersuchungen anzuleiern. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte der Anwälte ist Aufgabe des Staates und damit auch seine Aufgabe. Das dürfte ihm auch vollkommen bewusst gewesen sein, denn andernfalls würde ihm schon die Grundlagen für das Bekleiden des Richteramtes fehlen.

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sinasina 12.11.2016, 01:19
11. Vielleicht sollte einfach die Frage gestellt werden, ob die

Wer will glauben, dass sich langjährige, erfolgreiche und renommierte Rechtsanwälte auf so etwas dämlichen einlassen würden?
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Auffällig ist doch, dass es sich bei diesen Anwälten um Anwälte handelt, die sehr engagiert arbeiten und durchaus auch die Justiz kritisieren.
Und die bayrische Gerichtsbarkeit war mit Sicherheit nicht davon begeistert, dass Herr Dr. Strate im Fall des Herrn Mollath Urteile etc. veröffentlicht und die Justiz kritisiert hat.
Wäre mal interessant zu wissen, ob es sich bei dem Richter / Staatsanwältin um solche handelt, die auch in den Fall Mollath involviert waren (persönlich oder als Familienangehörige)?
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Frau Friedrichsen ist nach wie vor die Beste auf ihrem Gebiet, was sie auch im Falle des Herrn Kachelmann unter Beweis stellte. Während Herr Kachelmann schon lange vor dem Prozess öffentlich hingerichtet wurde, hat Frau Friedrichsen ihn nicht vor-verurteilt und von den Prozesstagen ohne Sensationsgier berichtet. Mir jedenfalls graut es davor, wenn Frau Friedrichsen irgendwann aufhört, ich zumindest habe eine Laktoseintoleranz.
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Vielleicht sollte einfach die Frage gestellt werden, ob die Anmerkungen des Richters während der Urteilsverkündung schlicht eine Retourkutsche für Herrn Dr. Strates Justiz-Kritik war?
Immerhin hat ja ein anderer bayrischer Richter, Herr Richter Klaus Mickat, den Angeklagten der BayernLB zugute gehalten: »Man muss sich die Situation vor Augen führen, die aufkeimende Goldgräberstimmung«.

Der Verlust der BayernLB durch den missglückten HGAA-Deal wird mit 3,7 Milliarden Euro beziffert. Bezahlt hat die »aufkeimende Goldgräberstimmung« übrigens der Steuerzahler.
http://www.zeit.de/news/2012-06/19/prozesse-bayernlb-richter-schraubt-millionforderung-zurueck-19142004
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Da-waren-s-nur-noch-zwei-id20655496.html

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nofreemen 12.11.2016, 02:58
12. von Krähen und so....

Man ist ja unter sich, da wird das Ding schon geregelt.

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stier11194 12.11.2016, 09:16
13.

Zitat von j.w.pepper
Lassen Sie mich ferner festhalten, dass mir in über 35 Jahren Daseins als Rechtsanwalt noch nicht ein einziger Fall untergekommen ist, wo ich Anlass hatte, eine rechtswidrige Mauschelei zwischen StA und anderen zu vermuten. --- Wenn überhaupt, dann müsste die bayerische Justiz auf Strate stinksauer sein, statt mit ihm irgendetwas unter den Tisch zu kehren.
Es mag sein, dass Sie keinen Fall kennen, wo es Mauscheleien gegeben hat.

Das Problem ist doch vorliegend die öffentliche Anschuldigung von Seiten des Richters. Ihnen als Anwalt sollte bewusst sein, wie schädlich Pauschlbeschuldigungen gegen Anwälte sind.

Richter müssen das nicht öffentlich machen, die können entsprechend das im Hintzergrund anleiern, falls er einen solchen Verdacht hat.

Solche Behauptungen ausgerechnet bei der öffentlichen Urteilsverkündung ist eben für "Volkes Stimme" nicht nachvollziehbar, bzw. wenn sich dann die Vorwürfe nicht beweisen lassen, ist das für manche eben eine Bestätigung von Mauscheleien.

Richter sollten sich eben solche öffentliche Ankündigung von Untersuchungen eben sparen. So etwas fällt dann auf ihn und damit letzendlich auch auf die Justiz zurück, da er in dem entsprechenden Verfahren die Justiz repräsentiert.

Und ja, wenn Sie hier Mollath ansprechen, er wurde freigesprochen. Und ja, ich spinne jetzt mal ganz böse ihren Gedankengang noch weiter und ja vieleicht ist dieser öffentliche Angriff gegen die Anwälte wirklich dadurch begründet, weil die Justiz Bayerns auf Strate sauer ist und sie die erstbeste Gelegenheit gesucht hat, den Ruf Strates zu schädigen.

Wir wissen es nicht, aber bei solchen Vorfällen darf jeder nach seinem Gusto auch spekulieren (Gedanken sind frei)

Und jeder wird sich diesen Vorfall nach "seiner Wirklichkeit" auslegen. Der eine wird sagen, an den Vorwürfen des Richters wird etwas dran sein, der andere wird sagen, hier sieht man mal wieder die korrupte Justiz Deutschlands.

Das zeigt ganz deutlich, wie falsch die öffentliche Anklage des Richters war.

Ich bin da nicht extrem, sondern sehe es so, dass der Richter für dieses Amt nicht wirklich geeignet ist, das ist meine persönliche Wahrheit. Ich glaube, dass er gezeigt hat, dass er persönliche Befindlichkeiten über Rechte anderer stellt und damit für die neutrale Beurteilung von Fällen nicht wirklich geeignet ist. Aber wie gsagt, das ist meine persönliche Ansicht.

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paul_werner 12.11.2016, 14:05
14. Ist gleichsam emeritiert

Zitat von sinasina
Frau Friedrichsen ist nach wie vor die Beste auf ihrem Gebiet, was sie auch im Falle des Herrn Kachelmann unter Beweis stellte. Während Herr Kachelmann schon lange vor dem Prozess öffentlich hingerichtet wurde, hat Frau Friedrichsen ihn nicht vor-verurteilt und von den Prozesstagen ohne Sensationsgier berichtet. Mir jedenfalls graut es davor, wenn Frau Friedrichsen irgendwann aufhört, ich zumindest habe eine Laktoseintoleranz.
Frau Friedrichsen hat im Oktober aufgehört.

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j.w.pepper 12.11.2016, 16:21
15. Völlig einig, aber...

Zitat von stier11194
Es mag sein, dass Sie keinen Fall kennen, wo es Mauscheleien gegeben hat. Das Problem ist doch vorliegend die öffentliche Anschuldigung von Seiten des Richters. Ihnen als Anwalt sollte bewusst sein, wie schädlich Pauschlbeschuldigungen gegen Anwälte sind. [...]
...wenn Sie meinen Post noch einmal lesen, werden sie feststellen, dass er sich auf eine ganz anders lautende Meinung von "ollis.post" (Nr. 1) bezieht. Der Vorwurf dort lautet gerade umgekehrt, dass die StA jetzt mit den beschuldigten Verteidigern die "Sache" unter den Tisch kehren wird. Und das ist Unfug, denn dann hätte man gar nicht erst gegen die Verteidiger ermitteln müssen. Denn wirklich Anlass dazu besteht in der Tat wohl kaum.

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tatsache2011 13.11.2016, 16:47
16. Wer arbeitet mit wem zusammen ?

Zitat von ollis.post
Da sieht man ja sehr schön wie die Anwälte mit der Staatsanwaltschaft zusammen arbeiten. "das Verfahren gegen die Anwälte "dürfte keine große Geschichte werden" ... genau, schön unter den Teppich kehren. Wundert mich ja nicht das dies in Bayern läuft.
Lesen Sie
https://www.strate.net/de/dokumentation/
Dort finden Sie wie Richter und Staatsanwälte zusammen wirken.

Kein Wunder, dass sich die bayerische Justiz ärgert, weil sie Veröffentlichungen nicht verhindern kann:

"Die Richter des 3. Strafsenats des OLG München bemühen sich nicht mehr, die Rechtswidrigkeit der vorläufigen Unterbringung
Mollaths in Frage zu stellen.
Für sie - dies bahnte sich schon in der Stellungnahme des Generalstaatsanwalts an - spielt nur noch die subjektive Tatseite eine Rolle."

"Also: Die Existenz und die Veröffentlichung von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts belegt noch lange nicht, dass ein bayerischer Amtsrichter und ein Psychiater in einem bayerischen Bezirkskrankenhaus von ihnen Kenntnis hat.
Dazu bedarf es noch eines gesonderten Beweises!

Ein kläglicheres Armutszeugnis konnte das Oberlandesgericht München den beiden beschuldigten Personen nicht ausstellen.
Es hat mit der Begründung seiner Entscheidung das mit der Strafanzeige vom 4.1.2013 verfolgte Anliegen (jedenfalls teilweise) auf den Begriff gebracht.
Die Verteidigung sagt: Danke! "

Zitate aus https://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Erklaerung-der-Verteidigung-2014-06-21.pdf

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Bayrischer Michel 13.11.2016, 22:44
17. Ermittlungen vor der Einstellung

Gekränkte Eitelkeit hat in der Rechtspflege nichts zu suchen.

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